Wie versprochen, schreibe ich nun von der letzten Woche im Rhein/Main Gebiet.
Da ich Montags nicht im Casino war, fing ich am Dienstag in Wiesbaden mit dem Rookie-Turnier an, bei dem leider nur 33 Teilnehmer antraten.
Ich erreichte den 4. Platz für den es immerhin noch 270 Euro gab.
mit diesem Geld setzte ich mich dann an das 2/4er Cashgame und konnte gleich in der ersten Hand 600 daraus machen.
Am Ende des Abends bin ich dann mit 1.100 aufgestanden, das waren immerhin noch mehr als der Turniersieger an dem Abend bekommen hatte.
Am Mittwoch lief es ganz schlecht und so bin ich im gleichen Turnier in Wiesbaden in der letzten Hand vor der ersten Pause schon mit KQ und Top-pair gegen AA ausgeschieden.
Das Cashgame war auch nicht besonders, meine beste Hand war QQ nach 5 Minuten und die verlor ich gegen KK.
Für den Rest des Abends konnte ich meinen Stack weder aufstocken noch wurde er abgebaut.
Dies war ein ziemlich sinnloser Abend.
Am Donnerstag startete ich dann wieder beim Turnier und auch dort flog ich wieder mit KsQs gegen 99 raus als das Board nach Preflop-All-in zwar eine Q brachte aber auch noch zwei 9er zum Vierling.
Natürlich ging ich wieder zum Cashgame und konnte den Tag wieder mit ein paar Hundert Euro Gewinn beenden.
Am Freitag habe ich dann meine Freundin Janina zum Cashgame nach Wiesbaden gefahren, da Sie nicht gerade ein Freund von Turnieren ist.
Ich selbst bin dann nach Mainz zum 100 Euro Freezeout-Turnier gefahren.
Daniel Mattisek nennt diese Turniere “Pokerparalympics” und da kann man sich nur anschließen.
Der Grund dafür ist, das einige Dealer wirklich gar nicht zurechtkommen.
Nicht nur, dass sie zu langsam sind, es gibt Fehler ohne Ende.
Vorletzten Freitag zum Beispiel kam eine Dealerin zum Cashgame, da ging Christoph Bieniok sofort vom Tisch.
Ich dachte, er übertreibt mit ihr, aber so etwas habe ich echt noch nicht erlebt.
Es gab ca. bei jeder zweiten Hand ein Problem.
Entweder einen von vielen Missdeals, einmal wurde der River geöffnet obwohl ein Spieler noch nicht reagiert hatte.
Einmal hatte ein Spieler 3 Karten, und das schlimmste Problem war, wenn es einen Sidepot gab.
Da die Spielbank Mainz bei 2/4er Cashgame das Rake erhöht hat (ab einem Pot von 50 Euro 2 Euro und ab einem Pot von 100 Euro 5 Euro) gibt es nun noch mehr durcheinander.
Denn durch die 5 Euro Rake, werden nun auch 5 Euro Chips mit ins Spiel gebracht und somit ungerade Beträge gesetzt.
Somit setzt dann z.B. jemand 91 Euro und zwei Spieler callen mit einem Hunderter-Chip und die Dealer wissen dann nicht, wie Sie rausgeben sollen.
Der Floorman an diesem Abend erklärte, dass beim 5/10er Cashgame doch auch ab 100 Euro je 5 Euro getaxt werden, warum also nicht auch beim 2/4er Cashgame.
Also ich finde, dafür gibt es einige Gründe, z.B. da der BB 2,5 mal höher ist, ist es somit auch ganz normal, dass das Rake dementsprechend 2,5 mal höher ist wie in Wiesbaden es auch der Fall ist.
Außerdem haben 5 Euro Chips nicht das Geringste im 2/4er Cashgame zu suchen.
Und was ich am schlimmsten an der Erhöhung finde ist, das beim 2/4er Cashgame doch nun das Rake höher ist als beim 5/10er.
Denn dort wird bei einem Pot zwischen 50 und 95 Euro doch auch nicht 2 Euro getaxt.
Aber wahrscheinlich kommen die auch bald auf die Idee, das zu tun und bringen so noch 2 Euro Chips in das 5/10 Cashgame mit ein.
Aber nicht nur das ist der Grund, warum Daniel die Turniere in Mainz als Pokerparalympics bezeichnet.
Auch ca. die Hälfte der Spieler tragen dazu bei.
Und seltsamerweise werden die Donks dann noch meistens belohnt.
Naja, ich bin auf jeden Fall nicht ins Geld gekommen und dann rüber zum Cashgame nach Wiesbaden gefahren.
Dort war einer der besten Tische, die ich in Wiesbaden je gesehen habe, 2 totale Fische waren am Tisch.
