Skandal um Betfair-Werbung mit Annette Obrestad
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- Rainer Vollmar, Donnerstag. 17. September 2009
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- betfair, obrestad, skandal
Eine böse Überraschung erlebte der Online-Anbieter Betfair mit seiner letzten Werbeaktion. In einer Massen-Email hatte Betfair am Mittwoch ein Bild von Annette Obrestad verschickt und dieses mit dem Slogan „Internet-Erfahrung wird beim Spiel gemessen und nicht in Jahren. Schließ Dich uns an. Annette_15.“ versehen.
Die fragliche Werbung mit Annette Obrestad
Es dauerte nicht lange, bis eine Beschwerde bei der britischen Advertising Standards Authority (ASA) einging und diese die Zulässigkeit dieser Werbung untersuchte. Schließlich kam die ASA zum Schluss, dass „diese Werbung vermutlich besondere Wirkung bei Kindern und Jugendlichen hinterlässt und durch die Darstellung einer erfolgreichen, jungen Pokerspielerin, von der suggeriert wird, sie sei 15 Jahre alt, junge Menschen zum Glücksspiel verleitet würden.“ Aus diesem Grund sei die Werbung unverantwortlich.
Zwar ist Annette Obrestad „bereits“ 20 Jahre alt, sie sieht aber deutlich jünger aus. Zudem müssen laut britischem Recht Personen, die in einer Glücksspielwerbung gezeigt werden, mindestens 25 Jahre alt sein.
Für Betfair war die Werbung mit ihrem erfolgreichen Aushängeschild, der norwegischen WSOP-Europe-Gewinnerin, somit ein Schuss in den Ofen. Zwar wurde in einer Stellungnahme bekannt gegeben, dass das Marketing nicht auf Personen unter 18 Jahren abziele und Obrestad nicht aufgrund ihres Alters, sondern ihrer Erfolge als Werbeträgerin fungiere, aber gleichzeitig eingeräumt, dass die Werbeabteilung eine klare Anweisung erhalten habe, in Großbritannien nicht mehr mit der Norwegerin zu werben.
Kommentare






















Als Schuss in den Ofen würde ich die Werbung nicht bezeichnen. Ich denke sogar dass dadurch mehr Aufmerksamkeit erregt wurde als wenn die Werbung einfach so gelaufen wäre… Schließlich diskutieren Menschen nun wieder darüber und man ist im Gespräch. Natürlich wird dies nicht lange anhalten, aber kurzfristig könnte es sogar besser sein. Denn Marketingtechnisch ist es immer Besser mit Schlagzeilen (positiv/negativ) aufzuwarten als mit einer Werbung die jeder überblättert, bzw. wegzapped!
Gruß M. Flushmann
Aha, Altersdiskriminierung ist also doch nicht verboten in der EU.
Na ja, diesen Beitrag mit “Skandal” zu überschreiben ist der eigentliche Skandal. Das ist doch unterstes BILD-Niveau! Maßlos übers Ziel hinaus geschossen. Was ist denn schon groß passiert? Die Advertising Standards Authority sagt, das Anzeigenmotiv sei unverantwortlich. Na und? Es handelt sich hier meinetwegen um ein Problem, eine Diskussion, eine Unsicherheit, eine Meinungsverschiedenheit, was weiß ich, aber doch keinen Skandal!
Ein solcher wäre es, wenn Annette nackt abgebildet würde ohne Ihr Einverständnis. Oder sie würde von einem Ihrer Mitspieler Chips (Collusion) erhalten gegen zweifelhafte Dienstleistungen durch sie an selbigem am Vorabend. Da könnte man dann Skandal in die Headline schreiben. Hier nicht!
Bitte schön sachlich und seriös bleiben.
@Martin: Ein Skandal bezeichnet ein aufsehenerregendes Ärgernis und die damit zusammenhängenden Ereignisse oder Verhaltensweisen. UND Bei einem Skandal handelt es sich um eine (allgemeine) Entrüstung oder Empörung im Sinne eines moralischen Gefühls.
Echtes BILD-Niveau hast Du mit Deinem Kommentar an den Tag gelegt.
Also wenn suggeriert wird, dass eine 15-Jährige um viel Geld im Internet spielt und deswegen eine Werbung verboten wird, ist das ja wohl ein Skandal – sorry, meine Meinung…
Nunja, wenn eine 20jährige jünger aussieht und das neben ihrem Alter in der beschriebenen Form instrumentaisiert wird, dann ist das Scheisse. Bemerkenswert, dass der Autor den “Skandal” irgendwie anders sieht, LOL. Jedem das Seine, jeder so gut er kann. Als Pokerspieler sollte man vielleicht aber doch liberal sein; zumindest nicht spiessig.
@ bot also ich stimme martin da zu, ich finde das weder aufseheneregend noch bin ich entrüstet oder empört… Und Pokerspielen ist doch für alle legal, nur um geld halt ab 18en… kann an der werbung nichts schlimmes finden