PokerOlymp Jahresrückblick - Juli 2007
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- PokerOlymp Redaktion, Mittwoch. 26. Dezember 2007
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Noch immer war Las Vegas das absolute Zentrum der Pokerwelt. Die Highlights der 38. World Series of Poker standen noch bevor. Auch Charity wurde groß geschrieben. In Europa dagegen war der Juli eher ruhig, doch natürlich gab es auch Highlights wie die Wörthersee-Trophy.

Zunächst aber zur WSOP. Von vielen wird ja das $50.000 H.O.R.S.E. Event als die eigentliche Weltmeisterschaft bezeichnet. Demzufolge wäre diesmal Freddy Deeb Weltmeister geworden. Auch sonst gab es noch einige Turniere im Rio zu spielen. Das 2-7 Lowball Championship Event ging an Erik Seidel, der sich damit sein bereits achtes Bracelet holte. Ein weiteres Highlight war das $10.000 Pot Limit Omaha. Der Sieg ging an Robert Mizrachi vor Rene Mouritsen und Patrik Antonius. Bevor das eigentliche Main Event begann, gab es das erste „Ante Up for Africa“ zu spielen. Annie Duke und Don Cheedle hatten dieses Charity-Event ins Leben gerufen und viele Stars aus der Poker- und Promiwelt waren gekommen. Gesammelt wurde für die Krisenregion Darfur.
Mit Spannung erwartet wurde aber vor allem das $10.000 No Limit Hold’em Main Event. Vorbereitet hatte man sich für bis zu 10.000 Starter. Aber offenbar hatte der Unlawful Internet Gambling Enforcement Act zu großen Einfluss und die Tatsache, dass Harrahs keine Ticketvergabe durch die Online-Seiten zuließ, war sicherlich auch nicht förderlich. Denn anstelle der Tickets bekamen die Online-Qualifikanten den Wert des gewonnenen Packages ausbezahlt. Das haben sicherlich einige genutzt und sind nicht nach Las Vegas geflogen. Voran es lag, ist letztendlich auch nicht so wichtig, denn 6.358 Starter sind ja auch nicht zu verachten. Am 17. Juli war es dann soweit. Jerry Yang und Tuan Lam im Heads-Up. Der Sieg bleibt in den USA bei Jerry Yang und der Kanadier Tuan Lam muss sich mit Platz 2 begnügen. Aber es gab auch einiges an Überraschungen am Final Table. Schließlich waren sechs Nationen am Finaltisch vertreten. Am wenigsten hatte man aber mit den Südafrikanen gerechnet. Aber Raymond Rahme konnte sich den dritten Platz sichern, noch vor Alex Kravchenko, der das erste Bracelet beim $1.500 Omaha Hi/Lo für Russland geholt hatte. Bester Deutscher beim Main Event wurde eigentlich kein „echter“ Deutscher. Stig-Top Rasmussen erreichte Platz 45. Niklas Heinecker schaffte es immerhin auf Platz 80.
Wer beim Main Event der WSOP bereits seinen Platz hatte räumen müssen, der wechselte einfach zum WPT-Championship Event ins Bellagio. Dort war der Bellagio Cup ebenfalls mit dem $10.000 No Limit Hold’em im Finish. 535 Spieler waren angetreten, aber der Sieg ging vielleicht an den falschen. Wenn es so etwas wie Sympathiesieger gibt, dann hätte eigentlich ein anderer gewonnen. Mike Matusow schaffte es zwar ins Heads-Up, musste sich aber Kevin Saul geschlagen geben. Der verdiente sich den Sieg sicherlich genauso. Und unbestätigten Meldungen zufolge waren die $671.320, die Matusow für den zweiten Platz erhielt, ausreichend um das geborgte Geld wieder zurückzuzahlen.
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Zahltag war auch im Casino Velden am Wörthersee. Urlaub machen und ein bisschen Pokern ist eine Kombination, die viele gerne in Anspruch nehmen. Auch Erich Kollmann, der ja auf die WSOP verzichtet hatte, war in den Süden Österreichs gereist. Und hat sich gleich den Sieg beim € 100 No Limit Hold’em gesichert. Beim „7 Card Stud Aufwärmturnier“ mit einem Buy-In von € 300 gab es ein deutsches Duell. Bobby G. setzte sich am Ende durch und Jan Peter Jachtmann musste sich mit Platz 2 begnügen. Nach langem Warten konnte auch Markus Golser wieder einen Turniersieg feiern und damit seine Pechsträhne bei den Turnieren beenden. Ebenfalls einen Sieg konnte sich Andreas Krause holen. Nach einer erfolgreichen WSOP kehrte er nach Europa zurück und setzte seinen Siegeszug fort. Die Wörthersee-Trophy, ein € 1.500 Seven Card Stud Turnier, war fest in deutschen Händen. Rudolph Zintel siegte vor Peter Hohenleitner. Stefan Rapp gab einen Vorgeschmack auf sein 7 Card Stud Können, dass er im Oktober nochmals unter Beweis stellen sollte. Beim Casino Velden Masters, ein € 2.000 No Limit Hold’em, hatten die Italiener die Nase vorne. Daniele Mazzia setzte sich gegen den Schweizer Stefan Oberholzer durch und holte sich € 73.620. Michael Keiner konnte den dritten Platz belegen. Zum Abschluss gab es noch ein € 500 No Limit Hold’em, das sich Rino Mathis sicherte.
Während die WSOP in Las Vegas schon langsam wieder in Vergessenheit geriet, konzentrierte man sich bereits auf die nächste WSOP, die im September in London stattfinden sollte. „Nur“ drei Events waren für die WSOP Europe geplant, aber schon Wochen vorher herrschte Hochspannung. Denn schließlich gab es die ersten Bracelets außerhalb von Las Vegas zu gewinnen.
Kein Bracelet gab es zu gewinnen, aber das Concord Card Casino startete im Juli mit einer neue Reihe, die großen Anklang bei den Spielern findet. In regelmäßigen Abständen wird zum Deep Stack Turnier geladen. € 500 ist das Buy-In, gespielt wird mit 45-Minuten-Levels und der Blindstruktur der EPT. Das erste Turnier fand am 28. Juli statt und brachte gleich 126 Teilnehmer an die Tische. Der Sieg ging an den Ungarn Peter Gelenscer, der sich € 19.830 abholte.
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Eine ganz andere Veranstaltung ließ die Pokerwelt ein bisschen den Atem anhalten. Phil Laak und Ali Eslami traten gegen „Polaris“ an. Sah es am Anfang noch so aus, als hätte der Computer eine reelle Siegeschance, so zeigten die beiden Pokerprofis, dass doch ein bisschen mehr dazugehört, als Spielzüge zu berechnen. Die Ehre der Pokerspieler ist auf jeden Fall gerettet und die Wissenschaftler basteln weiter an Programmen, um vielleicht doch einmal den ultimativen Poker-Computer zu schaffen.
Damit war der Juli dann auch schon zu Ende und die Pokerwelt legte doch eine kleine Sommerpause ein. Gegen Ende August ging es wieder mit vollem Tempo los, mehr dazu aber morgen.
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