Offener Brief von Götz Schrage
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- Goetz Schrage, Dienstag. 27. Mai 2008
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„Als ehemaligem Polizisten kann mir keiner erzählen, dass Pokern ein Geschicklichkeitsspiel ist – das ist ein absolutes Glücksspiel.“
Innenminister Karl Peter Bruch – Rheinland Pfalz
Offener Brief an Innenminister Karl Peter Bruch, an alle ehemaligen Polizisten, an alle arbeitslosen Wissenschaftstheoretiker und an niemand Bestimmten
Meist sind sich genau die am sichersten, deren Horizont absolut frei ist vom kleinsten Bildungswölkchen. Wer nichts weiß, kann nicht zweifeln. Das ist rührend und auch irgendwie ganz praktisch. Peinlich nur, dass der Lieben Gott sich herzlich wenig um unserer irdischen Sprichwörter kümmert. Da gibt ER doch glatt dem Karl Peter Bruch das Amt, aber mir den (Sach)Verstand. Umgekehrt wäre es besser – zumindest für die Pokergemeinde in Rheinland-Pfalz.
Entscheidungen mit eigenem Erleben zu begründen, gibt einem etwas sympathisch Lebensnahes. Wir erinnern uns gerne an den spitzbübischen Bill Clinton. Klar habe er in vergangenen College-Tagen schon mal einen Joint in der Hand gehabt. Aber ebenso selbstverständlich ohne zu inhalieren. Unter allen, die das wirklich glauben (und die vor allen Dingen mir glauben) wird ein Candlelight-Dinner mit Monika Lewinsky verlost. Einsendungen hier http://billclintondailydiary.blogspot.com/ . Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und bitte nicht vergessen meine Grüße auszurichten.
Karl Peter Bruch hat auch mal Poker gespielt und steht dazu. Immerhin! Nachzulesen in einem WELT Online-Interview
http://www.welt.de/welt_print/article2037314/Wir_verbieten_das_Pokern_weil_es_suechtig_macht.html. Redakteurin Gisela Kirschstein.eröffnet das Gespräch mit der Frage aller Fragen:
WELT Online: „Herr Minister. Haben Sie schon einmal Poker gespielt?“
Karl Peter Bruch: „Das ist vielleicht 20 Jahre her.“
WELT Online: „Aber Sie haben schon einmal gepokert.“
Karl Peter Bruch:„Ja, ich habe schon mal gepokert. Ich habe auch schon mal Roulette gespielt. Ich war mal als junger Kriminalbeamter in dienstlicher Mission in der Spielbank Bad Neuenahr eingesetzt.“
Und wieder zerplatzt eine kleine Illusion. Nach meiner Erinnerung an die alte deutsche Heimat geht es da so ordentlich zu. Entscheidungen basieren auf Erkenntnissen. Dinge und Sachverhalte werden geprüft und überprüft und erst wenn alle die gut honorierten Fachleute getan haben, was zu tun ist, folgt der Erlass des Ministers.
Vor 20 Jahren, noch dazu „in dienstlicher Mission“, ist doch ein wenig dürftig und auch „ehemalige Polizisten“ hätten das verbriefte Recht auf Erkenntniszuwachs. Obwohl sich das vielleicht in seinem Stand nicht wirklich ziemt. Zu schade aber auch, dass sich kein arbeitloser Wissenschaftstheoretiker für den Job des Innenministers in Rheinland-Pfalz gefunden hat. Statt ein dienstlich missionarisches Dogma aufzustellen, würde sich da an die Kunst der Falsifikation gewagt.
Was interessiert, was Herrn Karl Peter Bruch „keiner erzählen kann“? Das Waffendepot der Ignoranz ist vielfältig. Man kann nicht fragen, man kann nicht zuhören und wenn alles nicht hilft, wäre vielleicht gleichzeitiges Zuhalten beider Ohren angesagt.
Karl Popper mag in Mainzer Fastnachtskreisen ob seines Familiennamens als Ballermann-DJ durchgehen. Meine Ermittlungen bestätigen aber ein völlig anderes Berufsbild. Jedenfalls eine spannende Herausforderung, die Aussage vom „absoluten Glückspiel“ zu verifizieren, vielleicht auch ein wenig zu validieren. Wenn der Mut dann reicht, wird als Dessert falsifiziert und spätestens dann würde die obige Aussage am unendlichen Müllberg der wertlosen Politikerzitate verwittern.
