Legalisierung von Online Poker in den USA auf dem Weg
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- Jan Meinert, Donnerstag. 29. Juli 2010
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- usa, poker, online
Der vergangene Dienstag war ein sehr wichtiger Tag für alle Befürworter der Legalisierung von Online Poker in den USA. Eine Gesetzesnovelle mit dem unscheinbaren Namen HR 2267 hat die erste Hürde im Gesetzgebungsverfahren genommen und ist vom House Financial Services Committee mit einer Mehrheit von 41 zu 22 Stimmen angenommen worden.
Die Novelle bedeutet faktisch das Ende des ungeliebten UIGEA, der seit 2006 den Spielern in den USA das Spiel im Internet verleidet. Die Auswirkungen des Gesetzes sind enorm. Zum einen wird Online Poker endlich legal und zum anderen gibt es staatliche Regulierungsmechanismen und Steuern. Die USA hätten dann eine ähnliche Lösung wie Frankreich oder Italien.
Die Abstimmung war zwar nur ein erster, dafür aber ein sehr wichtiger Schritt. Das Gesetz kann nun dem Repräsentantenhaus präsentiert und dort zur Abstimmung gebracht werden. Danach muss es noch den Senat passieren und schließlich vom Präsidenten seine Zustimmung erfahren.
Dass das Gesetz “durchgeht” ist aber gerade nach dieser wegweisen Abstimmung mit einer klaren Mehrheit sehr wahrscheinlich. Der derzeit demokratisch dominierte Kongress wird sich im Zweifel eher für eine Regulierung und gegen ein Verbot von Online Poker aussprechen.
Endlich haben die Bemühungen der Poker Players Alliance (PPA) und des Kongressabgeordneten Barney Frank Erfolg. Vergangene Woche hat bereits eine Anhörung im Kongress stattgefunden, bei der unter anderem Annie Duke für eine Legalisierung eingetreten ist. Daneben gab es aber auch konservative Stimmen wie zum Beispiel der Abgeordnete Spencer Bachus, der Online Poker mit Drogensucht gleichsetzte. Hoffen wir, dass sich die Vernunft durchsetzt.
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Kommentare













wenn die amis auch noch vom weltpokermarkt verschwinden wirds langsam ekelhaft.
Wie wird das in Zukunft aussehen, wenn es nur noch in den Länder selbst möglich ist gegeneinander zu spielen. Onlinepoker bedeutet ja gegen Gegner auf der ganzen Welt zu spielen.
“Das Gesetz kann nun dem Kongress präsentiert und dort zur Abstimmung gebracht werden. Danach muss es noch den Senat passieren und schließlich vom Präsidenten seine Zustimmung erfahren.”
das finde ich ein wenig missverständlich, denn der senat gehört ja zum kongress.
Also Senat und Kongress sind wie Oberhaus und Unterhaus
@bottleofwhiskey: Der Senat und der Kongress sind zwei verschiedene Kammern ählich Bundesrat und Bundestag. Beide zusammen bilden das Parlament.
neee…das bestreite ich erstmal und verweise auf das gute alte wikipedia:
Aus Wikipedia:
“Die Mitglieder des Repräsentantenhauses, der ersten Kammer des Kongresses, werden für zwei Jahre gewählt. Jeder Repräsentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung festgelegt. Senatoren werden für sechs Jahre gewählt. Deren Wahl findet gestaffelt statt, das heißt, alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepräsident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, außer bei Stimmengleichheit.
Bevor eine Gesetzesvorlage zum Bundesgesetz wird, muss sie sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zunächst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Ausschüssen geprüft, abgeändert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Präsidenten zur Zustimmung vorgelegt. Der Präsident hat danach die Möglichkeit, das Inkrafttreten des Gesetzes aufzuschieben. Der Kongress kann nach einem solchen Veto eine neue Gesetzesvorlage beschließen oder den Präsidenten mit zwei Dritteln Zustimmung endgültig überstimmen.”
Stimmt, Senat und Repräsentantenhaus bilden demnach zusammen den Kongress. Das es bei den Amis auch immer so kompliziert sein muss…
demokratie ist anstrengend, nech?
Da hab ich doch glatt “Kongress” und “Representatenhaus” durcheinander gebracht. Ist ja echt peinlich.
Sorry und danke für die Richtigstellung.
Heißt das, dass wir dann die besoffenen “I call u down til river with my K hi-Amis” in unseren Morning-Sessions nicht mehr ausnehmen können??? Das wäre ja nicht so toll… Ähnliches würde uns wohl auch drohen, falls die EU irgendwann mal in der Lage sein sollte, den GSVdBRD* kippen sollte.
*Glücksspiel-Staatsvertrag der Bundesrepublik Deutschland