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Planetopia auf Sat1 befasst sich mit Online-Poker

Wenn sich TV-Magazine mit Poker auseinandersetzen, dann verheißt das nichts Gutes. Schon gar nicht, wenn der Untertitel „Existenzkiller Online-Poker“ lautet. Heute Sonntag, um 22:45 Uhr kann man sich wieder einmal davon überzeugen lassen, wie gefährlich Online-Poker ist.

Pokerblatt

Haben die verantwortlichen Redakteure nur einschlägig recherchiert oder ist die Zahl der bankrotten Online-Pokerspieler tatsächlich so hoch, dass sie gar nicht lange suchen mussten. In der Ankündigung heißt es auf jeden Fall:

Spielsucht ist kein neues Phänomen. Doch wer darunter leidet, konnte sich bisher für Casinos oder Spielbanken sperren lassen. Die immer weiter verbreiteten Online-Casinos nehmen Spielsüchtigen diese Möglichkeit. Mit verheerenden Folgen für die Betroffenen. PLANETOPIA zeigt Menschen, die durch Online-Poker alles verloren haben.

Das verheißt gar nichts Gutes für den geliebten Pokersport. Auch Stefan Schüttler, Präsident des Bad Beat Berlin e.V. soll zu Wort kommen. Aber ob er das Schlimmste verhindern und damit den Image-Schaden in Grenzen halten kann? Die Ankündigung lässt darauf schließen, dass Online-Poker bei dieser Reportage nicht gut wegkommt.

Ab 22:45 Uhr auf Sat1 darf sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie gut oder schlecht Online-Poker hier ins Rampenlicht gestellt wird. Aber groß ist die Hoffnung nicht, dass hier auch nur annähernd unparteiisch berichtet wird.


Kommentare


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Stephan Fuchs
  • Stephan Fuchs
  • 17.08.08

Der Super-Gau wäre wenn die Ausschnitte vom Spiel von Desiree Nick zeigen würden, die sich vor ein paar Wochen zur absoluten Lachnummer bei DSF gemacht hat. Sad


Poolking
  • Poolking
  • 17.08.08

leider war der Beitrag bei Planetopia noch schlimmer als befürchtet. Onlinepokern wurde dargestellt als könne man dort nur verlieren, sobald ich die Software installiert habe bin ich süchtig, das ist ja noch gefährlicher als Heroin.


Stephan Fuchs
  • Stephan Fuchs
  • 17.08.08

habe mir den Bericht gerade angeschaut, und muss sagen, es hätte viel schlimmer kommen können. Der Süchtige tut mir natürlich leid, aber das war nicht das Spiel Poker an sich schuld, sondern eher er selbst. Er hätte genug Möglichkeiten gehabt damit aufzuhören. Nur er wollte ja erst Hilfe annehmen als es quasi schon zu spät war. Das man unter 18 Poker spielen kann, ist ja klar, aber hier hat der Bericht ja einen Fehler gemacht, er hat nämlich nicht zwischen Spielgeld und echtem Geld unterschieden, weil beim Echtgeld kommt soviel ich weiß eine Überprüfung der Bankdaten zu stande, welche ja kontrolliert das man volljährig ist. Den Bad Beat Club fand ich eine sehr gute Idee, er zeigt auch das man ohne “Haus und Hof zu wetten” spass an Poker haben kann (darf??). Fände gut wenn es sowas auch in Köln gebe.


Ralph Klement
  • Ralph Klement
  • 17.08.08

@ Stephan: Köln, kein Problem – google mal Hold’em Cologne.


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  • nummer1
  • 17.08.08

...ich habs mir auch dramatischer vorgestellt. Die Junkies, die überall zu finden sind, waren auch hier wieder ein gefundenes Fressen für diesen Bericht. Über die Online-Räume wurde schlicht nichts gesagt. Ich selbst kann mich dem vorigen Kommentar nur anschließen, bevor ich eincashen konnte musste ich Ausweis und Kreditkarte vorlegen, zuletzt wurde noch angerufen. Von einem sehr persönlichen OnlineSupport mal ganz abgesehen. Etwas umständlich, aber seriös. Der Beat Beat Club ist eine nette Idee, aber ich persönlich würde auf Mensch-ärgere-dich-nicht Niveau nicht spielen können, da ich den Stiefel im Nacken ( Geld ) benötige um mein ganzes Potential abrufen zu können. Meine Spielergebnisse sprechen da einen eindeutige Sprache. Je billiger das Buy-in ( und je looser /schlechter die Spieler ) desto schneller bin ich wieder zu Hause.


