Pokerspieler im Porträt: "Tiltboy" Phil Gordon
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- Rainer Vollmar, Samstag. 26. Dezember 2009
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- gordon, phil, portrait
Weiter geht es mit unseren Portraits bekannter Pokerspieler. Heute wenden wir uns einem zu, der sich nicht nur als Spieler einen Namen gemacht hat. Doch bevor Phil Gordon Pokerprofi und Mitglied des Teams Full Tilt wurde, absolvierte er an der Georgia Tech ein Studium der Informatik und schloss dieses 1991 mit einem Diplom ab.
“Tiltboy” Phil Gordon
Sehr früh erlangte der 1970 geborene Gordon finanzielle Unabhängigkeit, denn nach Stationen bei Santa Cruz Operation und Lockheed gründete er das Start-Up-Unternehmen Netsys Technologies, das 1996 an Cisco Systems verkauft wurde und Phil Gordon schon in jungen Jahren zum Millionär machte.
Er nutzte die Gunst der Stunde, zog sich aus seinem angestammten Beruf zurück, reiste um die Welt und begann, Poker zu spielen. Schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein, doch so richtig bekannt wurde Gordon im Pokerzirkus erst, als er sich 2001 beim Main Event der WSOP für den Finaltisch qualifizierte und den 4.Platz erreichte. Viele gute Resultate bei der WSOP und insgesamt 16 Platzierungen im Preisgeld folgten, doch eines blieb Gordon bis heute verwehrt – ein Bracelet.
Den Turniersieg, auf den er bei der WSOP bis heute warten muss, errang er bei WPT im Jahr 2002, als er das Bay 101 Shooting Stars gewann und einen bis heute unerreichten Rekord aufstellte. Er beendete das Turnier, indem er beide verbliebenen Konkurrenten auf einen Schlag eliminierte.
Gemeinsam mit seinem Freund Rafe Furst unterstützt Gordon die Cancer Research and Prevention Foundation, eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich um Krebsforschung und -prävention kümmert. Im Rahmen seiner gemeinnützigen Anstrengungen organisierte er die WSOP in Schere, Stein, Papier, deren Überschuss der genannten Stiftung zugute kommt, während der Gewinner sich die Teilnahme am Main Event der WSOP im Poker sichert.
Und auch als Autor hat sich Gordon einen Namen gemacht, seine drei Bücher sind längst zu Klassikern der Pokerliteratur geworden. Im Bereich der Anfängerbücher sind Poker: The Real Deal, Phil Gordon’s Little Green Book: Lessons and Teachings in No Limit Hold ‘em und Phil Gordon’s Little Blue Book: More Lessons and Hand Analysis in No Limit Hold ‘em bis heute zurecht Standardwerke.
Mit 2,06 Metern ist Phil Gordon nicht nur körperlich einer der größten Pokerspieler der Gegenwart. Obwohl ihm der ganz große Erfolg bislang verwehrt geblieben ist, gibt es nur wenige, die sich in der Pokerszene derart vielfältig ausgezeichnet haben wie Gordon, der sich als Autor, mit seinem sozialen Engagement und als gefürchteter und gleichzeitig respektierter Gegner am Tisch verdient gemacht hat.
Kommentare

















Es wäre schön gewesen, wenn der im Titel erwähnte Begriff ‘Tiltboy’ im Text erklärt würde…
Daneben haben mich die 2.06m stutzig gemacht, weil es mir nie aufgefallen ist, daß er derartig groß ist. Die englische Wikipediaseite gibt seine Größe mit 1.98m an, was immer noch sehr groß ist.
L.
Geiler Rekord, kein beschissener Hinterhofdeal um Preisgeld mehr möglich, wenns nicht mehr ins HU geht
jaund? du warst auch mal 1,50m und jetzt bist du 1,60m.
sorry aber wenn phil gordon 2,06 ist, ist huck seed 2,10 m groß.