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Rückblick 2009 – Die DPM

Sie ist das traditionsreichste Turnier auf deutschem Boden und genießt einen hohen Stellenwert. Zum ersten Mal fand die Deutsche Pokermeisterschaft in diesem Jahr im Casino Schenefeld statt und die 160 Startplätze reichten nicht annähernd aus, um die Nachfrage zu erfüllen. Mehr als 100 Spieler konnten an der DPM nicht teilnehmen, ein Missstand, der im kommenden Jahr behoben werden soll.

Drei_Finalisten Die drei Sieger der DPM
Aydin, Turnierleiter Salihi, Holz und Reitze

Bei einem Preisgeldpool von 320.000 Dollar hatten sich fast alle der renommiertesten deutschen Pokerspieler im Norden eingefunden, um sich an einem der beiden Starttage eine möglichst optimale Ausgangsposition für das Finale zu sichern. Ein Auszug aus der Teilnehmerliste spricht für sich: Michael Keiner, Florian Langmann, Katja Thater, Jan von Halle, Soraya Homam, Dragan Galic, Andreas Krause, Bobbi G, Duc Thang und viele weitere nationale Spitzenspieler waren vor Ort und sorgten für den angemessenen Flair einer deutschen Meisterschaft.

Die DPM 2009 erzählte viele Geschichten, etwa die von Oliver Neumann, der in einer der ersten Hände mit den Nuts auf dem Turn All-In ging, gecallt wurde und auf dem River von einem besseren Full House übel überrascht wurde. Auch Alexander Bachmann drückte dem Turnier in besonderer Weise seinen Stempel auf. Zeitweilig hatte er nur noch einen Chip im Wert von 250, machte dann aber Jack Straus’ „A Chip and Chair“ alle Ehre, kämpfte sich zurück und landete sogar am Finaltisch. Dort nahm dieses für ihn verrückte Turnier ein unglückliches Ende, als er nach einem Preflop-All-In mit Assen gegen ein Paar Siebenen ausschied – Platz 8 und 9.000 Euro für ihn.

Pokerblatt

Verdienter deutscher Meister wurde bei einem spannenden, vom Casino Schenefeld ausgezeichnet organisierten Turnier ein Lokalmatador. Lennart Holz zeigte sich von Beginn an auf der Höhe und hinterließ jederzeit einen souveränen Eindruck. Selbst als sein Stack am Final Table erste Dellen erlitt, behielt er die Ruhe und auch die unfreiwillige Verlängerung des Turniers bis Sonntag Nachmittag konnte ihn nicht stoppen. In der dreiviertelstündigen Zusatzschicht, die die drei verbliebenen Finalisten absolvieren mussten, setzte sich Holz schließlich durch und konnte sich nach vorherigem Deal mit 85.000 Euro das größte Stück vom Preisgeldkuchen abschneiden sowie den Titel des Deutschen Meisters sichern.

Im kommenden Jahr findet die DPM bereits zum 18. Mal statt und jeder, der im November in Schenefeld dabei war, sitzt schon heute in den Startlöchern. Hier noch einmal das Endergebnis der 17. DPM:

1. 80.000 Euro – Lennart Holz
2. 65.000 Euro – Fikret Aydin
3. 65.000 Euro – Vincent Reitze de la Maza
4. 34.000 Euro – Gee
5. 25.000 Euro – Takacci
6. 18.000 Euro – Steve Thomsen
7. 13.000 Euro – Frank D.
8. 9.000 Euro – Bachmann
9. 6.000 Euro – Caletta
10. 4.000 Euro – Schulz

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