Beiträge von Willi 'Dr. Big' Breuer
Hallo, liebe PokerOlymp-Leser,
wie mein Kollege Erich Kollmann bin auch ich aus dem Winterschlaf erwacht. Wobei es bei mir ja kein echter Winterschlaf ist, da ich ja neben dem Pokern noch einen “richtigen” Beruf ausübe.
Wie die meisten ja wissen, verkaufe ich Eistechnik für Eiscafés und betreibe eine Eisfachschule in der ich neue “Eismacher” ausbilde. Außerdem habe ich mich entschlossen, mit zwei Freunden mein erstes eigenes Eiscafe zu eröffnen. So sind wir z.Zt. dabei, in Berlin unser neues Eiscafe auszubauen. Ich hatte gehofft, das wir pünktlich zur EPT in Berlin eröffnen könnten und ich so die Pokerszene zum Eis einladen könnte. Leider brauchen wir noch 2 bis 3 Wochen, aber die Einladung holen wir nach.
Ansonsten habe ich mir zu Weihnachten ein neues Pokerbuch gegönnt, welches ich fast durch habe. Pokermäßig war ich in Berlin aktiv, zusammen mit meinem Kollegen Matze Manhertz von PokerOlymp. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, uns ein Ticket für die EPT zu ergattern. Es ist uns beiden gelungen!! Ich bin in Step 4 der Sit&Go`s eingestiegen, habe dort sofort ein Ticket für das Final Satellite geschafft und konnte beim Finalsatellite einen ziemlichen Durchmarsch hinlegen. Es geht also wieder….
Frisch gestärkt aufgrund dieses Erfolges ging es nach Bregenz, von wo ich Euch jetzt schreibe.
Donnerstag Texas H`oldem Buy in 1000 Euro. Leider nichts spektakuläres zu berichten. Einmal Pocket Asse: Vor mir zwei caller, dann ein Raise, ich reraise dreifach, die Caller folden, der Raiser callt. Flop 7/8/J in Pik, mein gegner checkt, ich bette 2000 und bekomme sehr schnell ein Reraise auf 6000. Zur Überraschung aller folde ich offen die Pocket Asse und mein Gegenüber zeigt mir grinsend A/Q in Pik.
Super Laydown, doch die Chips waren weg. Danach Kartentod. Da der Tisch sehr aggressiv spielte, waren auch mit den schlechten Händen keine Moves möglich und so schied ich unspektakulär aus.
Dann gestern Omaha Pot Limit. Vor zwei Jahren konnte ich dieses Turnier in Bregenz noch gewinnen. Das Turnier lief nicht schlecht für mich. Zwar musste ich zwischendurch immer mal Federn lassen, doch ich spielte fast ständig auf Angriff und konnte mir bis zum Finaltable einen brauchbaren Stack aufbauen. Ein Spieler schied aus und da es 8 bezahlte Plätze gab, suchten wir den Bubble Boy. Ich sitze in mittlerer Position: Dragan Galic, rechts neben mir callt (BB 2.400), ich calle, SB füllt auf, BB checkt. 4 Spieler in der Hand.
Der Flop geht auf: 10/9/6, (ich halte u.a. 7/8, floppe also die Nut Straight), Dragan spielt 8.000 an, ich raise Pot (rund 40.000 Chips), Dragan überlegt und callt, Turn J, Dragan checkt und ich gehe mit meinen restlichen 70.000 Chips All-In.
Nach langem Überlegen callt er wieder: Showdown: Ich zeige die Stra?e, Dragan Two Pair …
Doch es kommt wie es kommen musste, Ich mit meinem Pech, Dragan mit seinem Glück: Natürlich trifft er auf dem River sein Full House. Ich bin wieder Bubble Boy …
Nach Hamburg, Seefeld (zweimal), Rozvadov, Franzensbad, Berlin (am Alex) nun Bregenz: Immer wieder die Bubble…..
Aber was soll`s : das Leben geht weiter und heute beim Main Event greife ich wieder an.
