Gegner in der Mangel – Das Squeeze Play
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- villains_hero, Samstag. 06. Februar 2010
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Vorab ein Dankeschön an die Leser: Der Aufruf neulich im Editorial, mir Themen vorzuschlagen und Strat-Fragen zu stellen, hat zu einiger Resonanz geführt. Heute will ich auf die erste Leser-Anregung von Chosen One alias Michael Fleischmann eingehen – und ich möchte jeden ermutigen, weiterhin nachzufragen oder andere Themen anzuregen.
Was sind gute Spots für ein Squeeze Play, will Chosen One wissen. Die Frage werde ich heute zu beantworten versuchen – und noch drei weitere dazu: Wie verteidigen wir uns gegen Squeezes und, vielleicht am wichtigsten, was ist das überhaupt, ein Squeeze, und was bringt uns das?
Wie squeezen geht, lassen wir am besten Dan Harrington vorführen. Bekannt ist Harrington vor allem wegen seiner drei Turnierbücher „Harrington on Holdem“. Speziell Band I ist zwar mittlerweile etwas angejahrt und mit Vorsicht zu genießen, aber allemal immer noch lesenswert und eine prima Grundlagenlektüre. Harrington ist auch eine Art Vater des Squeeze Plays.
Zwar hat er den Move nicht erfunden, aber er hat ihn 2004 am Final Table des WSOP-Main-Events vor laufenden Kameras effektvoll ausgeführt. Seitdem wollen alle Leute ständig squeezen – auch in Spots, die dafür eher nicht geeignet sind. Schauen wir uns an, was Harrington seinerzeit gemacht hat, nachdem er am Button vor sich einen Opener und einen Coldcaller gesehen, seine Karten umgedreht und 62o gefunden hat („Those are rags, Dan!“):
Die berühmte Squeeze-Hand von Dan Harrington
Tja, da kann Greg Raymer noch so lange durch seine Fossilman-Brille in Richtung „Crazy Dan“ starren, am Ende bleibt ihm nichts anderes übrig als zu folden. Und damit hatte Dan Harrington sein Ziel erreicht, preflop einen Haufen totes Geld einzusammeln, denn darum geht es beim Squeezen: Wir registrieren, dass vor uns schon einige Spieler investiert und den Pot gefüllt haben, halten keinen der Beteiligten für übermäßig stark, und dann bedienen wir uns.
In der Harrington-Hand standen die Blinds bei 40.000/80.000 mit 10.000 Ante, 7 Spieler am Tisch. Nach Josh Ariehs Opener auf 225.000 und Greg Raymers Coldcall waren folglich 640.000 im Pot. Arieh verwaltete 2,9 Millionen Chips, Raymer 7,9 Millionen, und Harrington war short mit 2,4 Millionen. Noch keine bedrohliche Lage für den Altmeister, aber mit einem Stack von etwa 30BB und, so würde Harrington selbst den Spot beschreiben, mit einem M von knapp 13 war er bereits ein wenig in Chipnot. (Die von Harrington geprägte Variable „M“ steht für die Anzahl von Orbits, die dem Spieler bis zur Pleite blieben, ließe er sich von nun an herunterblinden.) Andererseits hat er aber noch genügend Chips, um Druck auf die größeren Stacks auszuüben, was ihm in Spots wie diesem Fold Equity sichert – noch. Und deswegen hat er die Chance beim Schopf gepackt.
Einige günstige Umstände dürften Harrington aufgefallen sein, bevor er sich zu seinem Move entschloss:
-Josh Arieh eröffnete UTG relativ loose, bei weitem nicht nur mit Premium-Händen, so dass ein Großteil seiner Opening-Range gegen eine 3bet nicht weiterspielen kann. -Josh Arieh ist ebenfalls recht short mit 2,9 Millionen Chips, so dass Harrington fast den kompletten Stack seines Kontrahenten bedrohte. Hätte Arieh mit 10 Millionen Chips dahinter eröffnet, wären Harringtons 62o wahrscheinlich in den Muck gegangen. Wäre er deutlich shorter gewesen und hätte zb mit seinem Opener 20% seines Stacks investiert, dann hätte Harrington ebenfalls nicht gesqueezt, weil Arieh mit solchen Stacks kaum einmal eröffnen würde, um dann noch zu folden. -Greg Raymer als Chipleader und Tablecaptain coldcallt den Opener von Arieh mit einer weiten Range -Harrington dürfte zuvor halbwegs tight gewesen sein, so dass sein Image passte.
