Tournament Directors Association (TDA) Rules auf Deutsch
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- Thomas Lamatsch, Montag. 07. Mai 2007
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- tda, turnierreglement
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Im Februar 2007 kamen einige neue Regelungen zu den bestehenden TDA (Tournament Directors Association) Rules hinzu. Im internationalen Turniercircuit kommen diese Regeln fast immer zur Anwendung, so z.B. auch bei der World Series of Poker. Thomas Lamatsch hat das Reglement auf Deutsch übersetzt.
| # | Bezeichnung | Regel |
| 1 | Floorman | Das Floorpersonal ist angehalten, im besten Interesse des Spiels, mit Fairness als oberster Priorität zu entscheiden. In gewissen Umständen kann es dazu führen, dass technische Regeln „ignoriert“ werden und im Sinne der Fairness entschieden wird. Die Entscheidung der Turnierleitung ist endgültig |
| 2 | Chip Race | Das Chiprace beginnt immer bei Platz 1. Ein Spieler kann maximal einen Jeton erhalten. Ein Spieler kann nicht durch ein Chiprace aus dem Turnier ausscheiden. In dem Fall, dass ein Spieler nur noch einen Jeton übrig hat, wird das Chiprace normal durchgeführt. Sollte der Spieler nun das Chiprace verlieren, erhält er automatisch ein Stück von der kleinsten im Spiel befindlichen Jetoneinheit. |
| 3 | Odd Chips Nicht teilbarer Jeton |
Den nicht teilbaren Jeton bei Splitpots erhält immer der Platz links vom Dealerbutton. Bei allen Studvarianten erhält den Jeton die höchste Karte, gereiht nach der Farbe (Pik, Herz, Karo und Treff). Bei allen High/Low Varianten geht der Jeton zu High. |
| 4 | Side Pots | Bei einer Teilung wird jeder Sidepot separat geteilt. Sie werden vor der Teilung nicht zusammen gefügt. |
| 5 | Calling „Clock“ oder „Time“ |
Ist bereits einige Zeit verstrichen und es wird „Clock“ verlangt, so erhält der Spieler eine Minute Zeit, um seine Entscheidung zu treffen. Hat er nach Ablauf dieser Zeit noch keine Entscheidung getroffen, erfolgt ein Countdown von 10 Sekunden. Erfolgt noch immer keine Aktion, wird die Hand für „tot“ erklärt. |
| 6 | Dead Button | Durch das Ausscheiden eines Spielers kann es passieren, dass der Button nicht weitergeht und zweimal an derselben Position bleibt. |
| 7 | Penalties und Disqualifikation | Ein Penalty (Zeitstrafe) KANN ausgesprochen werden, wenn ein Spieler die Karten öffnet oder herzeigt, obwohl es noch Aktion(en) gibt, oder ein(e) Karte(n) vom Tisch wirft oder gegen die „Ein Spieler pro Hand“ Regel verstößt. Ein Penalty MUSS ausgesprochen werden bei „softplay“, bei Falschspiel, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten oder ähnlichen. Es obliegt der Turnierleitung die Höhe des Penalty festzulegen. Von einer Button-Runde bis zu einer Disqualifikation!! Für die Dauer des Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen. Bei einer Disqualifikation werden die Jetons eingezogen. |
| 8 | Am Sitzplatz | Ein Spieler muss, sobald alle Spieler ihre Karten erhalten haben, am Tisch sein, ansonsten wird die Hand für „tot“ erklärt. Um „time“ zu rufen, muss ein Spieler am Tisch sein. In Flopspielen, wird die Hand des Big Blinds für „tot“ erklärt, wenn der Spieler vor dem Flop nicht am Tisch ist, um eine Aktion zu setzen. In den Studvarianten wird das „Forced Bet“ sofort für „tot“ erklärt, wenn der Spieler nicht am Tisch ist. (Forced Bet wird gesetzt und die Hand vernichtet) |
| 9 | Öffnen der Karten bei Allin | Alle Karten müssen geöffnet werden, sobald ein Spieler „All-in“ ist und keine Aktion mehr möglich ist. |
