Gegner auf Tilt, das macht Spaß
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- Carl Sampson, Mittwoch. 16. Dezember 2009
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- gegner, tilt
Gestern spielte ich seit längerer Zeit wieder im Internet Poker und zwar im Heads-Up bei NL400. Ich wusste, dass mein Gegner stark und vermutlich besser als ich war, aber ich hatte Lust, gegen ihn anzutreten. Ja, ja, schon gut…
Wie auch immer, wir hatten etwa 30 Hände gespielt, ich lag etwa 100 $ vorne und hatte somit 500 $ vor mir, während mein Gegner gerade wieder aufgestockt hatte. Ich bekam 
und raiste auf 12 $, wie ich es vom Button sehr häufig tat.
Er callte und der Flop brachte 

. Mein Gegner checkte. Dies ist eine interessante Situation, in der ich nicht gerne immer eine Continuation Bet bringen möchte. Ich bin vor dem Flop sehr aggressiv, daher kann ich gegen einen starken Kontrahenten nicht blind eine Continuation Bet folgen lassen. Mein Handspektrum ist ziemlich offensichtlich, wenn man bedenkt, dass ich gerade mit 
geraist habe.
Vor dem Flop zu raisen und dann immer eine Continuation Bet auf dem Flop zu bringen, ist ein Fehler. Mein Gegner könnte anfangen, mich mit nichts als heißer Luft oder vielen anderen Händen zu checkraisen, weshalb es keine gute Strategie ist, allzu großzügig mit 16 $ in einen Pot mit 24 $ zu betten.
Auf dem Turn kommt eine
und mein Gegner checkt wieder. Ich checke auch und der River bringt eine weitere 4. Mein Gegner setzt 22 $ in den Pot mit 24 $, worauf ich calle und die Hand gewinne. Dann wird es spaßig, denn mein Gegner beginnt, mich im Chat zu beschimpfen. Ich war kurz davor, den Tisch zu verlassen, doch dann wurde mir klar, dass ich mit diesem Typen noch ein wenig weiterspielten musste.
Ich glaube nicht, dass der Check auf dem Turn schlecht ist. Ich weiß, viele Spieler würden hier versuchen, ihre Hand zu schützen, aber was schützt man mit einem so aggressiven Image wie meinem? Liege ich zurück, habe ich bestenfalls fünf Outs und liege ich vorn, gebe ich nur wenig Equity auf, indem ich ihm eine Free Card mit einer Hand gewähre, die nur sehr wenige Outs hat. Der Nachteil bei einer Bet besteht darin, dass ich nach einem Raise meines Gegners mit einem Bluff oder Semi-Bluff nicht callen kann oder dass ich eine Hand „schütze“, die auf dem Turn schon zurückliegt.
Eigentlich hätte meine Spielweise ihn nicht weiter beschäftigen müssen, aber aus irgendeinem Grund tat sie dies doch. Jedenfalls gingen mit ihm die Gäule durch, was seine Raises und 3-Bets betrifft. In der nächsten Hand bekam ich 
, raiste auf 12 $ und er callte. Der Flop brachte 

, worauf er checkte. In dieser Situation wollte ich maximalen Profit aus meiner Hand schlagen und brachte eine Continuation Bet, bei der ich schon das Gefühl hatte, dass sie gecheckraist würde. Statt zwei Dritteln der Potgröße setzte ich daher 24 $, er checkraiste auf 96 $ und ich callte…
Nun musste ihm eigentlich klar sein, dass ich eine starke Hand habe, aber nach der
auf dem Turn ging er All-In. Ich callte, er zeigte 
und nach dem River gewinne ich einen fetten Pot mit 900 Dollar. An diesem Punkt musste ich ihm meine Bewunderung dafür aussprechen, dass er den Tisch verließ … das hätten viel andere nicht getan. Offenbar verlor er wie ein Trottel seine Nerven gegen mich.
Kommentare