Wenn wir im Cashgame squeezen, dann sind wie seinerzeit bei der WSOP diese Faktoren entscheidend: Wir brauchen, das ist am wichtigsten, a) jemanden, der loose eröffnet, wir brauchen b) effektive Stacks, die den Gegnern das Folden ermöglichen, und c) sollte unser Image intakt sein. Und doch gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Harringtons WSOP-Squeeze und jenen, wie wir sie in der Regel ausführen – Harrington committet sich preflop, zumindest aus Sicht seiner Gegenspieler, indem er preflop die Hälfte seines Stacks investiert. Niemand investiert preflop die Hälfte seines Stacks, um dann noch zu folden – zu Recht.
Nehmen wir einmal an, Arieh hätte nach Harringtons 3bet per 4bet seinen Stack in die Mitte gestellt und Raymer gefoldet. In den Fall wären fast 4 Millionen Chips im Pot gewesen und noch 1,2 zu zahlen für Harrington. Bei Odds von 1,2:4 benötigt seine Hand gut 23% Equity gegen die 4bet-Range von Arieh. Geben wir Arieh mal eine supertighte 4bet-Range (AK, AKs, QQ+) und fragen Pokerstove, wie dagegen die Equity von 62o aussieht:
| Hand X | equity | win | tie | pots won | pots tied | range |
| Hand 0 | 77.214% | 76.98% | 00.24% | 537782760 | 1646532.00 | QQ+, AKs, AKo |
| Hand 1 | 22.786% | 22.55% | 00.24% | 157544208 | 1646532.00 | 62o |
Huch, das ist aber knapp, 22,8%. Unter sehr speziellen Umständen hätte Harrington also trotz 1,2:4 (oder 1:3,3) tatsächlich noch folden können, aber davon konnten weder Arieh noch Raymer ausgehen. Eine nicht nur diesen beiden Cracks bekannte Faustregel beim No-Limit Holdem lautet, dass preflop 1:2 Odds meistens zum Callen verpflichten, weil kaum einmal eine Hand gegen eine Range so schlecht dasteht, dass sie nicht wenigstens gut 30% Equity hat.
Ich schweife ab? Stimmt.
In Cashgames oder früh im Turnier ergeben sich immer mal wieder ähnliche Spots: Ein looser Spieler eröffnet, einer oder mehrere loose Spieler coldcallen, und dann sind wir an der Reihe, und es steht die Frage im Raum, ob ein Squeeze gut ist. Der Unterschied sollten jeweils die effektiven Stacks sein, denn wer ernsthaft postflop Poker spielen will, der sitzt mit 100BB oder mehr am Tisch. Und wenn wir von 100BB effektiven Stacks ausgehen, dann spielt die Postflop-Perspektive eine wichtige Rolle bei der Frage, mit welchen Kombos wir squeezen sollen oder nicht.
Setzen wir uns in ein 5/10 mit 100BB effektiven Stacks. Ein loose-kompetenter CO eröffnet auf 30, der Button callt, der SB callt ebenfalls, wir im BB -mit 87s. Haben wir uns in den Orbits zuvor ruhig verhalten, dann mag ein Squeeze, eine 3bet auf z.B. 140 mit any two cards unmittelbar Profit zeigen, natürlich auch mit 87s. Aber diese Kombo hat so viel Postflop-Potenzial und ist so prima multiwaytauglich, dass ich in diesem Szenario fast immer callen würde. Call gewinnt natürlich den Pot nicht so oft wie eine 3bet, aber voraussichtlich gewinnen wir per Call gelegentlich einen sehr großen Pot, so dass unterm Strich selbst mit tightem Image Coldcall die bessere Lösung sein dürfte.