Schade, dass Gisela Kirschstein die in ihrem sonst wirklich gut geführten Interview nicht nachgefragt hat. Vielleicht war es einfach die Milde der so schönen und warmen Jahreszeit. Wäre ich an ihrer Stelle gewesen, hätte ich Innenminister Karl Peter Bruch nicht so ohne weiteres ziehen lassen. „Wenn Ihnen als „ehemaligem Polizisten“ keiner etwas erzählen kann, was müsste passieren, dass Sie Ihre Aussagen vom „absoluten Glückspiel“ neu überprüfen?“ Und schon wären wir in einer Diskussion. Nach platten Aussagen und verzichtbaren Reminiszenzen an dienstlichen Missionen wäre das immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
Götz Schrage
Kommentare






















Unfassbar. Nicht nur die Aussagen des Herrn Ministers, auch die Gesprächsführung .
Beim Versuch 2 Gründe für den Pokerboom mitzuteilen, kommt er gerade auf das schuldige Fernsehen und meint dann ob seines privaten Kontaktes: “das sehe ich nicht ein” Wenn das schon ausreichend Motivation ist, als starker Vorreiter im Kampf für Recht und gegen das illegale Millieu vorzugehen, dann wage keiner zu behaupten, er wüßte was das Gefolge noch so auf den Weg bringt.
Die fehlerhaften Argumentationen könnte ich weiter aufführen, aber ihr kennt diese alle.
Ich für meinen Teil suche nach Möglichkeiten sich nicht auf den Rücken zu legen und bin zu Kooperationen bereit, diesem Sachverstand entgegenzutreten.
Kommt es beim Pokern vor allem aufs Glück an? Kommt darauf an, wer spielt.
“Hütchenspiel” ist Betrug, weil “Insider” Tricks kennen, einen Informationsvorsprung haben und so “arme arglose” bzw. einfach nur dumme Zeitgenossen abzocken.
Lese ich teilweise gewisse Darstellungen aus Pokerkreisen bezüglich ach so toller “Fischzuchten”, bekomme ich manchmal ganz ähnliche Assoziationen.
Auch wenn beim Poker das Glück gerade nicht die große Rolle spielt, so kann es gerade deshalb trotzdem problematisch sein. Tatsächlich wegen der “Suchtgefahr” bzw. der Verführung, dass “die Dummen” glauben, hier besonders clever zu sein. Poker ist ganz schön ansteckend und faszinierend!
Warum man nun ausgerechnet beim Poker so eine Welle macht, die ganzen “Gewinn”spielchen bei 9live und DSF aber nicht belangt, ja warum man gerade nun hier so heftig auf Saubermann und Moral macht, das hat vielleicht auch Image- oder historische Gründe.
Ich habe noch nie erlebt, dass bei einem Pokerturnier z.B. ein Notar überprüft hat, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht. Wer kontrolliert hier denn, dass nicht auch 5 Freunde zusammen ein paar Tricks kennen, um sich die ach so schönen Preise regelmässig unter den Nagel zu reißen?
Wildwuchs, dazu die Phantasien vom großen Abzocken (auf allen Seiten”), muss man das zu 100% gut finden?
Offensichtlich hat hier einer wenig Ahnung, aber wir, die wir mehr damit zu tun haben sollten uns vielleicht doch mehr Gedanken darüber machen, wie wir bestimmte Standards für unser Spiel definieren können.
Gerade zuletzt gab es soviele Skandale, Betrugsvorwürfe… eigentlich müssten wahrscheinlich selbst die Casinos gleich mit geschlossen werden. Das wäre zumindest konsequent, aber sicher ja auch nicht in unserem Interesse.
Wer für das Poker ist, so meine These, der sollte darüber nachdenken, wie wir uns gemeinsam gewisse Regeln geben, eine Art wirklich anerkannten Verband, Selbstkontrolle aus unseren eigenen Reihen.
