Globetrotter Carsten Weidling - Mit 52 Karten um die Poker-Welt
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- Carsten Weidling, Sonntag. 18. Oktober 2009
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- weidling, tour, on, carsten
Carsten Weidling ist Buchautor und Fernsehmoderator. Und er ist ein leidenschaftlicher Pokerspieler. Über die Poker Bundesliga – er ist sehr stolz auf seinen Platz 2 im Jahr 2008 – ist er aus der Hobbyspielerei immer mehr zum – wie er sagt – semiprofessionellen Pokern gekommen.
Carsten Weidling on Tour
Hauptsächlich spielt er Texas Hold`em und Omaha, liebt aber auch H.O.R.S.E.-Runden. Nun ist er auf Weltreise und schreibt exklusiv für Pokerolymp von seinen Erlebnissen. Besonders über den Spaß am Spiel und von wundervollen Orten. Und weniger über die so oft besprochenen unmöglichen Calls.
Wer mehr über ihn und seine Weltreise erfahren möchte, kann gern auf www.carstenweidling.de nachlesen.
Alles fing bei mir – dem Pokerossi – mit der Idee an, um die Welt zu reisen, und dem Segen, dass es im Jahr 2008 gut am Filz für mich lief. So also startete ich im Januar 2009 für bislang acht Monate zu einer Reise um diese wundervolle Kugel. Pokern ist dabei nicht mein Hauptziel und sicher nicht das, was ich bisher am meisten tat. Doch ich tat es. Und da mich Pokerolymp so nett darum gebeten hat, werde ich nun einige Wochen lang vom weltweiten Pokern schreiben.
Ich möchte Euch weniger die ewig gleichen Geschichten von „Du kannst Dir nicht vorstellen, womit der mich gecallt hat und dann auch noch den River traf!“ erzählen. Sondern mehr vom Spaß, dem Sport und der so ungeheuer kommunikativen Wirkung erzählen, wenn man irgendwo auf dieser Erde an einem Pokertisch mit ganz Fremden und doch Gleichen sitzt. Heute zur Einstimmung auf unsere nun gemeinsame Reise ein paar Höhepunkte, damit Ihr wisst, was so auf Euch zukommen wird. Und wo ich auf dieser unglaublichen Tour bislang überall saß.
Grundsätzlich bin ich als guter Ossi immer Richtung Osten geflogen. Also habe ich in Asien angefangen, was allerdings bezüglich des Pokerns eher uninteressant ist, da es kaum Casinos gibt. Und sollte sich doch mal ein Casino in den von mir bereisten Städten in Asien befunden haben, so wurde, wie in Seoul, kein Poker gespielt. Aber natürlich habe ich Macau halt gemacht und dort neben kuriosen Spielen um Perlmuttchips auch Lustiges am Pokertisch erlebt. Auch wenn es im vermeintlich größten Casino der Welt, dem dortigen Venetian keine Pokertische gibt, sich aber der asiatische Mitbürger wie ein Wahnsinniger über die Baccarat-Tische hermacht und eine Massenhysterie unter Asiaten irgendwie was Furchterregendes ist.
Von Asien bin ich nach Australien abgebogen. Ich hatte schon in Macau einen Tipp von einem australischen Spieler bekommen. Der sagte: „Wenn du in Australien Geld verdienen willst, pokere in Sydney, willst du gutes Poker spielen, spiele in Melbourne.“ Nennt es Selbstkritik, aber ich war in Sydney. Und habe tatsächlich recht schwache Spieler und dafür die teuersten Tische meiner Reise und die meisten Verbote erlebt.
Ein Beach in Neuseeland
In Auckland, meinem Pokerstopp in Neuseeland, hatten dann die, so empfand ich das, vorsichtigsten Spieler des Planeten ihren Auftritt. Das Casino ist nett und der Neuseeländer ist es ohnehin. Ohne Witz: Ein paar Mal an einen Pokertisch in Neuseeland zurückzukehren, bedeutet schnell mal, in eine Art Familie aufgenommen zu werden. Und so kann man da viel Spaß haben und seine Reisekasse recht leicht aufbessern.
Dann war Amerika dran. Kein Poker auf Hawaii, kein Poker in LA und kein Poker in San Francisco. Doch man mag es nicht glauben, bei meinem nächsten Stopp, es war eine Wüstenstadt Namens Las Vegas, konnte man tatsächlich spielen. Und zwar so viel, dass ich mir zumindest vorgenommen habe, darüber zwei kleine Artikel zu verfassen.
