Amateurpoker, Heads-Up und Spendenaktion bei der GFP
- By
- PokerOlymp, Sonntag. 21. Februar 2010
- Tags
- gfp
Am 13. Oktober 2009 wurde die German Federation of Poker (GFP) offiziell ins Leben gerufen. Was hat sich seitdem getan?
Letztes Jahr unterzeichneten Stephan Kalhamer (Präsident der GFP) und Anthony Holden (Präsident IFP) im Alpine Palace Hotel in Saalbach Hinterglemm die Aufnahme der GFP in die International Federation of Poker.
Damit wurde nicht nur der Grundstein für eine bundesweite Live Poker Liga für Vereine und Clubs gelegt, vielmehr haben sich die Verbände zum Ziel gesetzt, die Anerkennung von Poker als Gedankensport bei der International Mind Sports Association (IMSA) zu erreichen – PokerOlymp berichtete.
Seit einigen Tage läuft nun die Heads-Up Team Liga der GFP. Die erste Begegnung wurde bereits ausgetragen. Bis zum 10. Mai werden 42 Vereine in 10 Divisionen ihren Meister ermitteln.
Die 42 teilnehmenden Vereine verteilen sich auf ganz Deutschland. Städte wie Hamburg, Berlin, Hannover, München, Köln und Lüneburg stellen teilweise sogar mehrere Vereine.
Bis zum 25.4. werden in den 10 Divisionen die 16 Teams für die Finalrunde ermittelt. Es qualifiziert sich dabei je nach Größe der Division immer das beste Team oder die besten beiden Teams. Acht weitere Teams haben die Chance sich über die Relegation für die Finalrunde zu qualifizieren. Die Relegation und Finalrunde finden schließlich vom 8. bis 10. Mai in Regensburg statt.
Aus Erfahrungen in anderen vereinsübergreifenden Turnieren lassen sich auch schon die Favoriten der ersten Saison bestimmen. Gute Chancen auf den Titel haben aus heutiger Sicht die Poker Assassins Spandau, Hold’em Cologne, der PokerClub Schwabmünchen e.V. sowie die Poker Piranhas Hamburg. Letztere haben ihre erste Begegnung gegen den Pokerclub Ace High bereits mit 61 zu 21 gewonnen.
Außerdem setzen sich die Vereine für die Erbbebenopfer in Haiti ein. Die GFP hatte im Januar alle Mitgliedervereine aufgerufen, Charity Pokerturniere zu veranstalten. Bisher haben sieben Mitgliedervereine ihre Teilnahme an der Spendenaktion zugesagt und Termine bekanntgegeben. Diese können unter GerFedPoker eingesehen werden. Die ersten Spenden von vier der Vereine sind bereits eingegangen.
Stellvertretend für die Amateurpokergemeinschaft in Deutschland stellt die GFP außerdem einen Spendenbetrag von 500,- € bereit. Insgesamt sind damit bereits €1.765,80 zusammengekommen.
Ursprünglich sollten alle bis zum 04.02.2010 durch die Spendenturniere gesammelten Gelder durch die GFP im Namen aller Mitgliedervereine in Deutschland an die Welthungerhilfe übergeben werden. Aufgrund der großen Resonanz wurde die Aktion aber noch einmal verlängert.
Kommentare
















Ähm … 42 Vereine spielen in 10 Divisionen (4,2 Clubs/Vereine je Division) und dann Haiti: “Bisher haben sieben Mitgliedervereine ihre Teilnahme an der Spendenaktion zugesagt …” Ist das wirklich eine “große” Resonanz??? Ich würde sagen: Nein! Denn mir sind etwa 300 Vereine und Clubs bekannt – und dann sprechen wir von einer Beteiligung von kaum mehr als 2,4 %. Und das ist eher mässig.
Wenn dir soviele Vereine bekannt sind, stellt sich die Frage, warum so wenige an der Liga oder anderen Bemühungen auf Amateurebene teilnehmen.

Wann raffen die Veranstalter von so nem Schrott endlich mal, dass das total sinnlos ist und nullkommanull aussagekraft hat, wer da bei welchem Donkament irgendwo in Pusemuckel gegen wen wieviel zu wieviel gespielt hat?!? Poker ist nunmal ein Spiel mit sehr (!) hoher Varianz. Da macht es einfach keinen Sinn so n Quatsch auszuspielen, egal ob jetzt so n lächerlichen Müll wie die Poker Bundesliga oder das hier. Die benötigten Samplesizes können live niemals in einem sinnvollen Zeitrahmen abgespielt werden, um dann wirklich aussagekräftig und weitestgehend glücksbereinigt sagen zu können das der oder der der beste ist.