Stefan "vodoo" Schüttler
  • Stefan "vodoo" Schüttler
  • 18.08.08

Also ich fand es wenig differenziert und fast ähnlich schwach wie der Bericht zuvor, wo gewarnt wurde, dass Blitze sehr gesundheitsschädlich sein können, wenn sie im eigenen Kopf einschlagen. Zugegeben: es gibt Menschen, die schaden sich offensichtlich selbst.

Dabei fand ich war gar nicht so einfach zu unterscheiden, welcher der Protagonisten, da offensichtlich den größeren Schaden hat:

der Jammerlappen von Pokerspieler, der regelmässig vergleichsweise mit Domestos gurgelt, aber sich beklagt, dass es danach im Hals kratzt; der Psychiater, der keinen spannenderen Beruf gefunden hat, als sich so ein Gewäsch anzuhören und dazu noch Magneten an den Kopf seiner Geldquellen hält (immerhin hat er sich mit ihm geboxt, irgendwie muss die Aggression ja raus). Bei diesem vodoo ist sicher wohl eh Hopfen und Malz verloren, nur “Aufsicht” macht der ganz bestimmt nicht, als “Boss” bei BBB. Und dann gab es da noch den Regisseur, der vor dem Computerbildschirm massenhaft Chips und Karten hat verteilt?!

Es gibt immer Menschen, die sich offensichtlich selbst schaden. Ähm Moment, kann man das so wie dargestellt? Kann man sich denn BEWUSST selbst schaden? Ich glaube nein! Egal was man tut: man glaubt in dem Moment, dass es noch das Beste sei, und selbst der Selbstmörder glaubt doch, das sei eben jetzt das Beste.

Hinterher zu jammern, das ist leicht und feige zugleich. Statt sich der eigenen Verantwortung zu stellen, aus der eigenen Verrücktheit zu lernen, schiebt hier einer seine Dummheiten auf die Veranstalter. Ist er ein Kind? Was hätte es ihm geholfen, wäre online sein Alter besser geprüft worden?

Klar: Sucht ist ein Problem. Oder aber eine merkwürdige Lösung für ganz andere Probleme, über die man nicht sprechen will/kann?

Annette15 hat doch mit 15 online schon die Grundlagen für ihre Klasse gelegt. War das falsch? Statt über die Dummheit zu meckern, sollte man lieber zeigen, dass man es besser machen kann. Verantwortlich mit sich und anderen umgeht! Niemand etwas wegnehmen versuchen, OHNE ihm dabei was Besseres zu geben!

Und wahrlich: Online Poker finde ich hin und wieder klasse! Nur übertreiben sollte man es nicht. Aber das ist beim Barolo auch nicht anders.

Darüber hinaus: was soll man machen, wenn man gefragt wird, ob man sich hier äußern will, es aber schon feststand, dass “Suchtkranker” und Psychiater abgedreht, das Thema festgelegt waren? Ich habe gut eine Stunde lang Interview gegeben und bei jedem Satz versucht, so zu formulieren, dass es differenziert bleibt. Zudem sind wir eben BBB wobei sicher die meisten von uns sehr verantwortungsbewußt auch online spielen und bei BBB einfach die Chance nutzen, richtiges Turnierpoker mir prima Strukturen live zu spielen.

Onlinepoker ist jedoch im Vergleich zu Live Poker eben wie Online Sex zu Live Sex!

Klar gibt es Leute, die gut von Onlinesex leben… aber was macht mehr Spaß…?!

Seh schon, am besten man macht gleich alles selbst und das wird sich in Zukunft eben auch aufs Fernsehen beziehen müssen.

Keep Watching! Smile Smile

Mit Verweis auf den grandiosen Artikel von Herrn Haller hatte ich vorab den verantwortlichen Redakteur noch über bestimmte Sichtweisen schriftlich aufzuklären versucht: Viel geholfen hat wohl nicht.

