Pokerseiten Übersicht
EPT Übersicht
Pius Heinz bei der WSOP
Legalisierung von Poker

Während der letzten Tage habe ich zum Start der Woche erst einmal nur Cashgame gespielt. Das lief auch ganz gut und so konnte ich jeden Abend mit Gewinn beenden. Nur eine Hand war für mich etwas ärgerlich.


Und zwar kam Andreas zum Cashgame, er ist einer der beliebtesten Gäste in Wiesbaden. Er macht immer Overbets und blufft was das Zeug hält. Als er kam, wechselte ich sofort auf den Platz zu seiner Linken, damit ich auf ihn Position habe. Wir spielten 2/4 No Limit Hold’em Cashgame. Endlich bekam ich mal eine Hand mit AK und er erhöhte wie so oft von 4 Euro direkt auf 200. Also überlegte ich, ob ich erstmal nur callen soll oder ihn direkt reraise.


Ich sah ihn an und fragte, „Was hast du?“ Darauf sagte er, „Willst du sehen?“ Ich natürlich, „Ja.“ Ich hätte es mir bei Andreas denken können, bevor ich etwas sagen konnte, zeigte er mir seine Hand. Es war AJ offsuit.


Was soll man nun in einer solchen Situation tun? Ich fragte ihn, warum er mir wirklich seine Hand zeigte? Ich zeigte ihm nun meine Hand und muckte sie. Ein Spieler callte mit A8 (unglaublich!) und im Flop kamen A77. Andreas ging All-In und der Gegenspieler callte, allerdings kam es zum Split Pot, da die Q am Turn auftauchte.


Ich hätte meine Hand zwar ohne Gefahr weiterspielen können, aber das wäre nicht richtig gewesen. Ich frage Andreas aber nie wieder, was er hat!


Donnerstag habe ich dann aber wieder in das Turniergeschehen eingegriffen. Es ging nach Hohensyburg, zum Spring Masters. Dort wurde ein 400 Euro Deepstackturnier gestartet. Es gab 15.000 Chips als Starting Stack und an den beiden Starttagen je 8 Levels mit 45 Minuten.


Ich bin an Tag 1a gestartet, an diesem Tag fanden sich 137 Spieler ein. Für mich begann alles ganz gut, und so konnte ich meinen Stack schnell auf 25.000 aufbauen. Dann verlor ich mit AA gegen ein Set 2er. Aber schnell baute ich meinen Stack wieder auf 28.000 auf, und nun bekam ich 22. Ein Shortstack zu meiner Rechten callte und ich callte ebenfalls vom Cutoff.


Nun fragte der Spieler vom Button, wie viel der Shortstack noch hat. Er sagte, er hätte noch 8.000. Der SB callte und der BB checkte. Nun kam der Flop mit CaDjD2. Und ich freute mich über meine Rache, weil ich zuvor gegen ein Set 2er verloren hatte. Alle checkten zu mir und ich setzte 1.500 an. Der Spieler vom Button raiste nun auf 3.500, die Blinds foldeten und der Shortstack ging All-In. Da das Ass nicht in Karo war, und der Spieler hinter mir schon preflop über einen Raise nachgedacht hatte, wollte ich nun kein Top Pair mit Flushdraw dabei haben. Also raise ich nochmals und gehe somit All-In. Der Spieler vom Button, der ungefähr den gleichen Stack wie ich hatte, foldete nun offen AJ, also Top Two Pair. Der Shortstack hatte A7 und war schon am Turn Drawing Dead. Aber über den Pot konnte ich mich durch diesen Laydown vom Button nicht so richtig freuen. Den Tag beendete ich mit 38.700.


Am spielfreien Freitag bin ich dann nach Mainz zum ausverkauften Freezeout-Turnier gefahren. Dort habe ich den Final Table erreicht und mich gleich wie immer als Einziger gegen einen Deal für den Bubble Boy ausgesprochen. Es wurden 4 Plätze bezahlt, nun war es so, dass der 4. Platz 480 Euro bekommt und der 5. nichts. Somit wird man nicht von jedem Mist auf der Bubble gecallt. Das nutzte ich natürlich aus und baute meinen Stack immer weiter aus. Als wir dann noch fünf Spieler waren, beschlossen die restlichen 4 Spieler ohne mich einen Deal für den Bubble Boy zu machen. Einen weiteren Deal schlossen 2 Spieler, als wir noch zu viert waren. Sie machten den Deal, zu teilen, falls Sie Platz 3 und 4 belegen. Ich machte ihnen die Freude und schickte beide auf Platz 3 und 4 zum Deal.


Im Heads-Up fragte mich nun Volker Buchholz, ob wir teilen wollen, bei Volker stimmte ich zu. Allerdings wollte ich es ausspielen. Ich gewann mit J2 gegen seine 44 und sicherte mir damit die Goldmedaille der Poker Paralympics.


Gleich nach Turnierende fuhr ich noch kurz vor Feierabend nach Wiesbaden zum Cashgame. Dort gewann ich dann noch einen schönen Pot. Ich callte ein Preflop-Raise auf 14 Euro bei 5 Spielern mit 72 offsuit. Der Flop brachte H7H3S2, alle inkl. mir checkten bis zum Preflop-Raiser. Er setzte nun 80 Euro an, worauf ich auf 222 Euro erhöhte. Er bezahlte und am Turn kam die nächste 7, ich setzte 150 Euro und er raiste mich All-In, das ich selbstverständlich callte. Noch bevor der River gelegt wurde, drehte ich meine Hand um und er muckte seine Karten.


Samstag ging es dann wieder zu den Spring Masters. Es waren noch 104 Spieler im Turnier, bei 223 Startern und nun gab es 60 Minuten Levels. Gleich nach 3 Minuten gab es Action als ob man bei Pokerstars spielt. AA, KK, und QQ wurden verteilt, aber das reicht noch nicht. Der Flop brachte KQ, womit alle am Flop All-In waren.


Bei mir lief es alles andere als gut, ich hatte nur bei der Deutschen Pokermeisterschaft im letzten Jahr ähnlich schlechte Karten bekommen. Ich hatte nur unspielbare Hände über Stunden hinweg. Allerdings konnte ich dann nach vielen Stunden mit 62 off gegen QQ verdoppeln. Dann wurde auch endlich unser Tisch aufgelöst und ich konnte meinen Stack ausbauen. Allerdings fiel ich bis zum Ende des zweiten Tages auf 88.300 bei einem Average von 101.000 zurück. Leider wurde bei 33 Spielern der Tag beendet, was ziemlich ärgerlich war, da nur 32 in die Geldränge kamen.


Tag 3 lief bei mir nicht besser und so kam für mich mit A 10 gegen JJ auf Platz 16 das Aus. Immerhin gab es dafür noch 1.000 Euro als Trost. Das Turnier in Hohensyburg war aber auf jeden Fall einen Besuch wert. So eine Struktur für gerade einmal 400 Euro ist echt sensationell. Aber auch das Gastropackage war nicht teuer. Das Casino Hohensyburg veranstaltet dieses Turnier nun alle 3 Monate. Und ich werde ganz sicher in 3 Monaten wieder an den Start gehen.

Bis demnächst Robert Kalb

Kommentare


Login-with-facebook
profile photo
  • Gausdal
  • 29.05.09

Na, das ist doch schon viel viel besser lesbar Smile Cool


profile photo
  • nix als die wahrheit!
  • 07.07.09

well played riverlord 77….

amen