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Unser Weblog


Fast eine Woche bin ich nun in Las Vegas, die Sonne brennt unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel. Es ist fast unmöglich, sich im Freien aufzuhalten ohne sich Verbrennungen an der Haut oder die noch übrig gebliebenen Gehirnwindungen zu schädigen.

DSC_1771_640x480 Am Tisch…

Die Klimaanlagen laufen auf Hochtouren, für europäische Verhältnisse, oder zumindest für meine, um einige Grade zu tief. So macht sich nach sechs Tagen volle Konzentration bei den Turnieren die erste Verkühlung bemerkbar, die ich mit allen möglichen Medikamenten versuche zu bekämpfen.

Bei Event Nr.8, einem $1500.- NLH mit 2340 Teilnehmern war ich bis zu den letzten 25 Spieler an Tag 3 dabei, sehr short, aber dabei. Ich konnte dann noch einmal verdoppeln, ehe ich zwei Spiele später mit AK gegen 99 scheiterte.

Eine ganz respektable Leistung, aber wenn man so tief in ein Turnier vorstößt, will man natürlich zumindest den Finaltisch erreichen. An Tag 2 war ich sehr lange mit Phil Helmuth am Feature Table, wie immer war es sehr unterhaltsam mit ihm. Da wir uns schon sehr lange kennen, hatten wir fast keine Begegnung gegeneinander, wir beließen es bei Small Talk und sorgten für die Unterhaltung der Medien und Zusehern.

DSC_2751_640x480 Zusammen mit Marcel Luske

Auch ihm blieb es verwehrt, das Finale zu erreichen, sein 12. Bracelet muss also noch warten. So genehmigten wir uns einen Drink an der Bar, und er versprach mir, wenn es sein Terminplan zulässt, im Oktober nach Baden zur Poker EM zu kommen.

Für mich gibt es nun zwei Tage Pause, ehe es am Montag mit Event Nr.16, $1500.- six-handed weitergeht. Ob ich das morgige Championship Seven Card High Low spielen werde, entscheide ich kurzfristig. Bei einem Startgeld von $10.000.- sollte man schon voll fit sein, die Gegner, die Crème de la Crème der Pokerszene, verzeihen keine einzige kleine Schwäche.

Wer noch vor hat, nach Vegas zu kommen, vergesst nicht, zumindest immer eine Jacke oder Weste ins Rio mitzunehmen, hört sich zwar bescheuert an bei 40 Grad, aber wenn man Pech hat, zieht es ab und zu gewaltig von den Klimaanlagen herunter. Dann solltet ihr euch immer einen Tag vorher für das Turnier anmelden, so entgeht ihr langen Wartezeiten beim Check in, denn eine der Lieblingsbeschäftigungen ist hier, in einer langen Schlange zu stehen.

BILD1002 Der riesige Turniersaal

Die Air-Condition im Zimmer solltet ihr immer so um die 23 Grad einstellen, vermeidet häufige Ortswechsel, lieber länger einmal am Pool bleiben, oder länger im Casino. Trinkt jeden Tag 3-4 Liter Wasser, euer Körper und Gesundheit wird es danken, versucht einmal einen Tag Pause zu machen, relaxen, shopping, einfach einmal eine Abwechslung suchen.

Wer auf amerikanische Bekleidung wie Christian Audigier, True Religion, Calvin Klein, Guess, Nike… steht, sollte seine Koffer zu Hause nur halbvoll packen. Zwei Outlet-Shops und unzählige Shopping-Center für jede Brieftasche stehen zur Auswahl.

Also wir sehen uns in Vegas, denn hier ist COOLMAN!

