Pokerschule – Teil 7, Die zehn goldenen Anfängerregeln
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- Alexander Moro, Dienstag. 13. März 2012
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- zehn-goldene-regeln, pokerschule, anfänger
In den letzten sechs Wochen gingen wir im Rahmen unserer Pokerschule sämtliche kritischen Phasen einer Pokerhand durch und versuchten dabei, die größten Anfängerfehler offen zu legen und dadurch hoffentlich Abhilfe zu schaffen. Im heutigen letzten Teil soll das Ganze quasi umgedreht werden, indem zehn knackige Regeln formuliert werden, die Anfänger beim Pokern beherzigen sollten.
Weitere Artikel der Serie
» Auswahl der Starthände
» Plan vor dem Flop
» Spiel nach dem Flop
» Spiel auf dem Flop
» Spiel auf dem Turn
» Spiel auf dem River
» Die 10 goldenen Poker-Anfängerregeln
Beginnen wir mit,
Regel 1: Sorgfältige Auswahl der Starthände
Ein altes, etwas derbes Sprichwort lautet, dass man Scheiße nicht polieren kann. Das gilt auch für viele Pokerhände. Zwar kann man mit 
, 
oder 
gelegentlich ein Monster treffen, doch meist kosten diese Hände nur Geld, das sich auf Dauer zu erklecklichen Summen addiert.
Regel 2: Position, Position, Position
Die Starthand ist wichtig, aber ihr Wert hängt sehr stark von der Position ab. Hat man ab dem Flop keine Position – sprich, man muss immer vor dem/den Gegner(n) agieren – gerät man vor allem bei großen Stacks immer wieder in Schwierigkeiten. Geld wird beim Poker im Cut-Off oder Button gewonnen, also den beiden besten Positionen am Tisch.
Regel 3: Planvolles Spiel
Idealerweise sollte man schon bei der Beteiligung einer Hand wissen, wie man sie später weiter spielt. Gelegentlich erfordert die Entwicklung der Hand eine Planabweichung, aber einem erfahrenen Spieler wird dies viel seltener als einem Anfänger passieren.
Regel 4: Den Gegner nie auf eine konkrete Hand setzen
Gute Spieler denken in Spektren und nicht in konkreten Händen, wenn es um die Blätter des Gegners geht. Das ist nicht einfach und erfordert Übung, aber es lohnt sich. Raist ein Gegner, setzen ihn Anfänger gern generell auf 
und spielen die Hand so weiter – das kann er zwar haben, muss er aber nicht.
Regel 5: Pot Odds
Man tut es nicht immer gern, aber häufig erzwingen die Pot Odds die Entscheidung für einen Call oder einen Fold. Langfristig wirken sich Pot-Odds-Fehler sowohl in der einen wie anderen Richtung sehr negativ aus und kosten viel Geld.
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Regel 6: Aufpassen auf das Überschreiten der All-In-Schwelle
Verwandt mit Regel 5 ist dieses Prinzip. Generell hat man die sogenannte All-In-Schwelle überschritten, wenn man etwa ein Drittel seines Stacks investiert hat. Man sollte sich nicht sklavisch daran halten, wenn alles dafür spricht, dass man geschlagen ist, vor allem aber im Vorfeld darauf achten (siehe Regel 3).
Regel 7: Nicht zu sehr auf die eigene Hand konzentrieren
Schlecht ist es, wenn man vor allem damit beschäftigt ist, die eigene Hand mit dem Board zu kombinieren oder das Board überhaupt zu lesen. Gute Spieler achten auf ihre Gegner und deren mögliche Hände und konzentrieren sich so auch nicht nur darauf, ihren ersehnten Treffer zu landen.
Regel 8: Gute Hände nicht in Bluffs verwandeln
Diese Regel ist wichtig, aber die meisten Anfänger begreifen gar nicht, was damit gemeint ist. Anders ausgedrückt geht es darum, nicht zu raisen, wenn nur eine bessere Hand callen kann. Man verwandelt seine Hand deshalb in einen Bluff, weil man zwar eventuell eine bessere Hand zum Fold zwingt, aber nie von einer schlechteren gecallt wird. Sicherheitshalber ein Beispiel: Auf dem River liegen 



. Unser Spieler hat 
und raist, nachdem sein Gegner gesetzt hat. Eine schlechtere Hand kann nicht callen, daher verliert unser Spieler mehr Geld, wenn dieser tatsächlich callt, gewinnt aber gleich viel, wenn eine schlechtere Hand foldet. Ein extrem negatives Chance-Risiko-Verhältnis.
