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Haben Live-Spieler im Internet wirklich keine Chance?

Auch in seinem neuen Strategieartikel hat sich unser hochgeschätzter Kolumnist villains_hero einer Leserfrage angenommen. Krumme Lanke hatte sich nach den Unterschieden zwischen Live- und Online-Poker erkundigt und etwas keck die These aufgestellt, dass Live-Spieler im Internet keine Chance haben. Hier villains_hero Antwort:

Live wie online spielen wir dasselbe Spiel mit denselben Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Live-Tische komplett anders spielen als Online-Tische. Weil das Spiel dasselbe ist, liegt es wohl vor allem an den Spielern.

Ein grundsätzlicher Unterschied besteht darin, dass wir am Live-Tisch mit unseren Gegenspielern reden können, sie sehen und einen Eindruck davon bekommen, wie sie sich fühlen. Wie bedeutend dieser Unterschied ist, wie viel zusätzliche Information wir daraus ziehen können, das frage ich mich allerdings noch. Als ich angefangen habe, regelmäßig ernsthaft live zu spielen, da habe ich Dinge wie Tells und Live-Reads als bedeutungslos abgetan, einfach weil es so offensichtlich ist, dass ein normaler Online-Mid/Highstakes-Grinder an jedem beliebigen Live-Tisch in deutschen Casinos einen riesigen Vorteil hat. Wozu braucht es da Reads? Außerdem war ich anfangs viel zu sehr damit beschäftigt, Chips zu stapeln, Potsizes auszurechnen, und überhaupt erst einmal zurechtzukommen im ungewohnten Setting. Da blieb keine Zeit und es fehlte die Routine darauf zu achten, ob einer der Villains Signale aussendet, die sich verwerten lassen.

Wie groß der Vorteil über einen Tisch auch sein mag, man sollte trotzdem danach trachten, ihn so weit zu vergrößern, wie das möglich ist. Auf jeden Fall ist live mehr Information verfügbar als online, und diesen Umstand verstehe ich mittlerweile als Verpflichtung zu versuchen, etwas daraus zu machen. Manchmal geht halt auch gegen unterirdische Casino-Spieler in sehr knappen Spots der Stack rein, und es würde den Stundenlohn liften, ließe in solchen Spots sich mithilfe von Live-Tells die gegnerische Range in Richtung Bluff gewichten oder in Richtung Monster.

Caros Book of Poker Tells habe ich zwar immer noch nicht gelesen, aber je mehr ich jetzt an Live-Tischen sitze, desto mehr beschäftigen mich die Signale, die ich empfange. Zwar sehe ich mich in dieser Hinsicht als Anfänger, bin da erst einmal vorsichtig und habe ich mich bei großen Postflop-Entscheidungen noch nie von solchen Signalen leiten lassen. Aber ich bin schon ganz zufrieden damit, dass ich neulich bei der UKIPT in Manchester relativ spät im Turnier zweimal aufgrund von Preflop-Tells erfolgreich mit Schrott ge3bettet habe, einmal mit 84o und einmal mit J4o. Vor einigen Monaten hätte ich diese Spots sausen lassen, jetzt habe ich jeweils über 20% meines Stacks investiert, weil ich mir fast sicher war, dass der Villain irgendeine Quatschhand eröffnet hatte. Zwei erste kleine Erfolge. Außerdem versuche ich darauf zu achten, keine Information preiszugeben. Neulich habe ich irgendwo aufgeschnappt, dass ein Spieler, der während einer Hand etwas trinkt, meistens ein starkes Blatt hat – oops, Volltreffer. Diesen Tell hatte ich definitiv und habe ihn jetzt abgestellt bzw. gedenke, ihn künftig gezielt einzusetzen gegen starke Spieler, die sich vielleicht irreführen lassen.

Pokerblatt

„Live-Spieler haben online keine Chance“, sagt Krumme Lanke und will wissen, ob ich zustimme. Im Prinzip tue ich das, auch wenn ich glaube, dass die Kategorisierung in Live- und Online-Spieler die Wirklichkeit nur unvollständig beschreibt, weil die Grenzen zusehends verwischen. Keine Chance haben online sicher jene Spieler des vergangenen Jahrhunderts, die das Spiel im Casino-Umfeld gelernt haben, umgeben von Zockern und anderen Kaputten, die dort im staatlichen Auftrag um ihr Geld gebracht werden und edles Ambiente vorgegaukelt bekommen. Wer Poker mit Zocker-Attitüde angeht und sich der Theorie des Spiels verweigert, der verliert, sobald er von kompetenten Gegenspielern umgeben ist, und das ist online eher der Fall als live.

