Die fremde Welt des High Stakes Poker
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- Carl Sampson, Samstag. 19. Dezember 2009
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- high, sampson, stakes
In den letzten Wochen ging es bei den High Stakes ganz schön hoch her. Isildur1, der vermutlich Viktor Blom ist, verlor ungefähr 4,2 Millionen Dollar an Brian Hastings, nachdem er zuvor einen ähnlichen Betrag gewonnen hatte.
Ich vermute, dass Isildur1 einer der meist analysierten Spieler dieses Planeten ist und die anderen Spieler auf den High Stakes sich sein Spiel sehr genau angesehen haben. Ich glaube, Hastings hat etwas gefunden, das ihm gefallen hat.
Das ist der entscheidende Punkt beim High Stakes Online-Poker, bei diesen Partien können wirklich nur sehr wenige dauerhaft erfolgreich abschneiden. Denken Sie daran, es handelt sich bei diesen Spielern nicht nur um die besten Pokerspieler der Welt, sondern auch um die besten Internetspieler der Welt. Daher wissen diese, wie man Schwächen entdeckt und diese schonungslos ausnutzt.
Das passiert schon auf Limits, die deutlicher niedriger sind als die Nosebleeds. Als ich noch 25 $/50 $ spielte, lief es zunächst gut, doch dann beging ich den Fehler, mich zu lange mit den besten Spielern zu messen. Sie waren aus vielen Gründen stärker als ich, zum einen sind sie mathematisch besser präpariert, zweitens kennen sie die Partien auf diesem Niveau in- und auswendig und drittens vergeuden sie ihre verdammte Zeit nicht damit, über dieses verflixte Spiel zu schreiben.
Das Ergebnis war deshalb unvermeidlich … sie machten mich auf der ganzen Linie fertig. Ich verkürzte das ganze Dilemma auf 20 Buy-Ins, denn eines ist mir nach zwanzig Jahren Glücksspiel klar – ich weiß, wann mich jemand im Griff hat. Mir ist es aber egal, wie der Kerl heißt – Dwan, Sahamies, Townsend, wer auch immer, mit entsprechender Planung und Bankroll kann man diesen Typen das Wasser reichen.
Diese Spieler sind aber Weltklasse und Weltklassespieler passen sich rasch an und dies ist der Moment, an dem Ihre Initiative schwindet. Ich glaube nicht, dass man diese Leute wiederholt ausspielen kann. Sie müssen sie überraschen und dabei das Überraschungspaket sein. Aber dieser Vorteil verflüchtigt sich rasch und dann ist die Initiative weg. Sie reagieren auf Ihr Spiel, finden darin Schwächen und das ist der Moment, an dem das Geld wieder dahin zu fließen beginnt, wo es herkam.
Würde ich auf den höchsten Limits spielen, täte ich dies mit einem klaren Plan. Ich würde mir die Partien mindestens sechs Monate lang sehr genau anschauen und dabei versuchen, bei bestimmten Spielern Schwächen zu entdecken und diese anschließend auszunutzen. Sie würden meine Spielweise zunächst nicht kennen, aber ich würde maximal einen Monat mit ihnen spielen, dann wäre ich weg. Auf den höchsten Limits existiert aber ein Trugschluss, der in der Annahme besteht, dauerhaft siebenstellige Beträge gewinnen zu können.
Der entscheidende Punkt besteht darin, mit ein paar Millionen Dollar zufrieden zu sein und danach aufzuhören. Ein kluges Konzept und die richtigen Angriffsziele in Verbindung mit einer soliden Bankroll und der Disziplin, eher zu früh als zu spät aufzuhören, ist der richtige Ansatz.
Isildur1 musste feststellen, dass seine Initiative schwand und es bloße Verrücktheit war, zu glauben, er könne diese Gegner dauerhaft schlagen. Sobald diese den Verdacht hegen, dass sie nicht wegen der Varianz verlieren, steigen sie ein Limit ab, entwerfen einen neuen Plan und kommen zurück, und dann sind Sie es, der gejagt wird.
