Meine Erfahrungen mit den Steps zur EPT Berlin
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- Matthias Manhertz, Mittwoch. 16. März 2011
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Die EPT Steps in der Spielbank Berlin am Potsdamer Platz laufen nun schon über zwei Wochen. Ich war schon drei mal dort. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Allgemein kann man sagen, dass die Steps wie im letzten Jahr gut angenommen werden. Der Ansturm insbesondere auf die Step 1 Tische ist groß. Zumindest war er das an zwei der drei Tage, an denen ich vor Ort war. Gestern hingegen lief nicht viel. Ob es am Champions League Spiel der Bayern lag?
Jedenfalls waren zur Öffnungszeit um 18.00 Uhr nur fünf oder sechs Spieler für Step 1 in der Spielbank. Wir nahmen am Platz und warteten noch etwa 15 Minuten, bis der erste Tisch losging. Bisher liefen kurz nach 18.00 Uhr immer gleich drei Step 1 Tische parallel los.
Step 2 Turniere hingegen startet anscheinend regelmäßig erst dann, wenn die ersten Step 1 Tische fallen – also gegen 19.00 Uhr. Step 3 Tische starten noch später. Wer also ausschließlich die höherwertigen Steps spielen möchte, braucht aus meiner Erfahrung nicht vor 20.00 Uhr im Pokerfloor aufzutauchen. Das liegt dieses Jahr allerdings in keiner Weise am Pokerfloor selbst. Die Kapazitäten an Spielern und Tischen sind ausreichend vorhanden, doch bevor zehn Interessenten für Step 3 zusammenkommen, dauert es halt ein wenig. Das könnte sich in den kommenden Wochen aber auch noch ändern, wenn mehr und mehr Spieler Tickets für die höheren Steps gesammelt haben.
Was auch auffällt, ist die Abneigung der meisten Spieler gegen Step 4. Da man gezwungen ist, am direkt folgenden Samstag das Main Satellite zu spielen, wenn man in einem Step 4 zu den glücklichen Gewinnern zählt, scheinen viele Spieler es vorzuziehen sich zwei Step 4 Tickets (jeweils im Wert von €330) zu erspielen und diese dann als Buy-In für ein Main Satellite (Buy-In €660) zu nutzen. Auch dieses “Problem” wird sich wohl von selbst “lösen”, sobald nur noch ein oder zwei Main Satellites verbleiben. Aktuell sind noch drei Termine übrig.
Abschließend möchte ich noch ein paar Worte über die Spielqualität verlieren. Die meisten Spieler haben offenbar verstanden, dass man in diesen Formaten eher tight agieren sollte. Ist kein Katalysator am Tisch, der die Action antreibt, kann selbst ein Step 1 zu einem rechten Fold-Marathon werden. Meistens verlieren dann aber ausgerechnet kurz vor der Bubble die ersten Spieler die Geduld und es werden Fehler gemacht.
Die gröbsten davon haben natürlich damit zu tun, dass die Steps in diesem Jahr schon fast Double-or-Nothing Turniere sind und ICM rund um die Bubble extrem zum tragen kommt. Mit ICM können aber die wenigstens Spieler etwas anfangen. Immer wenn ich sehe wie der absolute Chipleader (>50% aller Chips) auf der Bubble weiterhin Hände spielt und der zweite Chipleader sich vielleicht sogar noch mit im anlegt, weiß ich, dass man auch bei den Turbo-Strukturen von Step 1 noch eine deutliche Edge haben kann.
Die Kehrseite der Medaille ist dann, dass man selbst auch aufpassen muss. Selbst in Situationen, in denen man eigentlich bedenkenlos 72o pushen kann, weil der Gegner selbst AA folden MUSS, kann man nicht davon ausgehen, dass der Gegner das auch weiß. Callt der Gegner dann doch, freuen sich nur die anderen am Tisch.
Insgesamt machen die Steps viel Spaß und ich werde sicherlich noch ein paar davon spielen und dann auch mindestens eines der Main Satellites in Angriff nehmen.
Kommentare























danke schöner bericht
Man hätte vielleicht die Buy-Ins für die Steps 1-3 erwähnen sollen!
www.spielbank-berlin.de !!! einfach durchklicken zum pokerfloor, da findet man alle buy ins
hallo mich würde mal interessieren wieviel Leute das Samstagsturnier (600er) so mitgespielt haben danke
Beim ersten Main Sat. Haben 20 Leute teilgenommen und beim zweiten etwa 40.10% erhalten in der Regel ein ept me Ticket und nochmal 10% erhalten ein weiteres Main Sat. Ticket
Achtung, es folgt ein pokertheoretischer Exkurs, der uninteressierte Leser ist gebeten ignorant zu bleiben…
Zu “Selbst in Situationen, in denen man eigentlich bedenkenlos 72o pushen kann, weil der Gegner selbst AA folden MUSS, kann man nicht davon ausgehen, dass der Gegner das auch weiß.”: Wir modellieren einmal folgende Situation “3 Satellites-Plätze, 4 Spieler, Chips so verteilt, dass jeder Spieler 75% auf den Platz hat, M bei ca. 5-10”
Nun sind wir nach FOLD/FOLD im SB und pushen any two, weil wir ja wissen, dass der BB ca. 73% braucht um callen zu können. D.h. er braucht TT+, AK kann er gleich mucken…
WENN er uns any two gibt natürlich nur, wenn er uns einen stärken Range gibt (was natürlich falsch wäre bzw. “falsch” – siehe weiter unten), bräuchte er eine noch bessere Karte, LOL.
So weit, so breit, so kennen’s auch viele…
Nun wollen wir aber den Fall betrachten, wenn der “Gepushte” seiner Turniererwartung widersprechend einfach mit einer 70%-Karte callt. Statt “Spieler A 75% – Spieler B 75% – Spieler C 75% – Spieler D 75%” haben wir dann nämlich auf einmal:
“Spieler A 30% – Spieler B 70% – Spieler C 100% – Spieler D 100%” – wenn wir Spieler A waren und gepusht haben, haben sich die Chancen von Spieler B zwar auch verschlechtert, aber WIR sind der Gelackmeierte!
Was ergibt sich daraus pokerkulturell: 1.) Aufpassen, dass wir nicht in einer “eingespielten” Runde sitzen, wenn wir standardpushen – die Interessen der gegenerischen Spieler könnten kongruent sein – bspw. wenn alle denselben Nachnamen tragen, Miri heißen bspw., LOL! 2.) Wir können auch gegen Ahnungslose nicht standardpushen. 3.) Die Grenzen zwischen dem legitimen und erwünschten Cooperation Play und der verbotenen Collusion verwischen.
Kurzum, ein anspruchsvolles Problem, leider nie publizistisch theoretisiert, auch Sklansky bleibt hier bei Andeutungen…
HTH, Sky
@sky egal was du nimmst nimm weniger dir muss aber echt langweilig sein omfg such dir ein job oder ne freundin der du so einlangen sinnlosen roman erzählen kannst….
Mich würde mal interessieren ob die in der SBB mittlerweile die Gewinnausschüttung richtig berechnen, oder immer noch in die eigene Tasche wirtschaften.