Bis dann
Euer Wilhelm “Dr. Big” Breuer
Aus Dr. Bubble wird wieder Dr. Big
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Donnerstag. 22. Oktober 2009
Es geht also doch noch.
Nach meinen beiden “Bubble-Treffern” bei den Turnieren in Seefeld am Montag und Dienstag bin ich wie angekündigt gestern beim Supersatelite fürs Main Event angetreten.
Der Hattrick ist mir “nicht gelungen”. Diesmal kein Bubble-Boy, sondern ein Ticket fürs Main Event gewonnen. Also: GEHT DOCH!
Heute trete ich mit meinen beiden Freunden Hans und Nicki beim Teamcup an. Es haben sich hochkarätige Spieler angemeldet. Unter anderen tritt auch der neue Team-Europameister Schweiz
in Seefeld an.
Ich freue mich schon darauf, denn im Team zu spielen, ist immer was besonderes. Übrigens, Hans und Nicki sind Titelverteidiger vom letzten Jahr. Die beiden haben also die Latte ganz schön hochgelegt für mich.
Ich werde Euch morgen von meinen Erlebnissen berichten.
Bis dann
Euer
Willi “Dr. Big” Breuer
Hallo an alle,
wie in meinem letzten Blog angekündigt gebe ich Euch einen Zwischenbericht über meine fünfwöchige Pokertour.
Letzten Freitag und Samstag standen zwei Turniere im Kings Pokerroom in Rozvadov an. Doch wie schon bei meinem ersten Versuch vor rund einem Monat verlor ich in den entscheidenden Momenten meine Showdowns und so schied ich ziemlich unspektakulär aus den Turnieren aus. (Allerdings konnte ich mich beim Cash Game schadlos halten;-).
Am Sonntag ging es dann weiter in meine “Pokerheimat”, zu den Casinos Austria. Diesmal nach Seefeld zur Mountain Poker Party. Montag stand ein € 300 Turnier an. Nun, Ihr habt es wahrscheinlich in den Pokerolymp-News schon gelesen: Nach einer wahren Bad-Beat-Orgie wurde ich Bubble Boy. Da ich aber insgesamt mit meinem Spiel zufrieden war (denn ich hatte eigentlich keine Fehler gemacht) ging ich trotzdem beruhigt schlafen. MORGEN IST EIN NEUER TAG (Oh je, 5 Euro ins Phrasenschwein)!
Dienstag, 250 Euro Bounty Turnier : Ein etwas verückter Turnierverlauf mit ständigem Auf und Ab vom Stack. Mir gelang es nicht, auch nur einen Spieler vom Tisch zu nehmen. Als dann noch etwa 18 oder 19 Spieler im Turnier waren (ich lag deutlich über dem Average), ereilte mich der Kartentod.
Da zu diesem Zeitpunkt des Turniers praktisch in jeder Hand geraist wurde, konnte ich auch nicht “klauen”. Die Short Stacks um mich herum wurden immer größer, mein Stack wurde immer kleiner. 13 Spieler kamen ins Geld und als wir noch 15 Spieler im Turnier waren, sah ich sie schon wieder auf mich zukommen: DIE BUBBLE.
NEIN, nicht schon wieder Bubble Boy. Also Alles oder Nichts! Bei einem Angriff auf meinen BB vom einzigen Spieler am Tisch der noch weniger Chips hatte als ich, stellte ich meine letzten 11.000 Chips hinein – und verlor!
1.500 Chips waren mir noch geblieben, davon wanderten 300 in die Antes und 800 in den SB. 400 standen also noch vor mir.
Dann verdoppelte ich viermal (!) und ein Spieler schied aus. Der Bubble boy wurde gesucht.
Wieder keine brauchbaren Hände – und dann erwischte es mich tatsächlich wieder als BUBBLE BOY!
Eigentlich wollte ich heute einen freien Tag einlegen. Doch ich werde heute das Supersatelite spielen. Und auch wenn ihr mich für verrückt erklärt: Mein Ziel ist BUBBLE BOY! Ein dann wohl einmaliger Hattrick.
