Pokerseiten Übersicht
Poker Recht und Steuer
WSOP 2012
Der Glücksspielstaatsvertrag (GlüSTV)

Quo vadis, Deutsche Pokermeisterschaft?

Thater, von Halle, Langmann, Ruthenberg, Kranich, Krause – das ist nur eine Auswahl an Namen, die dieses Jahr bei der DPM in Warnemünde fehlten. Doch es mangelte nicht nur an Prominenz, sondern auch an absoluter Teilnehmerzahl, die mit 104 ebenfalls dürftig ausfiel.

Gerade einmal 31 Spieler verirrten sich am Donnerstag zu Tag 1A in das Casino Warnemünde, das aufgrund seiner Kapazität eigentlich ein perfekter Austragungsort war und mühelos mit 100 Spielern pro Starttag fertig geworden wäre. Ironie des Schicksals, im Vorjahr hatten sich die Spieler eine Erhöhung der maximalen Teilnehmerzahl zusichern lassen, da 70 Interessenten abgewiesen werden mussten.

Die Frage nach der Zukunft der DPM ist brisant. Noch ein solches Desaster und die Veranstaltung hat nicht nur ihren einstigen Nimbus vollständig eingebüßt, sondern muss sich Fragen nach ihrer Daseinsberechtigung gefallen lassen. Nur mit dem geographisch ungünstig gelegenen Standort sind nicht alle Antworten gegeben.

Banner: The Raiser's Edge

Ideen gibt es viele. Die erneute Integration anderer, weiter im Süden gelegener Casinos etwa, die via Satellites für weitere Spieler sorgen, so die stark norddeutsche Tendenz abschwächen und für eine Deutsche Meisterschaft im Wortsinne einstehen könnten. Oder die Einführung weiterer Satellites als Qualifikationen zu den Super-Satellites, deren Startgeld von insgesamt 400 Euro viel Protest auslösten. Perfekt wären natürlich Online-Satellites, denen derzeit aber manche gesetzliche Hürde im Weg steht.

Machen wir uns aber nichts vor. Die entscheidende Frage lautet, ob und wie die beteiligten Spielbanken die Deutsche Pokermeisterschaft ausrichten wollen und können. Das Casino Warnemünde bot vor Ort eine passable Performance, zeigte sich aber im Vorfeld in puncto Öffentlichkeitsarbeit und Spielerakquise nicht gerade auf der Höhe. Dass etliche Spieler zu Hause blieben, weil ihnen das Turnier als praktisch ausgebucht kommuniziert wurde, ist schon fast unglaublich.

Die assoziierten Spielbanken müssen zudem wissen, ob sie eine Veranstaltung, die nur alle fünf Jahre in ihrem Haus stattfindet, auch in den anderen vier Jahren ausreichend unterstützen können und wollen – Stichwort Satellites, die natürlich kein oder nur wenig Geld einbringen. Auch das Thema Teilnehmerzahl verlangt von den fünf Spielbanken Flexibilität. Eine generelle Begrenzung auf 160 Spieler, weil eines der fünf Häuser nicht mehr Kapazität hat, ist kompletter Nonsens und sollte daher schleunigst aus der Welt geschafft werden.

Man sollte die Kirche dennoch im Dorf lassen. Die potentielle Beteiligung des Vorjahrs (und auch dieses Jahres) zeigt, dass das Interesse an der DPM groß ist und der Titel „Deutscher Meister“ neben dem erklecklichen Preisgeld weiterhin ein veritabler Anreiz ist. Auch die in Warnemünde vielfach geführte Termindiskussion ist höchstens ein Streifschuss – vielmehr gelang es durch eine Reihe von Versäumnissen nicht, die Spieler ins abgelegene Warnemünde zu locken. Alles hängt von den ausrichtenden Spielbanken und deren Ideen ab, die nun gefordert sind.

Vor Berlin 2011 muss es einem um die DPM bange sein, verloren ist aber noch nichts.


Kommentare


Login-with-facebook
profile photo
  • Jörg
  • 16.11.10

Ich denke man sollte sich über die folgenden Punkte Gedanken machen: Zum einen ist das Buyin schon ziehmlich happig. Blush Erst recht wenn man bedenkt das es kaum preiswerte Satelites gibt. Man sollte sich überlegen ob 1500 der 1000€ nicht auch reichen würden. Bei einem Buyin von 2000€ müsste jemand ja schon eine BR von 200K haben , damit er mitspielen kann falls er so etwas wie ein BR-Management betreibt Glare Die niedrigeren buyins würden aber nur dann etwas bringen, wenn die Teilnehmerzahl deutlich steigen würde. Es wäre begrüßendswert wenn max 500 Leute spielen könnten. Surprise Zum anderen wären bessere Satelites mit niedrigeren buyins von Vorteil. MTT Satelites mit Buyins von 100 bis 200€ wären sicher eine Sinnvolle Sache. Außerdem müsste es auch die Mögliochkeit geben außerhalb Norddeutschlands Satelites zu Spielen. Wünschenswert wäre natürlich die Möglichkeit sich Online zu qualifizieren. Letztendlich ist kommt als i-tüpfelchen natürlich der Standord hinzu. Warnemünde mag ja ein schönes Stadchen sein aber es liegt ja nun mal alles andere als Zentral. Ein Standort im Rhein-Maingebiet oder im Ruhrpot wäre da wohl besser. Huh Auch wenn sich Dortmund in den letzten Jahren bei vielen Gelegenheiten blamiert hat wäre es unter geographischen Gesichtspunkten sicher fast optimal. Und ausreichend Platz haben die auch. Smile