Hallers Welt: Velden und Las Vegas – Eine Zeitreise

Es gibt Menschen, die sind dem Glücksspiel hilflos verfallen. Schon Dostojewskij hat ausführlichst davon berichtet und manch Psychoanalytiker mag es entweder für schlicht “charakterschwach” halten oder aber für ein noch grundsätzlicheres Problem. Mag es auch vor allem selbsternannte “Suchttherapeuten” geben, die armseelig wie sie doch sind, keine andere Berufung für sich erkennen konnten und nun mit der Vermietung ihrer Ohren und Mittagsschlafenszeit ihre Brötchen sich zu verdienen suchen. Meinen vollsten Respekt für all diejenigen, die zu ihrer Sucht und Schwäche stehen und nicht auch noch waschlappenartig irgendwelche Therapietaschentücher vollheulen, um letztendlich ja doch nur bei nächster Gelegenheit wieder den große Wurf zu wagen. Einmal Spieler – immer Spieler und es mag eine afrikanische Fuballmannschaft eines Tages Fußballweltmeister werden: ein Spieler, der seine Spielsucht überwindet muss entweder an Alzheimer erkranken, oder er wird wohl ein Leben lang weiter vom großen Triumpf und dem ergriffenen Schluchzen seiner Mama träumen – Poker als narzistischer Versuch: und schon ist es wieder einmal für einen kurzen Augenblick da: das so schmerzlich fragile gute Gefühl für sich selbst. Andere haben da sicher weniger Probleme, aber die spielen dann vielleicht auch weniger Poker oder Roulette, sondern und vielleicht mehr Klavier, sind glücklich verheiratet und halten Polygamie für unreifen Unfug.

Die Welt ist facettenreich bunt und genau so mag sie auch bleiben.

Ich glaube “Spielsucht” ist MEIST eine oberflächliche Schublade, wie so viele und es gibt sehr viele auch sehr unterschiedliche Möglichkeiten, das zu betrachten.

Genau wie bei Alkoholsucht (da endet dann aber schon wieder der Vergleich) KÖNNTE man es z.B. als ein mehr oder weniger misslungener Versuch einer “Selbsttherapie” betrachten?! Probleme sind Lösungen für ganz andere Pobleme, “Plomben”, damit ganz andere Gefühle einen nicht zu sehr verunsichern oder quälen.

Selbstverständlich gibt es Entwicklung und ich würde die niemand absprechen wollen. Eher ist es vielleicht die Frage, in welcher Beziehung! hier wirklich eine behandlungswürdige Krankheit in der Form vorliegt, dass es für viele nicht mehr oder weniger eine Art Spiel und Provokation ihrer Umwelt darstellt – eine Art “pathologische” bzw. besser sehr individuelle Beziehungsgestaltung.

Ich glaube, man macht es sich oft viel zu einfach von Spielsucht, einer Therapie und dann der “Heilung” zu sprechen. Spielsucht ist nicht wie TBC wo es wohl einen Erreger gibt und entsprechende Medikamente. “Spielsucht” ist wohl eher auch eine Form von Beziehungsgestaltung zu sich und Welt.

Recht bestimmte Phantasien über die Bedeutung von Geld, Frauen, Partnerschaft, Freundschaft, Lebensfreude, Glück… kommen da wohl oft in einer recht typischen oder “verwandten” Art zusammen.

Nein es gibt keinen Erreger und auch das Pokerspiel in seiner ganzen Faszination ist nicht schuld. Es sind die Persönlichkeiten selbst, die so sind, und wer könnte sich therapeutisch anmassen, da groß was zu verändern? Die “Therapie” solcher “Therapeuten” mag man als die eigentliche Krankheit betrachten, deren Heilung sie selbst auch für sich propagieren. Einmal Psychologe – immer Psychologe und eher findet noch ein passionierter Spieler eine ganz andere Leidenschaft und läßt das Spiel, als dass ein Psychologe sein Metier überwindet


