Strategie von Ed Miller
Ed Miller

Wie man das Rake schlägt

Fast jeder kennt die Regel, dass das Casino pro Hand Rake kassiert. Beim Live-Spiel beträgt das Rake oft 10 Prozent pro Pot, mit einer Obergrenze (in Amerika) von 4 $. Sind 22 $ im Pot, nimmt das Casino daher 2 $ und wenn dieser 168 $ beträgt, werden wegen der Obergrenze 4 $ einbehalten.

Vor allem an teuren Tischen nehmen Casinos statt Rake eine stündliche Gebühr. Diese wird immer dann bezahlt, wenn der Dealer ausgewechselt wird (jede halbe Stunde). In Atlantic City wird bei der NLHE-Partie mit Blinds von 1 $/2 $ ein maximales Rake von 4 $ pro Hand verlangt, während bei 2 $/5 $ pro halbe Stunde 5 $ Gebühr anfallen.

Manchmal einigen sich die Spieler darauf, statt der stündlichen Gebühr sogenannte Zeit-Pots zu spielen. Bei dieser Variante wird die stündliche Gebühr für den ganzen Tisch aus dem ersten Pot genommen, der eine bestimmte Größe erreicht. Spielen Sie zum Beispiel No-Limit mit Blinds von 10 $/20 $ beträgt die Gebühr pro halbe Stunde und Person 7 $. An einem Tisch mit zehn Spielern fällt demnach eine halbstündliche Gebühr von 70 $ an. Spielen Sie mit Zeit-Pots werden diese 70 $ dem ersten Pot entnommen, der 300 $ beträgt.

Natrülich ergeben Zeit-Pots in Partien mit höheren Einsätzen mehr Sinn als in Partien mit niedrigen Einsaätzen. Spielen Sie mit Blinds von 1 $/2 $ und die Gebühr beträgt pro halbe Stunde 5 $ pro Person, wäre es wenig sinnvoll, die 50 $ dem ersten Pot mit 200 $ zu entnehmen, da unter Umständen während einer halben Stunde kein Pot diese Größe erreicht. Bei niedrigen Einsätzen nimmt das Casino in der Regel einen wesentlich höheren Prozentsatz als an den teureren Tischen. Dies führt uns zu einer Frage eines meiner Leser:

Sind meine NLHE-Partien mit Blinds von 1 $/2 $ und 2 $/5 $ in meinem örtlichen Casino nicht profitabel? Bescheißt uns das Casino? Sie verlangen kein Rake, sondern verlangen halbstündige Gebühren. Bei 1 $/2 $ verlangen sie pro halbe Stunde 5 $ und bei 2 $/5 $ sind es 6 $. Nach meinen Informationen beträgt eine realistische Gewinnquote in einer Partie mit Blinds von 1 $/2 $ etwa 6 $ pro Stunde. Man braucht man etwa 3 Stunden, um 100 Hände zu spielen, aber in der Zwischenzeit hat einem das Casino 30 $ Gebühr abgenommen? Nimmt mein Casino seine Spieler aus?

Nun, so würde ich es nicht ausdrücken. Aber diese halbstündliche Gebühr ist etwas hoch. Dennoch sollte man in diesen Partien mit Blinds von 1 $/2 $ und 2 $/5 $ sehr profitabel abschneiden können.

Eine verbreitete Methode, die Rake-Struktur zu beurteilen, ist die Bestimmung der stündlichen Kosten. Mit einer zeitlichen Gebühr ist dies einfach. An einem Tisch mit zehn Spielern kassiert das Casino 100 $ pro Stunde, wenn jeder Spieler pro halbe Stunde 5 $ bezahlen muss. Wird Rake verlangt, müssen Sie ein wenig schätzen. Angenommen, Sie spielen im Schnitt etwa 30 Hände pro Stunde und im Schnitt werden 2,50 $ (diese Zahl habe ich aus der Luft gegriffen) pro Hand Rake bezahlt. Dann kassiert das Casino 75 $ pro Stunde, also 33 Prozent weniger als bei der zeitlichen Gebühr.

