Düstere Zukunft für Online-Poker?
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- Rosi Gruenstaeudl, Freitag. 18. Januar 2008
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- europa, online, poker, recht
In Deutschland ist mit dem Glücksspielstaatsvertrag alles in Schwebe. Klagen werden angestrebt und die Hoffnung, dass von Seiten der Europäischen Union ein „Nein“ kommt, lebt. Doch ganz Europa scheint derzeit in einer Umbruchsphase zu sein.
Das einzige Problem dabei ist, dass nicht jeder Umbruch auch gleichzeitig ein Aufbruch in bessere Zeiten ist. So wurde von der finnischen Tageszeitung „Helsingin Sanoma“ verlautet, dass die finnische Regierung überlegt, Online-Poker zu verbieten. Jeder Pokerspieler weiß, dass die Nordländer starke Spieler haben und oft die europäischen Turniere dominieren. Und auch im Online-Poker sind sie brandgefährlich. Alleine Patrik Antonius oder Ziigmund sind jedem ein Begriff.
Aber die finnische Regierung ist nun auch der Meinung, dass die Staatsbürger ein Glücksspiel-Problem haben. Schließlich werden jährlich rund $150 Millionen fürs Online-Spielen ausgegeben. Und da will die finnische Regierung möglicherweise nun doch einschreiten.
Auf der anderen Seite wiederum ließ man aus Österreich Gutes verlauten. Denn bei Casinos Austria kann man sich nicht nur vorstellen, auch eine Online-Pokerseite anzubieten, sondern will bereits im ersten Quartal 2008 damit online gehen. Mit Win2Day betreibt Casinos Austria ein riesiges Glücksspiel-Portal, dessen Angebot von Lotto über Toto bis hin zu Roulette und Slotmaschinen reicht. Eigentlich fehlt hier nur noch eine entsprechende Pokerplattform. Diese Lücke soll nun geschlossen werden und – interessanterweise -wird auch über das Anbieten von Sportwetten angeboten. Casinos Austria dürften hier einen doch recht fortschrittlichen Weg einschlagen. Selbst für den Schutz von Spielsüchtigen ist hier bereits ein Sicherheitsmechanismus eingebaut. Jeder Spieler muss das Limit für seine Einzahlungen festsetzen.
In England streitet man derzeit eher darüber, welche Online-Betreiber Werbung für ihre Seiten machen dürfen. Und da heißt es für Antigua und Barbuda bzw. Kahnawake weiterhin draußen bleiben. Angeblich seien nicht alle Voraussetzungen erfüllt, um auch den dort ansässigen Firmen eine Werbegenehmigung durch die britische Gambling Commission zu erteilen. Vor allem Kahnawake ist davon sichtlich betroffen, denn schließlich werden unter der Lizenz des kanadischen Indianerreservats zahlreiche Seiten betrieben.
Die Entwicklungen von Online-Poker gehen derzeit in verschiedene Richtungen. Von geeintem Europa ist nicht viel zu merken. Aber die Hoffnung lebt, dass durch das Verbot der Monopolisierung und durch Verstöße gegen den freien Dienstleistungsverkehr die ganze Angelegenheit doch ein positives Ende für die Pokerspieler nimmt. Allerdings wird es wie in den USA ein langer Weg werden.
Kommentare
















Das ist mal ein Wort! Legal online Pokern mit Casinos Austria. Ich hab mich ja schon gewundert warum es das nicht schon längst gibt!
Die Festsetzung eines Limits ist doch mal ein super fairer Anfang, da könnten sich die finnischen Anbieter gerne ein Beispiel davon nehmen. Anstatt das Online Spielen komplett abzubauen könnten sie zunächst einmal mit ein paar Ideen die hohen Einsätze verhindern. Auf die Art: “Spielen erlaubt, aber bis zu einer bestimmten Grenze”
Denn ich glaube nicht, dass sich die Hobby Spieler vom Pokern, Roulette etc. abhalten werden. Wenn es nicht im eigenen Land funktioniert, dann eben woanders…
Ein großes Lob geht an England, dass sie dafür sorgen, dasss auch wahrheitsgemäß Werbung betrieben wird. So kann man hoffentlich verhindern, dass man als normaler Bürger abgezockt wird, denn man weiß ja nicht welche Voraussetzungen von den Online Betreibern nicht erfüllt werden.
Dass Win2day nun jetzt auch für Poker-Spieler interessanter wird, hab ich schon mitbekommen. Meiner Meinung war es sowieso an der Zeit. Ich schließe mich Bernd an und frag mich auch schon, wieso Win2day sich bis jetzt mit Pokern zurückgehalten hat.