Beiträge von Robert Kalb
Auf zu den Autumn Masters, ins Kings Casino und zum Teamcup
- Beigetragen von
- Robert Kalb
- Datum
- Freitag. 25. September 2009
Seit meinem letzten Artikel hatte ich mich etwas bei den Pokerturnieren zurückgehalten. So habe ich die Mainzer Turniere komplett aus meinem Turnierkalender gestrichen, und spiele dafür das Bad Homburger Monatsturnier (300 Euro mit Unlimited Rebuys). Außerdem fahre ich noch dafür ab und zu nach Rozvadov ins Kings Casino.
Die letzten Montagsturniere in Wiesbaden liefen alles andere als gut, allerdings erreichte ich bei den Bad Homburger Turnieren beide Male den Final Table. Beim ersten Versuch konnte ich den sechsten Platz belegen und beim zweiten Anlauf klappte es dann auch schon mit dem Sieg.
Heute starte ich außerdem noch an Tag 1a der Dortmunder Autumn Masters. Dort kriegt man für ein Buy-in von 400 Euro eine Super Struktur geboten. Man startet mit 15.000 Chips und 45 Minuten Levels, ab Tag Zwei gibt es dann sogar 60 Minuten Levels.
Die Woche danach geht es dann wieder nach Tschechien und im Oktober zur Mountain Poker Party nach Seefeld. Dort freue ich mich schon besonders auf den Teamcup, wo ich mit Gerd Wandel und Thomas Scheld zwei der besten Turnierspieler aus Wiesbaden im Team habe.
Ansonsten steht bis jetzt nur noch das Finale der Deutschen Pokermeisterschaft in Schenefeld im Turnierkalender. Aber da kann ja noch einiges dazu kommen.
Bis demnächst Robert Kalb
Habe meinen Lauf mit nach Deutschland genommen…
- Beigetragen von
- Robert Kalb
- Datum
- Donnerstag. 06. August 2009
Nachdem ich in Las Vegas einen guten Lauf bei den Turnieren hatte, geht es für mich auch zum Glück in Deutschland weiter. Gleich am ersten Tag habe ich in Wiesbaden erst mal beim Rookie Turnier mein Glück probiert und nach ewig langem Heads-up musste ich mich leider mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
Aber nur Drei Tage später habe ich es in Mainz besser gemacht und meinen Zehnten Turniersieg in diesem Jahr erreicht. Am nächsten Tag schaffte ich es sogar den Titel zu verteidigen und damit war mein elfter Sieg perfekt.
Zwei Tage später spielte ich zum Dritten mal in diesem Jahr ein Montagsturnier und konnte zwar Platz Sieben erreichen, allerdings war ich damit natürlich nicht zufrieden. Denn ich hatte nur eine Premium Hand am Final Table und das waren die Asse, die ich allerdings gegen KK beim Preflop All in verloren habe.
Danach habe ich weitere dreimal am Rookieturnier teilgenommen, bei dem ich zweimal identisch mit QQ gegen AA verloren habe.
Dann habe ich erst mal eine Pause gemacht und den sechsten Jahrestag mit meiner Süßen gefeiert.
Letzten Freitag und Samstag habe ich dann wieder in Mainz teilgenommen und konnte immerhin am Samstag beim 100er-Rebuy-Turnier cashen.
Sonntag habe ich dann online gespielt und zwar war ich beim $1.000.000-Turnier von Betfair im Finale. Dort gab es ein Ticket für das Offline-Finale.
Wieder schaffte ich es ins Heads-up und musste mich dort leider mit TT gegen J2 geschlagen geben.
Aber ich spielte noch gleichzeitig bei Pokerstars das Sunday Million Turnier, wo ich von 8.000 Teilnehmern immerhin den 155. Platz belegen konnte.
Und gestern habe ich dann das Montagsturnier in Wiesbaden gespielt.
Es war ein 100 Euro Unlimited Rebuy Turnier. Dank Ralf Albert, dem Pokerchef in Wiesbaden, der die Struktur von 1000 auf 2000 Chips für jedes Rebuy bzw. von 2000 auf 4000 fürs Add-on erhöht hatte, waren auch die Gäste sehr zufrieden.
Für mich startete das Turnier alles andere als gut, schon nach wenigen Minuten musste ich mein erstes Rebuy machen.
Aber dann ging es wieder aufwärts, und ich konnte meinen Stack ausbauen.
Am Ende schaffte ich nicht nur meinen dritten Montags-Cash beim vierten Versuch in diesem Jahr sondern holte mir auch noch meinen zwölften Turniersieg.
Wenn das so weiter geht könnte ich es eventuell noch schaffen, Jörg Stehlau in der Deutschen Casino Rangliste vom Thron zu stoßen. Allerdings wird das nicht leicht, da er sechs bis sieben Turniere in der Woche spielt.
Aber noch ist nichts verloren, abgesehen von der WSOPE spiele ich in diesem Jahr nur noch in Deutschland Turniere.
Damit sind noch jede Menge Punkte zu holen.
Bis demnächst
Robert Kalb
So wir sind zurück! Ich war mal wieder mit Janina 4 Wochen in Vegas. Allerdings haben wir nicht ein einziges WSOP Turnier gespielt, da die Strukturen bei der Konkurrenz einfach besser waren. Und nach der Seuche im Februar habe ich auch die Finger von den Extravaganza Events im Venetian gelassen.
Wir wollten uns diesmal auch entspannen und einige Zeit an den Pools verbringen, daher
haben wir auch einige Male die Hotels gewechselt.
Die ersten 4 Tage waren wir im Tropicana, wegen der Blackjacktische im Pool. Danach sind wir zum Tourist Büro gegenüber vom Mandalay Bay gefahren, um dort für die restliche Zeit zu buchen. Das war nämlich unter deutscher Führung und daher haben wir auch immer einen sehr guten Preis bekommen. Allerdings waren wir sehr überrascht, als wir sahen dass das Büro im Mai abgebrannt ist.
Daher mussten wir leider improvisieren. Also gingen wir regelmäßig in ein neues Casino und haben dank meiner Players Cards auch echt gute Preise bekommen. Nach dem Tropicana waren wir im Hooters, dann ging es nach Downtown ins Golden Nugget, das einen ganz interessanten Pool hat. Dort gibt es eine Rutsche, die durch ein Haibecken führt und an der Bar gibt es mit dem Shark Attack meiner Meinung nach den besten Cocktail in Vegas.
Danach sind wir ins Mandalay Bay gezogen, der Grund dafür war natürlich ebenfalls der Pool. Dort gibt es einen Sandstrand mit Wellenbad und Strudelbecken, an dem wir uns meistens aufhielten.
