Requires the Flash plugin. If the plugin is already installed, click here.

Article teaser
Article teaser
Article teaser
Article teaser

Eine fragwürdige Entscheidung

Direkt von Dortmund aus bin ich am vergangenen Sonntag nach Wien gedüst. Hier sollte am Montag um14:00 Uhr eines meiner Lieblingsturniere starten. Das frühere World Series of Poker Trial hat zwar nach Rechtsstreitigkeiten mit der Harrahs Gruppe seinen Namen verloren, nicht aber seine fantastische Struktur.15.000 Startchips, 90 Minuten Levels und ein sehr flacher Anstieg der Blinds machen dieses auf 5 Tage angesetzte No Limit Holdem Turnier in Europa einzigartig. 206 Teilnehmer hatten sich angemeldet, bei einem Buy in von 3.000.- € gab es stolze 191.000.- € für den Sieger.

Der Start an Tag 1 verläuft für mich denkbar schlecht. Innerhalb der ersten 3 Stunden verliere ich zunächst einen gefloppten Drilling gegen einen Riverflush, danach zu allem Überfluss auch noch ein Full House gegen Four of a Kind. In jedem anderen Turnier hätte ich schon längst das Geschehen als Zuschauer weiter verfolgen müssen, aber das Deepstake zu Beginn lässt mir noch ein paar Möglichkeiten offen. Innerhalb weiterer 3 Stunden erhole ich mich wieder von meinem Tiefststand 4.500 bis auf 15.000, gewinne einen größeren Pot mit einer Straße gegen 2 Paar und schließe Tag 1 mit 28.600 an Chips im Mittelfeld ab. 112 Spieler sind noch im Turnier, als wir Tag 2 um 14 Uhr beginnen. Ein etwas tighter und passiver neuer Tisch lädt beständig zum Einsammeln der Blinds ein und in nur 90 Minuten komme ich ohne nennenswerte Konfrontation über 40.000. Der erste Dämpfer folgt, als ein junger deutscher Spieler vom Pokerstrategy Team mein Terrorregime am Tisch nicht ohne weiteres hinnehmen will. Seine Argumente untermauert er mit einem Stake von ca. 75.000, so dass ich etwas zurückstecken muss.

Bei noch 75 verbleibenden Spielern kommt es dann zu einer wirklich abstrusen Situation, die ich in meinem bisherigen Pokerleben noch niemals gesehen habe. In MP 3 raise ich mit K-Q suited den dreifachen Big Blind auf 2.400, mein linker Tischnachbar callt nach einigem Überlegen und wir sind Heads Up am Flop. Das Board zeigt Q-9-2 rainbow, ich checke, er spielt 6.000 und ich raise ihn all-in. Ich covere ihn leicht mit meinen Chips, das all-in bedeutet weitere ca. 20.000, die er nachbringen müsste. Nach ca. 2 Minuten Überlegung sagt er in etwas gebrochenem Englisch: „I believe, you’ve got Aces, so I have to fold“ und wirft offen 2 schwarze Könige in Richtung Board. Der Dealer sammelt die Karten ein, muckt diese und schiebt mir den Pot zu. Während ich den Pot entgegen nehme, zeige ich ihm meine Hand und sage: „No, you were good.“ Daraufhin sagt er zum Dealer gewandt: „No, no, I meant to call.“ Mein linker Nachbar gehört wie 2 weitere Spieler am Tisch ebenfalls zum Pokerstrategy Team und plötzlich äußern sich diese Spieler ebenfalls in die Richtung, dass sie „call“ verstanden hätten.

Übereifrig fängt die auf Platz 1 sitzende Russin an, die beiden Könige wieder aus dem Muck zu kramen und legt sie vor sich auf den Tisch. Mittlerweile erscheinen jede Menge Zuschauer am Tisch, die den Ablauf als solchen überhaupt nicht gesehen haben, sich aber trotzdem mit den verschiedensten Kommentaren einmischen. Der Turnierdirektor Thomas Kremser wird zur Entscheidungsfindung an den Tisch gerufen. Er lässt sich vom Dealer die Situation schildern, der jetzt plötzlich auch etwas unsicher wirkt und nur noch behauptet, er hätte „fold“ verstanden, wäre sich aber nicht mehr hundertprozentig sicher. Weiterhin mischen sich die Teammitglieder meines Gegners ein und sagen, dass ein Indiz für ein vermeintliches Call die Unlogik wäre, Könige angesichts des Flops zu folden. Ich bleibe eigentlich ganz ruhig und schildere ohne jede Polemik die Situation aus meiner Sicht. Als nach 10 Minuten Diskussion Thomas Kremser seine Entscheidung trifft, traue ich meinen Ohren nicht. Er entscheidet, dass die Karten live sind und spielen! Äußerlich völlig ruhig und kommentarlos nehme ich die Entscheidung hin, aber in mir brodelt ein Vulkan.

