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Daniel Negreanus 7 goldene Regeln für Poker-Anfänger

Angenommen du könntest dich vor deinem ersten richtig großen Turnier einmal mit dem womöglich besten Turnierspieler der vergangenen 20 Jahre unterhalten. Welche Fragen würdest du Daniel Negreanu dann stellen?

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Daniel Negreanu verrät ein paar Geheimnisse

Der kanadische Poker-Superstar hatte sich im Rahmen des PSC Monte Carlo die Zeit genommen, sich mit mehreren Freizeitspielern an einen Tisch zu setzen und deren Fragen zu einfachen Strategie-Regeln beantwortet.

Wir haben die Quintessenz dieser Fragerunde zu sieben goldene Regeln für Poker-Anfänger zusammengefasst.

1. Niemals zeigen, wenn man nicht muss

Negreanu: Es gibt keinen Grund, jemals deine Karten zu zeigen – egal, ob du gerade geblufft hattest oder tatsächlich eine Hand hattest. Die Leute merken sich, wie viel du gesetzt hast, wie du ausgesehen hast, wann du deinen Zug gemacht hast und so weiter.

Irgendwann werdet ihr deswegen gelesen wie ein Buch. Wartet mit solchen Zügen lieber, bis ihr mehr Erfahrung habt. Ich zeige meine Karten manchmal, aber ich weiß ganz genau warum ich das mache und was ich da mache. Es ist Teil meines Spielplans.

Ich will, dass die anderen Spieler am Tisch wissen, zu was ich fähig bin. Aber selbst ich würde ein solches Spiel nicht mit jedem spielen. Es hängt immer davon ab, wer da sitzt.

2. Gute Reads beruhen auf Kleinigkeiten

Negreanu: Es geht darum, dass man genau zuschaut und Muster bei den Gegenspielern findet. Aber jeder Gegner funktioniert anders und es dauert lange, bis man es meistert, seine Gegenspieler zu lesen.

Man muss vorsichtig sein, dass man sich nicht vorführen lässt. Ich gebe zum Beispiel sehr viele Tells ab, aber ich weiß, was ich tue. Einmal habe ich in einem Turnier geblufft und versteckte mein Gesicht in meinen Händen. Das Turnier wurde im Fernsehen übertragen. Ich wurde gecallt und jeder hat gesehen, dass ich geblufft hatte. Für ein ganzes Jahr machte ich daraufhin den gleichen Zug wenn ich die Nuts hatte und wurde wieder und wieder ausgezahlt.

3. Nicht Bluffen

Negreanu: Ich persönlich bluffe nicht. Niemals. Bis auf vielleicht dieses eine Mal gegen Ike Haxton:

4. Nicht zu loose spielen

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Nur dann loose spielen, wenn es sich lohnt

Negreanu: Die Spieler irren sich, wenn sie meinen, sie müssten in der frühen Phase eines Turniers viele Flops sehen, weil sie billig sind. Das ist falsch, das ist schlechtes Poker.

Hört mit dem Limpen auf, nur weil die Blinds niedrig sind. Wenn die Blinds zum Beispiel bei 25 / 50 sind, liegen gerade einmal 75 Chips im Pot. Das ist nichts.

Später, wenn auch Antes im Spiel sind, dann gibt es viel mehr zu gewinnen, wenn man einen Flop sieht. Dann sollte man etwas looser spielen.

5. Macht die Leute darauf aufmerksam, dass ihr tight spielt

Negreanu: Wenn ihr eine Zeit lang keine Hand gespielt habt, stellt sicher, dass ihr den Tisch das wissen lasst. Denn nur dann könnt ihr euer Image zu eurem Vorteil ausnutzen. Wenn die anderen Spieler gar nicht bemerken, dass ihr nur wenige Hände spielt, habt ihr wenig davon.

6. Findet eine Bestimmung

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Negreanu fordert eine Bestimmung ein

Negreanu: Ich glaube, es reicht nicht aus, nur zu wissen, was man möchte oder wo man hin will. Man muss auch wissen, wie man es erreichen will und vor allem auch warum.

Nehmen wir zum Beispiel ein Pokerturnier. Warum willst du es gewinnen? Geht es um das Geld? Gut, aber warum? Was willst du mit dem Geld anstellen?

Oder geht es dir nur darum, etwas erreicht zu haben? Warum ist dir dann das so wichtig? Wenn du keine Bestimmung hast, wird es dir sehr schwer fallen überhaupt etwas zu erreichen.

Ich hab Milliardäre erlebt, denen es nur darum geht, mehr Geld zu verdienen. Diese Leute sind über alle Maßen reich, beschweren sich aber, wenn der Kaffee fünf Dollar kostet. Warum kümmern sie sich überhaupt darum?

Diese Leute glauben an die Lüge, dass mehr immer besser ist. Sie denken, dass sie mehr Geld glücklicher macht. Aber so funktioniert es wirklich nicht.

7. Scheitern

Negreanu: Scheitern ist wichtig. Jeder scheitert. Auch mir passierte das. Mehr als einmal war ich in Las Vegas, gewann Geld und hatte die Vorstellung, das Spiel verstanden zu haben. 24 Stunden später war ich so pleite, dass ich mir das Taxi zum Hotel nicht mehr leisten konnte und zu Fuß gehen musste.

Diese Gänge waren sehr wichtig für mich. Ich habe jedes Mal etwas davon gelernt und profitiere noch heute davon.

Für mehr Poker-Strategie, die auch etwas konkreter ist hier unsere Liste der » Zehn goldenen Poker-Anfänger-Regeln.

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