Die Weltmeisterhand des Pius Heinz – Eine Diskussion
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- Alexander Moro, Mittwoch. 09. November 2011
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- wsop, strategie
Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft musste Pius Heinz viele Hände spielen, aber eine davon war ganz besonders wichtig. Hätte der Kölner sie verloren, wäre sein letzter Kontrahent Martin Staszko statt seiner zum neuen Champion gekürt worden und hätte wenige Minuten später das Bracelet von Vorjahressieger Jonathan Duhamel überreicht bekommen.
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Großartiges Spiel von Pius Heinz und Martin Staszko
Von Alexander Moro
Es handelt sich um Hand 293 des Final Table und Hand 109 des Heads-Up.
Die Blinds betragen 1.200.000/2.400.000 bei einem Ante von 300.000, es ist die erste Hand in diesem Level 43. Pius Heinz hat einen Stack von 80 Millionen und Martin Staszko ca. 125 Millionen.
Staszko limpt mit 
vom Button und Heinz nimmt im Big Blind mit 
eine vor allem für das Heads-Up sehr starke Hand auf. Heinz raist folgerichtig auf 7,9 Millionen und Staszko callt mit seiner überdurchschnittlichen Hand plus Position plus Pot Odds von 2 zu 1. Im Pot sind nun 16,4 Millionen Chips.
Der Flop liefert 

und Heinz bringt von vorne eine Continuation Bet über 8,2 Millionen, also genau halbe Potgröße. Das ergibt Sinn, weil der Flop Staszkos Range nicht sonderlich gut getroffen hat, dafür aber die von Heinz. Mit allen Paaren und Kombinationen aus hohen Karten hätte Staszko auf jeden Fall vor dem Flop geraist, daher gewinnt Heinz den Pot in den meisten Fällen mit seiner Continuation Bet, obwohl er nur einen Gutshot und eine Overcard hat.
Staszko allerdings hat einen starken Draw gefloppt, der ihm eine Menge Pot Equity garantiert. Gegen eine Hand wie 
hat er zum Beispiel 46,9 Prozent, gegen 
sogar 54,3 Prozent und nur gegen ein unwahrscheinliches Set sieht es mit 33,8 Prozent relativ mau aus. Heinz kann aber auch bluffen oder einen schlechteren Flush Draw halten, wogegen Staszkos Hand klarer Favorit wäre. Sein Raise auf 17,5 Millionen ist damit logisch, zumal es ihm damit auch eventuell gelingen kann, aktuell bessere Hände wie eine getroffene Zehn oder ein Paar Buben (die knapp 53 Prozent hätten) zum Folden zu bringen.
Ein interessanter Aspekt sind die effektiven Stackgrößen und die daraus entstehende Leverage. Heinz hat noch etwa 64 Millionen übrig, und wenn er damit All-In geht, bekommt Staszko bei einem Pot von 106 Millionen Pot Odds von knapp 2 zu 1, d.h. er muss mit seiner Hand auf jeden Fall callen und die 54,7 Millionen nachzahlen.
Das dürfte Staszko sich bei seiner Entscheidung für einen Raise überlegt haben, doch dessen ungeachtet geht Heinz All-In. Die Schlüsselszene der Hand, die einiger Erklärungen bedarf.
Vordergründig hat Heinz nur einen Gutshot sowie eine Overcard und damit nicht einmal die Pot Odds für einen Call. Doch gleichzeitig muss er sich die Frage stellen, womit Staszko so spielt. Ein König ist unwahrscheinlich, denn Staszko callte im Verlauf des Heads-Up mit allen guten Paaren und betrieb Potkontrolle. Dasselbe gilt für alle anderen Paar-Hände, mit denen Staszko ebenso kaum einen Grund für einen Raise gehabt hätte.
Mit einem All-In kann Heinz gegen das Spektrum seines Gegners maximalen Druck aufbauen und trotz der gebotenen Pot Odds eine gewisse Fold Equity erzeugen. Hat Staszko tatsächlich kein Paar, sondern nur einen Draw (und davon gibt es reichlich!) muss er zwar oft callen, ist aber nie Favorit, es sei denn, er hätte den Nut Flush Draw, aber dieser ist wie erwähnt sehr unwahrscheinlich, da er mit jedem Ass vor dem Flop wohl geraist hätte. Außerdem hat Heinz, falls er sich irrt und Staszko tatsächlich ein Paar (außer Könige) hat, immer noch 10 Outs mit seinen Overcards und dem Gutshot, also ca. 37 Prozent Pot Equity.