Danach ging es ins MGM Grand, dort haben wir dann auch leider vom überraschenden Tod Michael Jacksons erfahren. Ab diesem Tag liefen fast rund um die Uhr auf sämtlichen Fernsehkanälen nur noch Sendungen über Michael Jackson.
Da es im MGM nicht so gut lief, zogen wir nach 5 Tagen im wieder zurück nach Downtown und quartierten uns für 10 Tage im Freemont, 4 Queens und im Plaza ein.
Wobei ich niemandem empfehlen kann, ins Plaza zu ziehen. Wir hatten zwar eine Suite mit Blick auf die Freemont Street, aber ehrlich gesagt war bis auf den Ausblick nichts von einer Suite zu merken. Das Hotel ist einfach eine Bruchbude.
Und zum Abschluss ging es dann in die Pyramide des Luxors, dort gibt es schöne Zimmer, aber der Pool ist eine Frechheit, also gingen wir trotzdem weiter zum Mandalay Beach.
So, nun aber zum Pokern. Am ersten Tag bin ich nach Downtown gefahren und habe ein Turnier der Binion Pokerclassics gespielt. Dort gab es ein No Limit Hold’em Turnier mit einem 150$ Buy-In. 193 Teilnehmer traten an und ich erreichte auch gleich den Final Table.
Nach ca. 70 Minuten am Final Table und noch 8 verbliebenen Spielern fand ich im BB meine erste starke Hand mit JJ, trat aber leider gegen KK und AA an und schied ohne Hilfe vom Board aus.
Am nächsten Tag spielte ich im Golden Nugget ein 225$ No Limit Hold’em Turnier.
Nach 10 Stunden platzte dort erst die Bubble, es wurden 18 Plätze bezahlt. Als wir noch 16 Spieler waren, schied 90 Minuten keiner mehr aus, also stellte ich mit 33 vom Button All-In, doch der SB callte mit AK und traf. Somit gab es nach so vielen Stunden nur 340$. Danach wollte ich erstmal nichts mehr von Turnieren wissen und wir verbrachten die meiste Zeit am Strip beim Cashgame und im Pool. Die Cashgame-Partien liefen nicht gerade gut und so verlor ich beim Holdem und auch beim PLO.
Also musste ich wieder bei den Turnieren angreifen, ich spielte das Omaha Hi-Lo bei der Golden Nugget Grand Poker Series. Es lief auch ganz gut, ich gehörte schnell zu den Chipleadern, musste mich dann aber etwas überraschend mit dem 45. Platz zufrieden geben.
Die entscheidende Hand verlor ich mit AA37 double suited gegen A26X, als am Turn die Zweite 6 auftauchte und ich auch nur die Second Nuts mit A3 zur Low Hand hielt.
Kurz darauf bin ich ausgeschieden.
Danach spielte ich wieder 2 Turniere bei den Binion Poker Classics, zunächst ein ganz normales No Limit Hold’em. Dort schied ich in Level 5 aus, als ich nach einem Raise mit QQ im BB All-In ging und von 88 gecallt wurde. Mein Gegner traf eine 8 und ich war draußen. Aber noch schlimmer kam es für mich beim Shorthanded-Turnier. Dort hatte ich über 17.000 Chips bei einem Average von 14.000. Der Button raiste wie immer bei Blinds von 200/400 auf 1200, der SB callte und ich fand 66 im BB. Da der Button jedes mal raiste und bei einem Reraise muckte, ging ich All-In. Der Button foldete wie erwartet, doch der SB callte sofort. In dem Moment dachte ich, dasss er KK oder QQ hielt. Bevor ich ihn fragen konnte, ob er ein Paar hält, drehte er 
herum. Ich fragte ihn, warum er mich callt, in dem Moment ging schon der Flop auf und er sagte darum. Und tatsächlich, er floppte Two Pair und gewann die Hand.
Nach dem Ausscheiden wollte ich eigentlich im ersten Moment eine Woche lang kein Turnier mehr spielen. Daher spielte ich am nächsten Tag nur ein Daily Tournament im Golden Nugget. Dies war ein 65$ Turnier mit einem Rebuy und ca. 50 Teilnehmern. Nachdem ich bei diesem endlich mein erstes Turnier während der Reise gewinnen konnte, war ich wieder etwas besser gelaunt.
Also spielte ich am nächsten Tag nochmals im Golden Nugget ein Turnier der Golden Nugget Grand Poker Series. Ich erreichte mit doppeltem Average den Final Table und eliminierte einen Gegner nach dem anderen. So kam ich mit 600.000 Chips ins Heads Up, und mein Gegner hatte bei Blinds von 10.000/20.000 mit 2.000 Ante gerade einmal 44.000.
Nach nur einer Hand im Heads-Up war es entschieden und ich hatte gewonnen. Somit stand nach dem dritten Anlauf auch mein Name auf der Siegerliste an der Wand des Grand Rooms im Golden Nugget. Neben den 2 Turniersiegen innerhalb von 2 Tagen im Golden Nugget lief es bei mir auch sehr gut im dortigen Cashgame. Ich floppte u.a. mit 
einen Straight Flush, bei dem ich auch noch ein All-In gegen ein Full House bekam. Außerdem gab es dafür noch einen High Hand Jackpot, doch nur 30 Minuten später hatte ich schon wieder einen geknackt. Ich floppte mit JJ ein Set, das ich wegen des Highhand Jackpots slow spielte. Und tatsächlich kam der letzte J auf dem River.
Am nächsten Tag habe ich dann wieder an den Binion Pokerclassics teilgenommen, der Grund dafür war das Crazy Pineapple Turnier. Allerdings war ich etwas überrascht, dass es ein No Limit Turnier war. Ich nahm aber trotzdem teil, denn auf dieses Turnier freute ich mich am meisten. Es kamen 119 Teilnehmer und ich erreichte erneut den Final Table. Somit hatte ich zumindest schon einmal meine zweite BPC Final Table Mütze gewonnen. Aber ich wollte natürlich den Hattrick und den dritten Turniersieg in 3 Tagen schaffen. Als wir noch 7 Spieler waren, änderten wir dann aber die Preisgeldverteilung. Nun sollte der Siebte bis zum Vierten den selben Betrag erhalten. Ich dachte, somit kommt mehr Action ins Spiel, allerdings trat dann das Unfassbare ein, dass wir nach 3 Stunden noch immer zu siebt waren. Dann erwischte es endlich mal wieder einen. Irgendwann schied ich dann nach einem wwig langem Final Table als Vierter aus. Ich ging als Zweiter im Chipcount Preflop All in und der Chipleader callte. A J 10 hielt ich und der Flop brachte 9 J Q, also muckte ich das A. Mein Gegner zeigte ein Set Queens. Der Turn brachte eine 10 und der River eine 5. Am nächsten Tag brachte ich endlich Janina dazu, mal ein Turnier zu spielen, und zwar ein 125$ Turnier im Golden Nugget. Und auch ihr lag das Golden Nugget sehr gut, denn Sie gewann das Turnier und war sehr glücklich darüber.