In meinem bisherigen Turnierleben habe ich noch nie gesehen, dass ein Direktor seine Entscheidung nach weiterer Diskussion abänderte, also versuche ich erst gar nicht, ihn umzustimmen. Ich kenne Thomas seit über 10 Jahren, schätze und respektiere ihn als ausgezeichneten Turnierdirektor und habe bisher noch niemals eine schlechtes „Ruling“ von ihm erlebt, aber dieses Mal hat er gründlich daneben gegriffen. Ich weiß, dass Thomas seine Regelauslegungen immer in Interesse des fairen und gerechten Spiels treffen will, ohne einzelne Spieler zu bevorzugen oder zu benachteiligen, aber bei der heutigen Entscheidung hat er sich wohl auch etwas durch die „Stimmungsmache“ der übrigen Teammitglieder meines Gegners beeinflussen lassen. Ich halte ihm zugute, dass ihm erst im Nachhinein die Teamzugehörigkeit der Diskussionsteilnehmer bewusst wurde. In einem späteren Gespräch deutete er an, dass er, nachdem ihm diese Fakten klar wurden, mit seinem Ruling vermutlich in die andere Richtung tendiert hätte.

Wie alle anderen Sportarten auch ist Poker von der Gegenwartsentscheidung geprägt, eine nachträgliche Revision würde mich zwar „moralisch“ rehabilitieren, aber nichts an der Tatsache ändern, dass damit das Turnier für mich de facto beendet war. Einmal mehr wird deutlich, dass wir ganz klare und präzise Turnierregeln brauchen, die konsequent umgesetzt werden. Wir spielen um enorm hohe Preisgelder und Fehler sind nicht damit zu entschuldigen, dass ein Spieler neu und unerfahren bei Liveturnieren ist. Unabhängig von der Auslegung des geschilderten Falles gilt normalerweise weltweit: Eine Hand, die im Muck war, bevor der Pot durch den Dealer ordnungsgemäß zugestellt wurde, ist tot. Jeder Spieler hat seine Hand entsprechend zu schützen, auch wenn er zur Verteidigung einen Elefanten darauf setzen muss.

Mit meinem kümmerlichen Rest an Chips gehe ich wenig später am Button mit J-9 suited all-in, nachdem alle anderen vor mir gefoldet hatten. Der Big Blind callt mich natürlich mit A-Q und ohne jede Hilfe vom Board bin ich raus.

Euer Michael von 888


Diskutiere Eine fragwürdige Entscheidung ausführlicher auf PokerRing

Kommentare


Fisch
  • Fisch
  • 14.03.07

Eine unglaubliche Geschichte. So unglaublich entschieden, dass….ich es nicht glauben kann.


Fisch
  • Fisch
  • 14.03.07

Russin auf Platz Eins “kramt die Karten aus dem Muck” – Gibt es da ein Foto von der : ) ? Und was kramt die noch alles raus?


Shadow
  • Shadow
  • 14.03.07

Wow, daß ist wirklich eine üble Entscheidung. Und egal wer wem bei dieser Geschichte glaubt und wer angeblich was gesagt hat … die Karten waren im Muck. Damit war die Spielrunde beendet. Das ist eine Tatsache die der Dealer bestätigen müßte. Und damit wäre die Entscheidung eindeutig! Und was jemand gesagt oder gehört hat ist in dem Moment irrelevant.

Mal abgesehen davon, was ist das für ein Dealer der zulässt, daß ein Spieler Karten wieder aus dem Muck hervorholt?!


profile photo
  • 74er
  • 14.03.07

was natürlich zu erwarten war, daß auf der ps.de-Seite das ganze Gegenteil behauptet wird und dort der Dealer als schwerhörig dargestellt wird

Insgesamt eine sehr komische Sache.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Wo bitte ist die Darstellung der Gegenseite?