Wie kann er das all in callen ? J10 ist doch gar nicht so ungewöhnlich in dieser Situation, oder? Diese Hand könnte der Gegner genau so gespielt haben.
PreFlop call 12, Flop OESD, checkraise als Semi-Bluff und am Turn trifft er..
Wie seht ihr das ?
Naja, nicht gerade der brüller der Artikel…
Carl … Carl … Mal Bombe, Mal Meh. Diesmal Meh ;).
@Benjamin: Heads Up schmeißt man nur unter ganz besonderen Umständen Top2 weg. Dafür muss der Gegner schon eine Obernit sein. Wenn er hier JT hat, Kudos und Reload. Aber meistens zeit er einen Draw, ein schelchteres Ass oder – wie in dem Fall – Air.
Übrigens finde ich die Spielweise des Gegners jetzt nicht so übermäßig ‘trottelig’. Du hattest nur da richtige Timing, zum richtigen Zeitpunkt eine gute Hand zu haben und er hatte ein schlechtes Timing für einen dicken Bluff.
Spannend wäre folgendes: Wäre das hier dann auch mit AT ein Call? Wie sieht’s mit KQ aus?
Richtig! Immer annehmen, dass der Gegner die Nuts hält. Und bei jedwediger Aggression folden.
Genauso gut hätte er Q9 oder A9 halten können. Da er offensichtlich auf Tilt war, ist sogar AT, AJ, Jd9d, Td9d, KdTd oder wie man sieht sogar GutShot locker drin.
hätte er im turn die str8 gemacht, hätte er wohl nicht sofort all-in gepushed, sondern halben pot angespielt, denke ich…so sah es voll nach blöff aus, zumal er vorher anscheinend oft gecheckraised hat.
”...aber aufgrund der tatsache das er auf 94 Dollar Raist deutet es NICHT auf j,10 hin eher auf ein Ass…”, is ja klar bei 94 dollar kann es nur ein ass sein.

Was haben die HoleCards damit zu tun. Schon von HandRanges gehört?
dachte immer es heisst… ” on tilt ”
Ist doch schön, wenn es nach Bluff aussieht und dann keiner ist, oder? ;-) Ich spiele das manchmal so und es funktioniert. Manchmal besser als 2/3 Pot oder solche Scherze…
Fakt ist, er berichtet nach dem er gewonnen hat und den Bluff endeckt hat
Trotzdem war es ein riskanter Call und spricht nicht gerade für ein gutes Spiel vom Autor. Und eigentlich auch nicht der Rede wert. Der Gegener hätte auch Poket QQ oder AA oder 99 haben können. Der Autor schreibt seinen Sieg, doch die Niederlagen mit dieser Spielweise wären wohl viel lustiger
Aber diese Art von Berichten würde wohl die Kapazität dieser Seite sprengen 
Frag mich wie oft der Autor des letzten Kommentars Heads up spielt. Es geht ja mal wohl nicht darum dass der Autor in dieser Hand einen guten Call macht, dass ist ja wohl ein No Brainer. Hr. Sampson versucht ja bloß dass Maximum aus seiner Hand rauszuholen und würde niemals über einen Fold nachdenken. Es geht ja nur darum dass der Gegner auf tilt ist und zuviel Geld mit seinem Bluff verliert, was dem Leser des Artikels in zukünftigen Partien eben nicht passieren sollte. Aber mit AQ in der Situation einen Fold auch nur in erwägung zu ziehen ist echt absurd.
Auf JT zu spekulieren und dann zu folden, ist meiner Meinung nach Schwachsinn. Wir sind HU da kann der Gegner alles haben oder nichts, und grad wenn ein Spieler “on Tilt” ist, muss man so Hände callen.
Wenn der Gegner natürlich ein Set hat, hat man pech gehabt…
Ich geh mit TOP 2 im HU auch broke. Es sei denn ich hab irgenwelche “reads” auf den ggner bzw. ich kenne ihn von anderen Spielen.
Mfg
John
Ich find den artikel nicht schlecht…