Zur Absicherung habe ich mit dem Pokermanager vom Casino Seefeld eine Side Bet abgeschlossen:
Wenn ich heute wieder Bubble Boy werde, bekomme ich vom Casino ein Ticket fürs Main Event. Muss dann Casino Austria Werbung tragen und ein neues Namensschild: DR. BUBBLE
Also, schauen wir mal!
Viele Grüße aus Seefeld
Euer (noch) Dr. Big Willi Breuer
In meinen letzten beiden Blogs konntet Ihr lesen, warum ich mich in den letzten vier Monaten
in der Pokerszene rar machen musste. Besonders weh hat es dann getan, wenn man in den Medien die Berichte über die einzelnen Pokerevents gelesen hat und die Erfolge der Spieler, mit denen man sonst am Tisch sitzt, zur Kenntnis nehmen musste.
Ja – und dann spürt man irgendwie: Du bist auf Entzug!! Es ist mit Sicherheit keine Spielsucht, die diesen Entzug bei mir ausmacht. Es ist einfach dieses nicht Dabeisein. So muss sich z.B. ein langjähriger Stammspieler der Fußball-Nationalmannschaft fühlen, wenn er auf einmal nicht mehr eingeladen wird. Es fehlt einem einfach das Dabeisein und die früheren Erfolgserlebnisse. Und erst recht vermisse ich meine vielen liebgewonnenen Pokerkumpel. Ich zähle jetzt hier bewusst Niemanden auf, da ich dann garantiert Jemanden vergessen würde.
Also – langer Rede, kurzer Sinn: Ich greife wieder an!
Ich habe mir den Terminkalender für die nächsten Wochen schön voll geknallt: Am kommenden Wochenende geht’s Freitag und Samstag nach Rozvadov/CZ ins „Kings“, dann am Sonntag gleich weiter nach Seefeld (Casino Austria), wo eine ganze Pokerwoche ansteht mit dem Höhepunkt am 24.10., Buy-In 1.500,00 €.
Dann gönne ich mir 3 Tage zu Hause, um gleich wieder die Koffer zu packen: Franzensbader Pokerfestival in Tschechien in der letzten Oktoberwoche. Anfang November fliege in nach Estoril in Portugal zur Live-Veranstaltung meines Sponsors Betsson.
Von dort zurückgekehrt steht dann die Deutsche Pokermeisterschaft in Schenefeld auf dem Programm. Zum Jahresabschluss „gönne“ ich mir dann noch einen Start bei der EPT in Prag.
Ich hoffe, dass ich Euch in den nächsten Wochen wieder von dem einen oder anderen Finaltable berichten kann.
Also – gewinnt Eure Show Downs!
Bis dann
Euer Wilhelm „Dr. Big“ Breuer
Fahrrad fahren als Voraussetzung für Turniersieg???
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Donnerstag. 10. September 2009
Seit meinem letzten Blog bin ich um eine wichtige Erfahrung reicher. Und diese Erkenntnis möchte ich Euch sofort weitergeben! Ihr habt alle im Verlauf Eures Lebens wohl schon den Spruch gehört, der auch auf viele Kenntnisse übertragen wird: „Fahrrad fahren verlernst Du nie – einmal gelernt kannst Du das auch nach Jahren noch!“
Und Poker spielen? Das verlernt man doch auch nicht – oder??
Denkste!!!
In meinem letzten Blog habe ich über meine Zwangspause berichtet. Rund vier Monate keine Turniere gespielt. Nun habe ich zwei kleinere Turniere gespielt. Natürlich kann ich das Spiel noch. Aber … das Feeling, dieses feine Gespür für die Situation, das „Riechen“ einer Falle, das Erkennen der leichten Veränderung in der Stimme meines Gegners bei einem Bluff, zu spüren, dass mein gegenüber seine Chips selbstbewusster über die Betline schiebt als sonst……
Also gerade diese Kunst, die mir schon so manchen Turniererfolg, losgelöst von Outs und Odds, brachte. Wo war sie??? Nun, was will ich damit sagen? Um Fahrrad fahren zu können, brauchen wir wohl kein Training.