Poker als Beruf

Noch genau 6 Tage sind es für mich, ehe ich den Sprung über den großen Teich nach Las Vegas mache. Die Vorfreude auf Sin City ist groß, dennoch ist sie mit Vorsicht und sehr großer Disziplin anzugehen. Man ist immer wieder in großer Versuchung, wenn es mal nicht so läuft, in die Side Games zu investieren. Hierbei verliert man dann schon mal die Übersicht und die Kontrolle über sein eigenes Spiel, dies sollte man aber auf jeden Fall vermeiden, denn so etwas kann ganz böse enden.

War es früher überhaupt kein Problem die richtigen Cash Game Spiele zu finden, ist es jetzt schon wesentlich schwieriger, einen spielbaren Tisch zu finden. Die Omaha-Action war in den letzten Jahren immer im Rio angesiedelt. Hier wurden die höheren Limits gespielt, jedoch mit dem Zusatz des „Mississippi Straddle“, ab Blinds 25-50 wird hier wieder die Post abgehen.

Bei dieser Variante hat der Button die Möglichkeit, das große Blind zu verdoppeln, die Action beginnt dann wieder beim kleinen Blind. Also ein noch größerer Vorteil des Button, sein Vorteil und seine Position wird dadurch noch mehr gestärkt. Da ich es außer in Vegas sonst nirgends spiele, heißt es da auch wieder sein Spiel anzupassen, noch dazu ist da Rio nicht unbedingt mein Lieblings Casino, eher mein „Lieblings Eiskasten“ !

Poker als Beruf

So werde ich mich hauptsächlich den Turnieren widmen, sie haben die Prioritätsstufe Nummer 1, meine zwei Cashes in der Vergangenheit gehören auf jeden Fall verbessert. Start ist für mich am 31.Mai mit Event Nr. 5 $1.500 NLH.

Je nach Form werde ich dann entscheiden, welche Events ich spiele, ein paar $10.000.- World Championship Turniere sollten aber schon dabei sein. Ob ich den Main Event spielen werde, entscheide ich kurzfristig. Ich habe mich zwar schon auf Full Tilt qualifiziert, ich weiß aber auch, dass ich keine 7 Wochen in Las Vegas verbringen werde.

Mal sehen wie es so läuft, vielleicht wird es diesmal so richtig COOLMAN!


Alle Menschen dieser Erde kennen es: Das Weinen. Jeder tut es, keiner will es so richtig. Man zeigt meistens damit Schwäche oder Trauer, aber auch Freude oder Ärger. Ich nehme mich davon nicht aus, versuche aber fast wie jeder, wenn schon, dann ganz alleine zu weinen. Gelingt nicht immer, aber fast immer.

super Superman modernster Prägung
Bild von hochgepokert.de

Um mich schlauer zu machen, schlug ich bei Wikipedia nach, damit meine Blog auch wahrheitsgetreu und sehr gut recherchiert bleibt. Ich will doch bei der Wahrheit bleiben, meine Eltern haben mir das so in mein Leben mitgegeben.

Teile der Wissenschaft gehen davon aus, dass der Mensch das einzige Lebewesen auf der Erde ist, das emotional bedingt weint. Meistens dauert so etwas ein paar Minuten, manchmal auch Stunden, vielleicht sogar Tage.

Bei ganz wenigen der Spezies Mensch dauert es sogar Monate oder ganz, ganz selten auch Jahre. Bei diesen besonderen Fällen gibt es aber auch medizinische Hilfe. Man darf nicht vergessen, welch wichtige Stoffe beim Weinen verloren gehen.

Durch Weinen produzierte Tränen unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung von Tränen, die zur Befeuchtung des Augapfels produziert wurden und enthalten deutlich größere Anteile der Hormone Prolaktin, Adrenocorticotropin und Leu-enkephalin sowie der Elemente Kalium und Mangan.

Ab und zu weinen ist natürlich laut Wissenschaft gesund, es sollte jedoch nicht zu lange dauern, bei einigen Monaten wird da die ganze Sache schon kritisch. Speziell im Business der Pokerwelt sollte jeder seinen Mann oder natürlich auch Frau stellen, jeder Bad Beat oder auch der ein oder andere Kommentar sollte man irgendwann einmal vergessen oder vielleicht sogar positiv verarbeiten.