Machen wir es selbst und die Politik damit ersetzlich. Solange wir nur jammern und jeder sein eigenes Süppchen zu kochen versucht, muss man sich nicht groß wundern…, wenn andere für uns viel zu oberflächliche Entscheidungen treffen.
fragen wir uns dich mal, wer hat ein interesse pokern in der öffentlichkeit zu verbieten, und warum?
geht es um wählerstimmen? machen die casinos druck, wegen des glückspielstaatsvertrags? wollen sich einige politiker profilieren? hat tatsächlich jemand angst die jugend zu vergiften? geht es darum den schwarzen schafen von veranstaltern die grundlage zu entziehen?
ich finde keinen guten grund. nur 1.000 gründe sich tatsächlicher bedrohungen zu widmen, wie z.b. internetbetrug. mal abgesehen davon, dass trotz spielverbotes in der öffentlichkeit, jeder seine kohle im internet verzocken kann. davon ist aber in all diesen heroischen reden von recht und ordnung und jugendschutz nicht die rede.
die grauen köpfe da oben, haben wohl früher ihre gehirnzellen verzockt. einem interview mit dir, götz, würden sie sich wohl auch kaum stellen. denn dann würden sie zugeben müssen, dass sie ihren mantel in den falschen wind gehängt haben.
woher kommen denn die vorderungen gegen öffentliches pokern? ich habe noch von keinem in der öffentlichkeit gehört, dass das pokern verboten werden soll. wie kommt so ein starkes politikinteresse zustande?
haben unsere politiker den alten grundsatz “brot und spiele” völlig vergessen? offensichtlich gilt der als veraltet, obwohl er meiner meinung nach in der heutigen zeit mehr den je zutrifft.
wie dem auch sei, wir werden die wahren gründe wohl nie erfahren. und solange nicht eine wissenschaftskommission beweist, dass pokern kein glücksspiel ist, wird sich die meineung dieser leute auch nicht ändern.
ich schäme mich jedenfalls fremd, für so viel ignoranz und dummheit.
armes deutschland.
In Österreich gibt es einen staatlichen Online-Anbieter… der dann brav in Newslettern für Online-Spielautomaten wirbt. Soviel zum Thema Suchtprävention.
Monica Lewinsky, in welcher Phase ihrer Gewichtsschwankungen ist sie gerade?
Und immer noch fehlt eine klare Benennung der Rechtsgrundlage für so eine Entscheidung! Seit Wochen wird hier Populismus in Reinkultur vorgeführt. Und alles nur, weil die Spielbanken Umsatzeinbußen aufgrund des Rauchverbots (und vielleicht auch wegen eines mangelhaften Angebots?) erleiden.
Ich kann jedem Betroffenem nur empfehlen, sich eine Anwalt zu nehmen und für sein (und unser aller!) Recht zu kämpfen. Die Argumentationen der Ämter sind unvollständig und stehen auf äußerst wackligen Beinen.
Auch Behörden sind an Gesetze gebunden. Unsere Aufgabe ist es nun, behördliche Maßnahmen auf Gesetzeskonformität zu prüfen!
Ein langer, steiniger Weg liegt vor uns, aber das Ergebnis ist klar: Texas Hold’em ist de Facto kein Glücksspiel, wie wollen die Behörden dies also vor Gericht beweisen?
5 Card Draw Poker mag ein Glücksspiel sein, die meisten älteren Herrschaften kennen nur diese Variante. Unser Fehler war von Anfang an, Texas Hold’em überhaupt Poker zu nennen! Hier ist Aufklärungsarbeit angesagt.
Ich wünsche allen Mitstreitern einen langen Atem und viel Erfolg!
Neues aus der Glücksspiel Hölle:
Rheinland-Pfalz und Sachsen haben endlich dicht gemacht. In Hamburg kann man sich leider noch nicht entscheiden. Aber in Hessen, Baden-Württemberg und vielleicht auch dem Saarland wird es sich bald ausgepokert haben.
Denn die Ministerien machen so Gott will Ernst. Es wird immer enger für die Pokerturniere außerhalb der staatlichen Casinos. Dem Beispiel von Rheinland-Pfalz folgend, wollen nun auch Hessen und Baden-Württemberg Sachpreisturniere unterbinden. Im Saarland wird sich der Innenausschuss des Landtages in nächster Zeit genauer mit den Turnieren befassen und dann bei einer Partie Black-Jack entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht.
Hessen und Baden-Württemberg folgen der Ansicht des Ministeriums von Rheinland-Pfalz. Poker ist Teufelsanbetung und die Jugend muss vor dieser entsprechend geschützt werden.