Interessanter, weil ungewöhnlicher waren aber meine Pokerstopps in Südamerika. Auf einem Schiff in Buenos Aires- wo man ohne Blinds spielt – in einem der sehr vielen und süßen Casinos von Lima – wo ich außerhalb Amerikas die internationalsten Tische hatte, in einem abgewetzten Casino in Paraguay – wo es übrigens schon deswegen Spaß macht, weil man mal mit „Wohlstands-Blinds“ von 2.500 und 5.000 spielen kann (gut, sind auch nur 35 und 70 Cent), oder in einem sehr kleinen Casino in Montevideo, also Uruguay – wo man sehr schnell Spanisch lernen und Englisch vergessen sollte.
Und dazu kommen hier, neben meinen Pokererlebnissen auf einem Kreuzfahrtschiff, auch noch Geschichten, die unseren Sport, unser Spiel so liebenswert machen. Denn wenn du ganz aufgeregten jungen Japanern unter einer Shikansenbrücke mit mitgebrachten Karten das Pokern beibringst, oder mit Reisenden jeden Alters aus 6 Ländern im Okavango-Delta in Botswana um Steine und Stöckchen rund um ein Lagerfeuer mit Blick auf die Milchstraße pokerst, hast du wirklich Freude am Spiel.
Von mir wird es kaum Tipps geben, wie welches Land zu spielen ist. Blindhöhen und spezielle Regeln, wie das Verbot von Sonnenbrillen, Kopfhören und Kapuzen in Sydney, werde ich zwar erwähnen, aber mir geht es um den Spaß einer solchen Reise und die Hoffnung, den einen oder anderen Leser zu ermutigen auch dort mal zu spielen. Selbst wenn die Bankroll nicht zu üppig ist. Denn eines habe ich gesehen: In dieser wundervollen Welt, den atemberaubenden Städten und den traumhaftesten Landschaften findest du doch immer noch ein paar Menschen, die die Karten, die Chips und das Spiel lieben wie wir.
Demnächst gibt es mehr Geschichten.
Bis dahin sage ich, die Welt ist nicht genug. Es müssen schon noch Karten darauf liegen…
Euer Carsten Weidling on Tour
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Kommentare











Yo, Poker-Bundesliga hört sich ja so coo-ool an, LOL. Pflegt nicht auch Intellipoker eine deutsche Donk-Liga?
also was ich bis jetzt gelesen habe finde ich sehr gut. Daumen hoch
An sky, ich habe ja keine Ahnung wer Du bist oder ob Du im Poker schon irgendwas erreicht hast (wahrscheinlich Nichts ! ). Aber woher nimmst du Dir das Recht Deutschlands absolut beste und profesionellste Sachpreis – Turnierliga, die Poker – Bundesliga, mit einer Donk Liga zu vergleichen??
NEID ???
Aus der Poker – Bundesliga sind extrem erfolgreiche Poker Spieler hervor gegangen, z.Bsp.: Angelo Angelis, Andreas Novakovic, Sandra Naujocks und natürlich Wilhelm “Dr. Big” Breuer um nur Einige zu nennen. Allein diese Spieler haben zusammen mehr als 3,5 Millionen Dollar an Preisgeld auf Turnieren gewonnen. Wieviel hast Du denn schon gewonnen ????
Carsten kann zurecht stolz sein auf seinen 2. Platz im Jahre 2008 (von rund 4000 Spielern). Übrigens, die o.g. Spieler waren hinter Carsten platziert.
Und zu Dir Carsten: Tolle Idee mit Deiner Pokerweltreise. Schreib uns bitte mehr.
Undertaker
Wenn globetrotter carsten weidling sich auf seiner weltreise so benommen hat wie er es an den tischen bei poker bundesliga getan hat wundert es mich das er wieder heil angekommen ist. ein abseluter arroganter pokerspieler, der wenn er verliert sprachlich abselut unter die gürtellinie geht und einfach die nerven verliert, und dabei gar nicht merkt wie er andere leute dabei unmenschlich behandelt.
@ undertaker (Live-)Turnierliga = Zeitverschwendung, weil das gespielte Sample viel viel viel zu klein ist, um überhaupt bestimmen zu können, wer was drauf hat und wer nicht. Da kann jeder Donk am Jahresende oben stehen, wenn geschätze 50 Turniere o.ä. ausgespielt werden (was nicht heissen soll, dass der Artikelschreiber einer ist, kenne ihn nicht).
Sachpreis-Turnierliga = Zeitverschwendung deluxe für jeden ernsthaften Pokerspieler!