| 10 | Raise Regeln | Wenn ein Spieler ein raise macht, indem er 50% oder mehr des Satzes davor anspielt, muss er den Satz auf die Höhe des Minimum Raise vervollständigen. Ein unvollständiger All-in Satz in No Limit und Pot Limit Spielen gilt nicht als voller Einsatz! |
| 11 | Oversized Chip | Ein einzelner „oversized“ Jeton gilt, ohne dass ein Raise annonciert wurde, als Call. Nach dem Flop gilt der oversized chip beim Anspiel entsprechend seiner Wertigkeit. Annonciert ein Spieler ein Raise und setzt einen oversized chip, gilt, bei allen No Limit und Potlimit Spielen, der höchst mögliche Betrag, maximal bis zu der Wertigkeit des Jetons. Das Raise muss immer annonciert werden, bevor der Jeton den Tisch berührt. |
| 12 | No Disclosure No Advice One Player to a Hand |
Spieler sind verpflichtet, auf das Spiel und die Mitspieler Rücksicht zu nehmen, ob sie nun in der Hand sind oder nicht. 1. Informationen über aktive oder gepasste Karten 2. Spielanalysen, solange noch eine Aktion möglich ist 3. Über eine Hand zu sprechen vor dem Showdown sind nicht erlaubt. Nur ein Spieler pro Hand ist zulässig. |
| 13 | Sitzverteilung | Turnier- und Satellitenplätze werden den Spielern durch Zufall zugewiesen. |
| 14 | Offizielle Sprache | Während des Spiels ist nur Englisch und die Sprache des Veranstalter- Landes erlaubt. |
| 15 | Technische Geräte | Das Telefonieren, Senden von SMS und jede andere Art technischer Kommunikation ist am Tisch nicht erlaubt. |
| 16 | Wechsel des Kartendecks | Kartendecks werden bei jedem Dealerwechsel oder Limitwechsel getauscht oder nach eigenen Hausregeln. Spieler können kein Wechseln des Kartendecks beantragen. |
| 17 | Neues Limit | Sobald die Zeit eines Limits abgelaufen ist, wird von der Turnierleitung ein neues Limit annonciert und gilt ab der nächsten Hand. Eine Hand gilt mit dem ersten Shuffle als gespielt. |
| 18 | Re-buys | Kein Spieler darf eine Hand versäumen. Annonciert ein Spieler ein Rebuy bevor die erste Karte gedealt wurde, spielt der Spieler „behind“ und muss das Re-buy machen. |
| 19 | Sichtbarkeit der Jetons | Die Jetons mit der größten Wertigkeit müssen immer für alle sichtbar sein. |
| 20 | Annoncieren der Hand | Verbale Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend. Jedoch obliegt es der Turnierleitung, Missbrauch und Falschannoncen zu ahnden |
| 21 | Rabbit Hunting | „Rabbit hunting“ ist nicht erlaubt |
| 22 | Blinds umgehen | Ein Spieler, der bei Tischwechsel oder Tischauflösung absichtlich die Blinds umgeht, muss die Blinds nachbringen und/oder erhält einen Penalty. Die nachgebrachten Jetons kommen in den nächsten Pot und sind „Dead money“. |
| 23 | Sichtbare Jetons | Alle Jetons müssen immer sichtbar sein. Spieler dürfen zu keiner Zeit Jetons einstecken oder verborgen transportieren. Spieler, die Jetons eingesteckt haben, riskieren disqualifiziert zu werden! Die Jetons werden immer aus dem Turnier genommen. |
| 24 | Tischauflösung | Spieler, die von einem aufgelösten Tisch kommen, übernehmen auf dem neuen Platz die Rechte und Pflichten dessen. Sie können im großen Blind, kleinen Blind und am Button einsteigen. Einzige Position, in der sie keine Hand erhalten ist zwischen kleinem Blind und Button. |
| 25 | Ausgleichen der Tische | In Flop Spielen wechselt immer der Spieler in der Position des “Großen Blinds” in die schlechteste Position. (aber niemals ins „Kleine Blind“). Die Auswahl von welchem Tisch der Spieler genommen wird, ist durch die Turnierleitung festgelegt. An Tischen an denen 3 oder mehr Plätze frei sind, wird das Spiel gestoppt. In Stud Varianten wechselt derselbe Platz, der am anderen Tisch soeben frei geworden ist. |
