Requires the Flash plugin. If the plugin is already installed, click here.

Article teaser
Article teaser
Article teaser
Article teaser

Wie man bei der WSOP an den Final Table kommt – "Nachtruhe"

Unser Held Kurt hat den ersten Tag des 1.5000er Hold’em-Turniers bei der WSOP wacker überstanden. Lesen Sie im folgenden Tagebucheintrag, wie es ihm in der Nacht ergangen ist und ob er den so wichtigen Schlaf und die nötige Erholung bekommen hat. Viel Spaß…

Nachtruhe

Ich schaue mir einige Minuten den Stand des Turniers auf dem großen Monitor an, bevor ich endlich den Saal verlasse. 277 Spieler sind noch dabei, ich weiß aber, dass diese Angabe möglicherweise ungenau ist. Ungefähr 240 kommen ins Geld.

Ich gehe raus auf den Parkplatz und suche eine Viertelstunde lang mein Auto. Nachdem ich es gefunden habe, fahre ich zu meinem Hotel in Golden Gate downtown, wo mich schon mein Freund “pfabpfab” erwartet. Er ist extra bis 3.00 Uhr Nachts aufgeblieben, um mich noch sehen zu können. Zur Belohnung gibt es mein “Zombiegesicht” nach 15 Stunden des intensivsten Poker, das ich je gespielt habe.

Vielleicht ein bisschen zu mir und meinem Freund pfabpfab: Ich bin von uns beiden der “Cashgame-Typ” und er der “Turnier-Typ”. Ich lebe davon, an den Microstakes-Cashgame-Tischen zu grinden und er schlägt die Online-Microstakes-Turniere. Wir reden oft über Hände, er stellt mir Fragen zu Cashgame-Händen und ich will alles über Turniere wissen. Er gibt mir meistens sehr gute Turnier-Tipps, und das schon sehr lange.

Jetzt habe ich bei einem WSOP-Turnier den zweiten Tag erreicht und sehe schon die guten Tipps aus ihm heraussprudeln. Irgendwie will er aber nicht so recht und zögert. Er sagt: “Kumpel, ich könnte dir jetzt Ratschläge geben, aber ich will dein Spiel nicht versauen. Das, was du da machst, scheint zu funktionieren.”

Pokerblatt

Ich bestätige das: “Ich weiß zwar nicht unbedingt, wie die korrekte Turnier-Strategie ist, aber ich kann eins sagen: Es läuft definitiv in meine Richtung. Erstens habe ich schon Millionen von Pokerhänden gespielt. Egal, wie die Struktur ist, ich weiß mittlerweile, wie man eine Hand spielt. Zweitens habe ich Jahre damit zugebracht, meinen Körper in eine fein abgestimmte Maschine zu verwandeln, die einfach nur am Tisch sitzt und nichts tut.”

Er lacht und verzichtet auf jegliche Tipps, was uns beiden ganz gut gefällt. Meine Ansage war eher als Witz gemeint, die Tatsache, dass ich hundemüde bin, verleiht dem Ganzen aber doch ein Körnchen Wahrheit. Ich bin immer noch ENTSCHLOSSEN und physisch und psychisch darauf eingestellt, auf einem Stuhl zu sitzen und so lange richtige Entscheidungen zu treffen wie nötig. Wenn es sein muss wochenlang. Es ist mir egal. Es braucht schon einen kranken Bad-Beat, um mich aus dem Turnier zu befördern.

Ich rufe meine Frau an und sage ihr, dass ich noch nicht im Geld, aber auch noch nicht rausflogen bin und morgen weiterspiele. Dann krieche ich in mein Bett und schlafe bis 8.00 Uhr morgens wie ein Baby. Ja, mir ist es leider physisch unmöglich, auszuschlafen. Ich esse mein Frühstück, schlage die Zeit tot und mache mich wieder auf ins Rio, wo es um 14.30 Uhr weitergeht.

Fortsetzung morgen mit dem zweiten Tag. Hier der Link zum Thread bei twoplustwo.com


Diskutiere Wie man bei der WSOP an den Final Table kommt – "Nachtruhe" ausführlicher auf PokerRing

Kommentare