Danach spielten wir wieder Cashgame im Golden Nugget, und es lief wieder ausgezeichnet. Diesmal floppte Janina einen Straightflush mit guter Auszahlung, da auf dem River das vierte Kreuz kam + Highhand Jackpot. Am Nebentisch gingen währenddessen 2 Spieler aufeinander los, und zwar bei Blinds von 1/2 im Limit. Beide wurden übrigens aus dem Casino verwiesen.
Danach ging es am 05.07. zurück zum Strip. Da wir erst nachmittags ankamen, konnte ich das Megastackturnier im Caesars Palace nicht spielen. Allerdings sah ich dann aber, dass es ein Mega Stack Second Chance Turnier um 19 Uhr gibt. Das Buy-In dort betrug 160$ und es kamen mit 178 Teilnehmer auch eine ganz ordentliche Anzahl zustande. Ich erreichte bei 18 bezahlten Plätzen mit Average die Geldränge und als wir endlich zum Final Table kamen, war ich mit 160.000 der Chipleader. Wir hatten eine 5 Minuten-Pause, die ich nutzte, um endlich mal auf die Toilette zu gehen. Als ich wieder raus kam, sagte mir Janina, dass die Spieler sich alle auf einen Deal geeinigt hätten, und zwar 1.800$ für jeden der zehn Spieler.
Ich wusste nicht, ob Janina einen Spaß macht oder nicht, aber sie hatte Recht, die anderen hatten sich ohne mich geeinigt. Ich sagte natürlich gleich, dass ich dies niemals annehme.
Als einige auf mich einredeten, sagte ich OK, ich mache den Deal, aber natürlich nicht mit 1.800$ für jeden. Es gab 3 Spieler die zusammen nicht einmal so viele Chips hatten wie ich allein. Da die anderen das nicht wollten, gab es keinen Deal und ich hatte wieder einmal 9 Feinde am Final Table, insbesondere die Shortstacks, aber das bin ich aus Deutschland ja schon gewohnt. Viele Spieler hoffen ja auch in Deutschland, dass ich vor dem Final Table ausscheide, da ich keine Deals mache. Aber ich entschied mich auch im Caesars Palace richtig und gewann das Turnier.
Am letzten Tag haben wir uns dann mit Michael Pirro getroffen, und fuhren ins Boulder Station. Dort hat Michael mir dann die Regeln von Craps erklärt, er sagte, setz immer auf Pass Line :) Und tatsächlich, mehr musste ich über Craps nicht wissen, es klappte. Danach gingen wir zum Bingo und auch das spielten wir alle Drei zum ersten Mal. Allerdings mussten wir uns den erfahrenen Spielerinnen im Alter von 50 bis 80 Jahren geschlagen geben.
Das war es dann aber auch, am nächsten Tag flogen wir zurück und waren ganz zufrieden. Ich habe insgesamt 17 Turniere gespielt und davon 4 gewonnen, 2 Daily Tournaments, ein Turnier bei der Golden Nugget Grand Series und ein Second Chance Turnier der Megastack Series. Außerdem habe ich 2 Final Tables bei den Binion Pokerclassics erreicht und 2 weitere Male gecasht. Janina hat 2 Turniere gespielt und davon eins gewonnen, daher bin ich auch ganz stolz auf meine Süße. Glückwunsch noch mal.
Was die WSOP angeht, denke ich mir, dass man bei diesen Teilnehmerzahlen genauso Lotto spielen kann. Ich versuche daher mein Glück bei der Jagd nach einem Bracelet in London. Dort hat man nämlich noch eine realistische Chance.
Bis demnächst Robert Kalb
Spring Masters und Gold bei den Paralympics,
- Beigetragen von
- Robert Kalb
- Datum
- Dienstag. 26. Mai 2009
Während der letzten Tage habe ich zum Start der Woche erst einmal nur Cashgame gespielt. Das lief auch ganz gut und so konnte ich jeden Abend mit Gewinn beenden. Nur eine Hand war für mich etwas ärgerlich.
Und zwar kam Andreas zum Cashgame, er ist einer der beliebtesten Gäste in Wiesbaden.
Er macht immer Overbets und blufft was das Zeug hält. Als er kam, wechselte ich sofort auf den Platz zu seiner Linken, damit ich auf ihn Position habe. Wir spielten 2/4 No Limit Hold’em Cashgame. Endlich bekam ich mal eine Hand mit AK und er erhöhte wie so oft von 4 Euro direkt auf 200. Also überlegte ich, ob ich erstmal nur callen soll oder ihn direkt reraise.
Ich sah ihn an und fragte, „Was hast du?“ Darauf sagte er, „Willst du sehen?“ Ich natürlich, „Ja.“ Ich hätte es mir bei Andreas denken können, bevor ich etwas sagen konnte, zeigte er mir seine Hand. Es war AJ offsuit.
Was soll man nun in einer solchen Situation tun? Ich fragte ihn, warum er mir wirklich seine Hand zeigte? Ich zeigte ihm nun meine Hand und muckte sie. Ein Spieler callte mit A8 (unglaublich!) und im Flop kamen A77. Andreas ging All-In und der Gegenspieler callte, allerdings kam es zum Split Pot, da die Q am Turn auftauchte.
Ich hätte meine Hand zwar ohne Gefahr weiterspielen können, aber das wäre nicht richtig gewesen. Ich frage Andreas aber nie wieder, was er hat!
Donnerstag habe ich dann aber wieder in das Turniergeschehen eingegriffen. Es ging nach Hohensyburg, zum Spring Masters. Dort wurde ein 400 Euro Deepstackturnier gestartet.
Es gab 15.000 Chips als Starting Stack und an den beiden Starttagen je 8 Levels mit 45 Minuten.
Ich bin an Tag 1a gestartet, an diesem Tag fanden sich 137 Spieler ein. Für mich begann alles ganz gut, und so konnte ich meinen Stack schnell auf 25.000 aufbauen. Dann verlor ich mit AA gegen ein Set 2er. Aber schnell baute ich meinen Stack wieder auf 28.000 auf, und nun bekam ich 22. Ein Shortstack zu meiner Rechten callte und ich callte ebenfalls vom Cutoff.
