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5109 Turniertickets, PokerStars-Team-Pro und viel Stress

2009 war auch für mich ein sehr bewegendes, actionreiches Jahr. Einiges lief perfekt, andere Dinge mussten leiden. Aber gehen wir doch mal zusammen ein paar Schauplätze des vergangenen Jahres durch.
Der Umzug in ein neues Heim haben wir ja Ende 2008 noch vollzogen, aber natürlich stand auch 2009, vor allem die ersten Monate, ganz im Zeichen von Einrichten, Umbauen und Einleben im neuen Heim. Dementsprechend fielen die Ausflüge an EPTs, CAPTs und andere Events eher spärlich aus. Wenn ich die Zeit dann aber einmal fand, waren sie nicht uninteressant, vor allem im Cash-Game-Bereich.

Im Februar/März ging es mit der Planung des Swiss Poker Masters (SPM) los, und da mussten wir doch einiges lernen. Die falschen Partner zu Beginn und gewisse Defizite in anderen Bereichen der Planung haben uns zwei wertvolle Monate gekostet. Aber mit der Engagierung von Armin Stocker ging es dann dafür richtig los. Eine geeignete Halle wurde sehr schnell gefunden und auch das ganze Konzept hat Hand und Fuß gekriegt. Genehmigungen, Chips und Karten, Floorleute, Dealer… so langsam nahm die Sache Gestalt an.

Leider mussten in diesen Monaten viele Leute unter meiner Doppelbelastung leiden, meine Frau und meine zwei Jungs vermutlich am stärksten. Auch Turniere musste ich einige absagen, Las Vegas konnte ich zum Beispiel nicht spielen, Seefeld musste ich auslassen und auch für die WPT in Barcelona reichte es leider nicht.

Dann aber der große Showdown im August, es übertraf alle Erwartungen und Wünsche. Nahezu jedes Turnier des SPM war aus-, respektive überbucht, die Organisation lief außer ein paar Kleinigkeiten sehr rund und die Spieler waren happy. Klar, einige Punkte würden wir rückblickend ändern, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte es ja noch nie etwas in der Größenordnung gegeben, und auch für uns war es Neuland. 5109 Turniertickets wurden letztendlich gelöst, nahezu 2000 Pokerspieler haben den Weg nach Oerlikon gefunden, Tageszeitungen, das Fernsehen und auch PokerToday haben über das Swiss Poker Masters berichtet. In verschiedenen Disziplinen wurden neue Schweizer Meister gekürt, und ein Name stach dabei heraus: Daniel Walter. Dreifacher Schweizer Meister und Masters Champion zugleich – was für ein Auftritt! Die drei EPT-Tickets, die wir verlosten, hat er im Alleingang eingesammelt – alle drei!

Kurz vor dem Masters wurde auch mein Wechsel von Full Tilt Poker zu PokerStars besiegelt. Von der Nummer 2 zum Branchenleader. Endlich hatte ich einen Partner, der auch etwas bewegen will. Der meine, unsere Ideen unterstützt, der der ganzen Szene auch etwas zurückgeben will.

Mit dem Ende des Masters wich auch der Druck von mir, es machte sich eine deutliche Erleichterung bemerkbar. Endlich konnte ich mich wieder auf mein Spiel konzentrieren – aber nicht für lange. Ich hatte schon wieder neue Pläne im Kopf: Die Swiss Poker Master Tour (SPMT) und die Neugestaltung von PokerAction.

PokerAction musste den nächsten Schritt machen, umfassender berichten und neue Inhalte bieten. Mit Lukas haben wir den geeigneten Topmann gefunden, er war dann auch hauptsächlich der Ideenbringer für das neue Konzept. Seit der Umstellung von PokerAction.info auf PokerAction.ch steigen die Zugriffszahlen gewaltig an. Es scheint, als hätte den Lesern diese Mischung aus News und Hintergrund, aus national und international noch gefehlt.

Leider wurde damit mein Zeitplan immer gestopfter, die Swiss Poker Master Tour (SPMT) mussten wir ins neue Jahr verschieben. Im Februar gehts los (10.–14. Februar in der Swiss Pokerlounge), es wird mindestens vier Tourstopps geben, mit dem Swiss Poker Masters (SPM) wieder im August. Weitere Details dazu folgen in Kürze.

Wie gesagt, mein eigenes Spiel hat ein wenig gelitten, turniertechnisch hatte ich nur zwei Erfolge, den Team-Europameistertitel in Baden bei Wien (zusammen mit Stefan Oberholzer, Severin Walser und Anton Allemann) und den Sieg beim PLO-Event an der EPT Vilamoura. Vor allem das Team-Event hat wirklich Spass gemacht, da es ja unser Baby ist (PokerAction war Gründer und Ideenlieferant für dieses Format) und wir es bereits im letzten Jahr in Bregenz gewinnen konnten. Back to Back!


Im Cashgame konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die PLO-Partien bei den CAPT-Stopps, aber die waren dafür wirklich gut ;–)

Insgesamt ein sehr interessantes, aber auch sehr anstrengendes Jahr. Aber natürlich schaue ich nicht nur zurück, sondern auch voraus. Meine Vorsätze für 2010 sind schnell gefasst:

1. Gesundheit (ist und bleibt das Wichtigste)
2. Mehr Zeit für die Familie
3. Mehr Zeit für das eigene Spiel, dann sollten auch die Erfolge wieder vermehrt kommen
4. PokerAction, die SPMT und das SPM weiter voranzubringen

Euch allen wünsche ich ein tolles 2010, Glück und Gesundheit.

Euer Rino

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