Aber um Spitzenpoker zu spielen brauchen wir es doch!
Wir müssen regelmäßig unter Wettbewerbsbedingungen trainieren, um unser bestes Poker zu spielen. Denn wir brauchen sie, diese ständige Wachsamkeit und Konzentration, das Feeling in der entsprechenden Situation.
Ich werde also schnell noch Turniere einschieben, vor meinen nächsten größeren Turnierauftritten. Wohin? Mein Pokerkumpel Jan Jachtmann vom Pokerblatt schwärmt mir seit Monaten von dem neuen Casino (Kings Pokerrom) in Rozvadov (CZ) vor. Dort finden Samstags Deepstack-Turniere (Finale Sonntag) statt, mit einem garantierten Preispool von € 50.000. Es sind schon einige bekannte Spieler dort angetreten ( z. B. Benjamin Kang, Jan Jachtmann oder meine Betsson-Teamkollegin Meike Busch), also werde ich am Wochenende auch mal mein Glück dort versuchen.
Ich werde Euch nächste Woche darüber berichten.
Also – weiterhin gute Showdowns
Euer Wilhelm „Dr. Big“ Breuer
Sommerpause - der Zwang des Handwerks
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Dienstag. 01. September 2009
Eines ist schön: Die Anrufe derer, die mich vermissen, ist sprunghaft nach oben gegangen. Was ist los? Wieso sieht man Dich nicht mehr auf Turnieren? Nun die Antwort ist ganz banal. Wir haben gebaut. Eigentlich nichts Besonderes.
Eigentlich…..
Ein geplanter Schritt, um mich anschließend ganz meiner Karriere als Pokerprofi zu widmen. Dazu meine Firma, die Eistechnik aus Italien importiert, möglichst auf eigene Beine zu stellen. Verkaufen wollte ich es nicht. Mein kleines, aber gut funktionierendes Unternehmen, das ich mir in den letzten 15 Jahren aufgebaut habe. Also der Entschluss, eine Immobilie zu kaufen. Keine teuren Mietkosten mehr. Keine neue Immobilie, sondern eine gebrauchte! Die werden wir uns dann schön herrichten…….
Allen „Vorwarnungen“ zum Trotz – die Bauleitung mache ich selbst. Wohnbereich, Büro, Werkstatt, Lager und Ausstellungsräume – ein stolzes Vorhaben. Nun ich brauche Euch sicherlich nicht die ganzen Probleme zu schildern, die man mit Handwerkern hat.
Wo 30er Steine hingehören, wurden 17er verwendet. Der Wasserhahn, geplant auf der rechten Wand, gefiel dem Installateur wohl besser links. Und einen Stromanschluss für Lampen braucht man doch wohl nicht in jedem Zimmer… oder?
Nun, das Ergebnis war: Ich habe mich gar nicht mehr von der Baustelle weggetraut. Also – eine durch Handwerker festgelegte Sommerpause für den Pokerspieler „Dr. Big“.
Jetzt sind wir fast fertig und endlich: Ich sitze über meiner Turnierplanung! Poker EM in Baden, EPT in Warschau, Betsson Poker in Estoril, Deutsche Pokermeisterschaft und eine Turnierwoche in „meinem Wohnzimmer“ im Casino Bregenz. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ich mich auf Pokerturniere freue. Und glaubt mir: An einem Final Table mit einem Mega Bluff All In zu gehen ist weniger Stress, als eine Stromleitung zu suchen, die von einem Handwerker in irgendeiner Wand zugeputzt wurde.
Also – gute Showdowns!
Bis dann
Euer Wilhelm „Dr. Big“ Breuer
Spielsucht oder Sex mit „No Angels“ ?
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Sonntag. 19. April 2009
Was für ein Thema?
Nun – wie komme ich auf die Frage?