-Mit AJs. Hier riskieren wir per Squeeze, uns gegen bessere Kombos zu isolieren, also alle schlechteren Ax und Jx-Kombos des Cutoffs zum Folden zu bringen, wohingegen alle besseren tendenziell weiterspielen, so dass mit tightem Image ein Squeeze auch hier profitabel sein mag, ein Coldcall aber die bessere Variante. Anders sähe es aus, wenn unser Image wild ist und wir bekannt sind als jemand, der kaum einmal einen Spot zum Squeezen auslässt und schon gar nicht diesen, der mit einem loosen CO-Opener und zwei Coldcallern offensichtlich ideal ist. Müsste der Cutoff davon ausgehen, dass wir in einem solchen Spot allermeistens einen Squeeze ansetzen, dann würde er entsprechend leicht zurückspielen, so dass wir uns eben nicht mehr gegen bessere Hände isolieren, sondern recht bequem um Stacks spielen könnten. Je looser unser Image ist, desto leichter können wir in einem solchen Spot für Value und um Stacks squeezen.
-Mit K4o bräuchten wir nicht lange nachzudenken, einfache 3bet für uns. Coldcall ist mit so einer Hand bedenklich, wir bekommen preflop zwar einen sensationellen Preis von 1:5, haben aber eine Hand, mit der nicht viel zu gewinnen ist, mit der wir aber gegen uns dominierende Ks immer mal eine Menge verlieren werden („reverse implied odds“). Ebenso wie bei normalen 3bets die Faustregel hilft, die 3bet anzusetzen mit Händen, die für einen Coldcall gerade nicht gut genug sind, so hilft sie beim Squeezen auch. Sind mit unserer Hand postflop Probleme zu erwarten, und unser Image ist in Ordnung, dann versuchen wir halt, die Sache preflop zu entscheiden. So lange die anderen folden, macht es ja keinen Unterschied, ob wir AA oder A2o (oder 62o) halten.
-Mit K9o oder QJo hätten wir einen Spot, über den die Gelehrten streiten. Beides ist möglich, abhängig davon, wie wir gesehen werden, und wie sich die Gegenspieler in dem einen oder anderen Szenario wahrscheinlich verhalten werden.
Squeeze-Spots sind sehr individuell, weil sich verschiedene Villains gerade dabei sehr unterschiedlich verhalten. Der eine squeezt wie wild, der andere eher nicht. Gegen die wilden Squeezer müssen wir entsprechend wild zurückspielen und, wie oben skizziert, entsprechend leicht unseren Stack reinstellen (sie tun es auch). Gegen tighte Squeezer ist eher Vorsicht angezeigt. In diesen Spots drohen grobe Fehler, wenn wir, sei es als Squeezer oder als Opener, der mit einem Squeeze konfrontiert ist, die gegnerische Range falsch einschätzen. Mit AQo den Stack reinzustellen gegen jemanden, der nur mit JJ+, AK squeezt, ist teuer. Mit AQo nicht den Stack reinzustellen gegen jemanden, der 20% oder mehr squeezt, ist ebenfalls teuer.
Apropos Stack reinstellen. Das ist aus Sicht des Spielers, der mit 100BB eröffnet und dann mit einem (in der Regel etwa) 15BB-Squeeze konfrontiert ist, schwierig zu handeln, weil einerseits ein Call des Squeezes problematisch ist mit den Villains dahinter und dem bereits erheblich gewachsenen Pot, aber andererseits kaum Raum bleibt für 4bet-Bluffs. Das hängt zusammen mit der beim Squeezen ungewöhnlichen Höhe der 3bet, mit der wir konfrontiert sind. Eine 4bet wäre meistens auf 30 oder mehr Big Blinds, so dass wir damit brereits 30 oder mehr Prozent unseres Stacks investiert haben. Und eine 4bet auf mehr als 30% des Stacks und dann noch ein Fold ist rechnerisch oft ein Fehler, abhängig von der gegnerischen 5bet-Range.