Wenn nicht, wird das Ganze vielleicht zum Problem, mit dem man dann ein ganzes Leben zu kämpfen hat. Aber keine Angst, es gibt ja hier den Coolman, einfach bei ihm ausweinen, vielleicht hilft es, er hat eine starke Schulter und noch ein größeres Herz.

That’s COOLMAN

Poker als Beruf

Nach den Ereignissen rund um Berlin meldeten sich sehr viele Medienvertreter und wollten natürlich eine interessante Story von mir hören. Da sich Gott sei Dank niemand ernsthaft verletzt hatte, legte sich der Schock schön langsam. Dennoch war dies ein Erlebnis, dass ich nie wieder erleben möchte.

Das Umgehen mit den Medienvertretern ist ja nicht immer ganz leicht und man muss da immer sehr vorsichtig agieren. Doch bis jetzt möchte ich mich bei allen Personen, die mit mir ein Interview geführt haben, egal ob für das Fernsehen, Radio oder Zeitung, bedanken. Es wurde nur das veröffentlicht, was ich auch wirklich gesagt habe, und es wurde sehr objektiv über die Vorfälle und über Poker im Allgemeinen berichtet.

Poker als Beruf

Am Samstag war ich zu Gast bei Frank Elstners Show “Menschen der Woche”, es war – glaube ich – ein sehr positives Interview über das Pokerbusiness und Frank Elstner war ein sehr fairer und sympathischer Interviewpartner. Wem das Video der Show interessiert, man kann es auf www.unipoker.at ansehen.

Für mich geht es diese Woche noch nach Wien zum Main Event im Concord Card Casino, danach zum PokerStars EPT Snowfest nach Hinterglemm in Salzburg.

That’s COOLMAN


Eigentlich wollte ich von einem Erfolg beim Side Event Pot Limit Omaha berichten. Aber was gestern hier in Berlin passiert ist, werde ich wohl nicht so schnell vergessen können. Ich sitze hier wieder daheim vorm Computer und denke an die fürchterlichsten Minuten in meinem Leben zurück.

Ich war gestern ja noch beim PLO-Event dabei, jedoch kurz nach 14 Uhr, wir waren noch so um die 13 Spieler, passierte dieser unglaubliche Raubüberfall bei der EPT in Berlin. Mein Tisch war nur so um die 30 Meter entfernt vom Cashier-Desk, nur durch eine Tür getrennt, als plötzlich lauter Lärm von draußen zu hören war.

Ich sah dann nach was los war, dachte an einen kleinen Zwischenfall. Ich brauchte ein paar Sekunden bis ich überhaupt checkte was los war. Ein Security-Mann kämpfte wie ein Löwe gegen einen mir nicht sichtbaren Gegner, bis auf einmal hinter dem Cashier-Desk zwei vermummte und bewaffnete Räuber auftauchten. Sie waren gerade dabei, den Tresor auszuräumen.

Poker als Beruf

Es ging alles so blitzschnell und für einen Moment stand ich da wie angewurzelt, ein schwerer Raubüberfall am helllichten Tag in Berlin, in einem Luxus-Hotel am Potsdamer Platz. Als der Security-Mann bei der Flucht der Gangster den Letzten überwältigen konnte und die anderen schon außer Sicht waren, wollte ich ihm zu Hilfe eilen. Eine Waffe lag neben den beiden am Boden, doch plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel einen der Gangster zurückeilen und ich wich wieder zurück. Ich checkte dann, dass mein Leben auf dem Spiel steht und ich dem Security-Mann momentan nicht helfen konnte.