Wann immer ich Menschen treffe und mich mit ihnen unterhalte, kommt irgendwann das Thema Poker (ob ich will oder nicht).
Und von nicht pokerspielenden Menschen kommt mit regelmäßiger Sicherheit dann die Frage: „Hast Du nicht Angst spielsüchtig zu werden?“
Was steckt hinter dieser Frage? Leider immer noch das negative Image, dass Menschen, die keine Ahnung vom
Poker haben, mit unserem schönen Spiel assoziieren. Gleichzeitig ist man aber nicht bereit, sich mit dem Thema einfach mal zu beschäftigen.
Natürlich besteht bei einem Glücksspiel immer die Gefahr, einer Sucht zu verfallen.
Doch wer spricht denn über die Menschen, die z.B. an einem Automaten in einer Spielhalle ganze
Monatsgehälter „ verdaddelt“ haben? Wer spricht von den Menschen, die in Spielbanken beim Black Jack
oder Roulette „Haus und Hof“ verspielt haben? Kennen wir nicht die Fälle, wo Ehen zerstört wurden, weil der Ehemann beim Lotto ein Vermögen verspielt hat?
NEIN. Es muss immer Poker sein, wenn es um Spielsucht geht.
Deshalb hier ein für alle Mal: NEIN: Ich habe keine Angst, spielsüchtig zu werden. Ich liebe einfach Poker als ein faszinierendes Unterhaltungsspiel, bei dem ich mich mit netten Menschen unterhalten und Spaß haben kann.
Ich würde auch genauso leidenschaftlich pokern, wenn man dabei kein Geld gewinnen könnte.
Statt der Spielsucht zu verfallen, wäre die Gefahr für mich viel größer, Sex mit einem bestimmten Mitglied der
No Angels zu haben: Denn dann wäre ich wahrscheinlich tödlich erkrankt. Pokern dagegen überlebt man. ;-)
Okay – soviel zu diesem Thema.
Eine Information bin ich Euch aus meinem letzten Blog noch schuldig. In Salzburg, beim Main Event der CAPT
habe ich es tatsächlich, trotz meines dramatischen Turnierverlaufs, an den Finaltable geschafft.
Dort bin ich leider als erster auf Platz 10 ausgeschieden. Und es war kein bad beat oder suck-out, sondern ich habe diese eine Hand grottenschlecht gespielt und meinen sehr sympathischen Pokerkollegen Markus Golser
praktisch eingeladen, mich vom Tisch zu nehmen.
Aber insgesamt bin ich zufrieden, meiner Sammlung von Finaltables einen Weiteren hinzu gefügt zu haben.
Wie geht es mit mir weiter?
Im Mai werde ich in Innsbruck bei der CAPT antreten, anschließend natürlich die POKER OLYMP OPEN 5
spielen und dann in Hamburg bei den Masters mein Glück versuchen.
APROPOS Poker Olymp Open:
Bei Betsson spielen wir ein Package im Wert von $ 3.500 (Buy In , Anfahrt, Hotel) aus.
Begleitet Mike Busch und mich zur Poker Olymp Open.
Qualifizieren könnt Ihr Euch bei Betsson jeden Mittwoch (5 $) oder jeden Sonntag (20 $) oder gleich beim
Online Finale am 10.05.2009 (Buy In 80$).
Ich drücke Euch die Daumen!
Ich halte Euch auf dem Laufenden!
Bis bald
Euer
Wilhelm „Dr. Big“ Breuer
Wer Fragen hat kann mir gerne eine E-Mail schicken: willibreuer@pokerolymp.de
Hallo liebe Pokerolymp Freunde,
hier die versprochenen Infos über meinen Turnierverlauf bei der CAPT.
Zunächst eine aktuelle Meldung:
Wer meinen letzten Blog gelesen hat, weiß, dass ich den “Mann mit dem Zylinder” gesucht habe.
Und meine Aufforderung (bzw. Bitte) an den Pokermanager der Casinos Austria, Edgar Stuchly,
doch diese Institution zu schaffen.