Weil es oftmals kaum eine geeignet 4bet-Größe gibt (von der der Squeezer annehmen kann, dass es ein Bluff sein könnte) bietet es sich vielfach an, bei 100BB eff. Stacks gegen Squeezes von wilden Spielern direkt den Stack reinzustellen, sowohl mit Valuehänden wie AK als auch mit den Bluff-Händen, allerdings in diesem Fall mit solchen Bluff-Händen, die brauchbare Equity haben gegen die Callingrange des Villains, suited Asse etwa bieten sich dafür an.
Nicht nur für den Opener sind Squeezes schwierig zu behandeln, auch für den Coldcaller sind sie vielfach problematisch. Eröffnet ein looser Cutoff, wir sitzen am Button und haben wilde Spieler in den Blinds hinter uns, dann ist es in diesem Spot schwierig für uns, profitabel zu coldcallen, weil so oft ein Squeeze aus den Blinds zu erwarten ist. Deswegen müssen wir in solchen Spots unserer Coldcall-Range einen Value-Part hinzufügen, der unsere gesamte Coldcall-Range beschützt und gegen Squeezes aus den Blinds gerne um Stacks spielen will. Zum einen können wir preflop Hände wie AK/AQ oder auch 88/99 langsam spielen, indem wir sie coldcallen. Wenn dann ein Blind 3bettet und der CO foldet, dann stellen wir unseren Stack rein. Eine andere Herangehensweise ist, mit wilden Blinds in diesen Spots am Button weniger zu coldcallen und die 3bet-Frequenz heraufzufahren – was allerdings bald zu vermehrten 4bets aus den Blinds führen wird, woran dann wieder wir uns anpassen müssen.
Kommentare

















eines muss man ihm lassen. er macht sich wirklich viel arbeit um echte langeweile zu verbreiten. das verdient meinen beitrag.
Ihr seid echte Stinker der Mann meints nur gut. Ich könnte an die Decke gehen wenn ich hier ständig sone assozialen Kommentare lese. Wenn euch Lesen nicht gefällt guckt lieber Raabs Pokernacht da lernt IHR BEIDEN mit sicherheit noch viel dazu…bei so viel Dummheit!
Tja, wenn man sich nicht im strategischen Bereich verbessern möchte und so ein besserer Pokerspieler werden will, sondern lieber Geschichten über pokernde Gartenzwerge und andere ganz,ganz lustige Sachen hören will, dann ist dieser Artikel langweilig. Ich finde ihn sehr gut.Mehr davon
bist ja schon bisschen hohl aksking hm ?
das is keine funny-poker-stuff sondern anspruchsvolleres Gameplay von jemandem der hohe limits spielt und schlägt. Das mit Gartenbach vergleichen nur weil der lustig ist und v_h halt nicht ist sinnlos³
Mach einfach den Kopf auf und versuch mitzunehmen was zu nehmen ist.
Oder lass Gartenbach 50/100 SH mit v_h auf ps.de spielen, dann wirds bestimmt witzig für dich.
tja, die leute die artikel zum thema poker langweilig finden, sind hier eben falsch.
sehr aussführlich geschrieben und in der theorie gut ausgearbeitet. die praxis sieht leider anders aus. tatsächlich ist an den livetischen in deutschland immer wieder zu beobachten, dass bei spätestens 2 callern eines openraises oft ein squeezeplay erfolgt. idr nicht von jemandem des kalibers von dan. auch ich squeeze gelegentlich gegen loose spieler. allerdings nur wenn meine position stimmt. da calls bei dieser sorte spieler zu erwarten sind, muss ich der erste sein der nach dem flop spricht.
das squeezeplay von dan ist nicht an die cashgametische heutiger zeit zu übertragen. mathematisch richtig ist dabei oft nicht die frage. es geht mehr um das eigene image und das der gegner, und/oder welche reads man auf sie hat.