| 26 | Raises, Erhöhungen | In No Limit Spielen gibt es keine Begrenzung der Raises. Das Minimum Raise ist immer so hoch, wie das Raise zuvor. In Limit Spielen gibt es eine Begrenzung (abhängig von den Hausregeln) der Raises, auch bei Heads-Up Situationen. Sobald das Turnier Heads-Up ist, trifft diese Regel nicht mehr zu. |
| 27 | Misdeals | In allen Studvarianten wird auf Misdeal entschieden, wenn eine der Holecards eines Spielers durch einen Dealerfehler aufgedeckt wird. Wird in Flop Spielen die erste oder zweite Karte durch einen Dealerfehler aufgedeckt, wird ebenfalls auf Misdeal entschieden. Der Spieler am Button kann zwei Karten hintereinander erhalten. |
| 28 | Ungeschützte Hand | Sollte ein Dealer die ungeschützte Hand eines Spielers vernichten, hat der Spieler keine Regressansprüche und erhält auch keine Jetons zurück. Einzige Ausnahme, sollte ein Spieler ein „Raise“ machen und dieses wurde noch nicht bezahlt, erhält er in diesem Fall sein „Raise“ zurück. |
| 29 | Vernichten der Siegerhand | Die offensichtliche Siegerhand, die offen gezeigt wurde, kann vom Dealer nicht vernichtet werden und bleibt daher im Spiel. Die Unterstützung der Spieler, um solche Fehler zu berichtigen, ist willkommen |
| 30 | Verbale Aussagen | Verbale Aussagen in der Reihenfolge sind bindend. Aktionen außerhalb der Reihenfolge sind bindend, wenn sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert. Ein Check, Call oder Fold gilt nicht als Veränderung der Situation |
| 31 | Exposing Cards | Ein Spieler, der seine Hand während dem Spiel öffnet, kann mit einem Penalty belegt werden, aber die Hand wird nicht für „tot“ erklärt. |
| 32 | Setzen eines Raise | Im No Limit und Pot Limit gibt es folgende Möglichkeiten, das Raise zu setzen: 1) Der Betrag muss in einer Bewegung gesetzt werden 2) der Betrag zuvor annonciert und festgelegt sein 3) Das Raise annoncieren, den bisherigen Betrag zu setzen (call) und danach in einer Bewegung das eigentliche Raise setzen |
| 33 | Faires Spiel | Pokern ist ein individuelles Spiel. Soft play wird mit Penalties geahndet. Jemandem Jetons zuspielen wird mit einer Disqualifikation geahndet |
| 34 | Pot Grösse | Nur in Pot-Limit Spielen wird Auskunft über die Potgröße gegeben. Der Dealer ist nicht verpflichtet in Limit oder No Limit Spielen den Pot zu zählen und gibt auch darüber keine Auskunft |
| 35 | Button in Heads-up | Im Heads-Up ist das Small Blind immer in der Position des Buttons und setzt die erste Aktion. Sobald es zu einer Heads-Up Situation kommt, muss der Button so positioniert werden, dass kein Spieler zweimal hintereinander das Big Blind setzen muss. |
| 36 | Poker Etikette | Wiederholte Verstöße gegen die Etikette werden mit Penalties geahndet. Beispiele dafür sind, das Berühren fremder Karten oder Jetons, Spielverzögerung und ständiges Reden. Spieler sind angehalten in der Reihenfolge zu setzen. |
| 37 | Showdown | Im Showdown muss der Spieler, der den letzten Satz (Bet oder Raise) gemacht hat, als Erster seine Karten öffnen. Erfolgt kein Einsatz, muss der Spieler links vom Button die Karten als Erster öffnen. In Stud-Spielen muss der Spieler mit der höchsten Auflage, in Razz Spielen der Spieler mit der niedrigsten Auflage, den Showdown beginnen |
| 38 | Verbleibende Aktion | Solange ein Spieler noch im Spiel ist und Karten hat, darf er nicht den Tisch verlassen. |
| 39 | String Raises | Der Dealer ist verantwortlich ein String Raise zu annoncieren |
| 40 | Playing the Board | Um einen Anspruch auf einen Teil des Pots zu haben, muss ein Spieler, bei Playing the board, beide Karten öffnen |
Kommentare





















Mal ne Frage, gibt es irgendwo ne Stelle an die man sich wenden kann bei Regelstreitigkeiten?
