Pokerschule – Die größten Anfängerfehler, Teil 4, Spiel auf dem Flop
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- Alexander Moro, Montag. 20. Februar 2012
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Weiter geht es mit unserer Pokerschule, bei der es darum gehen soll, die teuersten und schlimmsten Fehler von Anfängern zu beheben. Bislang beschäftigten wir uns mit der Auswahl der Starthände, dem planlosen Spiel vor dem Flop und dem Spiel nach dem Flop.
Weitere Artikel der Serie
» Auswahl der Starthände
» Plan vor dem Flop
» Spiel nach dem Flop
» Spiel auf dem Flop
» Spiel auf dem Turn
» Spiel auf dem River
» Die 10 goldenen Poker-Anfängerregeln
Letzteres soll heute noch einmal Thema sein, da diese Fehler nicht nur oftmals die teuersten sind, sondern auch so häufig vorkommen. Konkret geht es um Mangelnde Kenntnis von Wahrscheinlichkeiten und das Versäumnis, Monster zu maximieren.
Natürlich macht es mehr Spaß, Poker zu spielen, als sich um Theorie zu kümmern, aber zumindest ein paar Wahrscheinlichkeiten sollte man drauf haben. Viele Anfänger kennen nicht einmal die Vierer- bzw. Zweierregel, mit denen man auf simple Art und Weise die Gewinnchancen einer Hand und damit die korrekten Pot Odds errechnen kann.
Konkret lassen sich mit Vierer- bzw. Zweierregel die Siegchancen (bzw. Pot Equity) auf Flop und Turn errechnen. Dazu folgendes Beispiel: Spieler A hat 
auf einem Flop mit 

. Im Pot sind 10 $ und sein Gegner setzt 5 $, wonach beide Spieler noch 25 $ übrig haben. Im Pot sind also 15 $ und Spieler A muss 5 $ bezahlen, um die Hand fortzusetzen, bekommt also Pot Odds von 3 zu 1. Wie hoch aber ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die Hand gewinnt, sofern er momentan hinten liegt?
Ein Ass könnte zum Sieg reichen, das ist aber fraglich. Zur besten Hand (den Nuts) verhilft Spieler A nur eine Zehn, wovon noch alle 4 unbekannt sind. Damit kann man von 4 Outs ausgehen, die man gemäß Viererregel mit 4 multipliziert, um seine Gewinnchance zu ermitteln (analog gilt die Zweierregel auf dem Turn, bei der man die Outs mit 2 multipliziert). 4 mal 4 ergibt 16, d.h. die Wahrscheinlichkeit beträgt 16 Prozent oder 5 zu 1 dagegen, die Straight zu treffen. Ein Call ist daher inkorrekt, denn nicht die Hoffnung oder das Bauchgefühl zählt, sondern die tatsächliche Wahrscheinlichkeit.
Macht man diese Fehler oft, wiegt dies schwer, denn die Verluste summieren sich auf Dauer schnell zu größeren Beträgen. Nicht weniger teuer ist aber der umgekehrte Fall, in dem man es nicht schafft, aus starken Händen das Maximum herauszuschlagen.
Dazu ein Beispiel. Spieler A hat im Big Blind 
und in UTG raist ein tighter Spieler auf 3 $ (Blinds 0,50 $/1 $). Beide Spieler haben 100 $ im Stack. Alle anderen Spieler folden und Spieler A callt korrekt mit seinem Paar Zweien, um sich den Flop anzuschauen.
Der Flop bringt 

und Spieler A checkt. Sein Gegner setzt 5 $ in den Pot mit 6,50 $ und Spieler A callt, weil er sein Monster nicht verraten will. Auf dem Turn mit der
checkt er erneut und sein Gegner checkt auch. Der River bringt die
und Spieler A setzt 12 $ in den Pot mit 16,50 $. Sein Gegner callt mit 
und Spieler A gewinnt den Pot mit 40,50 $, erzielt also einen Gewinn von 20 $. Alles wunderbar, oder?
Nein, denn Spieler A versäumte es hier, das Maximum aus seiner Hand herauszuholen. Entweder hatte er Angst, seine Hand zu verraten, oder er hatte im Gegensatz zu seinem Gegner keinen Plan. Mit einem Check-Raise auf dem Flop hätte Spieler A es seinem Gegner sehr schwer gemacht, so billig aus der Hand zu kommen.
Der Check-Raise hätte für seinen Gegner auf einen Draw hindeuten können, ein Paar Zehnen o.ä. und es wäre vor allem mehr Geld in die Mitte gekommen (auf welche Weise auch immer – entweder gibt es gleich auf dem Flop das All-In, wenn der Gegner noch einmal reraist, oder in den folgenden Setzrunden wird es teurer) und damit der Weg zum wünschenswerten All-In kürzer geworden. Auf dem Turn ist es für Spieler A zudem nun schwer, auf jeden Fall Geld in die Mitte zu bekommen.
Anstatt zu setzen und den Geldfluss aufrecht zu erhalten, checkt Spieler A nun aber noch einmal und ermöglicht seinem Gegner damit einen guten Check-Behind (für den Gegner ist eine Bet vertretbar, aber die Neun ist keine gute Value-Karte für ihn). Auf diese Weise ist das schlimmste Szenario für Spieler A entstanden – in einer Setzrunde ist kein Geld in den Pot gewandert und sein Gegner kommt auf dem River billig davon.
Auch bzw. gerade mit Monstern ist es ganz wichtig, einen Plan zu fassen und sich zu überlegen, wie man z.B. mit einem Set das gesamte Geld in die Mitte bekommt. Dabei hilft es, immer an Dan Harringtons klugen Satz zu denken: „Wer mit einem Set (gegen ein besseres Set) nicht den gesamten Stack verliert, hat falsch gespielt.
Soviel für heute, in der nächsten Folge geht es dann um das Spiel auf dem Turn.
Kommentare




















Oops
Ich spiel wie ich will was jucken mich die Berechnungen!
Schaut den Final Table der diesjährigen WSOP Main event an!
Wie die rumgedonkt haben! Pius wird mit Ass Hoch WM zuvor sind zwei Mit über 100 big blinds preflop all in einer hatte 7,7 der andre K,J wow wahe Könner!
hier geht´s nicht um turnierpoker ^^ also spiel doch, wie du willst!
http://weknowmemes.com/wp-content/upl...r.png
Nein, nein, nein! Du sollst so spielen, wie ich will!
Ischt mir nicht ganz klar ob man auf einem 972rb Board nach dem C/R am Flop auf eine oder zwei (ausgezahlte) Bets spielen sollte nachdem sich das Board am Turn auf der 9 paired.