Nun fragte der Spieler vom Button, wie viel der Shortstack noch hat. Er sagte, er hätte noch 8.000. Der SB callte und der BB checkte. Nun kam der Flop mit 

. Und ich freute mich über meine Rache, weil ich zuvor gegen ein Set 2er verloren hatte. Alle checkten zu mir und ich setzte 1.500 an. Der Spieler vom Button raiste nun auf 3.500, die Blinds foldeten und der Shortstack ging All-In. Da das Ass nicht in Karo war, und der Spieler hinter mir schon preflop über einen Raise nachgedacht hatte, wollte ich nun kein Top Pair mit Flushdraw dabei haben. Also raise ich nochmals und gehe somit All-In. Der Spieler vom Button, der ungefähr den gleichen Stack wie ich hatte, foldete nun offen AJ, also Top Two Pair. Der Shortstack hatte A7 und war schon am Turn Drawing Dead. Aber über den Pot konnte ich mich durch diesen Laydown vom Button nicht so richtig freuen. Den Tag beendete ich mit 38.700.
Am spielfreien Freitag bin ich dann nach Mainz zum ausverkauften Freezeout-Turnier gefahren. Dort habe ich den Final Table erreicht und mich gleich wie immer als Einziger gegen einen Deal für den Bubble Boy ausgesprochen. Es wurden 4 Plätze bezahlt, nun war es so, dass der 4. Platz 480 Euro bekommt und der 5. nichts. Somit wird man nicht von jedem Mist auf der Bubble gecallt. Das nutzte ich natürlich aus und baute meinen Stack immer weiter aus. Als wir dann noch fünf Spieler waren, beschlossen die restlichen 4 Spieler ohne mich einen Deal für den Bubble Boy zu machen. Einen weiteren Deal schlossen 2 Spieler, als wir noch zu viert waren. Sie machten den Deal, zu teilen, falls Sie Platz 3 und 4 belegen. Ich machte ihnen die Freude und schickte beide auf Platz 3 und 4 zum Deal.
Im Heads-Up fragte mich nun Volker Buchholz, ob wir teilen wollen, bei Volker stimmte ich zu. Allerdings wollte ich es ausspielen. Ich gewann mit J2 gegen seine 44 und sicherte mir damit die Goldmedaille der Poker Paralympics.
Gleich nach Turnierende fuhr ich noch kurz vor Feierabend nach Wiesbaden zum Cashgame.
Dort gewann ich dann noch einen schönen Pot. Ich callte ein Preflop-Raise auf 14 Euro bei 5 Spielern mit 72 offsuit. Der Flop brachte 

, alle inkl. mir checkten bis zum Preflop-Raiser. Er setzte nun 80 Euro an, worauf ich auf 222 Euro erhöhte. Er bezahlte und am Turn kam die nächste 7, ich setzte 150 Euro und er raiste mich All-In, das ich selbstverständlich callte. Noch bevor der River gelegt wurde, drehte ich meine Hand um und er muckte seine Karten.
Samstag ging es dann wieder zu den Spring Masters. Es waren noch 104 Spieler im Turnier, bei 223 Startern und nun gab es 60 Minuten Levels. Gleich nach 3 Minuten gab es Action als ob man bei Pokerstars spielt. AA, KK, und QQ wurden verteilt, aber das reicht noch nicht. Der Flop brachte KQ, womit alle am Flop All-In waren.
Bei mir lief es alles andere als gut, ich hatte nur bei der Deutschen Pokermeisterschaft im letzten Jahr ähnlich schlechte Karten bekommen. Ich hatte nur unspielbare Hände über Stunden hinweg. Allerdings konnte ich dann nach vielen Stunden mit 62 off gegen QQ verdoppeln. Dann wurde auch endlich unser Tisch aufgelöst und ich konnte meinen Stack ausbauen. Allerdings fiel ich bis zum Ende des zweiten Tages auf 88.300 bei einem Average von 101.000 zurück. Leider wurde bei 33 Spielern der Tag beendet, was ziemlich ärgerlich war, da nur 32 in die Geldränge kamen.
Tag 3 lief bei mir nicht besser und so kam für mich mit A 10 gegen JJ auf Platz 16 das Aus. Immerhin gab es dafür noch 1.000 Euro als Trost. Das Turnier in Hohensyburg war aber auf jeden Fall einen Besuch wert. So eine Struktur für gerade einmal 400 Euro ist echt sensationell. Aber auch das Gastropackage war nicht teuer. Das Casino Hohensyburg veranstaltet dieses Turnier nun alle 3 Monate. Und ich werde ganz sicher in 3 Monaten wieder an den Start gehen.
Bis demnächst Robert Kalb
Wie versprochen, schreibe ich nun von der letzten Woche im Rhein/Main Gebiet.
Da ich Montags nicht im Casino war, fing ich am Dienstag in Wiesbaden mit dem Rookie-Turnier an, bei dem leider nur 33 Teilnehmer antraten.
Ich erreichte den 4. Platz für den es immerhin noch 270 Euro gab.
mit diesem Geld setzte ich mich dann an das 2/4er Cashgame und konnte gleich in der ersten Hand 600 daraus machen.
Am Ende des Abends bin ich dann mit 1.100 aufgestanden, das waren immerhin noch mehr als der Turniersieger an dem Abend bekommen hatte.
Am Mittwoch lief es ganz schlecht und so bin ich im gleichen Turnier in Wiesbaden in der letzten Hand vor der ersten Pause schon mit KQ und Top-pair gegen AA ausgeschieden.
Das Cashgame war auch nicht besonders, meine beste Hand war QQ nach 5 Minuten und die verlor ich gegen KK.
Für den Rest des Abends konnte ich meinen Stack weder aufstocken noch wurde er abgebaut.
Dies war ein ziemlich sinnloser Abend.
Am Donnerstag startete ich dann wieder beim Turnier und auch dort flog ich wieder mit KsQs gegen 99 raus als das Board nach Preflop-All-in zwar eine Q brachte aber auch noch zwei 9er zum Vierling.
Natürlich ging ich wieder zum Cashgame und konnte den Tag wieder mit ein paar Hundert Euro Gewinn beenden.
Am Freitag habe ich dann meine Freundin Janina zum Cashgame nach Wiesbaden gefahren, da Sie nicht gerade ein Freund von Turnieren ist.
Ich selbst bin dann nach Mainz zum 100 Euro Freezeout-Turnier gefahren.
Daniel Mattisek nennt diese Turniere “Pokerparalympics” und da kann man sich nur anschließen.
Der Grund dafür ist, das einige Dealer wirklich gar nicht zurechtkommen.
Nicht nur, dass sie zu langsam sind, es gibt Fehler ohne Ende.
Vorletzten Freitag zum Beispiel kam eine Dealerin zum Cashgame, da ging Christoph Bieniok sofort vom Tisch.
Ich dachte, er übertreibt mit ihr, aber so etwas habe ich echt noch nicht erlebt.
Es gab ca. bei jeder zweiten Hand ein Problem.
Entweder einen von vielen Missdeals, einmal wurde der River geöffnet obwohl ein Spieler noch nicht reagiert hatte.
