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Legalisierung von Poker

Litauen erklärt Poker offiziell zur Sportart

Traditionell hat das Pokerspiel weltweit mit rechtlichen Problemen zu kämpfen und wird von vielen Betrachtern dem halbseidenen Milieu zugeordnet. Dabei geistern viele Vorurteile durch die Ämter und Ministerien, gegen die die Vertreter der Pokerszene immer wieder mühsam ankämpfen müssen.

In Litauen gelang den Pokerspielern nun der Durchbruch an oberster Stelle. Das Sportministerium des kleinen Staates im Baltikum erklärte Poker zum Sport und erkannte den Litauischen Pokersportverband (LSPF) offiziell als Sportverband an.

Pokerblatt

Dieser Beschluss hat weitreichende Konsequenzen, denn der LSPF hat nun die Möglichkeit, außerhalb der Casinos landesweit Pokerturniere durchzuführen. Auch der Präsident des Litauischen Pokersportverbandes, Andrius Tapinas, freut sich: „Das ist ein extrem wichtiger Schritt. Vieler unserer ausländischen Kollegen haben uns gratuliert und ich weiß, dass wir mit unserem Erfolg das Eis für viele ähnliche internationale Initiativen gebrochen haben.“

Schon nächste Woche wird die LSPF ihr Turnierprogramm bekannt geben und mit Tapinas hat sie ein echtes Zugpferd. Der Präsident ist außerdem Moderator der populärsten litauischen Wirtschaftsfernsehsendung und einer der erfolgreichsten Pokerspieler seines Landes (auf Rang 2 in der nationalen Preisgeldrangliste Litauens).

Neben PokerStars zählte auch der bekannteste Pokerspieler, der aus Litauen stammt, Antanas Guoga alias Tony G zu den ersten Gratulanten. Das erste Turnier der LSPF wird vom 24. bis 26. April über die Bühne gehen und die Veranstalter rechnen mit dem größten Pokerturnier im Baltikum aller Zeiten.


Kommentare


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  • plo fish
  • 22.03.10

hört sich gut an hoffe das viele europäische länder nachziehen… poker=sport dann hol ich bei den nächsten olympischen spielen ne medallie fragt sich nur bei den sommer od winterspielen? nach der meldung aus den usa hat mich das schon ein bisschen überrascht aber wir europäer sind ja zum glück keine ammis…


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  • Ali
  • 23.03.10

Würde Poker nicht als Sport bezeichnen aber definitiv auch nicht als Glücksspiel. Es ist irgendwo mittendrin weil eben Können aber auch Glück eine Rolle spielen. Und in allen Sportarten zählt ja nur Können. Trotzdem finde ich diesen Schritt einen guten Weg zur Legalisierung.


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  • 123
  • 23.03.10

Poker ist wie Schach auch eine Art Denksport. Hier kommen aber auch noch andere Komponente dazu wo das Spiel erst interessant machen. Und beim Fußball ist auch Glück im Spiel: Hier können Spieler ausrutschen, der Schiedsrichtiger eine falsche Entscheidung treffen und Elfmeter ist ja auch wie eine Art Coinflip! Langfristig setzt sich aber immer der bessere durch. Oder was mit Golf, Curling? Selbst in der Formel1 müssen die Fahrer mal Glück haben. Was bringt denn der beste Fahrer überhaupt, wenn an dem Auto ständig was kaputt geht oder welche aus der Boxengasse schlafen???


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  • thE_dEVILFISh
  • 23.03.10

Zitat von “Ali”: “Und in allen Sportarten zählt ja nur Können.”

Naja…das überdenk doch bitte nochmal.

Ich erwähne z. B. einfach mal Fußball. Könntest du denn beeinflussen und/oder verhindern, ob der Schiri ne spielentscheidene Fehlentscheidung trifft? Anderes Beispiel wären auch die Wetterverhältnisse beim Fußball, die, falls man nichts das Geld für ein überdachtes Stadion hat, das Spiel schon erheblich beeinflussen können.

Mit anderen Worten: Auch im Fußball gibt es Glücksfaktoren….wie in vielen anderen Sportarten natürlich auch. Natürlich ist hier die Gewichtung eine andere, aber dennoch finde ich es Ok Poker als Sport anzusehen.


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  • Ali
  • 23.03.10

Glücksfaktoren schön und gut aber zB Barcelona schlägt zur Zeit niemand. Und warum? Weil sie durch Training und Können einfach die Besten sind. Da ist die Leistung des Schiedsrichters nebensächlich. Und im Poker kann ich mich durch Training zwar enorm verbessern, ich werde es aber nicht schaffen 3 von 5 Turnieren in Folge zu gewinnen, nur weil ich besser spiele wie andere. Ich bleibe bei meiner Aussage dass es definitiv kein Glücksspiel ist, aber eben auch kein Sport.


Rainer
  • Rainer
  • 23.03.10

@ali: Wie wird eine Sportart definiert? Ist Schach ein Sport? Und Autorennen?


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  • Ali
  • 23.03.10

Als Sport würde ich alles bezeichnen wo ich rein theoretisch durch welche Eigenschaften auch immer (physisch, psychisch, technisch oder halt eine Mischung aus allem) rein theoretisch jeden Wettkampf in Folge gewinnen könnte. (Doping sei jetzt mal ausgelassen, genauso wie die derzeitige Tagesverfassung.) Unter dieser Definition ist auch Schach ein Sport. Von Autofahren halte ich nicht viel (im Kreis fahren ist langweilig, nur Rallye ist gut) aber es ist nunmal ein Sport der zum größten Teil durch technischen Fortschritt entschieden wird. In Poker wird es nie Seriensieger geben. Es wird immer wieder Spieler geben, die es hin und wieder schaffen ein paar Turniere in Folge zu gewinnen, nur kann man eben bei einem Teilnehmerfeld von zB. 100 Spielern nicht von vornherein sagen dass man das Ding praktisch in der Tasche hat.


Rainer
  • Rainer
  • 23.03.10

Interessante Erklärung, die ziemlich weit geht, aber auch plausibel ist. Die meisten verbinden ja mit Sport Bewegung oder wie es offiziell heißt, motorische Aktivität.


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  • Ali
  • 24.03.10

Wikipedia hat ja folgende Definition drin: “Unter dem Begriff Sport werden verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen, die meist im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten des Menschen stehen, zusammengefasst.” Das Wort “meist” macht hier den Unterschied aus. Ich persönlich finde nicht, dass Sport mit körperlicher Aktivität zu tun haben muss. Deswegen auch Schach als Sport. Letztes Jahr wurde am Wiener Heldenplatz beim “Tag des Sports” auch Poker präsentiert. Ist absolut ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn es einmal offiziell in unseren Breitengraden als Sport anerkannt wird, werde ich mich nicht dagegen sträuben und Poker gerne als Sport bezeichnen.