Allerdings ist online nicht gleich online. NL2000 ist eine andere Liga als NL600 ist eine andere Liga als NL200 ist eine andere Liga als NL50; die durchschnittlichen Partien in diesem Limits kann man kaum miteinander vergleichen. Die Regulars in jedem dieser Limits haben aber gemeinsam, dass sie technisch relativ sauberes Poker spielen: solide Starthandauswahl, solides Betsizing, wenige grobe Fehler. Insofern steht dort jeder Zocker ohne Theoriekenntnisse auf verlorenem Posten, ob nun in den Small- oder Midstakes.

Natürlich ist nicht jeder Live-Spieler ein degenerierter Zocker, der einfach nur mit Geld um sich schmeißt. Je mehr Leute herausfinden, welch ein kurzweiliges, geselliges Vergnügen No-Limit Texas Hold’em ist, desto mehr Hobbyspieler finden sich an den Live-Tischen ein. Freundliche Menschen, die wahrscheinlich ihren Dan Harrington und ihren Phil Gordon gelesen haben. Mit diesen Grundkenntnissen kommen sie im Casino schon relativ weit, denn das reicht bequem, um die Zocker zu besiegen. Und es reicht auch, um ein bisschen mit den Profis mitzuspielen, ohne Gefahr zu laufen, sofort Haus und Hof zu verlieren. Sobald ein Villain preflop eine halbwegs solide Starthandauswahl hat und postflop nicht zu üblen Aussetzern neigt, schmilzt der Edge des Profis rapide. Natürlich hat der Profi immer einen Vorteil, aber gegen solche Hobbyspieler ist Poker Arbeit. Oft dauert es ein paar Stunden, bis der Spot generiert ist, in dem der Amateur seinen Stack verliert. Wenn überhaupt.

Aber was im Casino ein paar Stunden dauert, das ist online eine Sache von Minuten. Und das ist der entscheidende Punkt. Online geht viel schneller, es sind vergleichsweise viel mehr Entscheidungen zu treffen, und insofern ergeben sich viel mehr Chancen, grobe Fehler zu machen. Dazu kommt das stärkere Umfeld, der Druck der anderen, den ein Casino-Spieler so nicht gewöhnt sein dürfte. Wer sich online in ein NL400 setzt, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit umgeben von fünf Villains, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, jeden Tag ein paar Stunden an 4, 8, 12 oder mehr Tischen Poker zu spielen. Diese Leute machen zwar Fehler, reihenweise sogar, aber auf einem ganz anderen Level. Im Prinzip sind sie solide, spielen ihren Kram herunter, und sie werden es ausnutzen, sobald der ambitionierte Hobbyspieler oder Casinospieler arg danebengreift. Der Online-Grinder sieht diesen Gelegenheitsspieler in seinem HUD als 36/8 oder als 24/11 oder dergleichen, und das sagt ihm, dass dieser Spieler zwar nicht unterirdisch ist, aber früher oder später einen groben Fehler machen wird.

Wer dieser Tage auf Pokerstars vorbeischaut, der wird oft auch tagsüber etwas mehr NL2000-Partien sehen als üblich. Die meisten dieser Partien laufen, weil sich dort derzeit zwei Villains in Regionen bewegen, in die sie ihrer Spielstärke nach nicht gehören. Der eine ist etwa 30/15, der andere noch etwas looser, beide sind recht kreativ und keinesfalls doof, wissen in etwa, was sie tun und wehren sich gehörig (gegen einen der beiden bin ich ordentlich in den Miesen). Zwar verbrennen beide nicht rasant Geld, aber letztlich sind sie beide in einigen Spots zu loose, in anderen nicht aggressiv genug oder zu aggressiv, und sie werden das anhand ihrer Ergebnisse bald merken, eher kurz- als mittelfristig. Beide spielen in etwa so unausgewogen wie viele Leute, die man im Casino trifft. Der eine hat seine Bankroll unlängst durch einen großen Turniergewinn in ungeahnte Höhen getrieben, der andere – keine Ahnung.