Nun, ich hatte bereits ein Gespräch mit Edgar, der diese Idee ebenfalls gut findet. Und Edgar will meinen Vorschlag sogar noch toppen: Ich zitiere Edgar: “Eine gute Idee Willi, aber wir werden keinen Mann mit dieser Aufgabe betrauen, sondern ich suche für Velden eine hübsche Dealerin. Diese wird dann die Rolle mit dem Zylinder übernehmen”
Super Idee Edgar, die Frage ist nur wie lange die Warteschlange für die Bad-beat-Stories werden wird, wenn dort eine hübsche Dealerin zuhört. Wenn ich da so an meine Pokerkollegen wir Erich Kollmann, Andreas Krause oder Marcus Golser denke, werden die aber ganz schön lange Bad-beat-Stories haben ;-)) ..........
The story has to be continued…............
Okay, was gibt es Neues über mich aus Salzburg? Nachdem ich in meinem letzten Blog auch den Pokergott herausgefordert habe (der mich jetzt bereits seit rund fünf Monaten mit bad beats und
suck outs nervt) ist die Geschichte des 500 Euro Turniers schnell erzählt:
Als noch 65 Spieler im Turnier sind, verliere ich nach einem Pre Flop All In Pocket Könige gegen AQ.
Meine mir danach noch verbliebenen 2.900 Chips setze ich in der übernächsten Hand mit QJ suited preflop All In. Ich bekomme ein call von Sven Stiel von Pokerstars mit 77. Auf dem Flop habe ich 21 (!!!!!!!) outs. Doch der Pokergott lacht von oben und lässt mich weder auf dem Turn noch auf dem River eins meiner outs treffen. Aus. Kein Applaus.
Jetzt komme ich gerade vom Tag 1 des Main Events.
Ich hatte mich bis in Level 4 bereits auf 25.000 Chips hochgearbeitet. Dann musste ich innerhalb von nur 30 Minuten drei top Hände aufgeben. Zuerst AJ bei Flop AQJ, mein Gegner hatte AQ, dann AK gegen Pocket Könige und als “Abrundung” Preflop JJ gegen AA.
Drei starke Lay Downs auf die ich eigentlich hätte stolz sein müssen. Doch ich hatte in den drei Händen rund 14.000 Chips verloren und mein Stack schmolz auf 11.000. Und ich fühlte mich alles andere als stolz.
Danach ging nichts mehr und in Level 7 war ich runter auf 2.900 Chips. Das gesamte Level über dümpelte ich rum zwischen 3.000 und 6.000 Chips.
Doch mein Kämpferherz und vor allem die nach meiner Meinung wichtigste Eigenschaft eines Pokerspielers, die Disziplin, holten mich aus diesem Tief heraus. Mittlerweile bin ich nach sage und schreibe 15 (!!) All In`s und einigen geklauten Blinds wieder bei 35.800 Chips und im morgigen Finale der besten 20 Spieler.
Also – drückt mir bitte für morgen die Daumen.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Bis dahin mit den besten pokerolympischen Grüßen aus Salzburg
Euer
Wilhelm “Dr. Big” Breuer
Wo ist der Mann mit dem Zylinder ?
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Freitag. 03. April 2009
Da bin ich nun – in den Niederungen des Pokerkosmos. Ich komme gerade aus dem Casino Salzburg. Beim 1.000 Euro-Turnier im Rahmen der CAPT bin ich auf Platz 46 ausgeschieden. Weil ich schlecht gespielt habe??? Um Gottes Willen – nein!!! Wer von uns Pokerspielern hat denn schlecht gespielt, als er ausgeschieden ist? Den Spieler habe ich jedenfalls noch nicht getroffen.
Ich hatte heute zwei Bad Beats. Zweimal habe ich heute mein Set getroffen (einmal QQ, einmal JJ). Mit den Queens habe ich gegen eine Straße den Großteil meines Stacks verloren, mit den Jacks bin ich gegen ein Set Asse aus dem Turnier ausgeschieden.