Einmal hatte ein Spieler 3 Karten, und das schlimmste Problem war, wenn es einen Sidepot gab.
Da die Spielbank Mainz bei 2/4er Cashgame das Rake erhöht hat (ab einem Pot von 50 Euro 2 Euro und ab einem Pot von 100 Euro 5 Euro) gibt es nun noch mehr durcheinander.
Denn durch die 5 Euro Rake, werden nun auch 5 Euro Chips mit ins Spiel gebracht und somit ungerade Beträge gesetzt.
Somit setzt dann z.B. jemand 91 Euro und zwei Spieler callen mit einem Hunderter-Chip und die Dealer wissen dann nicht, wie Sie rausgeben sollen.
Der Floorman an diesem Abend erklärte, dass beim 5/10er Cashgame doch auch ab 100 Euro je 5 Euro getaxt werden, warum also nicht auch beim 2/4er Cashgame.
Also ich finde, dafür gibt es einige Gründe, z.B. da der BB 2,5 mal höher ist, ist es somit auch ganz normal, dass das Rake dementsprechend 2,5 mal höher ist wie in Wiesbaden es auch der Fall ist.
Außerdem haben 5 Euro Chips nicht das Geringste im 2/4er Cashgame zu suchen.
Und was ich am schlimmsten an der Erhöhung finde ist, das beim 2/4er Cashgame doch nun das Rake höher ist als beim 5/10er.
Denn dort wird bei einem Pot zwischen 50 und 95 Euro doch auch nicht 2 Euro getaxt.
Aber wahrscheinlich kommen die auch bald auf die Idee, das zu tun und bringen so noch 2 Euro Chips in das 5/10 Cashgame mit ein.
Aber nicht nur das ist der Grund, warum Daniel die Turniere in Mainz als Pokerparalympics bezeichnet.
Auch ca. die Hälfte der Spieler tragen dazu bei.
Und seltsamerweise werden die Donks dann noch meistens belohnt.
Naja, ich bin auf jeden Fall nicht ins Geld gekommen und dann rüber zum Cashgame nach Wiesbaden gefahren.
Dort war einer der besten Tische, die ich in Wiesbaden je gesehen habe, 2 totale Fische waren am Tisch.
Und so callte ich mit 5d3d ein Raise von 24 Euro aus dem Cutt-off.
Zu Viert sahen wir uns den Flop an, wobei nur einer der Spieler wirklich spielen kann.
Der Flop brachte nun 3c3s10d, und der absolute Hammerfisch, der an diesem Abend zwischen 5K und 10k verspielte (am 2/4er Cashgame!) machte ein Bet von 110 und der Erste danach callte.
Der Dritte foldete JJ und ich callte nur.
Am Turn kam dann die 7c und der Fisch ging mit 410 all-in und der dritte Spieler ging mit 200 all-in. Ich callte beide All-ins und der River brachte Ac aber meine Hand reichte. Der Fisch zeigte 10 7 off und der andere muckte.
Nach dieser Hand machte der Fisch alle 15 Minuten ein Rebuy von jedesmal 500 Euro und verlor den ganzen Abend mit sinnlosen Bluffs.
Ich verlor dann noch einen Pot von 1.500 Euro als ich beide Fische im Flop mit Q 6 als Top-pair (was gegen solche Spieler an diesem Abend die Nuts waren) all-in setzte und einer von ihnen einen Flushdraw mit 6s3s am River bekam.
Somit konnte ich den Tag mit nur 100 Euro Gewinn beenden, weil das Casino leider irgendwann Feierabend hatte.
Am Samstag ging ich dann wieder zu den Poker-Paralympics nach Mainz und setzte Janina wie gewohnt vorher in Wiesbaden ab.
Da Turnier lief ganz gut und ich hatte meinen Stack in Level 4 verdreifacht.
Dann limpte ich UTG mit 99, der Chipleader callte und der BB Checkte.
Der Flop bracht 8-High mit zweimal Kreuz.
Der BB setzte nun 600, worauf ich direkt mit 5.500 all-in ging.
Der Chipleader foldete und mein Gegner war einer der typischen Mainzer Spieler, die mit Top-Pair natürlich callten.
Der Turn brachte das dritte Kreuz, was kein Problem war, da mein Gegner keins hatte, aber der River brachte wieder einmal mit der nächsten 8 mein Ausscheiden.
Also ging ich wieder rüber nach Wiesbaden, wo wie am Tag zuvor zwei Super Cashgame-Tische liefen.
Gleich in der ersten Hand callte ich ein Raise mit Jd3d und der Flop brachte Js Ks 3c, der Preflop Raiser machte einen Bet von 50, worauf ich gleich 500 re-raise, um ein Heads up zu bekommen.
Das war auch so – nur der Preflop Raiser ging All in.
Der Turn brachte eine Karte, die ich gar nicht sehen wollte mit dem Ass, aber es kam noch schlimmer.
Der River brachte einen weiteren König und mein Gegner zeigte mir nur QQ.
Somit verlor ich gleich zum Start, konnte aber ziemlich schnell die Verluste reinholen und den Abend mit 700 Gewinn beenden.
Am Sonntag bin ich dann zum Turnier nach Wiesbaden gefahren, und das begann perfekt.
Nach Level 2 hatte ich schon aus meinen 2.000 Chips 5.900 gemacht.
Nach Level 3 hatte ich schon 12.500 und mittlerweile 5 Spieler aus dem Turnier genommen.
Ich schaffte es ohne Probleme zum Final Table, wobei 6 Plätze bezahlt werden.
Ich war der Einzigste, der gegen einen Deal war und somit hatte ich gleich 9 Spieler, die mich unbedingt rausfliegen sehen wollten.
Als wir noch 7 Spieler waren und es somit um die Bubble ging, raiste einer der Spieler auf 9.000, die ich auch genau hatte.
Ich ging mit QQ All in.
Der Chipleader Callte mit 10 3 off nur um mir einen Badbeat geben zu wollen.
Somit waren mit den Blinds 31.500 Chips im Pot, was das Chiplead bedeuten würde.
Der Flop brachte 9 High und der Turn ein Ass Der River war wieder eine kleine Karte und ich verlor gegen A 10.
Wieder mal verlor ich gegen nur eine Overcard und wurde wie so oft Bubbleboy.
Aber ich bereue es nicht, mich gegen den Deal gestellt zu haben, ich mache keine Deals mehr beim Turnier!
Und das wird auch so bleiben.
In jedem Turnier sieht man mittlerweile, dass ein Deal gemacht wird, das regt mich langsam auf.
In Mainz zb. werden Deals mit 5 Spieler gemacht, auch wenn es nur 30 Teilnehmer gibt.