Online in etwas höheren Limits ist es Standard, solche Partien mit vier Regulars und einem mediokren Villain zu spielen und den dünnen Edge, den solche Tische hergeben, auszureizen. Das vergleichsweise niedrige Rake macht es möglich. Live ist das Rake unverschämt hoch – aber der Edge auch, ebenso wie die Stakes, gemessen an der durchschnittlichen Spielstärke. Deswegen sind viele Online-Grinder zum Live-Poker konvertiert, zumindest teilweise, auch deswegen kann ich mit der Trennung Live- vs. Online-Spieler wenig anzufangen. Tom Dwan sei als prominentester Spieler genannt, der früher Tag vor Tag vor seinem Bildschirm hockte und nun mehr und mehr die großen Partien in Vegas aufmischt. Dwan ist nicht der einzige. Die Sonne sieht er zwar weiterhin nicht so oft, aber mittlerweile hantiert er mehr mit Chips und nicht mehr Tag für Tag mit der Maus.

Als vor gut 10 Jahren in der Anfangszeit des Onlinespiels einige ziemlich schlaue Leute begannen, Poker als theoretischen Komplex zu verstehen und sich diesen weit über David Sklanskys Grundlagen hinaus zu erschließen, da entstand im Forum twoplustwo eine Gemeinschaft von Pokerfreunden, die eine Menge Pionierarbeit geleistet haben (und dafür üppig belohnt worden sind dank der damals unfassbar weichen Partien). Einige dieser Forumslegenden und Weltklassespieler sind nach und nach zum Live-Poker gewechselt. Viele der mit dem unzureichenden Begriff „Live-Spieler“ bezeichneten Leute sehen wir oft im Fernsehen, sei es beim Cashgame oder in einem Turnier. Und wir sehen dort viele Leute, die eben beide Disziplinen spielen und sich weder der Live- noch der Online-Kategorie zuordnen lassen.

Wer beim TV-Live-Poker zuschaut, der sieht, dass das durchschnittliche Niveau am Live-Tisch zwar weiter bescheiden ist, dass aber die wirklich guten Spieler sehr stark sind, hier wie dort. Hat mal jemand „German Highrollers“ geschaut? Wahrscheinlich lechze nicht nur ich danach, dort mitspielen zu dürfen, aber das ändert nichts daran, dass dort einige sehr, sehr gute Spieler am Tisch sitzen. Markus Golser etwa, wohl vor allem ein Live-Spieler, und zwar ein überaus respektabler meines Erachtens. Oder Online-Legende Simon „Schnibl0r“ Münz, der zwar vor allem im Limit Holdem sensationell stark ist, aber auch beim NL ganz gut durchblickt und immer mal wieder beim TV-Live-Poker auftaucht (kann mir jemand seinen check/shove neulich gegen Johannes Strassmann erklären?). Andererseits sitzen unter den „Highrollers“ aber auch ausschließlich live spielende „Profis“ der alten Schule links von Hermann Pascha am mit Abstand besten Platz des Tisches – und anstatt diesen Vorteil auszureizen, spielen sie trotzdem nur 12% ihrer Hände. Das ist kein Zeichen von Klasse, die beim Poker auf Expertenniveau in erster Linie darin besteht, sich den Umständen anzupassen und schneller zu adaptieren als der/die Gegenspieler.

Schauen wir weiter Fernsehen, aber international. Mir fällt Antonio Esfandiari ein (ob der schonmal online gespielt hat?), den ich angesichts dessen, was ich so im TV sehe, für exzellent halte. Hochintelligent, stets bis zum Anschlag fokussiert, zugleich entspannt plaudernd. Die übelste Varianz vermeidet er in den ganz großen Partien, geht Ivey und Dwan tendenziell aus dem Weg, findet aber trotzdem Möglichkeiten, in diesen Runden seinen Schnitt zu machen. Oder Allen Cunningham, sehr guter Mann. Um also die finale Frage von Krumme Lanke zu beantworten: Ich bin mir sicher, dass solche Leute sich überall durchsetzen – weil sie schlichtweg sehr gute Spieler sind, die adaptieren können. Esfandiari online in einem starken NL5k (also gegen die zweite Garde der Online-Weltklasse) hätte anfangs wahrscheinlich Probleme, weil er weder 100BB-Stacks noch derartige Aggression gewöhnt ist. Aber er würde schnell lernen, und dann müsste man mal sehen, wer am Ende die Probleme hat.