Gott sei Dank ist ihm dann nicht viel passiert, er dürfte dann gemerkt haben, dass es besser ist, den Gangster laufen zu lassen, als sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Das Turnier spielte ich dann zwar nach ein paar Stunden weiter, doch irgendwie teilnahmslos und noch schwer geschockt. Es wurde schlussendlich der 7. Platz, aber das war eigentlich komplett unwichtig an diesem Tag.


Hallo, liebe PokerOlymp-Leser,



wie mein Kollege Erich Kollmann bin auch ich aus dem Winterschlaf erwacht. Wobei es bei mir ja kein echter Winterschlaf ist, da ich ja neben dem Pokern noch einen “richtigen” Beruf ausübe.



Wie die meisten ja wissen, verkaufe ich Eistechnik für Eiscafés und betreibe eine Eisfachschule in der ich neue “Eismacher” ausbilde. Außerdem habe ich mich entschlossen, mit zwei Freunden mein erstes eigenes Eiscafe zu eröffnen. So sind wir z.Zt. dabei, in Berlin unser neues Eiscafe auszubauen. Ich hatte gehofft, das wir pünktlich zur EPT in Berlin eröffnen könnten und ich so die Pokerszene zum Eis einladen könnte. Leider brauchen wir noch 2 bis 3 Wochen, aber die Einladung holen wir nach.



Ansonsten habe ich mir zu Weihnachten ein neues Pokerbuch gegönnt, welches ich fast durch habe. Pokermäßig war ich in Berlin aktiv, zusammen mit meinem Kollegen Matze Manhertz von PokerOlymp. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, uns ein Ticket für die EPT zu ergattern. Es ist uns beiden gelungen!! Ich bin in Step 4 der Sit&Go`s eingestiegen, habe dort sofort ein Ticket für das Final Satellite geschafft und konnte beim Finalsatellite einen ziemlichen Durchmarsch hinlegen. Es geht also wieder….



Frisch gestärkt aufgrund dieses Erfolges ging es nach Bregenz, von wo ich Euch jetzt schreibe. Donnerstag Texas H`oldem Buy in 1000 Euro. Leider nichts spektakuläres zu berichten. Einmal Pocket Asse: Vor mir zwei caller, dann ein Raise, ich reraise dreifach, die Caller folden, der Raiser callt. Flop 7/8/J in Pik, mein gegner checkt, ich bette 2000 und bekomme sehr schnell ein Reraise auf 6000. Zur Überraschung aller folde ich offen die Pocket Asse und mein Gegenüber zeigt mir grinsend A/Q in Pik.



Super Laydown, doch die Chips waren weg. Danach Kartentod. Da der Tisch sehr aggressiv spielte, waren auch mit den schlechten Händen keine Moves möglich und so schied ich unspektakulär aus.



Dann gestern Omaha Pot Limit. Vor zwei Jahren konnte ich dieses Turnier in Bregenz noch gewinnen. Das Turnier lief nicht schlecht für mich. Zwar musste ich zwischendurch immer mal Federn lassen, doch ich spielte fast ständig auf Angriff und konnte mir bis zum Finaltable einen brauchbaren Stack aufbauen. Ein Spieler schied aus und da es 8 bezahlte Plätze gab, suchten wir den Bubble Boy. Ich sitze in mittlerer Position: Dragan Galic, rechts neben mir callt (BB 2.400), ich calle, SB füllt auf, BB checkt. 4 Spieler in der Hand.



Der Flop geht auf: 10/9/6, (ich halte u.a. 7/8, floppe also die Nut Straight), Dragan spielt 8.000 an, ich raise Pot (rund 40.000 Chips), Dragan überlegt und callt, Turn J, Dragan checkt und ich gehe mit meinen restlichen 70.000 Chips All-In.



Nach langem Überlegen callt er wieder: Showdown: Ich zeige die Stra?e, Dragan Two Pair … Doch es kommt wie es kommen musste, Ich mit meinem Pech, Dragan mit seinem Glück: Natürlich trifft er auf dem River sein Full House. Ich bin wieder Bubble Boy …



Nach Hamburg, Seefeld (zweimal), Rozvadov, Franzensbad, Berlin (am Alex) nun Bregenz: Immer wieder die Bubble…..