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Beim Rake gibt es die zusätzliche Komplikation, dass dieses davon abhängt, wie viele Pots Sie spielen. Je mehr Pots, desto mehr Rake. Als tighter Spieler zahlen Sie etwas weniger Rake, da Sie im Schnitt pro Stunde weniger Pots gewinnen. Spielen Sie unter günstigen Bedingungen jedoch etwas looser, gewinnen Sie vermutlich mehr Pots und zahlen überdurchschnittlich viel Rake. Außerdem zahlen Sie auch mehr Rake, wenn die gewonnenen Pots größer sind als die verlorenen.

Ich stelle diesen Vergleich als eine Alternative zu den Berechnungen meines Lesers an, der eine bestimmte Gewinnquote annahm und rückwärts rechnete. Unterm Strich sind 5 $ in einer Partie mit Blinds von 1 $/2 $ leicht schlechter als ein zehnprozentiges Rake mit 4 $ als Obergrenze. Der Unterschied dürfte aber nur einige Dollar pro Stunde ausmachen. Schneiden Sie in einer Partie mit Blinds von 1 $/2 $, in der Rake verlangt wird, erfolgreich ab, sollte Ihnen dies daher vermutlich auch in einer Partie mit einer halbstündlichen Gebühr von 5 $ gelingen. (An Shorthanded-Tischen ist die zeitliche Gebühr eindeutig vorzuziehen.) Meines Erachtens ging mein Leser von deutlich niedrigeren Gewinnquoten aus, als sie ein guter Spieler in Wirklichkeit erzielen kann.

Grundsätzlich sind die halbstündlichen Gebühren von 5 $ und 6 $ vermutlich ein wenig zu hoch und liegen etwa einen Dollar über dem normalen Rake. Ein guter Spieler erzielt in Partien mit Blinds von 1 $/2 $ und 2 $/5 $ aber deutlich mehr Gewinn pro Stunde. Diese zusätzliche Belastung kann daher zwar seine Gewinnquote senken, sollte aber nicht ausreichen, um ihn von einem Gewinner in einen Verlierer zu verwandeln.

Eine letzte Bemerkung: In der Partie mit Blinds von 2 $/5 $ sollte mein Leser seine Mitspieler vermutlich davon überzeugen, Zeit-Pots zu spielen.


Kommentare


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  • zawi
  • 27.10.09

Wieviel Prozent des Buy Ins verdient denn ein guter Cash Spieler in seinem optimalen Limit ? Nach Ed Miller müssen es deutlich mehr als 10% sein um ein Winning Player zu sein.


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  • M. Flushmann
  • 27.10.09

Ich weiß ja nicht was mein Vorredner für ein Vollpfosten ist, ich möchte jedoch an dieser Stelle bemerken dass es scheinbar noch einen M. Flushman gibt, dieser schreibt sich ohne zweites N am Ende und zeichnet sich durch Beleidigungen oder unqualifizierte Kommentare aus.

Gruß M. Flushmann -the only One!


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  • N.Luschmann
  • 27.10.09

..... Tongue


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  • stefan vodoo
  • 27.10.09

Ach mir schwant übles ich denke das es sich bei diesen Flushman(n)´s um die ein und die selbe Person handelr,recht billig gemacht doch das ganze sorry aber etwas subtiler würde es auch tun,danke!


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  • Sky
  • 28.10.09

Wegen Rake verlieren 90-95% der Spieler, ansonsten würden nur 50-60% verlieren. Hoher Rake macht Livepoker oft endgültig unattraktiv (neben den gelben Fressen der Mitspieler).


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  • bisquitgun
  • 28.10.09

Nicht nur Live Poker ist teuer, auch Internetrakes, speziell bei Turnieren, sind sehr teuer. 10 % und mehr sind nicht selten. Gäbe es keine Rake, so wären 50 % Winningplayer, so sind es 3-5 %. Auch gewinnt der Glücksfaktor sehr an Bedeutung, was eigentlich nicht sein sollte. Kurz: Die Bank gewinnt immer, eine Pokerkarriere gibt es nur für Gustav Gans. Alles andere glaube ich nicht mehr.


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  • Jack M.
  • 28.10.09

@memoriam: Schick eine Email an den FT Support und frage nach Rakeback. Klingt zwar etwas bekloppt, funktioniert aber! Wenn du über noch keinen Affiliate getrackt bist, dann schieben die dich auf ihren internen Rakeback Affiliate. Bei mir haben sie’s auch gemacht.


