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Keine Legalisierung von Online-Poker in den USA - Harry Reid Bill scheitert

Das war es vorerst mit der Legalisierung von Online-Poker in den USA. Wie der Executive Director der Poker Players Alliance John Pappas mitteilte, gelang es nicht, die Gesetzesnovelle des U.S. Senate Majority Leader Harry Reid auf den Weg zu bringen. Die Novelle sah eine Legalisierung und Besteuerung des Online-Poker-Marktes in Amerika vor.

Geplant war, die Internet Poker Bill einem größeren Gesetzespaket beizufügen, ähnlich wie damals der Unlawful Internet Gaming Act (UIGEA), welcher als kleiner Teil eines großen Gesetzesbündels von der Bush-Regierung auf den Weg gebracht wurde. Während der so genannten “Lame Duck Season” ist das in den USA relativ leicht möglich.

Einige werden aufatmen, dass die Legalisierung nicht kommt. Sie hatte nämlich einige Haken, unter anderem waren 20 Prozent Steuer auf alle “Deposits” vorgesehen und es war noch unklar, ob und inwieweit die Seiten dies auf die Spieler abwälzen. Daneben sollte es eine 15-monatige Sperrfrist geben, in der erst mal keine Lizenzen vergeben werden dürfen. Auch das sorgte für Aufruhr in der Poker-Community.

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Zudem hätte der Gesetzesentwurf, der aus dem Lager der großen Live-Casinos in Nevada kommt, nur Lizenzen für Casinos vorgesehen, die auch live im Geschäft sind. Gerade dieses Kriterium hätte aber die großen, bestehenden Pokerseiten daran gehindert, eine solche Lizenz zu bekommen. Nutznießer der Regelung wären vor allem große Live-Casinos wie zum Beispiel Harrah’s oder MGM gewesen.

Nun ist der Gesetzesentwurf erst mal vom Tisch und die Diskussionen um die Nachteile haben ein Ende. Gescheitert ist die Novelle nach Angaben von John Pappas letztlich an der Steuerfrage. Zweifellos bedeutet das Scheitern der Bill von Harry Reid Rückenwind für Amerikas konservative Kräfte. Allen voran Spencer Bachus, der Online-Poker für ein Werk des Teufels hält und es als “Crack-Cocaine” des Internet ansieht, das auch für viele Selbstmorde verantwortlich sei.

Es bleibt zu hoffen, dass es irgendwann die Vernunft siegt und eine sinnvolle Regelung getroffen wird.


Kommentare


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  • Andre
  • 18.12.10

Warum finden eigentlich alle Pokerseiten eine Regulierung toll? Ich als Spieler finde es nicht so toll, dass jedes Land nur untereinander spielen soll. Erst warens die Franzosen und Italiener und nun sollten es auch noch die Amerikaner werden. Bei uns weiß man ja auch nicht, wie sich das entwickelt. Also ich freue mich, dass mir die amerikanischen Spieler erhalten bleiben.


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  • hunter22
  • 18.12.10

Harry Reid ist ein erzkonservativer Politiker. Wer soll da Rückenwind bekommen?