Aber was soll`s : das Leben geht weiter und heute beim Main Event greife ich wieder an.



Bis dann

Euer Wilhelm “Dr. Big” Breuer




Endlich geht es wieder los mit der neuen Pokersaison. Nach langem Hin und Her habe ich mich entschieden in Seefeld die Casino Austria Poker Tour zu spielen.



Die Feiertage und das Faulsein sind nun endlich vorbei, doch eigentlich war ich gar nicht so faul. Meine Mitgliedschaft im Fitness-Center macht sich wieder bezahlt, nach längerer Pause gehe ich nun wieder regelmäßig trainieren. Das Gewicht lässt zwar noch zu wünschen übrig, aber es geht wieder bergauf. Nein, nicht mit dem Gewicht, sondern mit meiner Kondition.



Dann war doch noch ein Projekt von mir, das ich zusammen mit Johan Brolenius schon länger plane. Es steckt eine Menge Arbeit dahinter, doch es macht Spaß, so ein Event zu planen und zu organisieren. In den nächsten Tagen erfahrt ihr von diesem Event mehr.



Am Freitag startet die CAPT in Seefeld, die Skier werden diesmal mitgenommen. Eine ganze Woche lang ist Seefeld die Poker-Hochburg Österreichs, mit dem Höhepunkt des Main Event mit einem Buy-In von € 2000.- Euronen. Auch beim Cash Game wird es wieder heiß hergehen, speziell beim Pot-Limit Omaha wird wieder das ein oder andere Pöttchen zu Stande kommen. Ich werde euch auf alle Fälle berichten, was hier in Seefeld ab Freitag so los ist.



Und hier ist es im Winter auf alle Fälle “COOLMAN”.


5109 Turniertickets, PokerStars-Team-Pro und viel Stress

2009 war auch für mich ein sehr bewegendes, actionreiches Jahr. Einiges lief perfekt, andere Dinge mussten leiden. Aber gehen wir doch mal zusammen ein paar Schauplätze des vergangenen Jahres durch.
Der Umzug in ein neues Heim haben wir ja Ende 2008 noch vollzogen, aber natürlich stand auch 2009, vor allem die ersten Monate, ganz im Zeichen von Einrichten, Umbauen und Einleben im neuen Heim. Dementsprechend fielen die Ausflüge an EPTs, CAPTs und andere Events eher spärlich aus. Wenn ich die Zeit dann aber einmal fand, waren sie nicht uninteressant, vor allem im Cash-Game-Bereich.

Im Februar/März ging es mit der Planung des Swiss Poker Masters (SPM) los, und da mussten wir doch einiges lernen. Die falschen Partner zu Beginn und gewisse Defizite in anderen Bereichen der Planung haben uns zwei wertvolle Monate gekostet. Aber mit der Engagierung von Armin Stocker ging es dann dafür richtig los. Eine geeignete Halle wurde sehr schnell gefunden und auch das ganze Konzept hat Hand und Fuß gekriegt. Genehmigungen, Chips und Karten, Floorleute, Dealer… so langsam nahm die Sache Gestalt an.

Leider mussten in diesen Monaten viele Leute unter meiner Doppelbelastung leiden, meine Frau und meine zwei Jungs vermutlich am stärksten. Auch Turniere musste ich einige absagen, Las Vegas konnte ich zum Beispiel nicht spielen, Seefeld musste ich auslassen und auch für die WPT in Barcelona reichte es leider nicht.