Zähneknirschend habe ich meinem Bezwinger die Hand gegeben (man ist schließlich ein guter Verlierer), den anderen Spielern am Tisch noch viel Spaß gewünscht und dann stand ich da, mutterseelenallein in einem vollbesetzten Pokersaal.
In diesem Moment – und NUR in diesem Moment sind wir Pokerspieler alle gleich. Wir brauchen einen Zuhörer: “wie konnte der mich callen?, was denkt er, womit ich all.in gehe, und der Dealer, überhaupt der Dealer – muss der auf dem River noch ein viertes Herz bringen”.........................
Und jetzt …, ja genau jetzt bräuchten wir Ihn: Den Mann mit dem Zylinder! Wir kennen Ihn aus Las Vegas. Für ein kleines “Schmerzengeld” von 5 Dollar hört er sich geduldig und mit mitleidsvoller Miene unsere Bad Beat Story an. Und in dem Moment, wo er uns zustimmt, dass unser Gegner niemals hätte callen dürfen, haben wir ihn wieder: Den Seelenfrieden des Pokerspielers.
Also hier die Aufforderung an Edgar Stuchly, den Pokermanager der Casinos Austria: Edgar hilf uns ! Stelle ihn ein – den Mann mit dem Zylinder. Damit wir Pokerspieler wieder unseren Seelenfrieden finden.
Ach übrigens, ich habe dann noch Trost gefunden. Bei Rosi von der Pokerfirma. Sie hat in den letzten vier, fünf Monaten einige meiner bad beats und suck outs miterlebt und darüber berichten müssen. Auf meine vorwurfsvolle Aussage (an den Pokergott), dass mir das jetzt seit fünf Monaten so geht, kamen von ihr die aufbauenden Worte: “Ich habe auch schon Spieler erlebt, denen es ein Jahr und länger so ging”. Das baut auf !! Ich zog mein Sakko an und fuhr ins Hotel.
Und morgen?? Morgen greife ich wieder an, im Casino Salzburg.
Werden wir doch mal sehen, wie lange der Pokergott das durchhalten kann.
Also , ich halte Euch auf dem Laufenden.
Bis bald
Euer
Wilhelm “Dr. Big” Breuer
Dr. Big live aus Bregenz:
Nun – wo Mekka liegt, war mir bis heute eigentlich bekannt: Im westlichen Saudi-Arabien, ca. 80 km vom roten Meer entfernt. Und am Ortseingangsschild steht : Muslims only —nur für Muslime also.
Doch es ist ein neues Mekka entstanden. Am Ortseingang müsste allerdings noch ein Schild installiert werden: For Poker-Players only!!
Nun wo liegt dieses neue Mekka? Ganz klar: In Bregenz!
Den Machern der Casinos Austria, allen voran Edgar Stuchly und Joe Fuchshofer, gelingt es Pokerspieler nach Bregenz zu holen wie sonst nur Pilgerer nach Mekka. Und jetzt kommt eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss:
An einem Montagabend im Februar, bei verregneter bzw. verschneiter Anreise, findet ein Pokerturnier statt:
Nichts besonderes eigentlich, denn das Buy-In beträgt lediglich 200 Euro. Wieviel Spieler treten an? 255 (!!!) In Worten: zweihundertfünfundfünfzig!
Dass die gesamte Turnierwoche mit Buy-Ins bis zu 2.000 Euro komplett ausverkauft ist, versteht sich fast von selbst.
Also: Ein RIESENKOMPLIMENT an das gesamte Team der Casinos Austria. Hier zahlt sich jahrelange, kontinuierliche Aufbauarbeit von Profis aus.
Für mich selbst ist Bregenz natürlich “Pflichttermin”. Im letzten Jahr konnte ich das Omaha-Turnier gewinnen und beim Main Event mit Platz 4 noch einen guten Cash einfahren.
So trat ich heute zum 800 Euro Turnier an:
181 (!) Teilnehmer und die Creme de la Creme der deutschsprachigen Pokerszene war angetreten sowie weitere Spieler aus rund 10 Ländern.