Poker lässt sich nunmal nicht in einen solchen Rahmen pressen. Fertig! Mal ganz davon abgesehen, dass Poker ein Spiel ist, was um GELD gespielt wird und nicht darum, wer den Längsten hat oder “der Beste” ist. “Der Beste” ist derjenige, der am meisten (oder ausreichend) GELD gewinnt. Und das versucht man, indem man gegen möglichst schwache Spieler spielt die man ausnehmen kann und nicht indem man möglichst starke Spieler antritt. Das Spiel ist purer Kapitalismus bei dem man versucht seine möglichst schwachen Gegner möglichst einfach broke zu spielen. Ob das moralisch OK ist ist ne andere Frage, aber that’s Poker Baby! Wer das nicht akzeptiert sollte Turnier-Doko spielen. Beim Poker gibt es keinen olymipschen Gedanken. Wie sagte Stu Ungar noch so schön: “See, in my world – the world of highstakes Poker – we play for cold hard cash.” und “It’s hard work, playing poker, don’t let anybody tell you different.” ... Li Poker Liga … rofl
@ xXx: weil es Amateursport ist und da dort einzelne Personen ihren Ego befriedigen müssen und keinesfalls miteinander arbeiten wollen um den “Sport” voran zu bringen (obwohl dies ja immer der Hauptgrund für solche Vereinigungen ist- Achtung Ironie). Ich möchte hier niemandem zu Nahe treten, zumal ich bisher noch nix von o. g. Federation gehört habe und eigentlich nur positives zu Hr. Kahlhammer berichten kann…
Meine Meinung basiert auf Erfahrungen in anderen Amateursportarten die kein Breitensport/Mannschaftssport, sind vor allen Dingen Kampfsportarten wie Kickboxen, Boxen, Karate. Hier gibt es auf Nationaler Ebene schon zig Verbände, dann nochmal soviele Weltverbände, und jeder will nur das beste des Amateur-Sportlers: sein GELD!
Auch hier wird es wahrscheinlich keinen anderen Grund geben.
Da keine Bargeld – Turniere stattfinden dürfen, kann nur der Veranstalter in diesem Fall GFP und IFP daran verdienen bzw. seine Unkosten
abdecken…
Wer bei sowas mitspielt ist zu schlecht um echtes Poker zu spielen denn sonst würde man weder die Fahrtzeiten noch die Startgelder in Kauf nehmen um dann einen Pokal und ne Wurstsemmel bzw. nen i-Pod oder dergleichen zu bekommen wenn ich in der gleichen Zeit im Internet Geld verdienen kann…
In diesem Sinne Have nice Day! Chosen One
Zum Glück gibt es soviele verschiedene Ansichten. Wenn wir uns alle einig wären, wäre es auf Dauer viel zu langweilig. Wenn also irgendwer der Meinung ist, er müsse mit Poker Geld verdienen, kann er das gerne machen. Für alle anderen, die gefahrlos einfach den Spaß am Poker miterleben wollen, stehen die Vereine offen. Und wenn wir uns jetzt langsam organisieren, bleibt es jedem selbst überlassen, dort mitzumachen. Hier irgendwelche subtilen oder offensichtlichen Beleidigungen abzulassen, finde ich äußerst unpassend. Und zu behaupten nur ein Cash Pokerspieler ist ein echter Pokerspieler, bitte schön… Den Vergleich mit irgendwelchen Kampfsportarten finde ich sehr interessant. Wenn ich der Argumentation von nh folge, müsste dann der beste Kampfsportler der letzte Überlebende eines Turniers sein. Und das kann es ja nicht wirklich sein. Ansonsten sehe ich das ganze eher gelassen. Jeder soll sich das raussuchen, was am besten zu ihm passt. Und wer der Meinung ist nur ein Pokermillionär ist ein guter Pokerspieler, dem kann ich auch nicht helfen.

@ xXx: ja jedem das seine, das steht ja sowieso außer frage.
Ich wollte aber darauf aufmerksam machen, dass bei solchen Verbänden die im Amateurbereich arbeiten die Leute an der Spitze dieser Verbände hauptsächlich ein finanzielles Interesse haben.
Und jeder Sportler (in diesem Fall Pokerspieler) nur dazu da ist Geld abzuliefern, als Gegenwert für Startgelder und Fahrtzeiten erhält man dann vergleichsweise wenig bis nichts…
Außerdem sage ich nicht dass nur ein Pokermillionär ein guter Spieler ist, aber zweifelsohne ist er besser als jemand der nur um i-Pods, DVD-Player und PS3 pokert.
