Michael Schulze holt die EPT Warschau
Als erster Deutscher gewann gestern Michael Schulze die PokerStars European Poker Tour in Warschau. Als Chipleader war er ins Finale gegangen, zeigte seine Dominanz auch am Final Table und holte sich schließlich rund € 609.782.
Mit 359 Spielern waren 80 mehr als letztes Jahr an den Start der EPT Warschau an den Start gegangen. Michael Schulze war vom ersten Tag an bester Deutscher und sollte es auch am Ende sein. Nachdem Sebastian Ruthenberg mit Platz 13 ausgeschieden war, blieb er als letzter Deutscher im Rennen um den Sieg.
Kaum begonnen, musste Dan Woolson den Finaltisch auch schon wieder verlassen. Zu dritt am Flop 

ging Mehdi Ouakhir all-in mit 
, Dan Woolson callte mit 
, Mathias Viberg mit 
. Der Turn brachte
und der River
. Mathias nahm sich einen 700.000er Pot und Dan Woolson belegte Platz 9.
Ihm folgte Trond Eidsvig. Er ging im SB mit 
all-in, Juan Maceiras callte mit 
. Der Flop brachte ein Ass für beide, aber der River
entschied zu Gunsten von Maceiras und damit musste Eidsvig mit Plaz 8 gehen.
Niclas Svensson sah seine Chance mit 
, doch Mehdi callte mit 
. Das Board brachte 



und zerstörte damit das Paar von Svensson. Mehdi nahm sich den Pot mit Kicker Dame und beförderte Svensson auf Platz 7 aus dem Turnier.
Juan Maceiras konnte zweimal verdoppeln, doch beim dritten All-in mit 
bekam er es mit 
von Mathias Viberg zu tun. Am Turn drehte der Dealer das Ass für Viberg um und Maceiras nahm Platz 6.
Michael Schulze spielte seinen Chipvorteil immer wieder gekonnt aus und baute sein Stack weiter aus. Am Board 


ging Michael all-in mit 
, Christian Öman callte mit 
. Der River entschied mit
eindeutig zu Gunsten von Michael und Christian Öman musste sich mit Platz 5 zufrieden geben.
Mehdi Ouakhir war zweiter in Chips und glaubte sich auf der sicheren Seite. Doch zunächst verlor er einen großen Pot an Ricardo Sousa und mit seinen letzten 300.000 ging er im SB mit 
. Michael Schulze callte sofort mit 
. Das Board brachte keine Hilfe für Ouakhir und ihm blieb nur Platz 4.
Ricardo Sousa und Mathias Viberg lieferten sich einige Duelle, die schließlich mit Vibergs Platz 3 endeten. Sehr short ging Mathias mit 
all-in, Michael Schulze callte mit 
. Am Flop kam eine weitere
, aber auch die Möglichkeit zur Straight für Viberg. Doch Turn und River halfen ihm nicht mehr und Viberg musste mit platz 3 gehen.
Zu Beginn Heads-Up lag Ricardo Sousa nur 230.000 hinter Schulze. Sousa konnte sich einige kleiner Pots holen und damit sogar die Führung übernehmen. Doch Schulze ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er dieses Turnier gewinnen wollte. Er kämpfte sich zurück an die Spitze und antwortete schließlich auf Sousas Raise mit einem Reraise. Sousa ging all-in, Schulze callte sofort mit 
. Sousa drehte 
um. Das Board brachte mit 



die Entscheidung und Michael Schulze war der Sieger der EPT Warschau. Für den 40jährigen ging es mehr um den Sieg als um das Geld. Den Sieg hat er geschafft und die Siegesprämie von € 609.782 ist eine nette Zugabe. Mal sehen, wie es ihm bei der EPT San Remo ergeht, die am 1. April beginnt.
| Platz | Name | Land | Pol.Zloty | € |
| 1 | Michael Schulze | Deutschland | 2,154,000 | 609,782 |
| 2 | Ricardo Sousa | Portugal | 1,220,600 | 345,543 |
| 3 | Mathias Viberg | Schweden | 718,000 | 203,261 |
| 4 | Mehdi Ouakhir | Frankreich | 538,500 | 152,445 |
| 5 | Christian Öman | Schweden | 437,980 | 123,989 |
| 6 | Juan Maceiras | Spanien | 344,640 | 97,565 |
| 7 | Niclas Svensson | Schweden | 272,840 | 77,239 |
| 8 | Trond Erik Eidsvig | Norwegen | 201,040 | 56,913 |
| 9 | Dan Woolson | USA | 122,060 | 34,554 |
Kommentare

















“Michael Schulze spielte seinen Chipvorteil immer wieder gekonnt aus und baute sein Stack weiter aus. Am Board HqHkD7X9 ging Michael all-in mit CaS9, Christian Öman callte mit XkX5. Der River entschied mit X9 eindeutig zu Gunsten von Michael und Christian Öman musste sich mit Platz 5 zufrieden geben.” Also diese Aussage steht für mich im Widerspruch mit dem Verlauf der Hand und bestätigt für mich zum Teil meinen Verdacht, dass insbesondere die finalen Phasen von Turnieren vielleicht sogar mehr vom Faktor Glück abhängen, als die Runden zuvor. Schade nur, wenn solche Hände dann als Beispiel für gekonntes Ausspielen des Chipvorteils genannt werden.