Was macht das für einen Sinn?
Ich spiele um zu gewinnen und nicht, um den Gewinn zu teilen!
Naja, auf jeden Fall mache ich heute mal Turnierpause und fahre mit Janina mal wieder nach Bad Homburg zum Cashgame und am Donnerstag zum Spring Masters nach Hohensyburg.
Dort kriegt man eine sensationelle Struktur geboten.
15.000 Chips mit EPT Struktur bei 400 Euro Buy-in.
Es werden 2 Vorrundentage gespielt und am Samstag der Finaltag.
Und falls ich dort nicht gewinnen sollte, wird es wohl wieder einmal einen Deal geben, da nehm ich jede Wette an…
Bis demnächst, Robert Kalb
In der nächsten Zeit werde ich einige Beiträge zur Pokerszene im Rhein Main Gebiet hier veröffentlichen, da ich im Mai hier einige Turniere und eigentlich jeden Abend Cashgame spiele.
Wir haben hier Drei Spielbanken in denen Poker Angeboten wird.
An Erster Stelle steht da natürlich die Spielbank Wiesbaden.
Ich glaube jeder der einige Zeit schon Pokert war schonmal dort oder hat zumindest von ihr gehört.
Dort gibt es 7 Pokertische die durch das Große Turnierangebot auch fast täglich komplett besetzt sind.
4 x pro Woche gibt es dort ein so genanntes Rookie Turnier bei dem allerdings im durchschnitt nur 2 Rookies pro Turnier teilnehmen.
Das Buy in beträgt dort 75 Euro und es wird mit 2000 in Chips bei 20 Minuten Levels gestartet.
Bei 60 Teilnehmern ist es Ausverkauft und es werden immer 6 Plätze bezahlt.
Montags gibt es dann jeweils ein Profi Turnier, dort wechseln die Strukturen und Spielvarianten.
Die Buy ins betragen dort zwischen 100 Euro + Rebuys und 500 Euro bei Freezeout Turnieren.
Mit Ralf Albert ist dort außerdem ein sehr guter und Erfahrener Pokerchef im Casino tätig.
Was das Cashgame angeht gibt es auch immer genügend angebot, es werden eigentlich immer mindestens 3 Cashgame Tische bespielt.
An Zweiter Stelle haben wir noch die Spielbank Bad Homburg, dort wird täglich Cashgame angeboten. Die Blinds betragen von 2/4 bis 5/10, allerdings werden dort maximal 2 Tische geöffnet. Und leider lässt auch das Turnierangebot einiges zum wünschen übrig. Denn es gibt nur einmal im Monat ein 300 Euro Unlimited Rebuy Turnier.
Und als letztes haben wir dann noch die Spielbank Mainz.
Dort kann man sich eigentlich von Sonntag bis Donnerstag den Besuch komplett schenken.
Immerhin Freitags und Samstags gibt es dort jeweils ein Turnier.
Die Buy ins hierfür betragen jeweils 100 Euro und es wird mit 2000 in Chips gestartet.
Allerdings sind die Teilnehmerzahlen und vor allem die Payouts eine Katastrophe.
Es werden nur 3 bis 4 Teilnehmer bezahlt, dadurch fallen die Teilnehmerzahlen immer weiter, und das ist nicht der einzigste Grund.
Die Dealer sind meiner Meinung nach (und da stehe ich sicher nicht alleine)
die schlechtesten in ganz Deutschland.
Und das Cashgame kommt auch wenn überhaupt mit sehr langer Wartezeit und nur einem Tisch zustande.
Dadurch waren auch am letzten Samstag nur 18 Teilnehmer zum Turnier erschienen.
Ich bin eigentlich ca. 80 Prozent meiner Casinozeit in Wiesbaden.
Ich werde wie schon erwähnt die nächste Zeit einiges über diese Turniere und meiner Cashgames dort berichten.
In letzter Zeit läuft es bei mir in den Turnieren alles andere als gut, erst am Sonntag bin ich wieder mit AA gegen 88 ausgeschieden.
Allerdings läuft das Cashgame jetzt wieder ganz gut.
Ich habe diese Woche eigentlich an jeden Abend zwischen 2 und 4 Sets im Cashgame gefloppt und auch meine Draws treffe ich viel besser als in den Turnieren.
Nur im Round per Round Turnier Vorletzten Montag in Wiesbaden konnte ich zumindest mal einen Dritten Platz ergattern.
Ich hoffe das auch meine Turnierergebnisse demnächst besser werden.
Bis demnächst Robert Kalb
Zum Ende unseres Las Vegas-Trips habe ich wie geplant noch das Championship Event im Caesars Palace gespielt. Die Struktur war echt sensationell, 30.000 Startchips bei 60 Minuten Levels. Und das Turnier hätte kaum besser für mich starten können, gleich in Level eins bei Blinds von 25/50 habe ich es geschafft, den ersten Spieler aus dem Turnier zu nehmen.
Mit 
habe ich ein Raise von 150 bezahlt und der Flop brachte mir mit 2 5 6 Rainbow die Nuts. Ich checkte und einer der Vier Gegner im Flop spielte 300 an, ich erhöhte auf 700 worauf er auf 3.000 reraiste. Ich ging direkt mit 31.000 All-In, um nicht wieder gegen ein Set gegen Full House am River zu verlieren.
Aber mein Gegner stellte sofort seinen gesamten Stack hinterher und feierte schon seinen Sieg, bis ich ihm sagte, dass er nicht mehr als einen Split Pot zu erwarten hatte. Er drehte 
offsuit herum und ärgerte sich tatsächlich, dass ich ebenfalls die Straight hatte.
Allerdings brachte der Turn und der River jeweils ein Karo und somit gewann ich mit einem Flush.
10 Minuten vor Ende von Level 7 verlor ich dann ein All-In mit 2 Paar Könige und fiel auf 5.000 zurück, und das bei Blinds von 600/1.200 und zehn Minuten später kamen noch die Antes hinzu. Allerdings spielte ich trotzdem noch sehr geduldig weiter und schaffte es noch, mit 45.600 den ersten Tag zu beenden.
An Tag 2 kam dann aber nach ca. einer Stunde das Ende mit 
gegen 
. Und somit konnte ich auch nicht bei der Megastack Series Ccashen.
Am nächsten Tag haben Janina und ich uns im Golden Nugget Casino einen Bluff Contest gegeben und mit jedem Mist geraist und je weniger Outs wir hatten desto höher haben wir weiter gespielt. Und das lustige war, das es so gut wie immer geklappt hat, den Pot zu gewinnen. Die Spieler dort sind so ängstlich gewesen dass Sie noch nicht einmal mit KK preflop erhöhten. Außer wenn jemand die Nuts hatte, hat er sofort so hoch gespielt, dass man problemlos wegschmeissen konnte.