Dann aber der große Showdown im August, es übertraf alle Erwartungen und Wünsche. Nahezu jedes Turnier des SPM war aus-, respektive überbucht, die Organisation lief außer ein paar Kleinigkeiten sehr rund und die Spieler waren happy. Klar, einige Punkte würden wir rückblickend ändern, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte es ja noch nie etwas in der Größenordnung gegeben, und auch für uns war es Neuland. 5109 Turniertickets wurden letztendlich gelöst, nahezu 2000 Pokerspieler haben den Weg nach Oerlikon gefunden, Tageszeitungen, das Fernsehen und auch PokerToday haben über das Swiss Poker Masters berichtet. In verschiedenen Disziplinen wurden neue Schweizer Meister gekürt, und ein Name stach dabei heraus: Daniel Walter. Dreifacher Schweizer Meister und Masters Champion zugleich – was für ein Auftritt! Die drei EPT-Tickets, die wir verlosten, hat er im Alleingang eingesammelt – alle drei!

Kurz vor dem Masters wurde auch mein Wechsel von Full Tilt Poker zu PokerStars besiegelt. Von der Nummer 2 zum Branchenleader. Endlich hatte ich einen Partner, der auch etwas bewegen will. Der meine, unsere Ideen unterstützt, der der ganzen Szene auch etwas zurückgeben will.

Mit dem Ende des Masters wich auch der Druck von mir, es machte sich eine deutliche Erleichterung bemerkbar. Endlich konnte ich mich wieder auf mein Spiel konzentrieren – aber nicht für lange. Ich hatte schon wieder neue Pläne im Kopf: Die Swiss Poker Master Tour (SPMT) und die Neugestaltung von PokerAction.

PokerAction musste den nächsten Schritt machen, umfassender berichten und neue Inhalte bieten. Mit Lukas haben wir den geeigneten Topmann gefunden, er war dann auch hauptsächlich der Ideenbringer für das neue Konzept. Seit der Umstellung von PokerAction.info auf PokerAction.ch steigen die Zugriffszahlen gewaltig an. Es scheint, als hätte den Lesern diese Mischung aus News und Hintergrund, aus national und international noch gefehlt.

Leider wurde damit mein Zeitplan immer gestopfter, die Swiss Poker Master Tour (SPMT) mussten wir ins neue Jahr verschieben. Im Februar gehts los (10.–14. Februar in der Swiss Pokerlounge), es wird mindestens vier Tourstopps geben, mit dem Swiss Poker Masters (SPM) wieder im August. Weitere Details dazu folgen in Kürze.

Wie gesagt, mein eigenes Spiel hat ein wenig gelitten, turniertechnisch hatte ich nur zwei Erfolge, den Team-Europameistertitel in Baden bei Wien (zusammen mit Stefan Oberholzer, Severin Walser und Anton Allemann) und den Sieg beim PLO-Event an der EPT Vilamoura. Vor allem das Team-Event hat wirklich Spass gemacht, da es ja unser Baby ist (PokerAction war Gründer und Ideenlieferant für dieses Format) und wir es bereits im letzten Jahr in Bregenz gewinnen konnten. Back to Back!

Poker als Beruf


Im Cashgame konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die PLO-Partien bei den CAPT-Stopps, aber die waren dafür wirklich gut ;–)

Insgesamt ein sehr interessantes, aber auch sehr anstrengendes Jahr. Aber natürlich schaue ich nicht nur zurück, sondern auch voraus. Meine Vorsätze für 2010 sind schnell gefasst:

1. Gesundheit (ist und bleibt das Wichtigste)
2. Mehr Zeit für die Familie
3. Mehr Zeit für das eigene Spiel, dann sollten auch die Erfolge wieder vermehrt kommen
4. PokerAction, die SPMT und das SPM weiter voranzubringen

Euch allen wünsche ich ein tolles 2010, Glück und Gesundheit.

Euer Rino


Mein Rückblick auf das Pokerjahr 2009 fällt heuer nicht besonders gut aus, um es genauer auszudrücken, ziemlich besch…….eiden.