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  • M. Flushmann
  • 28.10.09

@ Stefan Vodoo: was wieder einmal beweist das du einfach von gar nix ne Ahnung hast. Warum glaubst du sollte ich mir die Mühe machen und sowas tun? Die Sinnhaftigkeit dieses Handelns erschließt sich mir leider nicht. Scheinbar hast du dir schonmal solch einen Spaß gemacht und sprichst manchmal im Internet selbst mit dir…

Hoffentlich kannst du dich wenigstens selbst mit deinen Argumenten von deinem Standpunkt überzeugen…

Gruß M. Flushmann -the Only one


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  • zawi
  • 28.10.09

Dann ist es echt überlegenswert seine Cash Sitzungen in Privat-Clubs ohne Rake zu machen, auch wenn der Komfort etwas leidet.


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  • Jörg
  • 29.10.09

Es sollte vielleicht heißen wie kann man das Rake, den Tip und die Sonstigen Nebenkosten schlagen. Bei uns im Casino wird bei 2/4 ab 50€ Pot 2€ Rake entnommen. Da eigentlich fast jeder Pot diese Größe übersteigt kann man von 30 Hände * 2 € Rake pro Stunde ausgehen. Das sind dann pro Spieler 6€ pro Stunde. Zusätzlich kommt der Tip noch dazu. Da das dann auch 2€ aufwärts sind kann mann da noch mal im Schnitt 3€ pro Hand kalkulieren. 3€ mal 30 Hände sind dann 9€ pro Stunde Tip pro Spieler. Somit ist man insgesamt schon bei 15€ pro Stunde. Jetzt noch 1 Getränk pro Stunde a 3 €. Dann sind es schon 18€ pro Stunde. Jetzt kommen ggf noch die Anfahrtskosten, Parkgebühren und der Eintritt hinzu. Diese Kosten sind sicher individuell sehr unterschiedlich. Allerdings sollte das jeder mal für sich kalkulieren. Selbst wenn man hier nur noch 2€ pro Stunde draufschlägt kommt in der Summe auf 20€. Dies sind dann schon 5BB pro Stunde. Man muss also das Limit schon deutlich schlagen, damit sich Live-Cash-Game lohnt.


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  • dierente
  • 29.10.09

wie man das rake schlägt? was soll das denn? das rake schlägt keiner!!!

p.s. und schon gar nicht, wenn man so ein starker spieler ist, dass man über 3 euro getränkekosten nachdenken muss! lol


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  • ralle123
  • 29.10.09

und wie schlägt man nun das rake, habe ich nicht kapiert, dieser artikel ist mehr als flüssig, überflüssig, lol


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  • Nick
  • 29.10.09

@Ralle: Der Artikel ist überflüssig weil Du ihn nicht kapierst? Das ist Lustig! Dein dümmlicher Spruch hingegen war es schon vor 20 Jahren nicht.


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  • Jörg
  • 30.10.09

@dierente Mir ging es nur darum aufzuzeigen, das es beim Cashgame noch weitere Nebenkosten neben dem Rake gibt. Ich bin da halt etwas ins Detail gegangen. Huh Gruss Jörg


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  • threekingz
  • 04.11.09

wie übel der Rake einem zu schaffen macht merkt man wenn man mal längere Zeit cashgame heads up spielt, dann haben nicht selten beide Spieler deutlich weniger als zu beginn


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  • Carlos
  • 09.11.09

was hat der Inhalt dieses Artikels mit seiner Überschrift zu tun???


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  • KuB
  • 03.02.10

Über die Höhe des Rakes wird man sich so lange ärgern, so lange es Rakes gibt, und gibt es keine Rakes mehr, so gibt es auch keine Spielbanken mehr. Smoke Alles ein Frage des Angebots.

@sky & @bisquitgun

Was sind das denn für Aussage, wohl eher Bauchgefühl, dem eigenen BB/100 geschuldet? Meine Datenbank sagt in Bezug auf “Cash Game NL25 auf PP” folgendes: Winning Player 42% ,Loosing Player 57 , Rest 1 . Und wer im Lowstack-Bereich SnGs oder MTTs spielt und sich beklagt ist selber Schuld. +EV/-EV ist nun einmal Glückssache.

Wie man das Rake schlägt? Na wie wohl, Gameselection und? Na, was? Logisch, play better Poker. Blink



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