Regel 9: Gute Spieler callen oft, aber in den richtigen Situationen
Anfänger wissen oft nicht, wann sie raisen oder callen sollten. Sie verwandeln ihre fertigen Hände oft in Bluffs (Regel 8), callen stattdessen aber mit aussichtsreichen Semi-Bluff-Händen nur. Stark vereinfacht könnte man sagen, dass man nur mit Monstern und Bluffs raisen sollte, mit guten, aber nicht überragenden Händen dagegen callen sollte.
Regel 10: Konzentration aufs Wesentliche
Meist ändert die River-Karte beim Poker nichts mehr am Ausgang der Hand. Geschieht dies, handelt es sich oft um einen Bad Beat, der sich besonders einprägt, aber in Wirklichkeit sind die Pot-Equity-Verhältnisse nach dem Turn meist ziemlich klar zugunsten eines Spielers verteilt. Genau deshalb sollte man sich vor einer scheinbar gefährlichen River-Karte nicht zu sehr fürchten, sondern auf seine vorherige Handanalyse vertrauen.
Hiermit ist die Serie „Pokerschule“ beendet. Mein Dank geht an die (überraschend) vielen Leser dieser Rubrik. Gibt es von Euch Interesse an Artikeln zu speziellen Themen, könnt ihr dieses gern via Email oder Kommentarfunktion äußern.
Alex
Kommentare





















“Gibt es von Euch Interesse an Artikeln zu speziellen Themen, könnt ihr dieses gern via Email oder Kommentarfunktion äußern.”
Ich würde gerne mal aufgeschlüsselt lesen, wer von den deutschen Poker Pros wieviel verdient hat.
Ich spiele seit 6 Monaten Poker bin also kein Anfänger mehr! Dennoch verliere ich stets am Tisch live wie auch im Internet,warum?
Aber im Playmoney da Zock ich alle ab!
Wirklich Danke für diese Serie.Endlich mal wieder etwas sehr lesenswertes auf PO. Man weiß diese Dinge zwar schon alle, aber man ruft sie sich gern nochmal gesammelt ins Gedächtnis bzw. hat einfach Spaß daran sie so kompetent verfasst zu lesen und man merkt auch das sich bei dieser Serie (sofern sie auch wirklich von einem PO Redakteur/Autor verfasst wurde
) viel Mühe gegeben wurde, was man ansonsten in PO Berichten usw. oft vermisst.
DANKE
ich hoffe das du das nur als scherz meinst…6 monate…?! das ist nicht lang…welche variante? welche einsätze? cash oder sitn go oder mtt’s? etc…
Also online spiele ich bei pokerstars 0,10/0,25 und 0,25/0,50 Live haben wir einen Kaffee wo so Jugos und Russen spielen allerdings spielen die 1/2 euro und ich kann da nur immer am Monatsanfang mitmachen weil ich da mein Lohn bekomme!
Aber im Playmoney da Zock ich koomischerweise alles ab!
Fake!!
also nach 6 monaten bist du ja fast schon ein PRO!!
wundert mich warum pokerstars dich noch nicht zuminderst ins Team Online aufgenommen hat!! aber mach weiter so 2 monate noch dann bist du bestimmt dabei!! 
“Gute Hände nicht in Bluffs verwandeln”
Nicht so klar…
@Lars Lasso
Solange der Artikel dazu noch nicht da ist, kannst Du hier gucken: http://pokerdb.thehendonmob.com/ranking/1
Führe eifach einen Namen (Pius Heiz, Markus Golser, Michael Keiner u.a.) ein, klicke auf go und Du hast die Turniergewinne dieser Spieler. Musst zwar diesen Namen dann manchmal erst in der Liste der Vorschläge suchen, aber es geht.
“Ein altes, etwas derbes Sprichwort lautet, dass man Scheiße nicht polieren kann.”
Das sollte die 11te Regel sein xD