Bei Regelstreitigkeiten muss man sich zunächst an den Dealer wenden und wenn der nciht helfen kann, an den Floorman.
Die Entscheidung, die der Floorman trifft ist dann bindend und kann auch nicht angefochten werden.
kann mir mal jemand erklären was “rabbit hunting” bedeuten soll?
mfg
rabbit hunting bedeutet, dass ein spieler die nächste/n karte/n sehen will die der flop, turn o river bringt, z. B. wenn er foldet aber trotzdem sehen möchte, ob er seinen draw getroffen hätte
hätte auch eine frage: wenn ich eine hand im showdown mit nur einer karte gewinne (z. B. ich halte K 6 und gewinne mit einem Paar K) muss ich dann die 2. karte zeigen oder kann ich sie in den muck wandern lassen?
Eine Frage zum Heads-up, wo ich widersprüchliche Antworten gefunden und auch die Casinos nicht einheitlich sind: Wird die erste Karte beim Heads-up an den Dealer oder den BigBlind ausgeteilt?
@FISCH: an den Bigblind.
@MajorBullfrog: Show 1 show both. Du musst beide Karten zeigen.
Beispiel nur noch zwei Leute am River vordere Position geht All-in und ich überlege, überlege ewig…mein Nachbar will dann meine Karten sehen um die Überlegung zu verstehen, ich zeig sie ihm und er sieht sie gibt aber keinerlei Kommentar dazu ab. Vordere Position lässt mich callen und sagt dann ich habe meine Karten gezeigt damit gegen die Regeln verstossen und der Pott sei ihm. Zählt hier nicht der Spruch keine Action mehr möglich ausser von mir und ich hätte die Karten auch offen auf den Tisch legen können???
@fisch
Show One Player, Show ALL Player, das ist mit Show one show all gemeint, und ja beim Showdown müssen beide Karten aufgedeckt werden.
Zu Punkt 27 ! Ist das auch bei uns so üblich weil bis jetzt wurde es ja nicht so gehandhabt ! Bisher war es ja so das bei allen Spielen wenn die allererste Karte offen gepitscht wurde war es ein Missdeal, ansonsten wurde bei einer offenen Karte normal weitergegeben und die Burncard für die geöffnete Karte eingesetzt. Bei zwei offenen Karten war es ebenfalls ein Missdeal. Wie entscheidest du ab jetzt ? lg. Peter
hatte irgendwann mal gelesen Regel Nr 1 sei eigentlich in den USA Regel Nr 33 gewesen (oder so ähnlich) aber wir in Europa fanden sie so wichtig dass wir sie kurzerhand zu Nr 1 erkoren haben.
a) stimmt das? b) gibt es ausser mir noch Spieler die das nonsens finden? Gut gemeint, aber entweder zurück auf 33 oder abschaffen sage ich, diese Regel als Nr 1 garantiert die totale Willkür indem das “Fairnessgefühl” der jeweiligen Floormänner alles andere “overruled”. Und das ist genau was wir nicht brauchen, Beispiele warum nicht gibt es zwischen 120.000 und 130.000….
Regel Nr.1 ist für alle Turnierdirektoren die wichtigste Regel und dadurch unterscheiden sich auch gute und schlechte Turnierleiter. Die Regel ist deswegen so wichtig, das die TD immer im Sinne des Spiels entscheiden sollten. Viele Faktoren können entscheidend sein, unerfahrener Spieler, Wiederholungsfall,etc…
lg
Thomas Lamatsch
Regel 27!!!