implied odds spielen dabei auch eine rolle. so kann es sich durchaus lohnen um einen squeezepott zu kämpfen.
cashgame und turnier unterscheiden sich hier jedoch gewaltig. die foldequity im turnier ist idr deutlich höher. auch die qualität der spieler ist meist an einem finaltable eines grossen turniers besser als in einer 2/4er partie eines deutschen durchschnittcasinos.
fazit: es gibt in der tat viel falsch zu machen beim squeezeplay. sowohl als squeezer, als auch als replayer.
hey, das war ironisch gemeint, bezogen auf den ersten beitrag. also lasst mich leben
Und was ist jetzt Squeeze Play ?
Nur ein Scherz.
Ihr nennt das “Squeeze Play” ? Im Grunde genommen ist es mit Brechstangen versuchen den gegenüber einzuschüchtern in der Hoffnung das der gegenüber wegrennt um das was er schon hingelegt hat abzustauben.aber was is wenn er die kalashnikov hat?dann callt er nich nur, mit großer wahrscheinlich keit bist du und dein geld dann squeeze bescheuert. tut mir leid aber für mich is das alles nur gelaber. man kann es versuchen und wenn die anderen tatsächlich nix haben laufen sie weg. es is einfach auf gut glück.in dem text steht soviel zeug von wegen 3-bet frequenz , wild blinds, 4 bet bluffs.mir kommt manchmal so vor als würde die pokerszene alles mögliche an theorie erfinden um das spiel sowenig wie möglich als glückspiel da stehen zu lassen. die karten entscheiden das spiel. mann hat die option auch zu bluffen, das is das besondere an diesem spiel,trotzdem entscheiden die karten, realisiert das mal. oder wieso sind wir alle noch nich auf hawai? wenn esangeblich soviel mit können ist. müssten wir ja bei den mengen die wir spielen völlig behindert und nicht lernfähig sein denn irgendwann müssten wir es doch perfekt beherrschen wie wenn man zich tausend spiele fifa spielt und irgendwann einfach das spiel beHERRSCHT!. sorry jungs ich bin ein freund von poker usw. ich spiele es jeden tag aber das ganze getuhe auf jeder beschissenen seite und im tv LERNE von den profis und werde millionär finde ich einfach scheisse und schlecht für kinder die tv gucken. es ist zocken und punkt.
ja bobo, bei dir mangelt es offensichtlich an lernfähigkeit. mit der aussage, dass die karten entscheiden, schiesst du dich selbst ins aus. wenn du nur immer deine karten entscheiden lässt, wirst du nie ein turnier gewinnen. spieler die beim cashgame nur die karten spielen, gehen fast immer +/- 0 nach hause. sie gewinnen eine hand weil sie die nuts treffen und verlieren die asse und pöbeln dann rumm, wie man mit 56, 20 euro callen konnte. es geht beim squeezeplay nicht darum auf gut glück ein paar bilnds einzusammeln. es ist nur einer von hunderten strategischen zügen, der dir im entscheidenden moment einen vorteil bringen kann.
und falls du es noch nicht gemerkt hast. pokern ist nicht nur ein kartenspiel mit glückskomponente, sondern ein auch ein strategiespiel. sonst könnten alle am tisch, bei jedem spiel 10 euro in die mitte legen warten wer am schluss gewinnt.
@ villains_hero: Danke für die ausführliche Antwort. Nochmal kurz nachgefragt: Hältst du diesen Spielzug im CG oder bei Turnieren für kraftvoller/sinnvoller?
@ alle Nörgler: Wer sich hier beschwert ist wirklich selber Schuld.
Der Mann (villains_hero) weiß wovon er spricht, und seine Tipps funktionieren (wenn man die Spots findet) hervorragend!
Ich habe seine Artikel schon auf 2+2 verfolgt und auch seine Analysen sind immer sehr lesenswert. Also seit doch etwas dankbarer dass ein ausgewiesener winning player sich die Zeit mit euch vertreibt, er könnte diese auch sinnvoller nutzen (zumindest würde ich dies tun)!
