Chronik der WSOP: 1986 – Wohlverdienter Sieg für Berry Johnston
Es ist das Schicksal der Zweitplatzierten, dass sie in Vergessenheit geraten. Berry Johnston war einer dieser ewigen Zweiten. Zwar hatte er ein Bracelet 1983 gewonnen, aber sonst hatte er immer das Nachsehen. 1986 allerdings änderte sich alles und er war endlich der strahlende Sieger.
Die Teilnehmerzahlen bei der World Series of Poker (WSOP) stagnierten. Aber es waren doch immer wieder neue Gesichter an den Pokertischen zu sehen. Die alten Granden wie Johnny Moss oder auch Doyle Brunson waren noch immer mit dabei, aber es schien fast schon so, als hätte es einen Generationswechsel gegeben.
Eines der neuen Gesichter war auch Barbara Enright. Heute zählt sie zu den wichtigsten Pokerspielerinnen der Welt. In der neu geschaffenen Women in Poker Hall of Fame ist sie natürlich schon aufgenommen. Aber es war 1986 als sie ihr erstes Bracelet beim Women’s Seven Card Stud gewann und damit den Grundstein zu ihrer Karriere als Pokerspielerin legte.
Berry Johnston
Beim Main Event waren es wieder 141 Teilnehmer gewesen. Am Final Table sah man durchaus bekannte Spieler. Und vor allem solche, die gerade beim Main Event immer das Nachsehen gehabt hatten – Dewey Tomko, Jessy Alto, Gary Berland, Mike Harthcock, Berry Johnston. Auch der amtierende Weltmeister Bill Smith saß wieder am Final Table. Doch für ihn endete die Titelverteidigung auf Platz. Jesse Alto hoffte auch in diesem Jahr, dass es für ihn zum Sieg reichen würde. Doch mit 
lief er geradewegs in Berry Johnstons 
und musste seine Hoffnungen abermals mit Platz 4 begraben. 
war dann aber die Hand, die Berry Johnston Glück brachte. Denn sie hielt gegen 
von Gary Berland und damit saßen Mike Harthcock und Berry Johnston im Heads-Up.
So greifbar nahe war der Sieg für Berry Johnston noch nie gewesen. Mit einem gehörigen Chiplead ließ er sich dieses Jahr nicht mehr von seinem Weg abbringen. Harthcock glaubte, mit 
eine Chance für eine Verdopplung zu haben. Doch in diesem Moment fand Johnston 
. Das Flush für Harthcock kam nicht, die Zehn als Kicker zählte und damit war Berry Johnston am Ziel seiner Träume angelangt – endlich war er Weltmeister. Und das auch wohlverdient.
| Event | Sieger | Preisgeld | Teilnehmer |
| $,10,000 Championship Event | Berry Johnston | $570,000 | 141 |
| $1,500 No-Limit Hold’em | Hamid Dastmalchi | $165,000 | - |
| $1,000 Limit Omaha | Jim Allen | $48,400 | 110 |
| $2,500 Pot-Limit Omaha | David Baxter | $127,000 | - |
| $500 Women’s 7-Card Stud | Barbara Enright | $16,400 | - |
| $5,000 2-7 Draw | Ron Graham | $142,000 | - |
| $1,5000 Limit Hold’em | Jay Heimowitz | $175,800 | - |
| $1,000 Razz | Tom McEvoy | $52,400 | - |
| $1,000 A-5 Draw | J.B. Randall | $69,200 | - |
| $1,000 7-Card Stud Hi-Lo | Tommy Fischer | $73,600 | - |
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