In der Nachbetrachtung ist dies alles zwar recht simpel, doch am Tisch unter diesem Druck ein fantastischer Move und eine großartige Handanalyse.
Staszko nahm sich im Anschluss zwar noch ein wenig Zeit, machte dann aber den logischen und richtigen Call. Im Nachhinein hat er sich vielleicht geärgert, dass er zuvor nicht nur callte, doch ist diese Entscheidung aus den genannten Gründen nicht zu tadeln, da ein Call gerade im Heads-Up viel zu passiv gewesen wäre.
Der Rest der Hand ist bekannt. Beim Showdown hatte Pius Heinz 53,7 Prozent Pot Equity, es kamen zwei Blanks und einige Hände später war er Weltmeister.
Warum der Raise von Martin Staszko auf dem Flop falsch ist
Von Arved Klöhn
Im Gegensatz zu Alexander Moro – mit dessen Handanalyse ich ansonsten übereinstimme – möchte ich Martin Staszkos Raise auf dem Flop kritisieren. Meiner Meinung nach ist sein Mini-Raise deutlich schwächer als die Alternativen Call oder Raise All-In.
Warum? Zunächst: Er kann seine Raise-Höhe nicht bewusst so gewählt haben, dass er damit ein All-In callen muss – er hatte bei den Stackgrößen einfach keine andere Wahl. Jede Raise-Höhe committet ihn.
Ferner: Staszko kann in diesem Fall kein Interesse daran haben, mit seiner Hand auf dem Flop All-In zu sein und zum Showdown gehen zu müssen. Gegen die Range, mit der Pius Heinz hier zum All-In bereit ist, hat Staszko nur circa 50% Equity (vielleicht hat er 55-60%, wenn Heinz ab und zu mit zufälligem Crap reinschiebt). Obwohl Staszkos Hand mit 12 bis 15 Outs gegen jede Made-Hand enorm stark ist, ist es ihm wesentlich lieber, den Pot auf dem Flop mitzunehmen, als den Showdown ausspielen zu müssen.
Deswegen muss es in Staszkos Interesse liegen, mit einem Raise so viel Fold-Equity wie möglich aufzubauen. Raist er allerdings in der von ihm gewählten Höhe, lässt er seinem Gegner die Illusion von Fold-Equity – insbesondere da er in vorigen Händen schon gezeigt hat, dass er zum Raise/Fold fähig ist. Damit gibt er er Pius Heinz die Möglichkeit, ihn mit Händen wie Ass-X oder QJ All-In zu setzen. Das will Staszko auf gar keinen Fall. Er will, dass Heinz diese Hände aufgibt.
Die Alternative des Raise All-In sähe zwar sehr verdächtig aus, doch wäre es für Pius immer noch extrem hart, den Push mit einer Hand wie Ass-X oder einer schwachen Sieben zu callen. Zwar repräsentiert Staszko mit seinem Raise All-In eine äußerst schwache Range, doch macht er dies auch bei einem kleineren Raise. Staszko würde auf jeden Fall den Pot häufiger ohne Showdown gewinnen, wenn er dem Gegner jede Fold Equity nähme.
Ich will nicht sagen, dass es falsch von Staszko ist, mit seiner Hand auf dem Flop All-In zu landen, ich sage nur, dass sein gewählter Ansatz bei den Stack-Größen ein sehr ungünstiger ist.
Die zweite Alternative für Staszko auf dem Flop ist ein Call. Für einen Call spricht, dass er mit einem Raise (egal in welcher Höhe) keine starke Range repräsentieren kann. Er kann den Flop nicht gut getroffen haben – Sets und ein starkes Top-Pair fallen ob seines Limps aus seiner Range und schwache Top-Pair oder Second-Pair Hände sind unwahrscheinlich, da er mit diesen in den (Pius durchaus bekannten) vorigen Händen des Duells nicht auf dem Flop raiste. Mit einem Call könnte er sehr viel glaubhafter eine starke Hand wie Second-Pair oder Top-Pair repräsentieren.