Er hat gesagt: “I believe you have Aces, BUT I have to call”

Zudem interessant ist, dass der Pot im Vergleich zu seinem verbleibendem Stack sehr groß war.

Weiterhin wird er kaum mit KK pre-flop nur callen und dann gegen eine c/r all in auf so einem Board sein Overpair folden. Er war so oder so pot comitted.

Desweiteren haben wohl alle am Tisch “I believe you have Aces, BUT I have to call” verstanden. Grund des Missverständnisses war wohl die Dealerin.

Ich finde es sehr unfair von Herrn Keiner, sein Ausscheiden auf diese Sache zu schieben. Meine Meinung: Angle Shooting gone bad.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Er hat gesagt: “I believe you have Aces, BUT I have to call”

Zudem interessant ist, dass der Pot im Vergleich zu seinem verbleibendem Stack sehr groß war.

Weiterhin wird er kaum mit KK pre-flop nur callen und dann gegen eine c/r all in auf so einem Board sein Overpair folden. Er war so oder so pot comitted.

Desweiteren haben wohl alle am Tisch “I believe you have Aces, BUT I have to call” verstanden. Grund des Missverständnisses war wohl die Dealerin.

Ich finde es sehr unfair von Herrn Keiner, sein Ausscheiden auf diese Sache zu schieben. Meine Meinung: Angle Shooting gone bad.

@ Fisch: Hast du deinen Kommentar von der PokerStrategy-Startseite abgeschrieben? Es sieht jedenfalls so aus! Diese Stellungnahme auf der PS.de Startseite stammt übrigens von Dominik “Korn” Kofert dem Gründer der Seite, der bestimmt sehr “neutral” seine Meinung äußert, lol.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

ich stand am table, als es zu dieser situation kam und michael keiner hat selbst zum turnierleiter gesagt “ich habe call verstanden”. jedenfalls habe ich und ein weiterer aus der gaffenden meute es so von ihm verstanden. würde dafür zwar keine hand ins feuer legen, erst recht nachdem michael keiner das gegenteil behauptet, aber nun kann eh keiner etwas beweseisen.

sehr komisch das ganze…


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Spricht der Mann die Wahrheit oder nicht? Daß weiß man beim Hr. Keiner nicht so genau. Ich glaube ihm nicht alles aber vielleicht liegt er ja diesesmal richtig.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

wieso zeigte er eigentlich seine hand…...statt sie auch zu mucken…...und den pot einzuziehen,wie es ein guter profi tun würde…dann hätte man den ganzen ärger wohl vermieden….


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Für Pokerstrategy spricht, dass die Auszahlungen bei PartyPoker sehr schnell sind, für Pacific/888 spricht, dass die Software so schön nostalgisch ist. Fische gibts bei beiden genügend. Bitte keinen Krieg der Affiliates!


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Mein Beileid… http://images.pokerstrategy.cc/SpringFesti...2.jpg -> Foto von der Situation.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Lieber Herr Keiner!

Ist es nicht so, das der Dealer bei so einer Situation das call oder fold des Gegners wiederholt (bestätigt). In diesem Fall müsste der Gengner fold gesagt haben, zumindest hat das der Dealer zu verstandn, dies wurde vom Dealer als Bestätigung verbal wiederholt und wie Du schreibst, der Pot zugeschoben. Entschuldige mal, wenn ich als Dein Gegner mit KK gecallt hätte, die Karten offen aufwerfe, der Dealer fold sagt und dir Pot zuschiebt, reklamiere ich erst dann, wenn du mir sagst, dass ich gut gewesen wäre? WARUM NICHT VORHER???? Da werfe ich die Nerven weg und sage sofort nach der Wiederholung des DEALERS “CALL CALL CALL” you did not understand me. Selbst dann ist noch nicht sicher das er auch call gesagt hat. BITTE UM AUFKLÄRUNG!!!!! Thomas Kremsner lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn 100 Gänse dawischenplappern.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

hmmm..interessant

sind die karten nicht automatisch tot, wenn er sie offen hinlegt?


Shadow
  • Shadow
  • 15.03.07

“sind die karten nicht automatisch tot, wenn er sie offen hinlegt?”

