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Chronik der WSOP: 2005 – Down Under in Las Vegas

Zum ersten Mal wurde die World Series of Poker (WSOP) im Rio All Suite Hotel und Casino ausgetragen. Im Binion’s Horseshoe hätten die Massen an Spielern nicht bewältigt werden können. Aber der Final Table des Main Events blieb im Binion’s Horseshoe.

Poker als Beruf

Die Teilnehmerzahlen waren förmlich explodiert. Jeder wollte in Las Vegas mit dabei sein und jeder wollte ein Bracelet gewinnen. Vor allem bei den No Limit Hold’em Events waren mehr Spieler am Start, als man sich je hätte vorstellen können.

Auch Deutschland war natürlich wieder vertreten. Eddy Scharf konnte sich gleich vier Mal in den Geldrängen platzieren. Sein größter Erfolg war Platz 7 beim $5.000 Pot Limit Omaha. Bei einem hochkarätigen Finale mit Phil Hellmuth, Surinder Sunar, Allen Cunningham, Robert Willamson III und Phil Ivey eine ausgezeichnete Leistung. Noch besser schnitten bei diesem Event Davood Mehrmand (Platz 3) und Sigi Stockinger (Platz 6).

Ivo Donev schaffte es ebenfalls dreimal ins Geld. Sein bestes Ergebnis war Platz 10 beim $2.500 Pot Limit Hold’em. Marcel Luske war auch bei der WSOP 2005 sehr erfolgreich. Er konnte sich ebenso wie Eddy Scharf vier Mal im platzieren, aber Final Table war keiner darunter.

Michael Keiner, Chris Bigler, Henry Nowakowski, Markus Stranzinger, Phillip Marmorstein, Pouya Pouya-Majid, Bernd Rygol, Alfons Jaeggi, Alexander Dietrich, Jens Voertmann, Norbert Hoelting, Tim Gillig, Markus Lehmann, Bernd Stadlbauer und Christian Schulz erreichten allesamt die Geldränge.

Das $10.000 No Limit Hold’em World Championship sorgte für Erstaunen. Hatte man schon gedacht, dass die 2.576 Teilnehmer vom Vorjahr nicht zu toppen wären. Und dann kamen mehr als doppelt so viele Spieler und wollten um den Weltmeistertitel kämpfen. 5.619 Teilnehmer waren es geworden, mehr als 1100 hatten sich über PokerStars online qualifiziert. Über $52.000.000 lagen im Pot, auf den Sieger warteten $7.500.000.

Greg Raymer war als Titelverteidiger natürlich mit dabei. Seit Noel Furlong, Weltmeister 1999, hatte es kein amtierender Weltmeister durch den ersten Tag im darauffolgenden Jahr geschafft. Auch für Greg Raymer schien dies bei so vielen Teilnehmern eine unlösbare Aufgabe. Doch er bewies, dass sein Sieg im Vorjahr kein Zufall gewesen war. Mit Platz 25 durfte er sich über $304.680 freuen. In die Entscheidung konnte er allerdings nicht eingreifen.

Das konnte auch nicht Mike Matusow. Er belegte den 9. Platz und kassierte $1.000.000. Mehr Berühmtheit erlangte er aber, als er einen 40 Minuten Penalty verpasst bekam. Und das nur, weil er einfach Mike Matusow war. Oder anders gesagt, weil er ein wenig zu viel geflucht hatte. Den Sieg aber machten Joe Hachem und Steve Dannenmann unter sich aus. Joe Hachem war meiste Zeit am Final Table als Shortstack unterwegs. Doch er schaffte es ins Heads Up und ließ Steve Dannenmann keine Chance. Warum er mit X7X3 das Preflop-Raise auf 300.000 von Dannenmann callte, weiß er vielleicht selbst nicht. Dass er mit X4X5X6 eine Straße floppte war vielleicht Schicksal. Auf jeden Fall hatte der Australier am Ende alle Chips und damit war Joe Hachem Weltmeister 2005.

Event Sieger Preisgeld Teilnehmer
$10,000 Championship Event Joe Hachem $7,500,000 5,619
$500 Casino Employee No-Limit Hold’em Andy Nguyen $83,390 662
$1,500 No-Limit Hold’em Allen Cunningham $725,405 2,305
$1,500 Pot-Limit Hold’em Thom Werthmann $369,535 1,071
$1,500 Limit Hold’em Eric Froelich $303,908 1,049
$1,500 Omaha Hi-Lo Patrick Poels $270,100 699
$2,500 Short-Handed No-Limit Hold’em Isaac Galazan $315,125 548
$1,000 No-Limit Hold’em mit Rebuys Maciek Gracz $594,460 826
$1,500 Seven-Card Stud Cliff Josephy $192,150 472
$2,000 No-Limit Hold’em Erik Seidel $611,795 1,403
$2,000 Limit Hold’em Reza Payvar $303,610 569
$2,000 Pot-Limit Hold’em Edward Moncada $298,070 540
$2,000 Pot-Limit Omaha mit Rebuys Josh Arieh $381,600 212
$5,000 No-Limit Hold’em T.J. Cloutier $657,100 466
$1,000 Seven-Card Stud Hi-Lo Steve Hohn $156,985 595
$1,500 Limit Hold’em Shootout Mark Seif $181,330 450
$1,500 No-Limit Hold’em Shootout Anthony Reategui $269,100 780
$2,500 Limit Hold’em Quinn Do $265,975 373
$2,000 7-Card Stud Hi-Lo Denis Ethier $160,682 279
$1,500 Pot-Limit Omaha Barry Greenstein $128,505 293
$5,000 Pot-Limit Hold’em Brian Wilson $370,685 239
$2,500 Omaha Hi-Lo Todd Brunson $255,945 359
$1,500 No-Limit Hold’em Mark Seif $611,145 2,013
$5,000 Seven-Card Stud Jan Sorensen $293,275 192
$2,500 No-Limit Holdem mit Rebuys Farzad Bonyadi $594,960 279
$2,500 Pot-Limit Hold’em Johnny Chan $303,025 425
$1,000 Ladies No-Limit Hold’em Jennifer Tilly $158,335 601
$5,000 Pot-Limit Omaha mit Rebuys Phil Ivey $635,603 134
$5,000 Limit Hold’em Dan Schmiech $404,585 269
$2,000 No-Limit Hold’em Lawrence Gosney $483,195 1,072
$1,500 Razz O’Neil Longson $125,690 291
$5,000 Short-Handed No-Limit Hold’em Doyle Brunson $367,800 301
$5,000 Omaha Hi-Lo David Chiu $347,410 224
$3,000 No-Limit Hold’em Andre Boyer $682,810 1,010
$1,000 Seniors No-Limit Hold’em Paul McKinney $750,750 825
$10,000 Pot-Limit Omaha Rafi Amit $511,835 165
$3,000 Limit Hold’em Todd Witteles $347,385 406
$1,000 No-Limit Hold’em mit Rebuys Jiang Chen $611,015 894
$5,000 No-Limit 2-7 Draw mit Rebuys s David Grey $365,135 65
$1,500 No-Limit Hold’em Ron Kirk $312,520
$1,000 No-Limit Hold’em John Pires $220,935 971
$1,000 No-Limit Hold’em Willie Tann $188,335 758

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