Leute wie Phil Hellmuth ernst zu nehmen, ist dagegen nicht so leicht. Wer einen Bluefirepoker-Account hat, der möge sich die Videos seines HU-Matches gegen Jason „PBJaxx“ Senti anschauen, da bleiben nicht viele Fragen offen. Oder, krassestes Beispiel, Eli Elezra, der im Fernsehen als „Profi“ auftritt. Ist er vielleicht auch, womöglich sogar beim Poker, aber bestimmt nicht beim NL Holdem. Neulich sagte Elezra „Mjam, mjam“, als er in der aktuellen Folge von HSP nach Online-Spielern gefragt wurde. Daran fand ich vor allem erstaunlich, dass ihm als offensichtlichem Tablefisch eine solche Ansage nicht peinlich war, denn es vergeht keine dreiviertel Stunde, in der Elezra vor laufenden Kameras nicht mindestens einen elementar-groben Bock schießt. Und eigentlich sollte ihm klar sein, wie schlecht er ist, denn er dürfte Geld verlieren. Nie im Leben spielt der Mann gegen derart starke Lineups profitabel, im Gegenteil, er ist der Zahlmeister, dem wahrscheinlich nicht die Intelligenz, aber bestimmt das Handwerkszeug fehlt, um sich gegen Otto-Normal-NL200-Regulars durchzusetzen.

Er spielt aber auch andere Varianten, und das mag ein Unterschied sein, bei dem das Pendel zugunsten der Live-Profis umschlägt. Im No Limit Holdem hat jemand wie Elezra gegen halbwegs solide Gegnerschaft keine Chance, beim Triple Draw mag das ganz anders aussehen. Oder beim Stud. Diese Varianten erschließen sich viele der Online-Spieler nur ganz langsam, aktuell vor allem PLO. Die alten Live-Spieler haben darin jahrelang Erfahrung und wahrscheinlich vielfach einen Vorteil gegen Leute, die beim Holdem mit ihnen den Tisch wischen würden. Aber auch in dieser Hinsicht schwingt das Pendel langsam in die andere Richtung. Aktuell boomt PLO, und parallel steigt online die Zahl der hohen 8-Games und 7-Games zusehends. Und damit die Zahl kluger Leute, die viel Arbeit in das Studium dieser Spiele investieren, was unter Zockern eher nicht üblich ist.


Kommentare


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  • Coco
  • 27.02.10

Welcher Wert genau ist mit der erwähnten HUD Stat. 36/8 – 24/11 gemeint (VPIP / PFR??) ? Glare


Rainer
  • Rainer
  • 27.02.10

@Coco: Ja, VPIP/PFR.


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  • Lucky Balboa
  • 27.02.10

Mir Gefällt der Artikel!!! Und das Trotz das ich nur 0,10/0,25 spiele Smoke


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  • Jimmy Bean
  • 27.02.10

Wenn man sich die Anzahl der gespielten Hände von bekannten Spielern wie Chris Ferguson, Howard Lederer und Jennifer Harman auf Pokertableratings ansieht steht fest das diese Aushängeschilder von Full Tilt lieber live spielen – sie werden wissen warum. Die Bilanz mancher Pro´s wie Katja Thater und Eddy Scharf ist zumindest laut Ptr (online) negativ – und die sollten besser spielen als ich.


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  • dierente
  • 27.02.10

versuch einer erklärung. habe nämöich über diesen check/shove von simon auch gegrübelt. wahrscheinlich wollte er strassmann von einem as drücken.


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  • frag-mal-nach-bei-villians-hero
  • 27.02.10

wie immer: ein toller bericht von v-h. ich mag seine direkte sachlichkeit und vor allem das absolut kompetente verständnis für die vorgänge am tisch.

frage an v-h/redaktion: mich würde brennend interessieren, WER die beiden an den NL2000-tischen sind, vor allem der turniergewinner DANKE! ... brauche diesen INPUT …. Glare


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  • Zitat von Simon muenz aus einem forum
  • 27.02.10

