Pokern im Ausland
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- PokerOlymp, Samstag. 23. September 2006
Ist es nicht egal, wo wir am Computer sitzen, um online zu pokern. Was spricht eigentlich dagegen, mal für einen oder zwei Winter dem deutschen Schmuddelwetter tschüß zu sagen und sich in den Süden abzusetzen, wo der Pokerdollar noch etwas wert ist?
Klingt es nicht viel verlockender, im November statt unter einem Himmel, der nur kalten Nieselregen für einen bereit hält, in Argentinien oder Südafrika zu sein. Im Februar, statt klamme Finger zu haben, in Costa Rica, Australien oder Thailand am Strand zu sitzen? Für einen guten Pokerspieler ist das mehr als nur ein unrealistischer Traum. Doch was ist vor dem Koffer packen zu beachten?
Zuerst einmal benötigt man vor Ort eine stabile Internetverbindung. Nun ist die DSL-Versorgung nicht überall auf der Welt gleich stabil, und wenn man Turniere (SitnGos oder MTTs) spielt, dann kann es teuer werden, wenn man im falschen Moment disconnected wird, nicht weiterspielen kann und aus dem Turnier geblindet wird. Besser, man ordert gleich eine zweite Verbindung, die dann ersatzweise genutzt werden kann. Auch Stromausfälle sind anderswo keine Seltenheit. Das ist aber kein großes Problem, wenn man ein UPS- (Unlimited Power Supply) Gerät nutzt, dessen Batterie für mindestens 45 Minuten Computer-, Modem- und Monitorbetrieb ausreicht. Ein guter Computershop mit fitten Mitarbeitern in der Nähe kann nicht schaden, denn man möchte die kaputte Grafikkarte nicht erst in einem Monat ausgewechselt sehen.
Auch über die technischen Aspekte hinaus sollte man als verwöhnter Mitteleuropäer eine gute Infrastruktur zu schätzen wissen. Im Falle eines Falles (das von Bad Beats genährte Magengeschwür ist auf überdimensionale Größe gewachsen) kann ein Krankenhaus auf dem neuesten Stand der Technik von großer Bedeutung sein. Die gute Auslandskrankenversicherung ist obligatorisch und nicht unbedingt teuer.
Man beachte, dass Online-Gambling nicht in jedem Land legal ist, aber hat man erst einmal ein Land im Auge, dessen Sprache man spricht, dessen Wetter man liebt und in dem einen die Kaufkraft eines Euros/Dollars fröhlich stimmt, dann kann es fast losgehen. Die Visa-Problematik, die sich stellt, wenn man länger als 3 Monate bleibt, lässt sich durch einen Trip in eines der umliegenden Länder leicht zu einer interessanten Sightseeing-Tour uminterpretieren. Allerdings sollte man die sich akkumulierenden Kosten nicht unterschätzen. Ein neues Land hat viel faszinierendes zu bieten, das Geld, das man bei den im Einzelfall günstigen Unternehmungen ausgibt, summiert sich schnell auf. Und die Flexibilität des Wohnortes und der Arbeitszeiten hat ja auch die Kehrseite, dass man während eines Ausflugs kein Urlaubsgeld bekommt. Wer nicht spielt, kann nichts verdienen. Ist die Gewinnrate aber hoch genug, dann steht einer Überwinterung in Süden nicht mehr viel entgegen. PokerOlymp wünscht gute Reise!
MV
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