Wichtig, alle Regeln der TDA sind Grundlagen und jedes Casino kann auch eigene Hausregeln einführen! Stimmt, bis jetzt war es bei 7 Card Stud so, dass sollte eine Holecard offen gegeben werden, hat derjenige Spieler einfach die erste Doorcard verdeckt bekommen. Dadurch hat sich aber des Öfteren das Spiel verändert, da er plötzlich das Forced Bet bekommen hat. Ich entscheide an sofort wie in Regel 27!!
lg
Thomas
HEADS UP
Beim Heads Up hat immer der Button das Small Blind. Das Karten austeilen beginnt beim Bigblind. Die Aktion muss als erster der Spieler am Button setzen.
lg
Thomas
SHOWDOWN – SHOW ONE SHOW ALL
Zwei grundlegend verschieden Regeln. Show one show all, bedeutet, dass wenn ich einem Mitspieler eine Karte zeige muss ich auch den anderen Mitspieler diese Möglichkeit haben und der Dealer ist verpflichtet die Karten zu öffnen und dies zu annoncieren. Der Potsieger muss immer beide Karten zeigen, nur dann hat er ein Anrecht auf den Pot.
Lg
Thomas
Eine frage heads up einer spielt an der andere bezahlt also kein allin.Der erste der angespielt hat wirft weg der Dealer annoncierte aber showdown was muss der andere tun muss er die karten öffnen od. nicht? Kann ein anderer Spieler verlangen die gefoldeten Karten zusehen? Also wegen gemeinschaftsspiel und so?
vieleicht kann mir jemand das beantworten! danke
Wenn die Beiden schon im Showdown sind, und der Einsatz von Spieler 1 am River gemacht wurde, dann MUSS beim Showdown der erste Spieler die Karten zeigen, weil der zweite am River ja dafür “bezahlt” hatte !
Showdown
Hierzu gibt es verschieden Hausregeln!!
Ich entscheide immer so, dass nur die Gewinnerhand geöffnet werden muss!! Also wenn ein A anspielt und B called, dann kann A den Pot aufgeben und passen! Sollte der Verdacht auf Zusammenspiel aufkommen, kann der TD gerufen werden und wird sich ein Bild davon machen und auch die gepassten Karten ansehen. Noch nie erlebt, denn es wäre einfacher A bet, B raise und A fold!
Hätte den gleichen Effekt und es würde nicht so auffallen.
Was stimmt, dass der Spieler, der die letzte Aktion gesetzt hat, den Showdown beginnen muss, aber auch fold ist eine Aktion.
lg
Thomas
Zu Regel 25: Welcher Spieler wird denn umgesetzt? Der jenige der den Blind hat oder derjenige der ihn als nächster bekommt.
Und was ist mit schlechtester Position gemeint?
Wenn der Spieler, der aktuell im BB (BigBlind) ist, aktuell in der Partie Karten hat, dann wird der nächste, links von ihm umgesetzt. Wer nun aktuell der BB Spieler ist, entscheidet (so auch in der Ansage “letztes Spiel”) der Misch-Status der Karten: ist bereits einmal gemischt worden (=’riffle’) dann ist der aktuelle BB-Spieler aktiv und der nächste Spieler links von ihm, also der nächste BB-Spieler, wechselt den Tisch. Schlechteste Position bedeutet, die schlecht möglichste am zu wechselnden Tisch, wenn mehrere Plätze frei sind. Hierbei wird diejenige Position immer die schlechteste sein, die am nächsten zum BB ist.
Zu Regel 31: wir hatten folgendes Problem; nach dem River setzte einer der noch verbliebenen Spieler einen betrag. ( 3 Spieler noch in der Hand). der Spieler nach Ihm callt. Der nächste an der Reihe raist und erhöht somit auf das doppelte. Der Spieler der zuerst erhöhte deckt seine Karten auf ohne die erhöhung mitzugehen und behauptet er habe gewonnen.