Kommentare

















öh…wird der selbe Text nun alle 2 wochen neu eingestellt???Saueber…
Liest sich wie eine Entschuldigung für das Cheaten von Hastings, Townsend und South. Ich hoffe die werden die Kohle auf die selbe Weise irgendwie wieder los – und wenns durch Investition in die falschen Häuser passiert.
HH-Analyse = Cheating?
Ach kommt schon…
@ fresch. seit wann ist handhistoryanalyse cheaten?
wenns nicht die eigene hh ist , schon immer
yep
Das PROBLEM bei dem da was der Autor schreibt ist das man MIT SO EINER DENKWEISE wie er sie an den Tag leget NIEMALS 4-6 nillionen gewinnen kann das ist das problem!
Isildur, sollte es Blom sein, ist keinesfalls schlechter als Townsend oder Hastings. Er hätte halt nicht gegen mehrere Spieler gleichzeitig antreten, sich auf Holdem konzentrieren und nicht müde spielen sollen. Insofern ist der Artikel unpointiert.
Der Artikel ist sehr Klug geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf. Ein kluger rationeller Spieler hätte sich mit den Millionen die ihm da zugefallen sind (sei es durch geniales spiel, varianz, unbekannte Spieltaktik, tiltende Gegner) zumindestens mit dem größten Teil davon ein schönes Leben gemacht. Wie es dieser unsympatische Hastings gewiss jetzt machen wird.
Schöner Artikel. Ich finde es schon witzig wie Leute darüber diskutieren ob der eine oder andere besser ist. Es ging um Millionen, da aber die meisten in diesem Alter gar nicht begreifen was eine solche Summe bedeutet, wird darüber gerätselt wer besser ist. Das Leben dieses Jungen ist jetzt schon versaut. Ich kann mir nicht vorstellen das man die mentale Stärke besitzt, nachdem man 4,5 Millionen in 6 Stunden versemmelt hat, eine “normale” Beschäftigung nachzugehen. Falls zum Beispiel er im Poker nicht wieder auf die Beine kommt, oder es Poker dieser Form in einigen Jahren gar nicht mehr gibt. Es stimmt natürlich, einer wie der Autor oder ich, würden niemals 6 Millionen gewinnen. Das liegt daran das ich den Wert des Geldes zu schätzen weiß, für einen Pokerspieler sicherlich kontraproduktiv.
“Ich finde es schon witzig wie Leute darüber diskutieren ob der eine oder andere besser ist.”
Genau das macht der Autor.
“Würde ich auf den höchsten Limits spielen, täte ich dies mit einem klaren Plan. Ich würde mir die Partien mindestens sechs Monate lang sehr genau anschauen und dabei versuchen, bei bestimmten Spielern Schwächen zu entdecken und diese anschließend auszunutzen. Sie würden meine Spielweise zunächst nicht kennen, aber ich würde maximal einen Monat mit ihnen spielen, dann wäre ich weg!” LOOL!! genau das war auch isildurs plan. aber für einen ganzen monat hat es nicht gereicht. jetzt schaut er wieder sechs monate zu
@dierente das war sein plan? da lach ich mich tot. er war 6 Millionen vorne. was gibt es da noch zu spielen. Er hat gegen Ivey, Durrrr und Antonius gleichzeitig gespielt. Das kann kein Spieler auf der Welt erfolgreich auf Dauer. Ich würde sagen er war planlos und gehört entmündigt.
Ja 6 Millionen sidn Wirklich auch für die Highroller Szenen ne Menge schotter. Selbst wenn du 10 000 Leute bei einem Buy in von 10 000 Dollar gewinnst bekommst du gerade mal “nur” 8,5 Mio also da sind dann die 6 Mio fast wie ein Sieg beim Main Event (was eh ansich schon so gut wie unmöglich ist) wer<das nochmal verdonkt dem gehört es nicht anders. 6 Mio sind auch für diese Szene ne menge Geld.