Aber wer denkt eigentlich an die Jugend? Es wird geschätzt, dass ca. 95 % aller Pokerturnierteilnehmer zwischen 8-16 Jahre alt sind. Was sollen diese Jugendlichen mit ihrem hart erarbeiteten Geld anfangen, wenn sie es nicht mehr, wie bisher üblich, bei illegalen Pokerturnieren aus dem Fenster rauswerfen können? Eine Alternative wäre sicherlich, das Taschengeld in staatlich lizensierten Spielhallen auf den Kopf zu hauen, zumal Automatenspiel erwiesenermaßen nicht süchtig macht, und die sozialen Kontakte fördert.
Bislang war es gestattet, Poker-Turniere bis zu einem Eintrittsgeld von € 15 zu veranstalten. In Hessen soll nun aber beschlossen werden, dass es auch strafbar ist, ohne Geldeinsatz ein Pokerturnier zu veranstalten. Allein die unverantwortliche Kombination der Silben Po- und – ker miteinander, außerhalb eines Casinos, soll demnächst unter Strafe gestellt werden. Denn Poker ist Glücksspiel und darf deshalb nur in einem staatlichen Casino gespielt werden. Dort ist der Spaß zwar etwas teurer, aber nur so sei ein entsprechender Jugendschutz gewährleistet.
Zusätzlich wird geplant gegen „Mensch-Ärger-Dich-Nicht“-Turniere in Altenheimen, Kniffel-Turniere in Sportvereinen, und überhaupt gegen alle anderen Spiele, die nicht in einem staatlichen Casino ausgetragen werden, vorzugehen.
Massiv unter Beobachtung stehen momentan auch sogenannte „Malwettbewerbe“ einiger Lebensmittelketten. Dort zahlen die Jugendlichen zwar keine Teilnahmegebühr, können allerdings hochwertige Sachpreise gewinnen. Schnell rutscht der Jugendliche in die Abhängigkeit und malt so lange Ferienerlebnisse, Weihnachtsmänner und sonstiges, bis er letztendlich auf die schiefe Bahn gerät. Es wurde erste Fälle bekannt, wo sich jugendliche Mal-Süchtige zu Gangs zusammenschlossen um Schreibwarenhandlungen zu überfallen. Ein Teufelskreis.
Poker wird zu Recht als schlimme Bedrohung der Jugend empfunden, deshalb sollten wir schnell handeln und unsere Jugend aufklären:
1. Masturbation macht Blind. 2. Poker (das Spiel welches nicht genannt werden sollte) macht nur im Casino Spaß. 3. Rock’n’Roll kommt direkt aus der Hölle.
Gesegnet sind die Unmündigen, denn ihnen wird die Politik das Paradies auf Erden bereiten…..vielleicht.
(Teile meines Kommentars entstammen dem PokerOlymp Bericht: Pokerverbot in ganz Deutschland droht!)
Hallo Tassilo Hallo an alle Anderen,
zuerst einmal ein dickes Lob an den Verfasser aber auch über die Kommentare. Ihr habt genau das Problem getroffen und auch ich habe vor für das Recht zum freien Pokern zu kämpfen, jedoch haben wir ein dickes Problem. Alle Entscheidungen der vergangenen Wochen waren Entscheidungen im Eilverfahren.Da wir damit keinen “Krieg” gewinnen können muss man jetzt in Hauptsachen-Verfahren übergehen, doch wie lange kann sich hier eine Entscheidung ziehen!1Jahr oder sogar Länger.. Die Taktik der Behörden wird immer ähnlicher zum Vorgehen gegen Wettanbieter und hier wird schon immer auf Zeit, Prozesskosten und Anwaltskosten für die klagenden Betreiber spekuliert. Eben die Taktik einer behörde, welche keine Skrupel hat Steuergelder gegen Bürger einzusetzen und auf das begrenzte Durchhaltevermögen und die Kapitalgrenze des Einzelnen zu hoffen.Es lebe die Demokatie!