Ferner können nach einem Call viele schöne Sachen für Staszko passieren. Er hat Position und nach einem Call wären etwa 33m Chips im Pot, während die effektiven Rest-Stacks noch 64m betrügen.
Damit kann er auf dem Turn seine Leverage deutlich stärker ausspielen. Er könnte nach einer weiteren Bet in Höhe des halben Pots von Pius All-In gehen und sich realistische Fold Equity gegen Hände wie Ass-X ausrechnen oder er könnte eines seiner Outs treffen und Pius diese vermeintliche Scare Card als Bluff nutzen. Und – ganz platt gesehen – bekommt er bei der Bet-Größe von Heinz fast sogar direkte Odds auf einen Call.
Insgesamt wäre auch ein Call in meinen Augen eine spielbare Option.
Was meinen die PokerOlymp-Leser? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren wissen!
Kommentare






















Wie die Kommentare schon nahelegen, es ist natürlich auch Metagaming. “Richtig” oder “falsch” würde der Schreiber dieser Zeilen hier nicht erkennen wollen. – Der Tscheche betreibt Pot Control und raist nur am River? Der Tscheche als Drawender hat all-in zu gehen und darf nicht giftig raisen (obwohl er immer ein Call hat bei 13 vglw. stabil erscheinenden Outs)?
Der Call gefällt mir als Alternative nicht sonderlich, weil er nur vglw. selten am Turn trifft und dann folden muss, wenn er nicht all-in gehen möchte mit unsicherer Fold Equity.
Aus meiner Sicht eine ganz normale Hand, die auch gut und gerne von Heinz am Flop gefoldet werden könnte.
12 Outs natürlich…
Find die Analyse von Arved ein wenig treffender, aber sie schließen sich ja nicht komplett aus, da Alexander mehr über die Sicht von Heinz schreibt und Arved nur über Staszko.
Heinz kann das ganze entweder am Flop folden oder auch pushen, wenn er sich die Gedanken gemacht hat, die ihm hier von Alexander unterstellt worden sind. Allerdings muss meiner Ansicht nach Staszko das Ganze hier all-in raisen. Der Minraise ergibt nun wirklich keinen Sinn mit einem starken Draw bei dem er schon committet ist. Dann hätte er sich zu seiner Equity (50-60%) noch die Foldequity hinzurechnen können und hätte seinen EV deutlich gesteigert.
Zunächst einmal danke für die beiden Analysen (endlich mal wieder Sinnvolles hier bei PO). Meines Erachtens wäre hier ein Call seitens Staszko die bessere Wahl gewesen. Bei einem Chiplead von 120 zu 80 Mio. sollte eine solche Hand nicht dazu führen dürfen das All-In seines Gegners callen zu müssen. Vor allem spricht dafür, dass er zuvor fast ausschließlich Check-Call gespielt hat und damit ja auch den Chiplead erreicht hatte, da Pius sehr aggressiv auch verpasste Flops weiter gespielt hat (was ja grundsätzlich auch sehr gut funktioniert hat). Und die Aussage ”...bei einem Call muss er die Hand auf dem Turn bei einer weiteren massiven Bet aufgeben wenn er nicht trifft” stimmt so ja auch. Aber wen kümmert es mal eine Hand aufzugeben bei der ein vermeintlich starker Draw nicht ankommt ? Bei 16,4 Mio. im Pot (bzw. rd. 32 Mio. nach einem Call auf dem Flop) kann Stasko die Hand immer noch aufgeben und liegt sogar noch mit 109 zu 96 Mio. vorne. Diese Hand war letztlich entscheidend für den Turniersieg, ich finde aber, Pius Spielart war letztlich der feine Unterschied zwischen dem neuen Champ und dem Zweitplatzierten. Auch wenn es wirklich hätte eng werden können und bei dem Slowplay wohl auf eine Hand AA vs. KK hinausgelaufen wäre.