Zu der Hand, am Flop check ich natürlich erstmal, weil eine Bet nicht wirklich Sinn macht es sei denn, man erwartet jetzt einen loosen bluffraise ( was an diesem Tisch NIEMALS der fall ist) oder einen loosen call evtl. von Pascha aber selbst er kann hier mit T4o oder sonstwas nicht viel reinfantasieren-> check. Nun spielt Johannes vom Button an, er weiß , dass ich weiß , dass er eher eine Nit ist und eher tight spielt ich denke auch, dass er mich nicht allzuoft bluffen wird. Ich calle eben und schau mal wie er reagiert usw. Turn kommt eine Karte bei der viele neue Draws kommen, die er dann evtl. doch nochmal anspielen würde , er spielt rel. schnell was mir schon komisch war , habe ihn hier eigtl. zu 90% auf nem bluff. Am River kommen die meisten Draws an und er spielt sehr schnell sehr groß an. Meiner Meinung nach, hat er hier NIE eine 9, NIE ein Ace sondern meistens ein Flush gehittet, evtl. die Straße oder ein pure Bluff. Die große und schnelle bet und sein Verhalten beim reinschmeissen der Chips und sonst , hat für mich sehr unsicher gewirkt und meistens bettet man SEHR groß, weil man eben angst hat vor einem c/r. SO hab ich zumindest die Hand interpretiert und habe deshalb am River allin gec/r , er kann hier meiner Meinung nach EASY ein flush folden , auch wenn er nun sagt , dass er das niemals machen würde( sagt man natürlich immer) aber wenn er ( thinking player) nachdenkt, hat er hier einen wirklich toughen call mit JEDEM flush und mit einer str8 genauso. Naja im Endeffekt hatte er nichts, was wohl auch seine unsichere Art bestätigt und seine Overbet oder Potsizebet , weiß nicht mehr genau wie viel es war, meinte er war ausversehen. Dann habe ich mich eben falsch gelevelt aber so ist das eben beim Pokern, man kann ja nicht immer komplett richtig liegen , reicht ja wenn die annahmen in > 50% der fälle stimmen.


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  • Icy
  • 27.02.10

Sehr guter Beitrag, nur mit tom dwan, da zuzustimmen wäre falsch, er ist wohl einer der schlechtesten spieler im highlimit berreich, sehr loose, auf dauer verliert er.

Cashgame online hat höheres niveau wie live cashgame, aber bei turnierpoker is live mit abstand besser wie im internet! aussetzer gibts natürlich auf beiden seiten, aber in % is live poker turniere viel viel besser!


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  • ich weiß nicht genau ob das zum Thema passt..
  • 27.02.10

aber mir fällt schon seit langem auf, dass in Onlinespielen, speziell bei Turnieren, immer der Bigstack im Headsup gegen den Smallstack gewinnt und das obwohl der SS Preflop 80% Favorit ist.

Ich mache mir mittlerweile einen Spass daraus die Turn und Riverkarte voraus zu sagen, die den Smallstack(Preflopfavorit) killt.

Meine Quote dabei ist sentationell hoch. Ist das Zufall? Ich unterselle ja den Onlineanbietern nicht, dass die betrügen, denn die Kohle machen sie sowieso. Meiner Meinung nach hängt das mit der Software zusammen, die die Kartenauswahl bestimmt, zusammen.

Ich zumindest, spiel überweigend nur noch Live.

Hat jemand dazu eine Meinung?


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  • Michael
  • 27.02.10

Bei Full Tilt wird laut support durchgehend gemischt. Das heißt selbst während der Flop liegt und du darüber nachdenkst was zu tun ist wird im Hintergrund durchgehend gemischt, damit selbst ein Hacker das Board nicht vorraussagen kann. Wäre das Board vor dem Flop fest wie es Live der Fall ist wäre es ja durchaus möglich.


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  • Beobachter
  • 27.02.10

Könnte bitte wenigstens ein Artikel frei von User-Kommentaren über vermeintlich geriggte Online-Poker-Softwares sein? Danke.


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  • Sky
  • 28.02.10

Reine Live-Spieler sind grundsätzlich erst einmal Donks. Woher soll auch die Erfahrung kommen? Unsereins spielt 500+ Hände/pro Stunde.