Bei den Turnieren konnte ich zwar zwei Siege feiern, einmal bei einem H.O.R.S.E. Event und einmal bei einem Omaha Event. Doch sind diese Siege bei eher kleineren Turnieren erzielt worden.



Bei den großen Events blieb aber der Erfolg komplett aus, sowohl bei der CAPT in Österreich, als auch bei den anderen Events der EPT und WPT.



Obwohl ich bei der WPT und EPT sehr oft den dritten Tag erreicht hatte, konnte ich mich kein einziges Mal ins Geld spielen. In Österreich bei der CAPT kein einziges Mal einen Finaltisch zu erreichen gehört wohl schon ein wenig in die Rubrik „Unvermögen“.



Dann gab es noch die Premiere von German Highroller im Alpin Palace Hotel in Österreich. Hier konnte ich wie fast in jedem Live Cash Game die Session mit einem Plus beenden, und das obwohl ich sehr tight unterwegs war. Es war wohl dann doch die ungewohnte Situation, zum ersten Mal live im Fernsehen Cash Game zu spielen, und nur fürs Publikum eine „Kasperl“ herunter zu hauen, überlasse ich dann doch Anderen.



Wie oben schon erwähnt lief es beim Live Cash Game sehr gut, es waren ein paar ganz heiße Wochen dabei. In Amsterdam, Madrid, Barcelona und bei der CAPT war jede Menge Action, speziell bei Pot Limit Omaha. Teilweise unglaublich, welche Action hier abgeht, und man musste schon sehr vorsichtig agieren.



So gut ich live unterwegs war, so schlecht sieht es da heuer online aus. Teilweise selbst schuld muss ich das Jahr 2009 mit einem dicken Minus abschließen. Und das ist natürlich nicht besonders “COOLMAN”.



Ich wünsche allen PokerOlymp-Lesern ALLES GUTE für das Jahr 2010, viel Erfolg, mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich wünsche Euch aber vor allem Gesundheit, denn die kann man sich schlecht kaufen.



Auf das Jahr 2010, it´s COOLMAN


Seit Donnerstag findet in Madrid, der Hauptstadt Spaniens, das Finale der FullTilt Spanish Pokertour statt. In vier verschiedenen Städten Spaniens wurde schon gespielt, nun wird das Finale mit einem Buy-In von € 3000.- ausgetragen.



225 Spieler waren dabei, darunter Ross and Barney Boatman (HendonMob) aus England, FullTilt Pros aus Italien, Lokalmatador Raul Paez und natürlich Superstar Gus Hansen.



Für mich ist es der erste Besuch in Madrid, umso mehr war ich gespannt, was mich hier erwartet. Die Stadt selbst ist eine pulsierende Metropole, für alle ist was dabei. Egal ob Kultur, Sport oder Party. Hier geht 24 Stunden am Tag die Post ab, es ist immer was los hier.



Das Casino ist so um die 30 km außerhalb von Madrid, das Gesetz schreibt es so vor. Ein modernes, großes Casino mit zwei sehr guten Restaurants. Für spanische Verhältnisse ist das Turnier sehr gut organisiert, für uns FullTilt Pros wird bestens gesorgt. Alleine die Anfahrt am Nachmittag kostet ein wenig Nerven, da der Verkehr wie in jeder Hauptstadt Europas eine Katastrophe ist.



Heute starten wir mit Tag 3, ich bin noch dabei, jedoch sehr short mit den Chips. Doch die ausgezeichnete Turnierstruktur lässt mich noch hoffen, bei jedem anderen Turnier wäre für mich schon längst Sendepause. Besser ergeht es das Ross Boatman und Gus Hansen, sie beendeten Tag 2 im Mittelfeld.



Egal wie es für mich heute ausgeht, Madrid war auf jeden eine Reise wert und ich glaube, die FullTilt Spanish Poker Tour hat Zukunft und wird im nächsten Jahr noch populärer werden.



Coolman live aus Madrid