Mister Boat!
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- Alex Lauzon, Freitag. 28. Dezember 2007
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- bad, beats, poker
Vier Plätze hinter mir saß Monsieur Robert, ein älterer, kleingewachsener, wortkarger Mann, der stumm seine Hole-Cards einsah und, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, callte. Vor dem Flop gab es praktisch gar nichts, mit dem er zu passen bereit war. Am Flop wenig. Und danach?
Nachdem er, wenn seine Chipreserven wieder einmal zu Ende gegangen waren, immer nur für 200 Dollar nachkaufte, war sein Stack entsprechend bescheiden. Trotzdem, alle Pots, die es zu gewinnen gab, fielen durch seine regelmäßigen Calls doch ein wenig höher aus. Also, kurz gesagt, ein wirklich angenehmer Gegner. Wirklich angenehm?
Ich spielte 
, der Flop kam 

und mein Einsatz vertrieb alle Gegner, außer einem: Monsieur Robert. Die
am Turn bereitete mir leichte Sorgen; schließlich war bei ihm mit allem zu rechnen. Ich setzte den halben Pot und es folgte sein Cold Call. Die
am River schien an der Situation nicht viel zu verändern. Monsieur Robert konnte meinen Einsatz nur zum Teil abdecken. Er war all-in. Und was zeigte er? 
– Full House.

am Button, vier Spieler vor mir im Pot, das gab gute Odds, um das Raise zu callen. Der Flop gefiel mir:



Ein kleiner Einsatz, Cold Call.

Die bestmögliche Straight, Flush-Draw, was konnte da noch schief gehen? Um niemanden zu vertreiben, setzte ich knapp die Hälfte vom Pot. Es blieb mir leider trotzdem nur ein einziger Caller. Monsieur Robert. Mit seinen letzten siebzig Dollar ging er all-in, nachdem die
am River gefallen war. Als er mir 
zeigte, fragte ich ihn, ob wir ihn auf Mister Boat umtaufen dürften? Er lächelte!
Nachdem die Rake fast überall in Montreal zehn Prozent beträgt, hier, im „Plaza 138“, mit 10 Dollar gecappt, was auch den lokalen Usancen entspricht, bemühte ich mich entsprechend wenig, kleine Pots zu stehlen. Ich wartete geduldig auf jene Karten, mit denen auch große Pots zu gewinnen waren. 
am Cutoff, drei Limper vor mir, zeigte Verbesserungspotential. Der Flop hätte auch kaum besser ausfallen können: 

. Der einzige, der bis zum bitteren Ende im Pot blieb, war Monsieur Robert – oder doch Mister Boat. Das Board:





Er zeigte 
und freute sich über die Chips, die er vor sich aufstapelte.
Kaum zwanzig Minuten später kriegte ich am Turn mein Nut-Flush.
Am Ende sah das Board folgendermaßen aus:





Wieso hatte Monsieur Robert, trotz all der Pots, die er gegen mich gewann, nur mehr dreißig Dollar vor sich? Seine regelmäßigen Calls zehrten die Gewinne mit unglaublichem Tempo auf. Da gab es einige am Tisch, die sich darüber freuen konnten. Ich jedenfalls fragte ihn: „Haben Sie König oder Queen mit der Fünf – oder gar nur die Sechs? Soll ich wirklich callen?“
Natürlich callte ich! Und er zeigte 
.
Vier Pots en suite mit dem gleichen Gegner – und viermal durch ein Boat geschlagen! Warum passieren mir derartige Unwahrscheinlichkeiten nicht einmal bei der Lottoziehung?
Euer
Alex Lauzon
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Und ich dachte das passiert nur mir