Wie ist in so einem Fall zu entscheiden??
Nun, das ist keine klassische Frage der Regel 31. Zwar hat er angespielt und dann seine Karten geöffnet. Allerdings ist hier kein konkludenter Showdown anzunehmen, nur weil der Spieler von einem solchen ausgeht. Ohne das Raise zu bezahlen ist es schlichtweg ein Fehler, dem der Spieler sich aussetzt. Es fehlen vielleicht auch ein Paar Details, wie es dann weiter gegangen ist. Was dem Spieler den Eindruck des “Gewinnens” hat bestätigen lassen…? Auf keinen Fall kann er irgendetwas gewinnen, ohne den korrekten Satz bezahlt zu haben!
Zu Regel 31: weitergegangen ist es das entschieden wurde das Spiel zu annulieren und an jeden Spieler wurde sein Einsatz zurückgezahlt. Auch an diejenigen die zu dem Zeitpunkt schon gepasst hatten. Wenn ich dich aber richtig interpretiere hätte auch gem. Fehler ( Regel 7) den der Spieler begangen hat bestraft werden können indem seine Chips einbehalten werden und an die nächst höhere Hand ( Gewinnerhand ) ausgezahlt werden müssen. Zu bedenken ist das wir hier in einem CashGame waren.
weder regel 31 noch regel 7 kann hier angewendet werden!!! den einsatz an jeden spieler zurückzuzahlen ist absoluter schwachsinn!!! und den gewinn an die nächsthöhere hand auszuzahlen erst recht!!! vor allem solltest du bedenken, dass es sich bei o.a. regeln um ein TURNIER-REGELWERK handelt!!! das hat mit cash-game nichts zu tun! oder willst du z.b. jemanden für 10 minuten aus dem cashgame ausschliessen? bitte zuerst lesen, dann denken, dann posten!!!
Welche Teile sind eigentlich seit 2007 neu?
An Thomas;
dann sag doch einfach wie hier beschrieben ( zu Regel 31 / 7) verfahren werden müsste. Der Spieler hat doch einen Fehler gemacht. Wie hättest du entschieden???
da gibt es eigentlich nichts besonderes… der spieler der versehentlich aufgedeckt hat, kann das raise callen oder auch folden… seine hand ist jedenfalls NICHT TOT!!! (wie viele hier fälschlicherweise entscheiden würden!) danach geht das spiel bzw. die setzrunde normal weiter… (was immer wieder vergessen und übersehen wird ist, dass ein spieler der seine karten frühzeitig aufdeckt in den meisten fällen zu seinem eigenen schaden gehandelt hat!)
zu Thomas, wem muss ich denn jetzt glauben? Ich hab das mit dem Cashgame etwas übertrieben; wir spielen um geld aber eigentlich nach turnierregeln mit rebuy bis der Arzt kommt. Wenn du weiter oben den post von Anestis liest dann geht der ja völlig kontrovers zu Dir. Wenn ich das lese hat der Spieler einen Fehler gemacht ( der ja noch nicht mal bestraft wurde) und MUSS nach offiziellen Regeln bestraft werden. So wie du das darstellst kann man ja zum testen immer mal die Karten auflegen. Wenn man online spielt hat man keine Chance seine Karten aufzudecken bevor man bezahlt oder geraist hat gehts da gar nicht weiter. Woher nimmst Du deine Meinung??
Nun, Turnierregeln sind zunächst nicht unbedingt Wort für Wort in einem Cash Game anwendbar. Und die Situation ist mir schon in meiner ersten Antwort ein wenig ‘komisch’ vorgekommen. In diesem Homegame ist es eine salomonische Entscheidung, die Ihr getroffen habt. Und: es gibt nicht DIE ENTSCHEIDUNG im Pokerbereich, sondern, man kann sogar einzelne Regeln ausser Kraft setzen, um im Sinne des Spieles zu entscheiden. Motto: die eigenen Regeln sollen das Spiel nicht aushebeln.