Nicht zwingend. Das ist von den genauen Regeln des Turniers abhängig.

Aber was ganz anderes: Er wirft die Karten auf den Tisch (ohne zuerst die noch fehlenden 20.000 Chips nachzuzahlen)! Zumindest lese ich das so aus dem obigen Text.

Zu einem Call gehört nun mal daß er erst bezahlt (also das fehlende Geld über die Linie schiebt). Hätte er die fehlenden Chips bezahlt und dann aufgedeckt und der Dealer mucked aus versehen die winning-hand, dann ist es etwas anderes (dann sagen soweit ich weiß die TDA Rules, daß die winning-hand bezahlt wird … und das er KK hatte war ja unstreitig). Aber er hat so wie es aussieht nicht bezahlt sondern seine Karten vorher Face-Up auf den Tisch geworfen.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Liebe Freunde!!! BITTE!!!

Wenn er ein all-in callt und danach die Karten offen auf den Tisch legt, muss er N I C H T vorher die JETONS über die Linie schieben. Darum ist die Situation auch so schwierig, da die verbale ankündgung zählt .. call oder fold. DEFINITIV AUCH, ich betone AUCH ein DEALERFEHLER.


DaRuler
  • DaRuler
  • 15.03.07

einziger relevanter Kommentar bisher (das gequatsche über wer was gehört hat ist ja ätzend) ist: KK war gemucked (da waren sich alle einig), Hand tot (egal ob ausgegraben oder, was mir mal passiert ist, zum Schreien, “rekonstruierbar), Pot an Dr. Keiner, end of story. Ich finde zwar auch dass es wahrscheinlicher ist das KK callen wollte aber jetzt fange ich selber auch schon an : IRRELEVANT.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Auserdem schaue ich bei so einer entscheidenden Situation dem Dealer ins Gesicht und sage …....... CALL, damit es eindeutig ist. Bei einem fold schmeisse ich mit oder ohne KOMMENTAR. Gesagt sei noch, das es einfach unehrenhaft ist sich als Aussenstehnder in die Sache zweier Spieler einzumischen. DA WERD I WAHNSINNIG. Habe auch schon komentarlos zugesehen, wie ein Pot nach dem Showdown dem Falschen Spieler zugeschoben wurde, da es mich einfach nicht angeht. Sollte Herr Kainer recht haben, und sich die anderen Spieler nicht eingemischt haben, hätte der Gegner wohl nach ein paar Sekunden einsehen mit der Situation geheb. “NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK.” Ich glaube ihm, da er wohl kaum so einen ausführlichen Artikel riskiert, um seinen guten Ruf zu verlieren.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Lieber Herr Kainer! Bitte wenn Du auf meine Kommentare reagierst bitte mit HORVI ansprechen

Ich bin der mit -) NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK -) DEALERFEHLER -) WARUM NICHT VORHER?????


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Unglaublich. Selbst die Tunierleitung sieht das anders, als es Keiner dargestellt hat. Da kann wohl (K)einer nicht verlieren.

Wie schon gesagt wurde.. natürlich müssen die Chips nicht in die Mitte gelegt werden, bevor man die Karten zeigt, die verbale Ankündigung zählt.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Der Turnierdirektor Thomas Kremser scheint mit der Darstellung von Herrn Keiner selbst nicht zufrieden sein und wird sich heute vorraussichtlich dazu äußern!


profile photo
  • Redaktion PokerOlymp
  • 15.03.07

Wer kein “Fish” mehr sein möchte – Einfach jetzt sofort registrieren. Nickname selbst wählen und schon kann fleißig diskutiert und gepostet werden.
Vielen Dank im Namen der Redaktion
Rosi Grünstäudl


profile photo
  • havox
  • 15.03.07

Auch wenn ich von der “Gegenseite” komme: Warum hat Herr Keiner es denn nötig ÜBERALL diesen Bericht posten zu müssen? =) (und dass Sie so sehr auf die Richtigkeit ihrer Meinung bestehen – das tun nichtmal wir auf unserer eigenen Seite – und mit dem Text und seiner Verbreitung nicht sehr fein mit uns umgehen… naja…)

Ich bin gespannt auf die Darstellung von Herrn Kremser – alles andere bringt sowieso nichts, weil niemand von seiner “Meinung” abrücken wird.