BTW, folgende Live-Hand vom bekannten OL-Spieler HORROR kürzlich gesehen: Limper (ein klassischer RL-Donk), HORROR limpt mit, der BB geht mit ca. 50 EUR all-in, der Limper callt, HORROR geht mit ca. 500 EUR effektiv all-in, Limper zahlt auch das, Limper hat KK, HORROR AT, KK gewinnt. LOL

Hellmuth ist ein RL-Donk, aber Elezra? Ein Gambler und sick, aber er scheint zu gewinnen. Mal auf HSDB schauen, der kann spielen. Jude halt, LOL.


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  • Sky
  • 28.02.10

Cunningham scheint etwas fishy, zumindest hat er die Tendenz alles wegzuwerfen, was nicht Richtung Nuts geht. Hier und bei der Bewertung Elezras sind eindeutig pers. Vorlieben im Spiel. Auch bei Old Sky.


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  • Sky
  • 28.02.10

@Donk “Ich mache mir mittlerweile einen Spass daraus die Turn und Riverkarte voraus zu sagen, die den Smallstack(Preflopfavorit) killt.” Jo.

“Ich zumindest, spiel überweigend nur noch Live.” q.e.d. ;)

MFG, Sky


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  • Mitleser
  • 28.02.10

@Beobachter, warum sich gleich aufregen. Der Beitrag lautet doch “Haben Livespieler im Internet wirklich keine Chance” und meine geschilderte Erfahrung teilen viele mir bekannte Spieler. Es geht auch nicht darum ob Software “geriggt” ist, sondern ich wollte nur wissen, ob hier vertretene Spieler die gleiche Erfahrung mit der gleichen Häufigkeit gemacht haben.

@Sky, ok, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich auch einige Jahre “Online” gespielt habe (was ich nicht beweisen muss), Du hingegen scheinst Poker erfunden zu haben. Eigentlich müßtest du oft im Casino sein um die ganzen Livedonks abzuzocken. (q.e.d.)

@Michael, danke für eine erklärende Antwort, die leider nicht meine Frage beantwortet.


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  • Sky
  • 28.02.10

@Donk Die spielen mir im Kasino zu hoch. Zudem gefallen mir Atmosphäre und Visagen oft nicht, dazu Rake&Tip. Grausam. Wenn man dort blufft und dann guckt Dich eine [...] 5 Minuten an… RL-Poker ist oft richtig Kacke.

[Mod: Politisch bedenkliche Formulierung entfernt]


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  • Bernie
  • 28.02.10

Also sooo schlecht spielt Elezra nun auch wieder nicht. Auf Fulltilt ist er Gewinner auf höchsten Limits, und das seit Jahren. Und bei HSP ist er sicher nicht der schlecheste Spieler.


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  • Sky
  • 01.03.10

Schreib doch mal, lieber Blogautor, warum Eli so Scheisse sein soll. Verstehe ich überhaupt nicht, als Fan des Blogautoren (vielleicht der beste deutschsprachige Content nach P.Marmorstein) noch weniger.

MFG, Sky


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  • Patentante
  • 02.03.10

“Reine Live-Spieler sind grundsätzlich erst einmal Donks. Woher soll auch die Erfahrung kommen? Unsereins spielt 500+ Hände/pro Stunde.”

Tja, vielleicht aus 10+ Jahren in unterschiedlichsten emotionalen Ausnahmesituationen? Vielleicht auch daher, weil ein Live-Spieler deutlich mehr Zeit hat, Gegner und gespielte Hände zu analysieren.

Onliner können vielleicht schneller rechnen, darauf kommt es live oder beim HU aber nicht an. Davon, dass Onliner live mehr Tells liefern als das Tagebuch einer Discoschlampe, noch ganz abgesehen.


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  • Ali
  • 03.03.10

Durchschnittliche Lievespieler erkennen ja auch nach Jahren nicht was wer für Tells hat obwohl sie mit denselben Leuten tagein – tagaus spielen. Die spielen ihre Karten und das wars. Das sind dann auch die die sagen dass Poker ein Glücksspiel ist aber halt eben aus Spaß spielen. Akzeptiere ich und bin ja auch froh dass es solche gibt. Und wenn mal ein “blöder” Call kommt wo so einer aussuckt, meine Güte, passiert halt. Auf lange Zeit will man ja solche Calls, also braucht da auch niemand blöd fragen “wie er das denn callen konnte”.


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  • danke!
  • 13.03.10

danke an die Moderation!

[Mod: Danke für den konkreten Hinweis]