Tanzt das Pokern!
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- Stefan Schüttler, Samstag. 10. März 2007
Einzige Chance – Provozieren! Wie Poker nun doch wird zur kreativen Kunst.Nicht nur am Pokertisch- auch im “richtigen Leben” bekommt man gerade besonders wichtige Informationen – durch Provokation. Viel zu häufig und allgemein wird Provokation jedoch oft nur negativ gesehen und entsprechend finde ich, ist es angebracht, sowohl fürs Pokerspiel als auch für die gezielte Provokation nun endlich einmal hiermit eine gemeinsame Lanze zu brechen:
Unser Leben ist begrenzt – und genau das macht es auch so besonders. Jegliche Lebensäußerung, jede Gefühlsfacette und jede Bewegung ist dabei meines Erachtens, prinzipiell demütig zu respektieren bzw. möglichst freudig zu begrüßen. Tot, unbeweglich und starr ist man immer noch früh genug und wer sich nicht zuweilen heftig zofft, der lebt doch gar nicht wirklich – ist schwer verdächtig nur der Depression.
Ist Poker als Spiel insofern also nicht zwingend eine kreative Tätigkeit, so sind es die Prozesse drumherum doch allemal, und sowohl exemplarisch im Poker, als auch „im richtigen Leben“ könnte jener, der gerne etwas von seinem Gegenüber erfahren möchte, mit ein wenig “Provokation” nicht viel weiter kommen?
Wie hätte ich jemals herausfinden können, dass manche Internetprofis Poker selbst inzwischen mehr als langweilig und öde finden, und ging es nicht um ihren Gelderwerb, sie würden sofort die Finger davon lassen – hätte ich nicht mit recht provokanten Thesen in einem entsprechenden Forum für das Spiel OHNE Geld Werbung gemacht? Wie soll man etwas mehr über sich selbst erfahren, sitzen alle beim Spiel nur konzentriert und andächtig am Tisch, ohne dabei gewisse Reize und Pfeile quer zu schießen, gerade durch Provokationen beständig Fragen zu stellen, denen niemand kann ausweichen, denn nie kann man gerade leibhaftig am Pokertisch nicht kommunizieren.
Wer nicht, möchte es sich selbst zuschreiben, beim Gegenüber entsprechende Reaktionen und interessante Antworten hervorrufen (lat provocare) zu können? Und nur nicht zuviel unbegründete Angst, die Situation könne allzu schnell nur eskalieren! Analog dem Komplimente-Machen – wo man nach Kurt Tucholsky immer drei Stufen deutlicher sich ausdrücken möge, als dass man es selbst gerade noch so für angemessen erachtet -,glaube ich, sollte man durchaus auch genügend Vertrauen in die eigenen Ressourcen der Konfliktbewältigung und Schlichtung für sich selbst und alle Beteiligten (oder unsere Polizei oder Justiz?) mit aufbringen und somit eher etwas zu deutlich als zu behutsam, seine Mitmenschen provokant zu berühren versuchen, kommt doch das Körperliche und die entsprechende Bewegung beim Pokerspiel ganz allgemein doch eh viel zu kurz.
„Tanzt das Pokern!“ rufe ich Euch also zu bzw. bringt und erwägt Euch selbst am Pokertisch in einer Art Tanz! Inwieweit unser Versuch nun, Pokerspieler eines Tages doch noch einmal zum Tanzen auch nach Musik zu bringen, tatsächlich von Erfolg beschieden sein wird, da bleibe ich weiterhin skeptisch, gerade mit Blick auf das vor allem autistische Potential unserer Spezies, aber man kann einen entsprechenden Versuch in einem 2. beim ZDF über uns (Anm. Bad Beat Berlin)gesendeten Beitrag zumindest nun erstmal bewundern,. Die Hoffnung, sie stirbt bekanntlich zuletzt.

Am Pokertisch jedoch sei spielerisch alles erlaubt! Hier spielt man ein Spiel, das Provokation nun geradezu zwingend erfordert und wer darauf verzichtet, der mag ganz grundsätzlich den Sinn des Ganzen höchstens halb für sich haben verstanden.
Gerade auch in der Kunst mag es doch vor allem auch darum gehen, knapp entlang am RANDE von Moral- und Normvorstellungen, nach neuen Wegen und Ideen, nach alternativen Sichtweisen zu suchen, Bestehendes beständig dadurch zu hinterfragen und auch somit, in welcher Form auch immer, zu provozieren. Und wird nicht gerade auch Poker gerade erst bzw. ausschließlich durch die Kunst der Provokation zur wirklichen Kunst? Besteht beim Pokerspiel in der Kunst des Provozierens, des Fallenstellens, über die doch zumindest im schöpferischen Sinne eher langeweilige Kunst des geduldigen Stillsitzens, Abwartens und Lauerns hinaus die Chance, einer wahren kreativen Kunst hier zu frönen?
Lasst Euch also nicht von den Kritikern, vermeintlichen Dandys und Schöngeistern ins Bockshorn jagen! Poker hat mit höflicher englischer Noblesse, Bridge-Gehabe oder vornehmer Zurückhaltung soviel zu tun, wie Wayne Rooney mit Eurythmie – der Pokertisch ist eine Art Urwald, geradezu obszön ehrlich, lebensnah, echt.
Stefan Schüttler
Dipl. Psychologe
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Kommentare










Gott ist das wieder lächerliches Gesabber. Gut dass Du schon in mehreren Onlineforen wegen Deiner Provokationen gebannt wurdest, Kind.
mal richtig scheiße der Artikel.
vodoo geh nach hause!!!
So´n Schwachsinn hab ich noch nie auf irgend ner Pokerseite gelesen!!!
Schreibe einen Artikel für das Fernsehen, garniere ihn mir einem Kafka oder Tucholsky Bild. Gebrauche einmal ein Fremdwort und unterschreibe mit Dr. oder Dipl. XXXX und Deine Aussage ist fundiert. So wie Michael Keiner, sorry, Dr. Michael Keiner mit seinem Arzt-Doktor-Titel im Pokerbereich den Schwachsinn fördert, so ergiesst sich Schüttler (was für ein Wortspiel möglich) in sozialpädagogischen Thesen, die weder sein Fachbereich sind, noch von seinem Titel auch nur annäherend erfasst geschweige denn gecovert werden. Also lässt mein einen Knallkopf schreiben und veröffentlichen, dem man nocrmaler weise einfach nur ‘a Watschn’ geben und ins Bett stecken sollte.
1,2,3,4,5 Leute die noch nicht gelernt haben das Kritik nicht ankommt wenn sie nicht vernünftig geschrieben ist.
Hallo Naim! Ich habe zudem 5 Beiträge gelesen, die bezüglich “Kunst der Provokation” irgendwie nicht wirklich viel Nachaltiges zu bieten haben. Immerhin, der Versuch wurde bereits unternommen, das ist ja zumindest schon mal im Oben beschriebenen Sinne, auch wenn ich das “Tanz” nicht wirklich nennen kann. Eher Gepolter Marke Rumpelstil ;-)
Die geäußerte Kritik bewegt sich ungefähr auf dem selben sprachlichen Niveau wie der eigentliche Artikel. Inhaltlich finde ich sie allerdings erheblich wertvoller.