Ich möchte nochmals danke sagen, weiter so und Daumen hoch!!
Have a nice day! Chosen One
Turnier:
Man muss sich halt dem Risiko und der Varianzerhöhung bewusst sein wenn man einen Squeeze spielt. Die Pot Odds für die beiden (oder mehr) Vorspieler sind jedenfalls extrem verlockend für einen Call. Da muss ich schon einen tollen Read haben um mit A9-, K8, Q8, zu Squeezen.
Einen Squeeze mit 62o würd ich nur in einer Notsituation wagen, z.B. wenn ich auf Sieg spielen muss. Wär mir schad um die Chips, um den Squeeze könnt ich billig einige Flops sehen – mit wesentlich weniger Risiko.
Wie immer top, der Artikel! Ist zwar jetzt nichts so wirklich Neues, aber ab und an mal rekapitulieren macht ja auch Sinn. ^^ Gerade in Verbindung mit aggro Fischen die ab MP/LP viel openraisen und tighten 08/15-ABC-Regs dahinter die coldcallen, können sich hier viele schöne Squeeze-Spots ergeben, wenn man selbst dahinter sitzt (sowohl OOP als auch IP). Ist der TAG jedoch “thinking” entwickelt sich auch ratz-fatz ein Levelwar mit Bluffshoves.
Und genau das meinte ich mit Varianzerhöhung.
Netter Artikel – Danke dafür
Was ist daran langweilig? Man ihr Railbirds wollt auch nur XX Mio Pötte sehen und eurer Taschengeld verdonken,oder? Lasst doch mal dem interessierten Leser hier genug Raum!
Btw. Weishaar du bist und bleibst lächerlich, auch wenn du dich jetzt bobo nennst. Wenn das alles doch nichts bringt, dann hör auf zu pokern und vorallem hör auf diese Seite zu lesen und deinen geistigen gefrusteten Dünnpfiff abzugeben
@ nh: und genau diese “thinking” TAGs waren mit ein Grund für meine Frage…
Have a nice day! Chosen One
großartiger artikel. ich denk mir immer dass es eigentlich ein unding ist welche goldgrube du den lesern hier vor die füße wirfst. andererseits gibt es genug die einfach blind an ihr vorbeigehen.
@chosen one: Der Move ist immer dann sinnvoll, wenn der Spot stimmt. Zwischen Turnier und Cashgame mag ich da nicht unterscheiden wollen. Sowohl als auch;) Die Hauptbotschaft des Artikels ist ja vor allem, dass kaum eine Preflop-Chose so individuell ist wie das Squeezen und das korrekte Zurückspielen, weil sich die Ranges der squeezenden Gegenspieler so dermaßen unterscheiden und außerdem Potsize/Stacksize die Sache kompliziert machen. Falls du online spielst und Holdem Manager/Pokertracker mit einer großen Datenbank dahinter hast, dann vergleiche einfach mal den Squeeze% verschiedener Regulars, und du siehst, wie unterschiedlich sie sich verhalten. Generell wär ich halt mehr in Versuchung zu squeezen, je mehr Geld pre schon im Pot ist. Und immer schön groß, 5x die Größe des Openers oder so, nicht zu zaghaft.
In Turnieren müssen wir zwar preflop mehr Moves machen, wenn wir auf 20, 30 BB runter sind, um den Kopf über Wasser zu halten (siehe Harrington), aber gute Squeeze-Spots ergeben sich nach meiner Erfahrung gar nicht so oft, weil mit kleineren Stacks eher tight eröffnet und wenig gecoldcallt wird. In Live-Cashgames wär ich mit leichten Squeezes eher vorsichtig, da foldet ja keiner irgendetwas. Insofern solltest du da spekulative Hände eher nicht für solche Sachen nehmen, dafür kannst du aber gegen Leute, die eh immer callen, viel härter für Value squeezen. Ansonsten ist “Flop sehen” live die einfachste Methode, Geld zu verdienen.