Wie DaRuler übrigens sagt: Da sehe ich das größte Problem – Karten im Muck -> Hand vorbei… Wäre zwar möglicherweise ein Fehler des Dealers gewesen (zu Ungunsten eines Mitgliedes), aber damit wäre jegliche Diskussion hinfällig.

Und jetzt mal alle bitte abwarten und Tee trinken =)


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

PokerSpieler sind nie verlgen um eine Ausrede für ihr ausscheiden. Herr Keiner hat ja auch schließlich die Marke “Michael Keiner” zu vermarkten und das macht er mit dieser Darstellung doch recht gut.


DaRuler
  • DaRuler
  • 15.03.07

Ich bete dass wir von Thomas Kremser kein “okay die Hand war gemucked (= tot) aber ich fand es fairer wenn die Hand lebt weil der Spieler ja eigentlich callen wollte” zu lesen bekommen. Weil dann gute Nacht Regeln. Zukünftige Rulings basieren dann auf dem persönlichen Gerechtigkeitsgefühl der Floormen. Amen. Thomas fass dir ein Herz und sage “Scheisse ich habe falsch entschieden”. Nur das kann im Sinne der Sache sein.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

wie kindisch ich diesen Artikel finde… Schiedsrichter gibt es, dass in uneindeutigen Situationen eine Entscheidung getroffen wird. Der Schiedsrichter hat entschieden. Fertig. Und unfair kann man die Entscheidung auch nicht nennen. Herr Keiner, hätten Sie in der Position des anderen Spielers gefoldet? Im worst case wurde einfach eine Art “Misclick”.


DaRuler
  • DaRuler
  • 15.03.07

Oh und noch zur Sicherheit: die Tatsache dass es der Dealer war der die Hand muckte, selbst wenn das ein riesiger Fehler gewesen sein mag, weil der Dealer kein Englisch versteht oder sonst schwerhörig ist und nicht mitbekommen hatte das der Spieler (logischerweise in dieser Konstellation) callen wollte, ändert rein gar nix an der Situation. Der Spieler ist immer verantwortlich dafür seine Hand zu schützen, es spielt keine Rolle wie die Hand in den Muck geraten ist, feststeht dass der Spieler seine Hand nicht genügend geschützt hatte. Bei mir braucht es ein Erdbeben das Tisch samt Casino in den Erdreich stürzen lässt um mich von meiner Hand zu trennen wenn ich meine Hand schützen (spielen) will. Nicht weil ich so misstrauisch bin (okay bin ich auch) aber weil die Regeln nun mal verlangen das ich eine Hand haben muss um einen Pot gewinnen zu können.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

Ich spiele noch nicht so lange Poker und vorallem auch nicht im Casino oder Turnieren mit großen Buy-In`s. Sondern bei Pokerwelle und da ist es so das wenn ein Spieler seine karten aufdeckt bevor der dealer “show down” sagt, es als fold gezählt wird…. Hätte es in diesem Fall dann nicht auch so sein müssen? Gruß


DaRuler
  • DaRuler
  • 15.03.07

oh mein Gott, jetzt kommt die obligate “der Schiedsrichter hat nun mal entschieden” Kacke auch noch. Herr Fisch, möge der Schiedsrichter bei Ihnen ab heute immer rulen Sie hätten den Pot verloren weil ihm Ihre Nase zu gross ist.


Shadow
  • Shadow
  • 15.03.07

@DaRuler,

das lassen die TDA Rules aber ausdrücklich zu: “Unusual circumstances can on occasion dictate that decisions in the interest of fairness take priority over the technical rules.” (TDA Rules)

Ich denke das ist letztendlich das was Thomas Kremser hier gemacht hat. Denn er hatte in der Tat zwei Regeln die sich in dieser Situation widersprechen:

“Unprotected Hands- If a dealer kills an unprotected hand the player will have no redress and will not be entitled to a refund of bets.”

aber eben auch:

“Verbal Declarations- Verbal declarations in turn are binding.”

Die “No-Killing of a Winning Hand” Regel kommt nicht zum tragen, da die Action noch nicht abgeschlossen war (es kamen ja noch Turn und River).