Das staatliche Monopol auf das Glückspiel ist und bleibt eine Farce. das Gesetz , welches Poker als Glückspiel deklariert is noch aus Bismarcks Zeiten, naja wir werden eben 100 jahre zurück versetzt und so stellt sich doch mir die Frage: Wird nun der Scheiterhaufen für Pokerspieler wieder eingeführt?Wer weiß das schon nachdem Herr Schäuble nun ja sogar die Abhörung privater Haushalte einführen möchte. Kommen wir mal zu den so in Schutz genommenen staatlichen Spieleinrichtungen: 1. Fakt ist dass über 80% der Spielsüchtigen in Deutschland Automaten süchtig sind und gerade hier langt der Staat ordentlich hin , kein Wunder denn auch die privaten Anbieter vom Automatenspiel können sehr einfach durch Verplompungen der Automaten überwacht werden und spülen somit etliche Milliarden in die Staatskasse. Doch auch hier gibt es enorme Differenzen zwischen staatlichen Einrichtungen und Privatanbietern. Bei einem Besuch bei einem privaten Automatenaufsteller stellt man sehr schnell fest, dass die Automaten nur einen festgelegten Verlust zulassen, eben zum Schutz der Spieler. Mir selbst ist jedoch vor 4 Wochen etwas passiert was seines Gleichen sucht. nach einem “Bescheidenen ” Abschneiden bei einem Pokerturnier in einer staatlichen Spielbank entschloss ich mich 50 Euro in einen sogenannten Jackpot Automaten zu werfen. Ich drücke den Button “MaxBet”, das Rad dreht sich und die Anzeige des restguthabens springt auf Null. Wie bitte 50 Euro für einmal Drehen, keine stündliche oder monetäre Begrenzung! Wo bleibt bitte die Fürsorgepflicht des Staates gegenüber den Bürgern?
2. Laut Staats und Lotterievertrag soll die Spielsuchtprävention verschäft werden, richtig?Komisch den ich erhalte als sporadischer Gast der Spielbank Stuttgart monatlich Einladungschreiben zu Bakkarat Turnieren oder Ähnliches. Wo ist hier der Schutzgedanke?Stimmt habe ja vergessen, dass der Bürger stets willkommen ist, wenn er seine Existenz an den Staat verliert um die Diätenerhöhungen der Politiker und deren Gefolgsleute zu finanzieren
3. Der Staats- und Lotterie vertrag in deutschland verstößt ganz klar gegen europäisches Recht. Diese hat ja bereits mit einem Vertragsverletztungsverfahren gegen Deutschland gedroht. Der Ausgang dieses Verfahrens wird wohl nicht anders sein wie die “Platanica” Entscheidung in Italien. Doch unsere Landesväter wissen , dass sich so ein Verfahren über Jahre hinweg ziehen kann und Sie somit wenigstens noch die Zeit nutzen möchten, die Staatskasse noch so voll wie möglich zu stopfen. Armes Deutschland… ein Land der Einwanderer bekannt in der Welt für Fortschritt, Erfindungen etc. verfolgt man jedoch die diversene fernseh “Soaps” und schaut sich nach Statistiken um, so stellt man schnell fest, dass sich das Blatt zu wenden scheint, vorbei mit dem “Upswing” der Vergangenheit. Die Auswanderungszahlen steigen täglich und immer mehr Unternehmen ziehen es vor Ihre Firmen ins nahegelegene Ausland zu verschieben. Das schlimme daran ist aber dass sich trotzdem nichts bewegt….
Nachdem die Gegenwehr des Gestzgebers in den letzten 12 Monaten bei den Pokeranbietern auf Granit gestoßen ist wird nun mit einem der schärfsten Mitteln geschossen, nämlich Jugendschutz! Nur genau hier iegt doch die größte Farce schlechthin, was wir bereits schon in Anderen Dingen erlebt haben, wo der Staat”zum Schutz der Jugend” durchgreift. Lieber Staat wie wäre es mal endlich etwas sinnvoles für die Jugend in Deutschland zu unternehmen oder sollen wir bei der Pisa Studie ins Bodenlose fallen und uns in Zukunft “Entwicklungsland” nennen?Schockiert Euch Politikernicht die Tatsache, dass bereits jedes 4te Kind in Armut lebt in Deutschland? Ich sage nur ,weiter so Deutschland Ihr seit auf dem besten Weg eins der schönsten und bis dato wirtschaftlich mit am erfolgreichesten Länder dieser Welt zu Grunde zu richten.Der “Bluff ist nicht aufgegangen denn wir haben Euch “richtig gelesen”, Poker ist also doch kein Glückspiel
Vorsicht ist angeraten liebe Freunde des Pokersports !
Zu den seltsamen Äußerungen des ehemaligen Polizisten—- Dieses Geseier kann versierte Pokerspieler höchstens belustigen oder allenfalls zur allgemeinen Heiterkeit betragen.
(Wenn es nicht so traurig wäre,denn immerhin scheinen solche Gestalten über das Wohl und Wehe einer ganzen Branche zu entscheiden !!!)