Und so callte ich mit 5d3d ein Raise von 24 Euro aus dem Cutt-off.
Zu Viert sahen wir uns den Flop an, wobei nur einer der Spieler wirklich spielen kann.
Der Flop brachte nun 3c3s10d, und der absolute Hammerfisch, der an diesem Abend zwischen 5K und 10k verspielte (am 2/4er Cashgame!) machte ein Bet von 110 und der Erste danach callte.
Der Dritte foldete JJ und ich callte nur.
Am Turn kam dann die 7c und der Fisch ging mit 410 all-in und der dritte Spieler ging mit 200 all-in. Ich callte beide All-ins und der River brachte Ac aber meine Hand reichte. Der Fisch zeigte 10 7 off und der andere muckte.
Nach dieser Hand machte der Fisch alle 15 Minuten ein Rebuy von jedesmal 500 Euro und verlor den ganzen Abend mit sinnlosen Bluffs.
Ich verlor dann noch einen Pot von 1.500 Euro als ich beide Fische im Flop mit Q 6 als Top-pair (was gegen solche Spieler an diesem Abend die Nuts waren) all-in setzte und einer von ihnen einen Flushdraw mit 6s3s am River bekam.
Somit konnte ich den Tag mit nur 100 Euro Gewinn beenden, weil das Casino leider irgendwann Feierabend hatte.
Am Samstag ging ich dann wieder zu den Poker-Paralympics nach Mainz und setzte Janina wie gewohnt vorher in Wiesbaden ab.
Da Turnier lief ganz gut und ich hatte meinen Stack in Level 4 verdreifacht.
Dann limpte ich UTG mit 99, der Chipleader callte und der BB Checkte.
Der Flop bracht 8-High mit zweimal Kreuz.
Der BB setzte nun 600, worauf ich direkt mit 5.500 all-in ging.
Der Chipleader foldete und mein Gegner war einer der typischen Mainzer Spieler, die mit Top-Pair natürlich callten.
Der Turn brachte das dritte Kreuz, was kein Problem war, da mein Gegner keins hatte, aber der River brachte wieder einmal mit der nächsten 8 mein Ausscheiden.
Also ging ich wieder rüber nach Wiesbaden, wo wie am Tag zuvor zwei Super Cashgame-Tische liefen.
Gleich in der ersten Hand callte ich ein Raise mit Jd3d und der Flop brachte Js Ks 3c, der Preflop Raiser machte einen Bet von 50, worauf ich gleich 500 re-raise, um ein Heads up zu bekommen.
Das war auch so – nur der Preflop Raiser ging All in.
Der Turn brachte eine Karte, die ich gar nicht sehen wollte mit dem Ass, aber es kam noch schlimmer.
Der River brachte einen weiteren König und mein Gegner zeigte mir nur QQ.
Somit verlor ich gleich zum Start, konnte aber ziemlich schnell die Verluste reinholen und den Abend mit 700 Gewinn beenden.
Am Sonntag bin ich dann zum Turnier nach Wiesbaden gefahren, und das begann perfekt.
Nach Level 2 hatte ich schon aus meinen 2.000 Chips 5.900 gemacht.
Nach Level 3 hatte ich schon 12.500 und mittlerweile 5 Spieler aus dem Turnier genommen.
Ich schaffte es ohne Probleme zum Final Table, wobei 6 Plätze bezahlt werden.
Ich war der Einzigste, der gegen einen Deal war und somit hatte ich gleich 9 Spieler, die mich unbedingt rausfliegen sehen wollten.
Als wir noch 7 Spieler waren und es somit um die Bubble ging, raiste einer der Spieler auf 9.000, die ich auch genau hatte.
Ich ging mit QQ All in.
Der Chipleader Callte mit 10 3 off nur um mir einen Badbeat geben zu wollen.
Somit waren mit den Blinds 31.500 Chips im Pot, was das Chiplead bedeuten würde.
Der Flop brachte 9 High und der Turn ein Ass Der River war wieder eine kleine Karte und ich verlor gegen A 10.
Wieder mal verlor ich gegen nur eine Overcard und wurde wie so oft Bubbleboy.
Aber ich bereue es nicht, mich gegen den Deal gestellt zu haben, ich mache keine Deals mehr beim Turnier!
Und das wird auch so bleiben.
In jedem Turnier sieht man mittlerweile, dass ein Deal gemacht wird, das regt mich langsam auf.
In Mainz zb. werden Deals mit 5 Spieler gemacht, auch wenn es nur 30 Teilnehmer gibt.
Was macht das für einen Sinn?
Ich spiele um zu gewinnen und nicht, um den Gewinn zu teilen!
