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Mike Matusow im Portrait

Mike Matusow: Er macht schon seit Jahren die Tische durch sein loses Mundwerk und “Trashtalk” unsicher. Hier gibt es mehr über “The Mouth”.

Seine Turniererfolge

Mike "The Mouth" Matusow Mike “The Mouth” Matusow

Wie bei vielen anderen professionellen Spielern, begann auch Mikes Karriere als Pokerdealer. Nach zahllosen Stunden, die er mit dem Ausgeben von Karten und der Bewertung der Ergebnisse verbracht hatte, entschloss er sich, selbst zu spielen.

Mike gewann 1999 sein erstes WSOP-Bracelet im NL Hold’em und 2002 sein zweites im Omaha Hi/Lo Split. Er hatte wieder eine glückliche Hand bei der WSOP 2005, denn er wurde Neunter im Main Event, was ihm eine Million Dollar einbrachte.

Im Jahr 2008 gelang Matusow erneut ein Deep-Run beim Main Event der WSOP, was ihm besonders viel Respekt angesichts des riesigen Teilnehmerfeldes einbrachte. Er wurde 30. mit $193.000 Gewinn. Dazu erspielte er sich sein drittes Bracelet beim 2/7 Draw.

Die Liste seiner Gewinne ließe sich beliebig fortsetzen, insgesamt hat der 3-fache Braceletgewinner in Turnieren schon über 7,2 Millionen Dollar gecasht. Eine unglaubliche Summe, mit der er sich in der All-Time-Money-List auf Rang 23 direkt hinter Erick Lindgren und Gus Hansen befindet.

Sein Mundwerk

Mike Matusow spielt bei Full Tilt Poker unter Vertrag und ist für viele Spieler eine Symbolfigur für den ewigen Kampf im Poker gegen sich selbst.

Bekannt ist Matusow für seinen berüchtigten “Matusow-Blowups”, auch manchmal “Matusow-Meltdowns” genannt. Zuerst spielt er stundenlang Weltklasse-Poker, dann flippt er aus, spielt schlechter als jeder Anfänger und verliert alles innerhalb kürzester Zeit. Damit können sich viele Pokerspieler identifizieren. Auch seine Liebe zum Spiel, die so weit geht, dass er auch mal am Tisch heult, macht ihn menschlich und beliebt.

Im folgenden Video kann man sehen, wie Matusow bei der WSOP 2004 nach seinem Ausscheiden weint wie ein Schlosshund:



Seine dunkle Seite

Bei der WSOP 2004 kam aber auch die “dunkle Seite” des Mike Matusow zum Vorschein. Zur Erläuterung soll das folgende Video dienen, in dem er den späteren Champ Greg Raymer so extrem beleidigt, dass dieser sich nach einer Situation weigert, ihm die Hand zu geben:

Die dunkle Seite des Mike Matusow kann zeitweise wirklich beängstigend sein. Immer wieder kam er durch Drogen ins Gerede. Oft gab es Ärger mit dem Gesetz wegen Kokain und Ecstasy-Pillen. Auch Geldwäsche war bei einer Verhaftung im Spiel.

In Kontakt mit den schädlichen Substanzen kam er nach Angaben von Wikipedia im Jahr 2000 durch seine Freundin, eine puertoricanische Stripperin. Im Jahr 2004 musste Matusow eine 6-monatige Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung absitzen. Seit 2005 ist Matusow clean.

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Mike the Mouth spielt bei FullTilt
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Dieses Jahr erschien seine Biographie, die den passenden Titel “Check-Raising the Devil” trägt. Das Buch ist eine Achterbahnfahrt, die in einem Trailer-Park beginnt und beim High Stakes Poker endet. Genau wie Matusows Leben.

Egal was man von Matusow hält – er ist eine der schillerndsten Figuren im Pokerzirkus und wird hoffentlich noch lange spielen.