Diese Worthülsen von einem,der vor einigen Dekaden mal gepokert haben will,sind etwa so nützlich wie ein Messer ohne Klinge bei dem auch noch der Griff fehlt !!!
Was ist also zu tun ?
Wo bleibt die geballte Power von den jeweiligen Pokerturnierveranstaltern ?
Weshalb wird kein Zweckbündnis gegründet,um diesem leidigen Thema endlich mal ein Ende zu bereiten ?
Oder hat man sich in der Branche bereits damit abgefunden von Sesselpupern und ahnungslosen Bürokraten ständig gegängelt und bevormundet zu werden ?
Dann gute Nacht dem Pokersport in Deutschland !
Hinterhofzockbuden und selbstverständlich auch die staatlichen Casinos können es kaum erwarten,die nun zahlreichen Pokerfans in die Arme zu nehmen.
“Offene Rückantwort mit Einschreiben”
Sehr geehrter Herr Bruch,
wir haben zwar denselben Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Ihre private Meinung zum Thema Glückspiel, im Besonderen zum Thema “Poker” in allen Ehren, es sei Ihnen gestattet. Wenn ich nicht so verärgert über Ihre Äußerungen und entsprechenden Konsequenzen wäre, könnte man dem sogar einen gewissen Unterhaltungswert abgewinnen, bei soviel Unsinn. Ihre veralteten Erfahrungswerte als Grundlage bzw. Entscheidungsfindung zu benutzen, ein solch unsinniges Gesetz zu kreieren, machen mir als Bewohner Ihres Bundeslandes große Sorgen. Was kommt dann noch? Eindämmung der Krötenwanderung wegen Abschleckgefahr durch Kindergartenkinder?
Ich empfinde eine tiefe Empörung darüber, dass Sie mir als 35-jährigen leitenden Angestellten und Familienvater verbieten meine Freizeit mit Poker bereichern zu wollen. Sie unterstellen mir Unmündigkeit, Suchtverhalten, Fördern von Jugend und kriminalisieren ein Teil meiner Freizeitgestaltung und das auf Grundlage Ihrer langjährigen “Erfahrung”?! Ich bin nicht bereit, dies zu akzeptieren!
Ihre Argumentationsgrundlage des “Jugendschutz” und “Suchtprävention” offenbart Sie als eine sehr weltfremde Person, wobei ich nicht unterscheiden mag, ob Sie nur finanzielle Landesgelder/Monopol sichern wollen oder sich argumentativ nicht gut auf das Interview vorbereitet haben. Ihre Worte sind Hohn für jeden gebildeten und mündigen Menschen!
In den 2 Jahren als Pokerspieler von Sachpreisturnieren habe ich noch nie einen Minderjährigen getroffen und sollte diese Gefahr tatsächlich bestehen, wäre eine Vergabe von “Lizenzen” mit entsprechender Selbstkontrolle der Betreiber und Stichproben von Behörden wie z.B. bei Diskotheken ein bereits gängiges Mittel. Bei Suchtprävention gibt es bereits zahlreiche Veröffentlichungen, dass unter “Spielsucht” das Pokerspiel die 3% Marke nicht überschreitet. Im Vergleich zu Kneipen-Spielautomaten mit über 80% Suchtanteilen, die keiner einzigen Kontrolle unterliegen. Die Tatsache, dass Sie in der heutigen Zeit Poker mit klischeehaften kriminellen Hinterzimmern gleich setzen, drückt deutlich Ihre eingeschränkte Sichtweise auf. Denn Ihr Gesetzt wird genau dies Fördern.
Selbstverständlich gibt es auch Spielsucht bei Pokerspielern, dass ist traurig und bedauernswert. Aber das gibt es bei Skat und Dart auch. Diese Leute benötigen Hilfe und Unterstützung, aber ein Verbot kriminalisiert Sie und macht es nur noch schlimmer. Das sind trotzdem Einzelschicksale. Wir schaffen auch keine Bordsteine ab, nur weil einer mal darüber stürzt!
Bei der heutigen Popularität des Pokerspiels, der Imageförderungen von Medien und Promis wie z.B. Becker/Raab, sowie der EU-Forderung der Liberalisierung des Glückspielmarktes lässt sich niemand das Spielen verbieten und Ihre “Hinterzimmer” werden eine nie gekannte Blüte erfahren. Das wollten Sie doch, oder?