Außerdem sind wir in der letzten Nacht ins Hooters gegangen und mussten uns irgendwelchen Hillbillies geschlagen geben, da wir nie einen Draw getroffen haben. Janina hatte einmal Gutshot Straightdraw und Nutsflushdraw, als zwei Spieler vor ihr All in gingen und einmal Top Pair mit Flushdraw und beide Male kam nichts. Bei mir callte einer alles runter, um auf dem River seinen Flush zu bekommen, und als ich dann endlich mal ein Flushdraw bis zum Buben bekam, hatte mein Gegner ihn bis zur Dame. Die letzte Partie lief also genau so wie der gesamte Trip nach Vegas, allerdings wollen wir eventuell im April wieder zu den WSOP Circuit Events hinfliegen.
Ich möchte nämlich dort unbedingt am Heads Up Turnier teilnehmen, allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 64 begrenzt und man kann sich erst ab April anmelden. Vielleicht aber fliegen wir doch lieber Ende März nach Wien zum Spring Festival ins CCC. Gestern waren wir aber erstmal wieder in Wiesbaden und dort lief es zum Glück wieder normal und wir gingen beide zufrieden nach Hause. Als nächstes gehen wir aber erstmal nach Hohensyburg zur EPT Quali.
Rückblickend betrachtet war der Urlaub ziemlich katastrophal mit einigen wenigen Ausnahmen. Eine der lustigsten Erlebnisse war ein Turnier, dass wir zusammen mit Christian Toboc und Tony im Hard Rock Casino gespielt haben. Dort haben wir es zu viert an den Final Table und zu dritt unter vier bezahlten Plätzen ins Geld geschafft… Der arme vierte Platz hatte aber zugegebener Maßen keine Chance gegen drei Gegner, denn als er All-In ging, haben wir ihn zu dritt gecallt. Er hielt A 7, wir A9, 10 4 und 7 2. Am Ende gewann ich mit zwei Paaren das All-In und Janina, Chris und ich konnten dort die ersten Drei Plätze belegen. Tony gewann allerdings am gleichen Abend das Turnier noch im Wynn.
Bis demnächst Robert Kalb
Leider liefen die letzten 2 Wochen auch nicht besser als die erste Woche. Es ging gleich wieder los, als ich es im naechsten Deep Stack Extravaganza Event wieder gerade so unter die letzten 10% geschafft habe und im SB AA bekomme. Im Big Blind hatte ich den perfekten Gegner, der jedes Mal versuchte, mit einem All-In-Move den Pot zu klauen und so schon vier Gegner mit der schlechteren Hand besiegt hatte.
Erst schaffte er es mit 10 9 off gleich gegen 2 Gegner die 77 und AQ hatten. Dann mit KQ gegen QQ und danach mit AQ gegen KK. Da ich mit ihm schon zweimal aneinandergeraten war und er daraufhin beide Male einen Penalty bekommen hatte, weil er sich nicht beherrschen konnte, wusste ich, dass er mich unbedingt raus nehmen will.
Alle zu mir foldeten, als ich die Asse hielt, also machte ich, als ob ich nur callen wollte und erhoehte dann doch bei Blinds von 300/6000 auf 15.000. Er überlegte nicht lange und reraiste auf 100.000 bei einem Average von 103.000 und noch 32 verbliebenen Spielern. Ich ging mit meinen 93.000 All in und er zeigte J 10 off. Als im Flop 3 8 9 kam, war mir schon klar, was passieren würde. Und da war sie auch schon die Q im Turn und ich war Drawing Dead.
Ich hatte somit zum dritten Mal nach jeweils 11 Stunden im Turnier nichts erreicht und die Schnauze voll von den Extravaganza-Turnieren. Ich spielte dann erstmal nur noch Cashgame mit Janina und Sit and Gos. Die Sit and gos sind im Venetian sehr gut, die ersten 2 Plätze kriegen ein Ticket für ein Extravaganza Event.
Am Freitag schaffte ich es mit Janina dreimal in Folge, beide Tickets zu gewinnen. Und auch sonst gewinnt immer einer von uns ein Ticket.
Die letzten Tage habe ich auch 2 Events der Mega Stack Series gespielt, beim ersten schied ich als 13. bei 9 bezahlten Plaetzen aus und beim zweiten hatte eine Frau nach dem Dinnerbreak in der ersten Hand AA, was ja nichts besonderes ist, allerdings hatte sie auch die Asse in der zweiten Hand.
Und als ich in der dritten Hand im BB mit 99 sitze und sie den gleichen Raise macht, denke ich nicht, dass es möglich ist, dass Sie wieder so stark ist. Aber so kann man sich irren, ich ging All-In und sie callte natürlich erneut mit den Assen und ich war draußen.
Es ist übrigens erstaunlich, wie viele Deutsche in den Turnieren sind, fast immer ist ein Deutscher am Tisch.
Gestern hatte ich dann noch einen letzten Versuch bei den Extravaganza Events gestartet und bin mit 


bei drei Herzen im Board gegen 
X X mit den Second Nuts im PLO-Turnier ausgeschieden.
Ich werde nächste Woche nur noch das Championship Event im Caesars Palace spielen.
Es wird ein dreitägiges Turnier mit 60 Minuten Levels und 30.000 Startstack. Ich hoffe, da geht dann nochmal etwas, ansonsten spielen wir dann noch Cashgames im Bellagio und Caesars Palace.
Denn im Wynn werde ich nie wieder spielen, der Grund dafür ist, dass der Floorman bei einem 1.500$ Call am River nach maximal einer Minute zum Dealer Clock sagte und das obwohl keiner der Spieler etwas gesagt hatte.
Ich callte übrigens das 1.500$ All in und verlor mit Flush gegen Flush. Aber gestern Abend lief es im Caesars Palace im Cash Game ganz gut.
Bis demnächst Robert Kalb
Nun sind wir endlich wieder in Vegas angekommen, allerdings läuft es hier alles andere als gut für uns.
Am ersten Tag habe ich beim Deep Stack Extravaganza gleich an Event 1, einem 340 $ No-Limit Hold’em Event mit 12.000 Chips Startstack und 40 Minuten-Levels teilgenommen, und bin leider schon in Level 3 ausgeschieden. Allerdings wäre das wohl jedem mit AJ bei einem Board mit AAKJ3 gegen AK passiert. Am naechsten Tag spielte ich dann Event 2, das identisch mit Event 1 war, wieder mit und wurde von 336 Teilnehmern 30., als ich mit AQ gegen AK ausgeschieden bin und somit 11 Stunden umsonst gespielt habe, da nur 8% der Teilnehmer im Venetian ausgezahlt werden.