Naja, auf jeden Fall mache ich heute mal Turnierpause und fahre mit Janina mal wieder nach Bad Homburg zum Cashgame und am Donnerstag zum Spring Masters nach Hohensyburg.
Dort kriegt man eine sensationelle Struktur geboten.
15.000 Chips mit EPT Struktur bei 400 Euro Buy-in.
Es werden 2 Vorrundentage gespielt und am Samstag der Finaltag.
Und falls ich dort nicht gewinnen sollte, wird es wohl wieder einmal einen Deal geben, da nehm ich jede Wette an…
Bis demnächst, Robert Kalb
Kommentare




Du solltest Dir entweder ein brauchbares Rechtschreibprogramm zulegen und auch benutzen oder Deine Berichte von der Redaktion gegenlesen lassen. Viel Glück in Hohensyburg, unfähige Dealer gibt es dort zum Glück ja nicht!

Ich denke, eine vernünftige Formatierung mit ein paar Absätzen wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Und ein Deal ist für mich eine gerechte Aufteilung des Preisgelds, die die vorherige Leistung im Turnier belohnt und die Auswirkungen des Glücks/Pechs bei riesigen Blinds in den letzten Händen eliminiert.
Warum soll ich mir nicht z.B. bei gleichem Chipstand im HU das Geld mit dem Gegner teilen, anstatt die Preisverteilung einem Coinflip zu überlassen?
Also ich würde gern mal etwas von dir lesen @Poker ABC denn es ist immer leicht jemanden zu kritisieren, vor allem dann, wenn man dabei anonym bleiben kann!
Außerdem zwingt dich ja keiner seine Beiträge hier zu lesen, aber das tust du trotzdem… Hat Robert dich irgendwann mal aus einem Turnier rausgeschmissen, oder gegen dich einen Pot beim Cash Game gewonnen, was dich vielleicht so sauer macht, dass du dich hier so aufspielen musst? Außerdem würde ich mich über keine Rechtschreibfehler lustig machen, wenn ich noch nicht mal einen fehlerfreien Kommentar schreiben kann… und Konrad, arbeitest du zufällig in Mainz?
@ Konrad, da muss ich dir leider zustimmen.
@ 72suited, was die Absätze angeht das mache ich eigentlich immer. aber der Text kommt trotzdem immer an einem Stück. Ich weiß auch nicht warum das so ist, aber das finde ich auch nicht so schlimm.
Was die Deals angehen, es gibt natürlich Ausnahmen wie du schon erwähnt hast. Wenn es unbespielbar ist dann bleibt manchmal nichts anderes übrig. Was mich aufregt sind bei jedem Turnier hier in der Gegend, die Deals für den Bubble Boy (gerade weil ich diese Situation immer ausnutze, und so während der Bubble meinen Stack aufbaue) und Deals mit beispielsweise 4 Spielern, bei 50 Teilnehmern. Das macht doch keinen Sinn, da bleibt doch nichts übrig. Im Heads up kommt es auf das Turnier an.
@ Poker ABC, wie es aussieht scheinst du keinerlei Erfahrung im Cashgame zu haben. Du hättest wahrscheinlich nicht einmal ein Raise mit Jd3d Preflop bezahlt. Ich kannte jeden Spieler der im Flop mit dabei war, und wußte genau wer von ihnen folden wird und wer sich von seiner Hand nicht trennen kann. Wenn ich die 50 Euro gecallt hätte, dann wären Hände wie K8 oder Q 10 dabei geblieben. Und so spiele ich bestimmt kein Cashgame!!!
@Rockhound Ich glaube nicht, dass ABC dir noch`mal erklärt, dass es ihm nicht um deine Spiel-Weise (darum wahrscheinlich auch…) geht sondern um deine Ausdrucks-Weise: An keinem Pokertisch kannst du ein Bet von 50 reraisen. Das geht einfach nicht!
Ich habe da noch eine andere (einschlägige) Frage: Wogegen hast du denn eigentlich mit Toppair den 1500 Euro Pot verloren, denn du schreibst, dass der Fisch am River nur einen Flushdraw bekam?
Na gut, als ich noch “Fisch” war, hab ich auch falsche Ausdrücke verwendet, übrigens ein sicheres Zechen, um einen “Fisch” zu erkennen…
“Ich war der Einzigste, der gegen einen Deal war und somit hatte ich gleich 9 Spieler, die mich unbedingt rausfliegen sehen wollten. “
Ich glaube, du warst der EINZIGE !!
in diesem blog geht es um die erfahrungen eines pokerspielers und nicht um grammatik und rechtschreibung. ich weiß nicht wieso ihr euch so aufregt?! ich überlese solche fehler gerne, weil es mir primär um den inhalt und nicht um die form geht.
(ja, ich schreibe immer alles klein, weils mir “wurscht is”
)