Anstatt die große Chance zu nutzen, hier eine neue Branche zu fördern unter festen Regeln mit entsprechenden Kontrollen, die nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch steuerliche Einnahmen bringen kann. Ein Poker-Dealer (Kartengeber) macht einen harten ehrlichen Job und so mancher Student hat davon seine Miete bezahlt.
Als demokratisch gewählter Minister erwarte ich, dass Sie sich ernsthaft und der Sachlage gegenüber “objektiv” verhalten und bei Ihrer offensichtlichen Unkenntnis entsprechenden Expertenrat hinzu ziehen. Dies haben Sie eindeutig versäumt und mit den Worten von Dieter Nuhr gesagt: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.”
Hätten Sie sich beraten lassen, dann wüsten Sie das die Definition “Poker” im deutschen Gesetz sich auf das “5-Draw-Poker” bezieht. Eine Spielvariante, die man aus gängigen Wildwestfilmchen kennt und zur Zeiten der damaligen Gesetzgebung die populärste Variante darstellte. Mit Recht ein wirkliches Glücksspiel.
Inzwischen gibt es neue, beliebtere Varianten und Ihre “schuldigen” Medien zeigen in der Hauptsache die Pokervariante “Texas Holdem”. Hierüber gibt es nun zahlreiche Veröffentlichungen von Wissenschaftler, Stochastiker, Mathematiker und sonstigen Fachleuten aus aller Welt die den “Glückspielanteil” dieser Pokervariante mit z.B. Backgammon gleich setzen. Staaten wie z.B. Österreich haben auf dieser Grundlage Poker als Geschicklichkeitsspiel ausgelegt, sowie das Landesgericht in Hamburg in einer Entscheidung auch. (Verzeihen Sie, dass ich hier nicht weiter ins Detail gehe oder Quellenangaben mache. Dies könnte man als Straftat auslegen. Aber wenn Sie ein wenig “googeln” werden Sie alles finden.)
Das mag zwar gegen den immensen Erfahrungsschatz eines ehemaligen Polizeibeamten nicht ankommen, führt aber zu kleinen Irritationen in meinem Magen-Darm-Trakt. Übrigens auch bei Ihren heutigen Ex-Kollegen mit denen ich zahlreich am Tisch saß.
Mir ist bewusst, dass meine Worte, mein Brief nichts ändern werden, außer mir persönlich Luft zu machen. Aber ich bin ein Wähler, ein Steuerzahler und werde demnächst genauer hinsehen, wer meine Mündigkeit und Recht auf Selbstbestimmung einzuschränken versucht.
In diesem Sinne
Doc Schnitzel
PokerOlymp hat sich mehrfach angeboten als unabhängige Plattform die Vorarbeiten für eine starke Vertretung in Angriff zu nehmen. Nach meinem Eindruck war das Feedback höchst marginal, wenn es darum ging – abgesehen von zustimmenden und freundlichen Kommentaren – die Dinge in die Hand zu nehmen. Habe den subjektiven Eindruck (poste hier quasi als Privatperson und Pokerliebhaber), dass jeder Veranstalter nur sein eigenstes Interesse (und auch nur im Zeitrahmen von ein paar Wochen) im Kopf hat. Von den Dackelzüchtern bis zu den Minigolfspielern. Alle haben eine Interessensvertretung und somit ein Lobby. – Pokerspieler haben das nicht und daran sind weder ehemalige noch aktuelle Polizisten schuld. Sondern ganz alleine die Pokerspieler selbst.
PS: Das geht soweit, dass Veranstalter dort posten wo sie ein paar Pünktchen fürs nächste 5$ Gratisturnier bekommen : )
@ Goetz Schrage
Da haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen !
Wenn es ums Geld geht,erkennt man rasch wo der Bartel den Most holt.
Hier lauert doch einer auf den anderen,getreu dem Motto:
Och,soll doch mal der Mitbewerber die Kohlen aus dem Feuer holen,ich halte mich mal schön zurück und profitiere nacher von eventuellen Urteilen oder Erlässen.
Ohne Geld in die Hand zu nehmen und ohne Koordination von wirklich fähigen Juristen und Fachleuten wird sich nichts tun !
Auch sollte dringend ins Auge gefasst werden die unseriösen Pokerveranstalter zur Strecke zu bringen !
Schon mal daran gedacht weshalb gerade Pokerturniere so ins Zwielicht geraten konnten ?
(Und dies ist umso erstaunlicher wenn man bedenkt,dass diese Veranstaltungen relativ neu sind !!!)
