Poker mit Hannover 96 und Rollercoaster in London
- Beigetragen von
- Duke
- Datum
- Samstag. 20. September 2008
- Schlagwörter
- poker, of, series, world, london, everest
Am Mittwoch, den 17.09.08, war ich mit Markus „Ossi“ Knoll bei der Everest Soccer Challenge eingeladen. Die Veranstaltung war wirklich der Hammer, aber das könnt ihr in meinem News Bericht nachlesen. Für mich war das Turnier richtig lustig. An meinem Tisch war auch der Ersatztorwart von Hannover 96, Morten Jensen, mit dem ich das ein oder andere Mal gegambelt habe.
Die Stimmung war auf jeden Fall super, und ich war auch bis zur Auflösung des Tisches Chipleader an selbigen. Dann kam ich an einen neuen Tisch und durfte direkt neben Sergio Pinto Platznehmen. Der wollte allerdings schnell zu seiner schwangeren Frau nach Hause, was man ja auch verstehen kann. Doch er gewann jede Hand die er All in schob. Egal, ob mit 
offsuit oder 
offsuit, der Sieger hieß am Ende immer Sergio. Das war für mich aber sehr unangenehm, denn durch die steigenden Blinds kam ich unter Druck und stellte schließlich mit K, 9 suited alles rein und wurde von A, 8 offsuit gecallt. Am Ende gewinnt Ass hoch. Aber egal es war ja eh nur zum Spaß und den hatten wir alle.
Am nächsten Morgen, nach nur drei Stunden Schlaf, machte ich mich auf den Weg zum Flughafen, um zur WSOP Europe nach London zu fliegen. Die Anreise klappe reibungslos und so stand ich gegen 9.00 Uhr im Hotel, doch mein Zimmer konnte ich erst gegen 14.00 Uhr beziehen. Ja, was macht man alleine in einer Stadt wie London, in der ich noch nie war. Klar, erst mal Touri spielen und eine Stadtrundfahrt machen, und ich kann nur sagen, das hat sich gelohnt. London hat wirklich einiges zu bieten und wenn man hier nicht selber fahren muss, sieht man wenigstens was von den Sehenswürdigkeiten. Den Rest des Tages habe ich dann erstmal ausgeschlafen, damit ich für das 1.500 Pfund WSOP No Limit Hold´em Event am Freitag fit war.
Das startete auch pünktlich gegen 13.00 Uhr. Mein Tisch war recht stark besetzt, so hatte ich es mit den Bracelet Gewinnern Willi Tann und James Vogl aus England zu tun. Außerdem waren noch Denis O´Mahoney aus Irland, Nikolas Levi und jeweils ein sehr aggressiver Franzose und Schwede mit dabei. Ich kam mit dem Tisch besser klar, als ich vermutet hatte. Nach den ersten beiden Leveln lag ich mit ca. 7.000 Chips gut im Average. Aber nach der Pause kam dann eine wirklich böse Hand für mich. Bei Blinds von 100/200 raiste Nikolas Levi aus Middle Position auf 575, der Button machte ein Reraise auf 1.200 und ich fand im Big Blind Pocket Kings, die ich dann für 5.700 All in pushte. Nikolas schmiss weg und der Button callte nach langem Überlegen und zeigte 
. Das Board brachte 



. Damit waren meine Kings von der Straight geschlagen und ich wollte eigentlich gehen. Doch mir blieben noch 250 Chips übrig. In der nächsten Hand limpten vier Spieler und ich schob blind mit 250 all-in, worauf Willi Tann im Big Blind auf 1.200 raiste und mich isolierte. Alle foldeten und ich fand Pocket Vieren gegen 
offsuit von Willi. Im Board kam die dritte Vier und ich konnte somit wieder auf 1.300 aufstocken. Gleich in der nächsten Hand raiste Dennis O´Mahoney auf 550 und ich fand am Button 
, die ich dann natürlich sofort all-in spielte. Dennis callte sofort mit Pocket Jacks, doch ich traf im Board ein Ass und hielt jetzt wieder 2.900 Chips. Kurze Zeit später pushte Nikolas Levi mit 
suited seine letzten 1.900 Chips all in und ich callte mit 
offsuit. Ich traf das Ass und war fast wieder bei Starting stack.
Als nächstes verlor ich gegen James Vogl mit Pocket 9 gegen sein 
offsuit und war wieder auf ca. 3.000 Chips abgerutscht. Irgendwie baute ich aber wieder auf fast 7.000 Chips auf bis zur endscheidenen Hand. Denis O´Mahoney war UTG 2 und limpte für 300, ich zahlte mit Pocket 8 und die Blinds waren auch dabei. Der Flop war 

. Die Blinds checkten, Denis spielte 1.400 an. Ich pushte für ca. 6.500 all-in. Die Blinds schmissen weg und Denis sagte noch, dass er das ganz schlecht gespielt hätte. Doch da er fast 25.000 Chips hatte, callte er und zeigte 
. Der Turn und River waren dann jeweils Pik und ich verlor gegen einen Backdoor Flush. Ganz ehrlich, so eine Achterbahnfahrt hatte ich bis jetzt selten erlebt.
That´s poker.
In den nächsten Tagen werde ich mich dann um Berichte und Fotos kümmern. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bin ich dann wieder in „good old germany“.
Bis dahin
Stefan „Duke“ Hachmeister
Kommentare










Schade, aber ich hoffe London hat dir gefallen!