Zum Thema: Entscheidung ist nicht ok. Wie Thomas schon sagte, in diesem Cash Game Fall hat der Spieler mit dem Öffnen der Karten sich selbst bestraft. Er muss sich noch äußern und nachzahlen oder wegwerfen. Auf keinen Fall gewinnt er so, gibt es keinen Grund den Pot aufzuteilen oder die Partie zu annulieren…
@fisch: im übrigen solltest du dir die regeln nochmals genau zu gemüte führen und durchlesen!!! aber für dich hier nochmals die kopie: “7: Penalties und Disqualifikation Ein Penalty (Zeitstrafe) KANN ausgesprochen werden, wenn ein Spieler die Karten öffnet oder herzeigt, obwohl es noch Aktion(en) gibt, oder ein(e) Karte(n) vom Tisch wirft oder gegen die „Ein Spieler pro Hand“ Regel verstößt…...............” also von MUSS bestraft werden, so wie du es beschreibst, ist bei diesem vergehen überhaupt keine rede!!! also für die zukunft: 1. viel genauer lesen und 2. die problematik zu der du eine frage hast in einem schritt erklären und nicht posting für posting mit neuen details und fakten rausrücken. sonst wird es immer schwierig, die passenden antworten zu finden.
@Thomas: ich hab gelesen, du aber nicht alles; hier der rest der Regel 7 ( Ein Penalty MUSS ausgesprochen werden bei „softplay“, bei Falschspiel, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten oder ähnlichen. Es obliegt der Turnierleitung die Höhe des Penalty festzulegen. Von einer Button-Runde bis zu einer Disqualifikation!! Für die Dauer des Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen. Bei einer Disqualifikation werden die Jetons eingezogen.) Wenn ich richtig liege hat der Spieler einen Fehler begangen und Punkt. Kannst ja oben nochmal nachlesen.
@Anestis: jetzt dreht sich Deine Meinung um 180°. Aber wenn ich Dich richtig interpretiere gibt es hier sowieso KEINE Entscheidung nach Regelwerk. Somit muss dann am Tisch entschieden werde unter Einbeziehung aller Teilnehmer.
Nein, meine Meinung dreht sich nicht, die Fakten sind erst nach und nach eindeutig und klar geworden.
Eine Entscheidung ist immer individuell, nach Möglichkeit nach Regeln, wobei die individuelle Situation immer auch eine tragende Rolle spielt.
Motto: “better wise man then wise rules’
sag mal fisch bist du besoffen oder einfach nur, wie ich stark vermute, naturdeppat??? es ging ums “karten aufdecken” und dabei ist eben von KANN bestraft werden die rede und nicht um falschspiel, softplay und dergleichen wo bestraft werden MUSS!!!
@Thomas: ich glaub eher das du nicht so richtig beisammen bist. Wenn ein Spieler einen Raise nicht beachtet und dann noch der Meinung ist er habe gewonnen dann ist das doch wohl eindeutig ein Fehler. Mach das mal im Turnier da fliegst du sofort raus; wenn du da ausserdem so unkonzentriert spielst gehst du eh unter. Und bei einem Fehler ist die Regel doch wohl eindeutig. Sonst kann ja jeder vor dem bezahlen des Raise die Karten aufdecken und mal gucken wie die anderen reagieren und davon seine Entscheidung abhängig machen. So einen Scheiss hab ich ja noch nie gehört. Wer bist du eigentlich und wo nimmst du deine Weisheiten her??
... es scheint sich bei dir um einen hoffnungslosen fall zu handeln… daher lassen wir das lieber…
@Thomas: wer hier ein hoffnungsloser Fall ist sollte hiermit wohl geklärt sein; nach dem Motto: wer keine Ahnung hat einfach mal Fres.. halten. Wenn ich eine Frage habe und die hier geklärt haben möchte ist es das letzte wenn ein sog. “FACHMANN” wie du Thomas irgendwelche unsubstantiierte posts bringt die sich im nachhinein als lächerlich dumm erweisen.