profile photo
  • nicnac
  • 16.11.10

Warnemünde ist optisch gesehen ganz schön, jedoch sind die räumlichen Möglichkeiten vor Ort nicht all zugroß.

Denke nicht das es am Ort liegt (Warnemünde ist im Gegensatz zu manch anderen ausländischen Veranstaltungen gleich um die Ecke)

Vielmehr ist das Problem, dass das Interesse an der Veranstaltung anscheinenad nicht sehr groß ist bzw. attraktiv ist. Es sind sozusagen, immer die selben Gesichter vor Ort. Das sind aber nur die local Heros (Jachtmann etc.). Internationale Pros wie Reinkemeier, Ruthenberg und wie sie alle heißen werden dort nicht gesichtet (ggf. weil es zu billig ist^^)

Viel mehr, wie angesprochen, fehlt das werben in der Öffentlichkeit. Ggf. fehlt auch eine Tv-Übertragung.


profile photo
  • Zorro_HH
  • 16.11.10

Es gibt viele Gründe, warum diese Veranstaltung etwas entäuschend war.

1. Der Standort: Warnemünde ist ein schöner kleiner Ort,

aber doch geographisch für einige Spieler ein kleines Hinderniss

oder einfach unatraktiv.

Warnemünde hat auch kaum ein eigenes potenzial was Lokale

Pokerspieler betrifft.

2. Falscher Zeitpunkt: Jedes Jahr zur selben Zeit findet in Holland

die Master Classics of Poker in Amsterdam statt.

Einige Pokerspieler haben die wahl DPM oder Holland und

entscheiden sich für Holland.

3. Die falschen 3 Tage: Anstatt Do,Fr,Sa zu spielen

wäre Fr,Sa und So deutlich besser!!

Es muss eine Woche gewählt werden, an dem die Casinos Sonntags

gesetztlich nicht geschlossen sind!!

Das Problem Hauptsächlich ist auch der Donnerstag!!

Denn bereits um 15uhr ist check inn und 16uhr beginn!!!!!!!!!!

Für das normal arbeitende Volk sehr unpassend.

4. Satellites zu wenig und zu teuer:

Es müssen einfach mehr Sattellites angeboten werden,

auch wenn das für die Teilnehmenden Casinos kein Geld bringt.

Auserdem sind 420,-€ zu Teuer für einige Spieler für ein Satellite.

Alternative dazu wäre vileicht ein 250,-€ Freezout Satellite.

5. Keine Werbung:

Promotion ist sehr wichtig,es wurde einfach versäumt genug Werbung

in den Online und besonders in den Print Medien zu machen!!!

6. Die Payouts:

Es kann nicht sein, das bei 160 Teilnehmern nur 10 Plätze bezahlt

werden.

10% der Teilnehmer sollten mindestens bei so einem Buy-Inn

in die Auszahlung kommen, das heisst 16 bezahlte Plätze bei

160 Teilnehmern.

Diesmal waren es zwar nur 104 Teilnehmer und 10 bezahlte Plätze,

was völlig in Ordnung war, aber auch bei 160 Teilnehmern wären es

10 Plätze gewesen und das ist dann nicht in Ordnung.

7. Einen Partner in mittel Deutschland fehlt:

Die Veranstaltenden Casinos/Spielbanken sollten sich ein Partner

in mittel b.z.w süd Deutschland dazu holen.

B.z.w. ein Casino in mittel Deutschland das wenigstens zusätzlich

Satellites anbietet.

und und und und und …................................

Es gibt noch soooooooo viele Gründe aber ich glaube so viel reicht!


profile photo
  • Key
  • 17.11.10

1. ist Warnemünde keine Stadt sondern ein Stadt- (Orts-) teil von Rostock!!!Und 2. gibt es genug lokale Pokerspieler die sich ein buy in von 1000 oder 1500€ leisten können.

Schöne Grüße aus Rostock!


profile photo
  • gründe
  • 21.11.10

Hauptgrund dafür ist einfach nur WARNEMÜNDE. Da hat man nicht wirklich LUST zu.