Und dann erlebte ich ein Novum: Das absolute Favoritensterben in den ersten 4 Blindlevels! Bereits in der fünften Hand machte Dr. Michael Keiner den Anfang. Dann ging es Schlag auf Schlag: Manfred Hammer, Ivo Donev, Dani Studer, Jens Vörtmann, Rainer Rapp, Katja Thater und diese Aufzählung ist wahrlich nicht vollständig. Und Wilhelm “Dr. Big” Breuer!
Ja, mich hats auch erwischt.
Noch nie bin ich bei einem Turnier so frühzeitig ausgeschieden. Dabei hatte ich von Anfang an einen Lauf: Schon in der ersten Hand halte ich Pocket 7, treffe mein Set, mache Chips und bin Chipleader. Fast jede 2. Hand, die ich habe, ist gut bis sehr gut. Doch immer wenn mein Stack eine gewisse Größe annimmt, bekomme ich eins auf die Rübe.
Es beginnt mit einem Neunerdrilling, den ich floppe. Trotz kräftiger Bets werde ich auf Flop und Turn gecallt. Auf dem Board entwickelt sich eine Straße und als mein Gegner auf dem River mit über 7.000 Chips All In geht, muß ich meinen Drilling folden.
Nachdem ich wieder meinen Stack aufgebaut habe, raise ich in mittlerer Position mit K/Q s in Pik. Ich bekomme einen Call.
Auf dem Flop zwei Pik und auf dem River Flush fertig. Doch leider laufe ich mit second nuts gegen den nuts flush.
Wieder short! Es gelingt mir, meinen Stack wieder auf knapp 5000 Chips aufzubauen.
Ich sitze in später Position und finde A/Q. Blinds 100/200. In früher Position raist ein Spieler auf 600. Alle bis zu mir folden und ich mache einen Reraise auf 1.800. Mein Gegner callt mich (wie ich später gesehen habe mit 6/8 – “aber war ja suited”).
Nun es kam wie es kommen musste: Auf dem Flop treffe ich die Dame, ich spiele 1000 an und werde gecallt. Auf dem Turn die nächste Dame. Um nichts mehr anbrennen zu lassen, gehe ich mit meinem Damendrilling All-In: Tja, leider war schon alles “angebrannt”. Denn mein Gegner hatte sich aus 6/8 suited seinen Flush gebaut und mein Turnier war beendet.
Ich hatte es tatsächlich bis in Level 3 geschafft. ;-(
Zum weiteren Turnierverlauf: Das große Favoritensterben hielt an und die Schweizer Kollegen wurden heute die großen Abräumer. Mit drei Schweizern auf den ersten fünf Plätzen setzen sie ein Zeichen und stellen mit Stefan Huber auch
den Turniersieger. Die deutsche Ehre rettet Heinz Kamutzki mit Platz 4.
Die Platzierungen:
1. Stefan Huber CH € 37.140
2. Tony Conner UK € 26.130
3. Besim Hot CH € 19.260
4. Heinz Kamutzki D € 13.760
5. Armando Meier CH € 9.630
6. Markus Golser A € 6.880
7. Stefan Rapp A € 5.500
8. Ralf Herbe D € 4.130
9. Anton Gebauer A € 2.480
10. Olli Frackmann D € 1.790
11. Benno Jobst D € 1.240
12. Danny Ehrenberger D € 1.240
13. Fritz Hochfilzer A € 1.240
14. Frank Rauchbach D € 1.100
15. Andre Kretschmar D € 1.100
16. Esdano A € 1.100
17. Thomas Dolezal A € 960
18. Vito Branciforte I € 960
19. Nino Murati CH € 960
20. Alexander Dietrich D € 960
Morgen steht das TOP 20 Finalturnier der Casino Austria Rangliste 2008 für mich auf dem Plan.
Ich hoffe, daß ich bei diesem Prestigeturnier besser abschneiden werde.
Bis bald aus Bregenz
Euer
Wilhelm “Dr. Big” Breuer