@ Artikel: Bisher langweilig, aber vielleicht wird’s ja noch …
Sehr schöner Text, auch endlich mal was anderes. Freue mich auf mehr…
Hallo und Danke für die ersten Kommentare zu meinem neuen Blog auf dieser Seite. Wie ich höre, ist man bei Pokerolymp auch mit den ersten Reaktionen zufrieden, was mich freut. Ich möchte nur ganz kurz was zur Pokerbundesliga sagen. Natürlich kann man solche Turniere nicht als Maßstab für wirklich erfolgreiches Spielen nehmen. Doch mir hat die Pokerbundesliga die ersten und zweiten Schritte in diesem Zirkus leichter gemacht und ich durfte viel lernen. Und das fand ich allemal besser als gleich große Turniere oder teure Cashgames zu spielen. Wenn ich in Deutschland bin, spiele ich nur noch selten dort, und wenn, dann hauptsächlich um alte Freundschaften aufrecht zu halten. Und noch was zur Kritik an meinem Spiel- bzw. „Verlierstil“: Schon wahr, da bin ich nicht besonders gut. Und da wird auch das Problem einer solchen Liga deutlich. Wenn man etwas mehr und etwas erfolgreicher gespielt hat, wird die Schere zu den Anfängern zu groß und man ärgert sich eben dann doch mal mehr darüber, gegen unmögliche Spielzüge zu verlieren. Doch für den Anfang bin ich der Pokerbundesliga wirklich dankbar. Und eines ist mir an diesen Texten hier wichtig, ich nehme all dies als einen großen Spaß. Also sollte bitte bloß keiner versuchen, eine wichtige Botschaft hineinlesen zu wollen oder anzunehmen, ich wolle mich mit großen Fachkenntnissen schmücken. Mir geht es hier um die unglaublichen Spaß und die netten Begegnungen, die man haben kann, wenn man rund um die Welt an Pokertischen Menschen trifft. Das ist es dann aber auch schon. Fachliches findet man doch überall. Ich hoffe, die nächsten Wochen und Monate mit ein paar ausgewählten Texten bringen ein bisschen von dieser Spielfreude rüber. Also dann, Euer Carsten Weidling on Tour
Mahlzeit die Herren… sehr schön geschrieben und obwohl ich schon einige Geschichten live gehört habe freue ich mich auf mehr Lesestoff!
vielleicht kommt sky am Samstag den 24.10. mal nach Leipzig und schaut den “donkern” beim Spielen zu
wäre vielleicht mal interessant für dich zu sehen auf welchen Niveau gespielt wird….
wer steckt den hinter “Poker Bundesliga Leipzig”??? bitte vorm posten nochmal lesen und kontrollieren, korrigieren…. Und nicht so ängstlich mit dem richtigen Namen, denn ich bin auch PBl Leipzig und distanziere mich von deinem Kommentar!!!!!
Bis denne und schönes leben K9

Du hast in LA nix zum pokern gefunden?????
Du verarschst uns hier, ja?
Oder meintest du, keine Poker-Bundesliga-Veranstaltung gefunden zu haben?
Wie auch immer, ich habe kaum die Stadt gesehen (ist im Gegensatz zu SF aber auch ne hässliche Stadt) vor lauter Live Poker, Mann, schon ein wenig googeln hätte geholfen
Interessant, dass dieses Bundesligathema immer noch so dicke ist. Und was LA betrifft, ich bin nicht ausschließlich um die Welt geflogen, um zu pokern, das schrieb ich ja schon. Und so war ich nicht in jeder Stadt spielen. ... Und ja, LA ist echt hässlich. Besonders verglichen mit San Francisco.
PS: Dies hier ist eben meine Geschichte mit meinen Pokerstationen. Ich würde mich aber sehr über Eure Geschichten freuen. Zumal ich weiter auf Tour bin und gern Neues kennen lerne. Danke.
HI Carsten und alle die antworteten…
Zur Pokerbundesliga in Leipzig…nun ehrlich es ist ein toller Zeitvertreib und ich habe auch erfolgreich dort gespielt, vorher aber schon mit dem Online Poker angefangen und spiele jetzt seit 2 Jahren erfolgreich online auf Pokerstars stakes 5/10 Dollar und Pokerbundesliga mit Live Erfahrung hat nicht geschadet, nur gebe ich auch Recht wenn man mit Poker seinen Lebensunterhalt bestreiten will und nicht nur das sondern mehr Geld verdienen will, wie ich, ist die Bundesliga reine Zeitverschwendung…und ehrlich ich habe dafür leider keine Zeit mehr…Grüße an das Team Leipzig 1… Marcel Gasch