Dein Beispiel mit der Kampfsportart hinkt in sofern, dass bei einem modernen Boxkampf nie das Ziel darin besteht den Gegner zu töten… Im Gegenteil in jeder Kampfsportart wird der Gegner mit dem größten Respekt betrachtet und man versucht sich mit fairen Mitteln zu messen.
Have a nice Day! Chosen One
@ xXx: “Wenn ich der Argumentation von nh folge, müsste dann der beste Kampfsportler der letzte Überlebende eines Turniers sein”
Eben nicht! Genauso gut könnte meine Oma bei einem einzelnen Pokerturnier da am Ende oben stehen, beim Kampfsportturnier wohl eher nicht ;) ... und das ist das was ich bei solchen Verbänden oder Ligen oder was auch immer kritisiere. Beim Pokerspiel setzt sich eben nicht kurzfristig(!) “der Bessere” durch, wie in anderen Sport- oder Spielarten. Um wirklich bewerten zu können wer der bessere Spieler wäre (denn das ist ja wohl der Sinn solcher Ligen) müsste man schon 100 (besser irgendwas zwischen 1000 – 10000) gleiche Turniere mit denselben Teilnehmern veranstalten und dann schauen wer oben steht. Und das ist einfach Banane. Poker lässt sich also nicht einfach in so ein übliches Vergleichswettspielkorsett zwängen, es funktioniert schlicht nicht und hat keine Aussagekraft. Und das wissen die Veranstalter auch. Die betreiben reine Bauernfängerei bei Unwissenden.
“Und zu behaupten nur ein Cash Pokerspieler ist ein echter Pokerspieler, bitte schön”
Auch das bitte nicht falsch verstehen. Ein wesentlicher Kern und Dreh- und Angelpunkt von Poker ist halt, einen gewissen Einsatz zu riskieren und parallel dazu die Möglichkeit zu haben ebenfalls einen Einsatz vom Gegner gewinnen zu können. Damit ist sowohl ein Turnierbuyin, der Stack oder der Einsatzt in einer Hand o.ä. gemeint. Der Einsatz sollte, wenn man “echtes” Poker spielen will nicht zu klein und nicht zu groß sein. Man sollte also innerhalb seiner Komfortzone spielen, wie man so schön sagt, aber es sollte auch “ein klein bisschen weh tun” (!!) wenn man verliert. Wo man diesen Punkt ansetzt ist natürlich individuell verschieden, keine Frage. Aber wenn wir jetzt z.B. mal so diese üblichen 15 Euro Turniere nehmen, bei denen man dann ein Laptop Stand 2006 als Hauptpreis gewinnen kann, dann tut das keinem wirklich weh, wenn er 15 Euro verliert. Schaltet man diesen Kernpunkt aus, kastriert man das Spiel und beraubt es einem (wenn nicht dem) wesentlichen Spielelement. Man spielt ja auch nicht Mensch ärgere dich nicht ohne rauswerfen.
Btw: Alls nicht persönlilch gemeint, xXx, ne!? Mich nervt sowas nur total ^^
Wie gut kann man eigentlich pokern, wenn man es nötig hat, über alles und jeden abzulästern? Und für wen oder was muss man sich halten, wenn man darüber urteilen möchte, was andere Menschen machen?
@

gdj: für einen Auserwählten!!!!!Have a nice Day! Chosen One
Ich finde es herrlich, wie sich hier vermeintliche Poker-”Profis” aufkaspeln, nur weil es Menschen gibt die Poker als Zeitvertreib und Non-Profit-Hobby ansehen.
@ alle, die gerne in einer Spielbank Pokern: Macht das! Der Deutsche Staat dankt es euch mit hohen Gewinnen der Spielbanken… Wenn euch das Geld nicht wehtut, was ihr als Verlust in der Spielbank lässt, dann sei euch das gegönnt. Nur sind das in meinen Augen sehr teure Lern- und auch Lehrstunden.
Wenn selbst ein Profi wie Chris Feuguson bei der letzten WSOP im Interview einräumt, dass die Stärke von Amateur-Spielern von vielen unterschätzt wird, kann man auch als Anlass sehen über den Status eines Profis anzudenken.