In Event 3, wieder einem 340$ No-Limit Hold’em Event wollte ich diesmal aggressiver spielen und konnte gleich nach 10 Minuten auf 25.000 verdoppeln. Nur wenige Hände später konnte ich auf einem Flop mit K87 mit K8 gegen K7 nochmals verdoppeln auf 47.000. In Level 3 konnte ich dann mit 34 auf einem Flop von A25 schon den nächsten Spieler, der ein Set 5er gefloppt hatte, aus dem Turnier befördern und hatte somit bei einem Average von 14.000 schon 69.000.
Das blieb dann auch so bis Level 7, dort kam dann ein neuer Spieler, der mich dann mit drei Händen aus dem Turnier befoerdern konnte. Erst callte ich sein All-In mit 14.000 Chips, die er noch hatte, mit AQ gegen JJ. Dann verdoppelte er erneut mit AA gegen mein K5 auf einem Flop mit K5Q, als die zweite Q auf dem Turn kommt. Und dann verlor ich auch meine restlichen Chips mit AQ als Top Pair mit Top Kicker gegen seine Kings.
Danach wollte ich erstmal nichts mehr von den Deep-Stack-Turnieren wissen und habe mit Janina, Chris und Tony die letzten Tage kleinere Turniere und vor allem Cashgame gespielt.
Leider hat sich seit der WSOP hier viel geaendert. Im Wynn ist jetzt beim 1\3$ Cashgame ein Maximum-Buy-In von 500$ und noch schlimmer ist es im Bellagio, dort gibt es jetzt 1\2$ Tische mit 200$ Maximum und die 2\5 Tische haben sogar nur ein Maximum von 500$. Dadurch ist im Bellagio gar nichts mehr los.
Auf jeden Fall läuft es bei uns alles andere als gut, ich habe mir auch vorgenommen, kein No-Limit Hold’em Cashgame mehr hier zu spielen.
Ich werde ab jetzt wieder die Deep-Stack-Turniere im Venetian und nur noch dort CashGame spielen, allerdings 10\20 Omaha High Low, denn die Spieler dort sind sehr schwach. Ich hoffe, ich cashe diese Woche endlich im Venetian.
Bis demnächst Robert Kalb
Bald ist es endlich wieder so weit, und zwar werde ich mit Janina zum vierten Mal in unsere Lieblingsstadt Las Vegas fliegen. Das erste Mal war im Sommer 2007, leider 2 Wochen nach der WSOP, weil ich Probleme mit dem Reisepass hatte. Aber es war auch ohne WSOP der absolute Traum für jeden Pokerspieler.
Das Angebot an Pokerturnieren und allen Arten von Cashgames ist einfach gigantisch. Janina gewann gleich am ersten Tag ein Turnier mit über 100 Teilnehmern und auch das Cashgame lief in wirklich jedem Casino hervorragend (außer im Bellagio, dort habe ich dreimal gespielt und dreimal verloren). Ich habe 3 Wochen lang jeden Tag ein Turnier gespielt und dabei einmal acht Final Tables in Folge erreicht, wovon ich 3 Turniere gewinnen konnte (das 125$ Wochenturnier im MGM, am nächsten Tag das 230$ Turnier im Mirage und zwei Tage später ein 150$ Turnier im Caesars Palace).
Das zweite Mal in Vegas war dann im Dezember 2007, mit Christian Toboc (der wirklich ein sehr guter Cashgame-Spieler sowohl im Hold’em als auch im Seven Card Stud ist) und einem weiteren Freund Benny Kressler sind wir diesmal nach Vegas geflogen. Die Turniere liefen ganz gut für mich, ich konnte kein Turnier gewinnen, aber habe nur einmal nicht cashen können.
Allerdings lief das Cashgame alles andere als gut, im Wynn verlor ich ein Preflop All-In mit KK gegen AA, wenige Minuten später wechselte ich den Tisch und verlor auch dort mit KK gegen AA. Also verließen wir das Wynn und gingen ein paar Meter weiter ins Venetian, wo ich ebenfalls wieder KK bekam, ich machte ein hohen Raise und bekam ein Reraise.
Da ahnte ich schon welche Hand mein Gegner hatte, ich hielt den Pot so klein wie möglich und verlor zum dritten Mal in zwei Stunden mit KK gegen AA. Aber ansonsten war auch der zweite Besuch in Vegas ein voller Erfolg. Am letzten Abend spielten wir noch eine Super Cashgame Partie mit drei Blinds 2/5/10 und 20er Straddle. Dort erinnere ich mich noch besonders an eine Hand, Benny machte ein Raise auf 140$, und Brad Booth, der gerade vom Celine Dion Abschiedskonzert kam und am Tisch die erste Hand im Straddle spielte, callte als Einziger.
Der Flop brachte 2c Ks 10c.
Benny machte einen Bet von 200, worauf Brad Booth ein 10.000$ Bündel in die Mitte warf.
Ich dachte mir noch, dass Benny einen Move gemacht hat, das war auch Preflop so.
Aber nun hielt er mit 
Two Pair, und callte mit seinen restlichen ca. 3500$ das All in. Der Turn brachte eine 9 und der River die
.
Brad drehte 
zum Flush herum, er hatte also Top Pair mit Flushdraw gefloppt. Am nächsten morgen ging es dann wieder in die Heimat, diesmal konnten wir leider kein Gewinn erzielen, hatten aber auch nichts verloren.
Beim dritten Mal schafften wir es dann im Sommer 2008 für 3 Wochen zur WSOP. Allerdings spielten wir die ersten 10 Tage nur Cashgames im Wynn, Caesars Palace und MGM Grand bevor wir das erste Mal ins Rio zur WSOP gingen. Dort spielten wir dann hauptsächlich Satellites und qualifizierten uns zusammen für ca. 12 Events. Alle WSOP-Turnier-Chips verkauften wir aber dort zum vollen Preis. Nur das letzte schenkte mir dann Janina zum Geburtstag. Damit spielte ich dann Event 49# ein 1500$ No Limit Hold’em Event, wo ich den Final Table erreichte. Somit war auch der dritte Vegas-Besuch ein voller Erfolg.
Jetzt, wenn wir nun zum vierten Mal in die Wüstenstadt fliegen, werden wir sicherlich wieder eine Menge Spaß haben und wir treffen auch wieder Chris und Benny, die schon jetzt dort sind. Damit steht einer guten Cashgame Partie im Bellagio oder Caesars Palace nichts mehr im Wege. Aber sebstverständlich werden wir auch an sämtlichen Events der Deep Stack Extravaganza im Venetian teilnehmen. Mein Ziel ist es, dort zumindest dreimal zu cashen, ich werde dann im Februar einige mal aus Vegas bloggen, wie es so läuft und was wir dort erleben.
Bis demnächst Robert Kalb