Trotz allem eine unglückliche Entscheidung wenn der Ablauf so war wie von Michael Keiner geschildert. Denn hier hätte er im Sinne der Auslegung sehr wohl die Frage ob Chips über die Linie geschoben wurden und den zeitlichen Ablauf der Reklamation des Spielers mit einbeziehen müssen!


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

was heißt: “ich covere ihn leicht mit meinen chips”. kann mir das vielleicht ein erfahrener Spieler schildern?


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

wie kann ich meine karten schützen in dem fall? wenn ich das allin callen will muss ich mein blatt nunmal aufdecken und richtung mitte schieben. wenn der dealer es dann mucked kann ich auch nicht mehr hinterher-hechten, oder?


profile photo
  • hacklfere
  • 15.03.07

was heißt: “ich covere ihn leicht mit meinen chips”. kann mir das vielleicht ein erfahrener Spieler schildern?

Das heißt Michael Keiner hatte leicht mehr Chips als sein Gegner. Somit war der Gegner All-in und riskierte mit dieser Hand seinen Turnierverbleib. Hätte der Ungar (Michael Keiners Gegner) verloren wäre er ausgeschieden.


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

hacklfere: danke für die Antwort! kenn mich noch nicht so gut aus


Jonny K
  • Jonny K
  • 15.03.07

card-protector, jungs, card-protector!!! der liegt auf JEDER gespielten hand von mir!! (auch allin und umgedreht)

ich hätte mich sofort zu wort gemeldet, und zwar bevor die karten im muck verschwunden wären wenn ich callen wollte!!!

aber: tatsachenentscheidung, echt dumm gelaufen….


profile photo
  • Redaktion PokerOlymp
  • 15.03.07

Durch technische Probleme sind Kommentare, die ca. zwischen 15.00 und 16.15 verfasst wurden, leider verloren gegangen. Wir bitten um Entschuldigung, unser Techniker-Team arbeitet mit Hochdruck daran die Ursachen zu finden und zu beseitigen. Danke für Ihr Verständnis.


profile photo
  • Redaktion PokerOlymp
  • 15.03.07

Alles im Griff! – Die Kommentarfunktion läuft wieder problemlos. Viel Spaß beim posten!


Fisch
  • Fisch
  • 15.03.07

so geht es halt den angebern die den spielern zeigen wollen wie gut sie sind und die karten zeigen halt angeber keine® profis


profile photo
  • Hanno
  • 15.03.07

Bei Ciaffone ist zu lesen:

Cards thrown into the muck may be ruled dead. However, a hand that is clearly identifiable may be retrieved and ruled live at management’s discretion if doing so is in the best interest of the game (...)


Thomas Pratter
  • Thomas Pratter
  • 16.03.07

Wenn die Geschichte so stimmt, gibt’s nur eine Entscheidung und die heisst: Die Hand ist tot !

Der KK-Spieler hat seine Karte nicht selbst geschützt, warf sie Richtung Board, und nahm daher auch ein Missverständnis in Kauf.

Man stelle sich nur vor, ein Spieler handelt genauso aus Berechnung, und hätte dadurch plötzlich 2 Optionen, falls der Gegner seine Karten doch noch zeigt (sollte man NIE tun, lieber Michael; passiert in der Praxis aber natürlich jedem einmal.).

Zu Thomas Kremser: Fehler sind menschlich und selbst der beste Sport-Schiri soll sich schon mal bei einer Entscheidung unter Stress geirrt haben.

Er ist und bleibt trotzdem ein hervorragender Turnierleiter.


profile photo
  • Thomas
  • 16.03.07

an die ganzen pseudo-turnierleiter hier: das entscheidende an dieser partie war das wort “CALL” nach dem all-in raise… was danach passiert ist, ob er die karten offen in die mitte geschmissen hat, sie geschützt waren oder nicht, oder der dealer irrtümlich gemuckt hat, ist völlig unerheblich… solang die hand einwandfrei identifiziert worden ist !!! DIE HAND IST NICHT TOT !!! im besten interesse des spieles zu urteilen steht an erster stelle und ist eine der wichtigsten aufgaben des turnierleiters !!! zugegebenermassen auch eine der schwierigsten und kontroversiellsten !!!


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

Hallo Pokerfreunde, ich kenne Herrn Keiner als absolut kollegialen, freundlichen und fairen Sportsmann. Es würde mich mehr als überraschen, wenn seine Aussage nicht der Wahrheit entsprechen würde.