Definition Sucht Zusammenfassend kann Sucht – ob mit oder ohne Drogen – definiert werden als unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- Erlebnis- oder Bewusstseinszustand. Das Ziel von süchtigem Verhalten ist entweder, Lustgefühle herbeizuführen und/oder Unlustgefühle (Unruhe, Trauer, Wut etc.) zu vermeiden. Suchtursachen sind im Zusammenwirken der Faktoren Mensch, Gesellschaft und Suchtmittel zu beschreiben. Individueller Hintergrund ist eine Autonomiestörung, die als Selbstwertschwäche deutlich wird. Um von Suchtverhalten zu sprechen müssen die vier Merkmale Wiederholungszwang, Dosissteigerung, physische oder psychische Abhängigkeit und Entzugserscheinungen klar ausgeprägt sein.

Suchtverhalten entwickelt sich innerhalb einer Phase der Gewöhnung. Schwächere Ausprägungen des Suchtverhaltens können mit dem Begriff des kompensatorischen Verhaltens beschrieben werden: „Kompensatorisch nennen wir ein Verhalten, wenn es nicht (vorrangig) den Zwecken dient, denen das gleiche Verhalten normalerweise gewidmet ist, sondern Defizite kompensieren soll, die aus dem Nicht-Lösen ganz anderer Probleme entstanden sind. Suchtverhalten liegt vor, wenn eine Person regelmäßig nach den Lustempfindungen strebt, die die Kompensation mit sich bringt“ (Scherhorn, Reisch und Raab, 1996, S. 4). Ob ein Verhalten als Suchtverhalten eingestuft wird, hat auch immer etwas mit gesellschaftlicher Normierung zu tun. Insofern ist Sucht das Verfehlen der gesellschaftlichen Norm der Selbstkontrolle in Verbindung mit psychotropen Substanzen oder Verhaltensweisen (vgl. Degkwitz, 2002, S. 28).


Stefan "vodoo" Schüttler
  • Stefan "vodoo" Schüttler
  • 18.08.08

http://www.planetopia.de/archiv/2008....html

Für alle die es “verpasst” haben.


Scipio
  • Scipio
  • 18.08.08

Graumer Beitrag seitens Planetopia…

Mal wieder keinerlei Statistiken, einfach ein paar Einzelfälle herausgepickt, von denen auf die Allgemeinheit geschlossen und das war´s.


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  • red.steve
  • 18.08.08

Ich hätte da auf jeden Fall einen Themenvorschlag für die nächste PLANETOPIA-Ausgabe:

Einen Bericht über halbkriminelle Psychiater und deren pseudo-wissenschaftliche Methoden, und wie diese Scharlatane ihren wehrlosen Patienten das Geld aus der Tasche ziehen und mit nutzlosen Geräten behandeln, wie man sie für gewöhnlich nur von der Scientology-Sekte kennt.


michael hierl
  • michael hierl
  • 19.08.08

ausser LÄCHERLICH fällt mir dazu echt nix ein Sad


david mushold
  • david mushold
  • 19.08.08

Verstehe die ganze aufregung nicht so richtig . Finde es eigendlich schade das nicht Punkte angesprochen wurden die wirklich nicht Ok .

und zu ein paar Meinungen muss ich mal was schreiben …

1) * Stefan “vodoo” Schüttler * 18.08.08 Was ist daran Positive wenn jemand mit 15 seine halbe Kindheit vorm Rechner sitzt und Online Poker spielt (wobei in Deutschland glücksspiel unter 18 Jahren eh Verboten ist ? ) Ich würde meinen Kindern in den Arsch tretten und Du wahrscheinlich auch !!!!! Finde es Jämmerlich das man versucht durch Werbung den Gedanken zu vermitteln das jeder Millionen durch Online Poker machen kann denn das stimmt nicht es sind genau auch die EINZELFÄLLE.Und Kinder die 15-17 Jahre alt sind können zu 99% nicht damit umghen und erkennen das Sie Online Poker Süchtig sind ..

Zum anderen ist der Betrugsanteil bei Online Poker sehr viel höher als im Casino ! Es wurde Jahrelang behauptet das kein Spieler die Holecards sehen kann und was ist passiert !

Es gibt soviele Dinge die wirklich unter aller Sau sind !!!!