Rückblick WSOP 2006 - Event 4
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- PokerOlymp Redaktion, Samstag. 23. Dezember 2006
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Der im Iran geborene Student, der jetzt in Los Angeles lebt, gewinnt das höchsten Limit Hold’em Preisgeld der Geschichte.
Es war einmal ein Pokerspiel namens “Limit Hold’em”. Es war das beliebteste Spiel im ganzen Land. Überall wo man hinging, in jedem Pokerroom oder Casino, wurde Limit gespielt. Aber dann erzitterte die Erde und die Pokerwelt veränderte sich – vielleicht für immer.
Als ESPN begann, die 2003 WSOP zur Hauptabendzeit auszustrahlen, waren Millionen von Fernsehzuseher einem aufregendem “neuen” Pokerspiel ausgesetzt. No Limit Hold’em, ein Spiel, welches direkt aus den verrauchten Hinterzimmern geholt wurde, explodierte förmlich an Beliebtheit und revolutionierte die Pokerwelt.
Seit dem ist Limit Hold’em ein Poker-Stiefkind. Natürlich wird es noch in vielen Cardrooms gespielt. Aber beim Turnierpoker regiert eindeutig No Limit. Limit Poker verlangt ein sehr diffiziles Geschick und eine entsprechende Strategie, um zu gewinnen. Im Gegensatz zur “All-In” Mentalität, die man an vielen No Limit Tischen sieht, ist Limit ein Spiel für Geduld und Chancen. Somit ist es auch nicht sehr spannend zuzusehen.
Trotzdem zog das erste Limit Hold’em Event der heurigen WSOP mehr Spieler als sonst an. 1.068 Spieler zahlten $1,500 um die Chance zu haben, ein goldenes Armband zu gewinnen. 1068 Teilnehmer – mittlerweile alltäglich bei der 2006 World Series of Poker.
Der Sieger war ein 29jähriger, im Iran geborener Student aus Los Angeles mit dem Namen Kianoush Abolfathi. Er gewann $335,289 und sein erstes WSOP Goldarmband. Abolfathi’s Comeback-Sieg, vom low stack zurück an die Spitze war beeindruckend und bemerkenswert. Er kam als 8. in den Chips an den Finaltisch. Er brauchte fast 7 Stunden um die anderen acht möglichen Champions zu besiegen und seinen Weg zum Sieg zu meistern.
Nach zwei langen Spieltagen war der Finaltisch mit den 9 Verbleibenden besetzt. Für die erst Hand sah der Tisch so aus:
| Name | Chipcount | Sitz # |
| Vipul Kothavi | $132,000 | 1 |
| Matt Elsby | $51,000 | 2 |
| Josh Schlein | $243,000 | 3 |
| Michele Lewis | $225,000 | 4 |
| Eric Buchman | $213,000 | 5 |
| Kianoush Abolfathi | $75,000 | 6 |
| Lars Hansen | $156,000 | 7 |
| Hank Sparks | $243,000 | 8 |
| Patrick Maloney | $259,000 | 9 |
Der erste Spieler, der eliminiert wurde, war derjenige, der das shortest stack hatte. Eigentlich wurde diese Hand ein Vorgeschmack auf das, was die ultimative “Kianoush Abolfathi Show” wurde. Matthew Elsby bekam Pocket Aces und gab sich einen Raise-Krieg mit Abolfathi, nachdem dieser Drilling König (mit K-Q in der Hand) hatte, als der dritte König am River kam. Mit diesem Pot war Abolfathi Dritter in den Chips und ein ernsthafter Konkurrent. Elsby bekam $32,801 als erster ausgeschiedener Spieler.
Lars Hansen ist einer der vielen talentierten Skandinavier, die sich gut in den letzten Jahren der WSOP geschlagen haben. Wie auch immer, er ging als nächster vom Tisch, nachdem er einige Pots in Serie verloren hatte und mit einer schlechten Hand dann all-in gehen musste. Hansen ging als Achter und erhielt $36,446.
Patrick Maloney erlitt das selbe Schicksal – eine Reihe von schlechten Händen, dann wenig Chips und schließlich all-in mit einer schlechten Hand. Maloney’s 7 6 scheiterte an slay Michele Lewis’ Q 10 und die Nacht war vorbei für den Las Vegas Profi. Der siebente Platz erhielt $43,735.
Hank Sparks kam als Co-Chipleader an den Tisch, war aber schließlich etwas schockiert, als seine Pocket Nines gegen Michele Lewis’ Pocket Tens verloren. Sparks, eine Elektroingeneur, wurde ausgeblendet und musste sich mit $51,024 für den sechsten Platz zufrieden geben.
Vipul Kothari, aus Edison, NJ wurde als nächster nach Hause geschickt. Kothari verlor etwas grausam A-K suited und am Flop noch zwei Karten in seiner Farbe. Aber die befreiende Flush-Karte kam nicht. All seine Chips gingen an Kianoush Abolfathi. Kothari erhielt $58,313 für seinen fünften Platz.
Die erste Frau, die es an den Finaltisch bei der diesjährigen WSOP schaffte, war Michele Lewis, eine Immobilienmaklerin und Vollzeit-Mutter von zwei Kindern. Lewis kam ein paar mal an das Chiplead heran, doch ihre letzte Hand im Turnier war keine nette. Lewis bekam Pocket Aces gegen Josh Schlein’s Q 10 suited. Nachdem Schlein am Flop eine Flush Draw hatte, brach ein Raise-Krieg aus. Eine Pik am River machte Schlein’s Flush komlett und schickte Lewis nach Hause. Ein Teil ihres $72,891 Gewinns wird sie einer wohltätigen Organisation, die sich mit Krebs-Forschung beschäftigt, spenden, sagte sie.
Mit nur mehr drei Spielern sah es so aus, als würde Josh Schlein das Rennen machen. Aber eine Reihe von schlechten Beats mit der zweitbesten Hand wurde er Opfer des Chip-Schwundes. Schließlich schied Schlein mit dem Top-Pair (KK) gegen Drilling 10 von Abolfathi aus. Der dritte Platz zahlte $101,318.
Diese Hand gab Abolfathi eine 4 zu 1 Chipführung zu Beginn des Heads-Up. Sein einsamer Gegner Eric Buchman entpuppte sich aber als hart zu knackende Nuss. Aus einer aussichtslosen Situation heraus gewann er einige Schlüsselhände und kam knapp an die Chips heran. Aber schlussendlich gewann der aggressivere Spieler, der wusste, wie man sich einen Vorteil verschafft. Nach 90 Minuten bekam Abolfathi das erlösende Paar Zehn um sich gegen Buchman durchzusetzen, und ein neuer Pokerchampion im Rio stand fest.
Als Runner-Up erhielt Eric Buchman $174,938 an Preisgeld. Der Sieger zeigte großen Respekt für den Moment und zeigte stolz auf das begehrte goldene Armband. Abolfathi war der neue $1,500 Limit Event Champion.
Originaltext: Max Shapiro
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