Im Nachhinein kann man viel hineininterpretieren, aber vielleicht hatten die Spieler die beschriebenen Überlegungen in der Komplexität tatsächlich, wer weiß.
“In der Nachbetrachtung ist dies alles zwar recht simpel, doch am Tisch unter diesem Druck ein fantastischer Move und eine großartige Handanalyse.” – Hier lobt sich der Schreiber gleich zusätzlich ;-)
Jaja, DAS war der feine Unterschied zwischen dem Gewinner und dem Zweitplatzierten. Logisch!
Ansonsten: Die WELT macht auf Poker, mit Lernhilfen: http://www.welt.de/sport/artic....html
BTW, der Raise des Tschechen am Flop mag das Ziel gehabt haben IP die Riverkarte zu sehen, also den Check-Behind vorzubereiten. – Zudem ist so ein Raise oft furchteinflössender als ein All-In, die Fold Equity ist jedenfalls voll da. Hält Pius den King bspw., wird er ohnehin dieses Board nicht folden können.
“In der Nachbetrachtung ist dies alles zwar recht simpel, doch am Tisch unter diesem Druck ein fantastischer Move und eine großartige Handanalyse.”
Halte jede Wette, so viel hat sich keiner gedacht. Für mich ist es ohnehin ein simpler Bluff von Heinz.
Für mich ist die Annahme Staszko könnte keine gute Hand haben nicht nachvollziehar. Das ist sein drawy board, der erste Gedanke sollte Hand protection sein. 24m Chips sind auch nicht wenig. Den Pot gewonnen und es ist genau 50-50 im Chips count.
Paar König:In der Tat unwahrscheinlich. AK wegen limp/call unwahrscheinlich und schwächere wohl pot control.
2 Pair: Pushed das nicht? Pius könnte mit einem König stark sein, dem Draw keine Freecard UND aus metasicht sehr gut, da Pius solch einen Move nicht erwartet.
Added man 2pair zum Range finde ich den Pius AQ call nicht mehr so pralle.
Im übrigen halte ich ein Allin für viel stärker als den Min-Raise. Bei Min-Raise sind pure bluffs im Range. Bei Allin deutlich weniger und damit kann AQ ein Allin nicht mehr callen.
Nun möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben. Also ich habe den Final-Table nicht gesehen und kenne somit nur diese Hand und weiß jetzt nicht was für Spieltypen die zwei sind.
Aber allgemein muss man sagen, dass man mit Q9s Preflop schon raisen könnte. Eventuell war Heinz ein massiver 3better darum hat er gelimpt? Nach seinem Call mit Q9 geht ein weiterer Call wegen der Odds und der implied Odds auch in Ordnung. Der Raise von Heinz Preflop ist auch ok. Wenn Heinz aber weiß, dass der Gegner häufig sein Raise Preflop callt, sollte er nicht auf 7,9 sondern auf 9,6 Millionen raisen.
Die Conti-Bet von Heinz sehe ich als zu gering. Er sollte auf so einem Board eher 70% anspielen. Aber 50% ist auch ok. Ich denke aber dass er mit 70% mehr Folds bekommt. (Was er natürlich auch will.) Nach der Conti-Bet von Heinz muss der Gegner auf jeden Fall aggressiv raisen. (Ein Minraise auf diesem Board wirkt eher fishy) und ist eine Einladung für den Gegner noch etwas zu machen. Was Heinz dann auch tat.
Ein Call mit Q9 am Flop ist meiner Meinung nach nicht der beste Weg. Es ist ok, aber nicht die beste Lösung. Grund: Ein Raise in guter Höhe ist auf jeden Fall +EV. Was will man mehr in so einer Situation?
Im Speziellen Fall wäre es für Staszko besser gewesen wenn er etwas mehr geraist hätte( auf 25Mio) . Wenn er bereit ist mit seinem Draw das All-In von Heinz zu zahlen, kann er etwas höher raisen. Dadurch muss Heinz klar sein, das es in der Hand um alles geht und er hätte kein Fold equity für seinen Bluff mehr gehabt. Dann hätte Heinz sehr wahrscheinlich gefoldet.
