Der Pot meines Lebens
- By
- Tommy Angelo, Freitag. 24. Dezember 2010
- Tags
- lebens, pot
Hier einige krumme Gedanken, die mich auf einer emotionalen/romantischen Ebene ereilen. Ich versuche wie ein Bekloppter, ohne Bargeld auszukommen. Damit meine ich alles – Buy-Ins, Miete, Essen, Reisen, Konzerte, einfach alles.
Geht mein Bargeld aus, muss ich auf meine Reserven zurückgreifen, und das hasse ich total. Meine Angst, in die Tasche greifen zu müssen, erzeugt einen trügerischen und willkürlichen Bruch, oder besser gesagt Zusammenbruch. Obwohl ich gar nicht Pleite bin, rede ich mir ein, dass ich es bin. Mein seelischer Kampf veranlasst mich, notwendige Maßnahmen zu ergreifen – tighter zu spielen, ausgelassene Spielereien zu unterlassen, zu den Pokergötter zu beten oder sogar im Limit abzusteigen. Was auch immer eben nötig ist, um zu verhindern, dass ich auf meine Reserven zurückgreifen muss.
So ist es auch passiert, dass ich aktuell ein oder zwei Jahre nicht auf meine Reserven zurückgreifen musste. Das ist die Definition von „Erfolg“ in meiner verrückten Welt.
Vor einigen Wochen hatte ich nur noch 1.300 $. Gefahr im Verzug! Ich spielte Limit Hold’em mit Blinds von 20 $/40 $ und hatte mich mit den gesamten 1.300 $ eingekauft. Würde ich in dieser Session mein Geld verlieren, müsste ich an meine Reserven. Einige Stunden später hatte ich nur noch 130 $ und hatte vor, nur noch diese Runde zu spielen und im Big Blind auszusteigen, da mein Stack bereits zu klein war. Spielte ich weiter, würde ich ziemlich sicher mein letztes Hemd verlieren. Das habe ich bei anderen schon Tausende Male erlebt und bei mir auch. Es sieht so aus, als müsste ich morgen auf die Bank und Geld abheben. Na gut, das passiert.
In den nächsten Händen foldete ich und als ich im Big Blind war, dachte ich, Mann, es ist ein fester Grundsatz von mir, bei Limit Hold’em nicht All-In zu gehen, aber ich will auf keinen Fall zur Bank, daher werde ich es riskieren und mit Glück vielleicht meinen Maulwurfshügel in einen Berg verwandeln. In den Blinds foldete ich beide Hände vor dem Flop, wodurch ich noch 100 $ übrig hatte, ehe ich auf dem Button 
s bekam und fünf Spieler limpten. Ich limpte auch, bekam einen Flush Draw, ging auf dem Turn All-In und traf auf dem River meinen Flush. Bingo!
Zehn Stunden später verließ ich mit 2.000 $ den Tisch. Danach lief es einige Zeit ziemlich gut und meine Barschaft beträgt nun wieder um die 10.000 $. Heute Morgen hatte ich dann die Erkenntnis…
Wie wäre es denn, wenn ich nie wieder zur Bank müsste, um meine Reserven anzugreifen? Das hieße, dass ich den Rest meines Lebens von diesen letzten 100 $ leben würde. Die Hand mit 
s hätte sich dann als Pot meines Lebens herausgestellt.
Kommentare























Komische Geschichte und nicht lustig,sorry!
“Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre…........” Frohe Weihnachten euch allen
Lustiger Kommentar
Er spielt 20/40, hat 130 vor sich, zahlt die Blinds und hat dann noch 100 zum All-in-gehen? Wow!
Er spielt 20/40, hat 130 vor sich, zahlt die Blinds und hat dann noch 100 zum All-in-gehen? Wow!
[Mod: Kosmetischen Edit durchgeführt]
20/40 sind nicht die Blinds, sondern die Bets. 10/20 sind die Blinds, man kann auf dem Flop 20 setzten und auf Turn und River 40. Ist ja LIMIT Holdem.
Muss wohl ein Übersetzungsfehler sein: Ich spielte Limit Hold’em mit Blinds von 20 $/40 $.
Da miss ich doch den Udo. – Oder den Marmorstein, der hier auch mal schrieb.
Finde die Geschichten auch nicht lustig. Was liest man da: Asse im Hold’em FL CG pre gefoldet, hahahaha, dann sogar bei einem harmlosen Flop HU gefoldet, hahahaha, dann dieses ständige pseudophilosophische Gelaber. würg
Was jetzt nicht heißen soll, dass das Scheiße ist, aber mir gefällts nicht.
Sky
Also ich habe den Artikel eigentlich die ganze Zeit über nicht als einen humoristischen angesehen.
Sollte er es denn sein?
Ich fande ihn im philosophischen Sinne eigentlich ne schlecht.
Der Pot meines Lebens war mit Farbe gefüllt und immer wenn mir langweilig gucke ich der Farbe beim trocknen zu…...
Was lernen wir aus dieser Geschichte? 1.) Er hat von BRM keinen blassen Schimmer 2.) Rechnen kann er offenbar auch nicht, wenn 130 minus 60 gleich 100 ist 3.) An ihm sollte man sich kein Beispiel nehmen…
Danke!
@DerIkeaElch Von Rechnen hat er doch eine Ahnung, nur spielt er eben nicht Blinds von 20/40, sondern Limit Holdem 20/40 und dabei sind die Blinds 10/20. Ist an der Übersetzung gelegen.
Ja und?Was soll uns diese langweilige Story jetzt sagen? Jeder Zocker/Spieler geht durch Hoch und Tief. Zum Schluss kackt man sowieso wieder ab.Egal ob Poker, Automaten oder sonstwas.Sowas bescheurtes hastdu etwa gedacht das wir am Ende der Story alle aufgeatmet haben, dass du wieder auf 10 K hochbist?Du verlierst es sowieso irgendwann.Wie immer beim Spielen.Wie jeder von uns.Macht euch doch nichts vor Leute.
Tut mir Leid, ist mir zu hoch.
whatever…cool story bro…