Im Anhang eine Mail aus Las Vegas vom Captain der Deutschen Pokermannschaft Dr. Michael Keiner.
es gibt hier zwei unterschiedliche Lösungsansätze, die je nach Turnier oder Cashgame Veranstalter (Casino) nach Hausregeln gehandhabt werden. Ist aber in jedem Fall vor Spielbeginn beim jeweiligen Floorman in Erfahrung zu bringen.
1. Regelvariante: Die Hand desjenigen, der sie schon aufgedeckt hat, ohne das Raise am River bezahlt zu haben, wird für “tot” erklärt. Gewinner des Pots ist der Spieler, der das letzte Raise angesetzt hat. Dies gilt auch für den Fall, dass derjenige, der den verfrühten und regelwidrigen Showdown durch geführt hat, die bessere Hand halten sollte. Unabhängig davon muss der “Raiser” in diesem Fall seine Hand überhaupt nicht aufdecken, da er ja die letzte “lebendige” Hand in dem Spiel hält.
2. Regelvariante: Die Hand desjenigen, der sie schon aufgedeckt hat, ohne das Raise am River bezahlt zu haben, ist zwar noch lebendig, kann aber nur noch passiv gespielt werden. Er muss sich entscheiden, ob er das Raise bezahlen will und es zum Showdown kommt oder ob er ohne Showdown foldet und somit den Pot aufgibt. Selbst erhöhen darf er nicht mehr.
Beste Grüße von der WSOP aus Las Vegas,
Michael Keiner
@Anestis: jetzt verstehe ich Deine Meinung die ja wohl genau auf der Antwort von Michael Keiner basiert. Somit kann man sich hier definitiv nur VORHER absprechen.
Frage1:
Ich hatte letztens eine Situation in einem Turnier, da hat Spieler A ein Raise All-In annonciert. Spieler B sagt OK. Der Dealer hat es falsch verstanden und dachte Spieler B callt und fordert darauf einen Showdown. Spieler A zeigt seine Karten. Spieler B ist verwundert und fragt was ist los,ich hab doch noch gar nicht gecallt, ich sagte nur OK. Fakt ist das der Dealer einen falschen Showdown angefordert hat und Spieler A den Anweisungen des Dealers gefolgt ist. Was ist aber nun in dieser Situation zu entscheiden für den Floorman? Wer gewinnt und bekommt den Pot?
Frage2: Ein Turnierveranstalter meint es gäbe beim No-Limit Hold-em Turnier maximale 4 Erhöhungen. Ich wies ihn daraufhin, das dies bei Fixed Limit mit einem Cap der Fall sei, aber er beharrte auf seine Meinung und sei sich 100% sicher. Stimmt es das man nur 4 Erhöhungen bei No-Limit Holdem machen darf?
Danke an alle.
Ollie
Ollie: Wenn ich am Pokertisch auf die Annonce “All-in” OK sage, dann muss ich mich schon fragen lassen, ob ich noch ok bin, wenn es dann heisst, dieses ok wäre ein call gewesen. Hier hast Du die Regel: Verbale Annoncen sind bindend und jeder Spieler muss im Interesse des Spieles handeln und eben auch aufpassen, was er tut. Auch hier ist im Einzelfall zu entscheiden. Und so pauschal würde ich hier nicht unbedingt einen Dealer Fehler annehmen. Vielmehr ist es ein, zumindest mal gelinde gesagt unklug provozierter Fehler, der einen Automatismus auslöst! Kann man als Call bestrafend bewerten und entscheiden!
Ein Turnierveranstalter der ein CAP bei NL-Spielen als “richtige Regel” annonciert liegt sehr daneben! BEi NL und P Spielen gibt es keine Begrenzung der Anzahl der Erhöhungen. Übrigens, ein weit verbreiteter Irrtum von Leuten, die nicht aus dem Pokerbereich kommen oder neu dazugestossen sind. Diese sind auch in der Regel …beratungsressistent :=)
Hi Anestis,
dank Dir für diese schnelle Antwort und die Bestätigungen meiner Entscheidungen.
Hast mir sehr weiter geholfen.