Allerdings lässt das niedrige Raise noch Raum um sich entweder auf dem Turn den Pot zu schnappen oder den River für einen niedrigen Preis zu sehen.
Wie gesagt da Heinz nur As hoch hatte, wäre das höhere raise besser gewesen: Aber wirklich kritisieren kann man die Spielweise von Staszko meiner Meinung nach nicht.
Der All-In Push von Heinz war sehr mutig, zumal er verher schon ein paar mal von Heinz beim bluffen erwischt worden ist. Er hatte letztlich das Glück, den Flip den er bekommen hat, zu gewinnen.
Wenn er die Hand noch verloren hätte, würden sich sicher alle über den Move aufregen
Der Flop war definitiv gefährlich für Heinz, verstehe daher die obige Analyse nicht. Der Tscheche war Chipleader und hätte mit All-In sofort maximalen Druck am Flop ausüben müssen.
Fürs passive Durchcallen war seine Hand zu schwach.
Wäre interessant Heinz zu fragen wie er auf ein All-In reagiert hätte …
@Zawi: genau das habe ich eben auch gedacht. Stazko hätte nach der CB von PiH All in gehen müssen, somit wäre Maximaler Druck auf Heinz ausgeübt worden und er hätte seine Hand höchstwahrscheinlich gefoldet.
Das Raise hat von Stazko so einfach kein Sinn gemacht!
Aber wie man so schön sagt “Hätte der Hund nicht in die Ecke geschissen, dann hätte er den Hasen vielleicht bekommen.
Der Tscheche wollte in Position mit einer bärenstarken Drawing Hand Fold Equity erzeugen ohne gleich alles reinzuhauen, man bedenke, Potgröße: 16M, man hat 73M behind. Jetzt kommt die C-Bet, der C-Donk sozusagen, von 8M und der Tscheche, der gegen so ziemlich jede Hand an die 50% hat, aber auch nicht mehr, kommt auf die Idee einen Minraise zu bringen. – Um dann vielleicht am Turn auf eine Blank zu checken und sich den River gemütlich anzusehen. Kann man gelegentlich so spielen, das all-in wäre eine gute Variante gewesen, aber vielleicht gab sich der Tscheche ja einen Edge im HU und wollte eher braten als eskalieren…
Habt ihr euch schon mal gefragt ob die conti bet wirklich gut war von Pius? Welche Hände bitteschön folden auf seine contibet? Mir fällt spontan genau Q8 und J6 sein, und connectors mit 6 abwärts (gegen das er alles ohnehin weit vorne ist). alles andere foldet nicht! und dann hast einen schön großen pot mit einer schön schlechten hand – das was jeder gerne hat, gell?
Klassisches beispiel von völlig sinnbefreiter CB weil die “range mich als raiser ja getroffen haben muss”
Naja, Du hast wohl das Ace und den Jack als möglichen Killer, so richtig schlecht steht Heinz ja nicht da. ZU gut für C/F und C/C ist auch sone Sache, ne C-Bet (wir bedenken: Meta-Game) kann hier gut sein.
Womit wir beim Punkt sind: Ohne “Gameflow” kann man als Aussenstehender nicht viel zur Hand sagen – ausser vielleicht, dass man es nicht komplett reinbringen muss mit mehr als 70M behind, lol…
Sky
CF ist käse keine frage, aber C-call ist total ok und ch-ch ist ja auch nicht sooo übel an der stelle und der gegner hat ja auch mal behind gecheckt am flop so isses nicht.
das problem der conti bet ist ja genau das, dass er wenn er geraist ist eine sehr schwere entscheidung hat:
- raist der gegner mit luft
- hat er eine echt gute hand wie z.b. 2 paar (T7 z.b.) oder irgendwas slow gespieltes
- hat er einen guten draw (str8, flush oder gar str+flush)???
dann sitzt du da und kansnt mal gut überlegen weil durch den leverage effekt geht es in dem moment um seinen ganzen stack, um das gesamte turnier. super feine sache! muss ich nicht haben….
Das nicht-contibetn hat auch den vorteil, dass man den gegner bluffen lassen kann, das kann er bei den stacks gegen die conti bet kaum außer er ist eine extrem wilde sau….