Wo könnte also die tatsächliche Ursache liegen,dass immer mehr Verantwortliche beim Thema Pokersport mit Ablehnung reagieren ?
@ Dr.Schnitzel
Das Hamburger Landgericht hat zwar einen mutigen Schritt nach vorn getan, indem es sagt, das es viele Anhaltspunkte dafür gibt, das es sich bei Turnier-Poker nicht um Glücksspiel handeln könnte, hat die Frage aber letztendlich offen gelassen. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die Hoffnungen der Hamburger Poker Szene jedoch gleich wieder mit der Aussage erstickt, das Pokerveranstaltungen generell nicht genehmigungsfähig sind, egal ob es sich bei Poker um ein Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel handelt. Sollte es sich tatsächlich um ein Geschicklichkeitsspiel handeln, ist in jedem Fall eine Erlaubnis nach § 33 d S.1 GewO und möglicherweise auch eine nach § 33 i Abs. 1 S.1 GewO erforderlich, welche aufgrund der Tatsache, dass Poker durch Veränderung der Spielbedingungen mit einfachen Mitteln als Glücksspiel im Sinne des § 284 StGB veranstaltet und somit die nach § 33 d Abs.2 GewO erforderliche Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht erteilt werden kann (§ 33 e Abs.1 S.2 GewO).
Frage mich wieder mal wieso Skat-Turniere dann möglich sind. Wie schnell werden aus Punkten Cent oder Euro. Noch nie Pfennigskat gespielt liebe Herrn Politiker ? Also heißt es jetzt schon, selbst wenn Poker ebenso wie Skat als Geschicklichkeitsspiel eingestuft werden sollte, die gleichen Bedingungen für die Durchführung eines Turnieres wird es trozdem nicht geben. Das ganze lässt sich nur noch toppen durch den Beschluss Hessens, nachdem es auch strafbar ist, ohne Geldeinsatz ein Pokerturnier zu veranstalten.
Wie kleine Kinder: Na gut, Poker ist kein Glücksspiel und ihr spielt auch nicht um Geld, und es gibt keine Startgebühr bei einem Turnier, und Jugendliche müssen davor nicht geschützt werden….mir doch egal – ihr dürft trozdem nicht pokern.
Wer hat solche Intelligenz-Allergiker eigentlich in ihre Ämter gewählt ?
@ Goetz Schrage
Vielleicht sollte PokerOlymp erneut den Vorstoss wagen eine Interessenvertretung ins Leben zu rufen. Ich denke der Zulauf wäre jetzt grösser denn je.
Ist nicht die staatliche Spielbank Berlin Hauptsponsor der Pokermesse und somit gleichzeitig Ausrichter des größten illegalen Pokerturniers Europas ? Sachen gibts….
Was spricht denn dagegen, würde möglichst die gesamte Pokergemeinde einen Interessenverband gründen, und dazu eine Wahl organisieren? Demokratisch und von möglichst vielen legitimiert und beauftragt, könnten wir uns so Regeln und Standards geben, enen TÜV einrichten, schwarze Schafe selbst benennen und mit den Behörden kooperieren…?
Oder ist das nur eine fromme Wunschphatasie und zwar überall Usus nur im Bereich des Wildwest-Pokers natürlich gänzlich fehl am Platze??
Dümmer gehts wirklich nimmer! Ich wollte zuerst in einem Wutanfall eine erzürnte E-mail an das Büro dieses ehemaligen Polizisten(der er besser geblieben wäre)senden,habe mich dann aber doch vorsichtshalber anderes entschieden.Wer weiß,ob der Innenminister nicht noch auf die Idee kommt,seine Kritiker auf das Schwerverbrechen Onlinepoker zu überprüfen und entspechend hart für diese Untaten zu bestrafen. Ich meine das sehr ernst: Wer so unqualifiziert,dumm und geradezu fahrlässig daherredet ,dem ist alle zuzutrauen. Saubere Führungskräfte haben wir da oben,kein Wunder dass nichts läuft in Deutschland. Ich habe übrigens ein nettes Zitat eines amerikanischen Professors für Glücksspiele + Spielsucht zum besten zu geben,dass sich der Herr Innenminister vielleicht hinter die Ohren schreiben sollte. Zitat Professor: Es gibt sehr wohl professionelle Pokerspieler,deshalb kann Poker kein Glücksspiel sein,aber einen professionelles Bingo oder Lottospieler habe ich leider noch nicht getroffen.