Eines steht jedoch ausser Frage und da sind sich wohl alle einige (zumindest die Ahnung vom Pokerspiel haben): Muck ist der unwiderrufliche Tod der Karten!!! Das eine Spielerin oder gar mehrere Spieler im Muck nach Karten suchen, ist skandalös. Erinnert an Hinterhof-Millieu-Poker! Der Spieler hat seine Karten zu schützen…eine der elementaren Grundregeln des Pokerspiels….

Ich bewundere das ruhige Wesen des Herrn Keiner….ich und wohl viele andere Spieler, wären garantiert nicht ruhig geblieben….man beachte, nicht jeder Spieler ist gesponsert und muss viel Geld für die Teilnahme investieren.

Erschüttend sind doch hier die unglaublichen Kommentare einiger “Fische”....man sollte nicht glauben, das sich diese Personen ohne Aufsicht frei im Leben bewegen dürfen! Wer solchen “Mist” von sich gibt, hat wahrlich keine Ahnung vom Pokersport und sollte lieber mit “Mutti” und “Opi” zu Hause Mau-Mau spielen!

MfG an alle Pokerreunde Karsten G. Deutscher Poker Verein


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

“Thomas”....der Poker-Sachverständige schreibt Pokergeschichte….hört, hört….ein Muck ist eigentlich doch kein Muck….schön das es ein internationales Regelwerk gibt bzw. gab! Thomas schreibt es gerade neu….er erfindet das Pokern neu….

Ein Muck ist absolut !!! Oder kann jeder die Karte offen in den Muck werfen und warten ob er vielleicht doch gewonnen hätte, dann sofort die Karten aus dem Muck nehmen und den Pott einstreichen. Also gibt es ab sofort keinen Bluff mehr… oder: ich unterliege einem Bluff, remonstriere und ziehe meine Karten aus dem Muck – gewonnen! Schön! Werde die thomassche Regeln bei der WSOP im Juni testen! Danke Thomas für Deinen Sachverstand!


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

und noch eins…sorry, aber ich lache mich kaputt…. Thomas Kremser ein Pseudo-Turnierleiter….wow! Thomas hat offensicht keine Ahnung, welche Turniere Thomas Kremser leitet und mehrfach leitete…es sind hauptsächlich kleinere, unbedeutende Veranstaltungen wie EPT, WSOP, St. Maarten, Goa etc….

Thomas…die Pokerwelt braucht Dich…mit Deinem Sachverstand und Erfahrung! Smile


profile photo
  • Thomas
  • 16.03.07

@fisch 00:57 + 01:00: du bist absolut ahnungslos und weisst offensichtlich überhaupt nicht, zu welchem thema du hier postest !!!


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

Sorry Leute, aber unser Lieber Herr Kremser hat nicht nur einmal eine falsche Entscheidung getroffen. Ich kenne es aus eigener Erfahrung. Er ist ein wirklich super Floorman, keine Frage, aber fehlerfrei ist er nicht. Man sollte einfach die Regeln beachten und nach diesen ist Herr Keiner vollkommen im Recht. Ihn als schlechten Verlierer hinstellen ist doch mal echt schlecht. Regeln sind Regeln und die muss man beachten. Viele Grüße K.T


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

Es hat schon einen guten Grund, warum ich in einer all-in Situation immer warte bis der Dealer mich und den/die anderen Spieler zum Showdown auffordert. Das ist nämlich für mich die Bestätigung, das die Annoncierungen klar vom Dealer verstanden worden sind. Auch bei allen anderen Ansagen bin ich es eigentlich von Casinos gewohnt, das ein professioneller Dealer sie wiederholt.

Ansonsten ist es ziemlich sinnentleert hier über eine grenzwertige Situation zu diskutieren, bei der man selber nicht anwesend war.


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

“Ansonsten ist es ziemlich sinnentleert hier über eine grenzwertige Situation zu diskutieren, bei der man selber nicht anwesend war.”

Amen!