@alle, die im Vereinspoker unterwegs sind: Pokern im Verein ist eine gute , um nicht zu sagen, eine sehr gute Plattform um gefahrfrei “zu üben” was sie aus der Literatur wissen oder auch nur ausm Fernsehen (Ich gehöre auch zur Generation After-Moneymaker) und das einfach mal ausprobieren wollen. Die Profis würden sich natürlich die Hände reiben, wenn so jemand sich an einen Cash-Table verlaufen würde und dort mal so kräftig ausbluten würde – nur würde der dann einmal und wie wieder eine Spielbank betreten.
Ich habe selber in einem Pokerverein lange gespielt, und bin zur Erkenntnis gekommen, dass dort durchaus aus Amateuren Profis werden können – es kommt nur darauf an Sie kostengünstig lernen zu lassen. Jeder Mensch macht Fehler – davon können sich Profis nicht ausnehmen.
Man sollte auch zwischen “Vereinen” und Vereinen unterscheiden:
Erstere verfolgen klar ein wirtschaftliches Ziel: Mit fast gleichbleibendem geringem Aufwand Geld scheffeln unter dem Deckmantel eines “e. V.”s. Solche Wirtschaftsunternehmen machen das den Vereinen in ihrem eigentlichen Sinne verdammt schwer auf die Beine zu kommen, weil sie von der Politik mit in den Topf geworfen werden und damit vermeintlich gegen Glücksspiel-Staatsvertrag verstossen. Solange solche Unternehmen wie z. B. Herr Koch das nicht akzeptieren können, dass das ganze auch ohne Profit geht, wird da weiterhin nur eine Kreisbewegung zu erkennen sein.
Weitere Probelmatik ist neben der Politik auch das Fehlen von Sponsoren, die an der Thematik “Non-Profit-Poker” Interesse zeigen. Im moment werden solche Dinge wie Anreisen, Unterkünfte, Spielerausstattungen hauptsächlich von den Spielern selber gestemmt – und in den wirtschaftich unsicheren Zeiten die heute herrschen schreckt das viele ab sich in dem Sportbereich zu betätigen.
wenn für die grossen (Full Tilt, Pokerstars, Partypoker etc.) so ein Team-Wettbewerb uninteressant wäre, warum hat es dann Pokerstars im Rahmen PCA auf den Bahamas (der im übrigen noch vom Deutschen Team gewonnen wurde) abgehalten wurde? Selche Team-Wettbewerbe gibt es bei den Vereinen schon seit mindestens 2 Jahren – und ich bin davon überzeugt, dass solche Verstaltungen ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist.
Eine andere Farcette von den Amateuren: für diese ists wichtiger dem Konkurrentender auf Vereinsrangliste vor einem steht Punkte abzujagen um selber besser zuwerden als wie auf einem schnöden 15-Euro-Rebuy-Turnier mit einem Schrott-Fernseher welcher für z. B. 79 Euro zuzgl Versand über einen Internethändler kaufbar ist. Und ausserden gibt es auch menschen, die auf so einen schöden Pokal stolz sind.und solche Leute wirste kaum zum Spielbank-Besuch überreden können.
So und nun zu guter Letzt: die U18-Problematik!!
Ich hör schon gellende Aufschreihe “Wie kannst du es wagen Kindern Poker beizubringen…usw.”
Hier trennt sich nun entgültig die Spreu (wirtschaftliche Unternehmen) vom Weizen (“echte” Vereine).
ein einfaches Beispiel (was mit sicherheit schon in der Welt des Pokers geschehen ist):
der Sohnemann (geben wir ihm mal ein exemplarisches Alter von 15) “organisiert” sich die Kreditkarte von einem Elternteil, und weiß auch, das der Vater eine Pokersoftware auf dem PC installiert hat (dumm sinds sie ja nicht). Er hat sich etliche Fernsehfolgen diverser Formate angesehen und glaubt nun er kann das auch….
Mit der Kreditkarte eingezahlt und einfach mal losgezockt – und ehe er sich versiehtis die kohle geschichte….
Der Kateninhaber findet auf der Abrechnung ne Einzahlungen (Der Sohn glaubt ja er kann das) die er nie getätigt hat, und muss sich dumme Fragen stellen lassen von den Rechtsanwälten der Kreditkartenfirma, der Pokerplattform und auch Fragen der Polizei…
Quinessenz der Problematik: Hätte das vermiden werden können? ein klares Nein….aber wenn sich auch eine Mögichkeit ergibt, ohne Geldeinsatz mal länger als 2 Minuten an eien Pokertisch zu sitzen, dann wäre ich persönlich dumm als Elternteil so eine Mögichkeit nicht zu nutzen.
Hier beende meine Ausführungen und bin gespannt, welche Dissattacken kommen..
Peace Ogi