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

Hallo Katja, bitte registriere Dich, da ich einen “psychischen Knacks” bekomme, wenn ich Dich unter dem Pseodonym “Fisch” erkenne…:-)

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen für Warschau. Viele Grüße Karsten G. Deutscher Poker Verein


Fisch
  • Fisch
  • 16.03.07

An die Leute, die sagen ein “Muck” sei der unwiderrufliche Tod einer Hand:

Was ist denn in folgender Situation: Turnier, jemand geht vor mir all in, ich sage “Call” und lege meine Hand in die Mitte – denn dies muss ich tun, weil die Turnierregeln dies besagen.

Der Dealer versteht aber “Fold” und legt die Karten in den Muck. Ist dann meine Hand tot? Wenn das so ist, werde ich wohl demnächst regelmäßig die Dealer bestechen. Nichts leichter als das!


Fisch
  • Fisch
  • 17.03.07

die argumente dass er das toppair doch nicht folde nach keiners raise musste er ausser den acen auch ein drilling in betracht ziehen… wo ich jedoch keiners selbstkritik vermisse ist dass er nicht sagt dass er den fehler gemacht hat und seine karten gezeigt hat… denn wenn der ander datsächlich gefoldet hat wäre ja gar nichts passiert!!! meines erachtens ist kiner selber schuld!


Fisch
  • Fisch
  • 19.03.07

Ich hatte so eine Situation auch mal. Zwar nicht in solch einem Turnier und auch nicht in so einer Konstellation. Ich hatte all-in geraised und mein Gegner war so am nachdenken und schubste leicht seine Karten nach vorne, die der Dealer dann einfach einsammelte.

Gesagt hatte mein Gegner nichts. Die Turnierleitung entschied, das Spiel “zurückzusetzen”. Als wenn nichts passiert wäre.


greaceboy
  • greaceboy
  • 21.03.07

Peinlich peinlich! “Unser” Teamkäptn spielt wie ein Vollfreier (und zwar in jeglicher Hinsicht) und geht dann damit noch hausieren.


Fisch
  • Fisch
  • 22.03.07

Ich bin der Meinung das man hier zunächst über keine Partei urteilen kann, da wir nicht vor Ort dabei waren.

Festzustellen ist, dass die KK nach o.g. Bericht sich bereits im Muck befunden haben. Nach internationalen Regelwerk sind die KK folglich als tot zu werten und somit wäre der Pot Dr. Keiner.

Schade das es sich bei diesem Spiel nicht um ein TV Table gehandelt hat, hätte gern das treiben der Russin beobachtet lol.

Aber jetzt mal zu meiner persönlichen Meinung: Lieber Michael ich hätte da gar nicht so ruhig zugeschaut wie da eine Person die Karten aus dem Muck zieht und die anderen den Dealer beinflussen, hätte da mehr eigen Engament erwartet.


profile photo
  • Thomas
  • 22.03.07

der nächste fisch, der das mit dem “muck” noch immer nicht begriffen hat… hoffnungslos !!!


Fisch
  • Fisch
  • 25.03.07

Wie schwer diese Entscheidung gewesen ist, kann man an den unterschiedlichen Reaktionen erkennen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es immer Spielsituationen geben kann, die in keinem Lehrbuch oder Regelwerk nachzulesen sind. Tatsächlich war es mit Sicherheit schwieriger, einem überaus bekannten und erfahrenen Pokerspieler (der zugegebenermaßen auch nicht ganz frei von Schuld ist an dieser Situation!)den Pot quasi abzuerkennen. Insofern denke ich, daß diese Entscheidung wohl überlegt gewesen sein muß.


Fisch
  • Fisch
  • 25.03.07

Wären alle Spielentscheidungen eindeutig, bräuchte man keine Turnierleiter oder Floormen… Zusatz zum Kommentar vom 25.03. 08:27 mfg Daniel


Fisch
  • Fisch
  • 01.04.07

...mich würde wirklich interessieren was ihr zum umstand meint dass m. keiner seine karten gezeigt hat??? hätte er dies nicht getan ( was ja pros in einer solchen sitution nie tun – ausser matusow zeigt seinen bluff um zu ärgern und provozieren…)) und ihn im glauben gelassen hätte dass er AA hält!!

was ich auch nicht verstehe: normal ist es doch so, dass man zuerst callt und dann die entsprechenden chips in die mitte schiebt und dann erst die karten offen legt… ist das nicht so reglementiert??


Fisch
  • Fisch
  • 03.05.07

arschi