Frankfurt/Main verbietet Sachpreisturniere
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- PokerOlymp Redaktion, Donnerstag. 27. September 2007
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- veranstalter, turnier, recht, deutschland
Seit letzter Woche schlägt die Bürokratie in Frankfurt am Main zu. In einem Rundschreiben an Gaststätten und sonstige Veranstaltungsorte hat die Oberbürgermeisterin ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verdacht auf illegales Glücksspiel bestehe.
Alle Veranstalter, die in Frankfurt/Main Turniere organisieren sind betroffen. Pokerwelle musste ein Deep Stack absagen, Du-bist-Poker verlegte das Finale der Smart Week nach Heidelberg/Walldorf. Warum hier Aktion Scharf gemacht wird, weiß keiner so recht.
Noch im Juni fand in Frankfurt die Pokermesse von Pokerevents statt. Oder besser gesagt noch vor zwei Wochen war alles noch in bester Ordnung. Am 19. September erging schließlich dieses Schreiben an die Gastronomen. Zitiert wird §284 Abs. 1 StGB, der besagt, dass ohne behördliche Erlaubnis gewerbsmäßig Glückspiel zu veranstalten oder zu halten oder die Einrichtung hierzu bereitzustellen untersagt ist.
Die Gastronomen reagierten natürlich sofort und damit wurde den Pokerveranstaltern sozusagen der Boden unter den Füßen weggezogen. Kein Lokal möchte auf Grund eines Pokerturniers in Schwierigkeiten kommen.
Beim zuständigen Sachbearbeiter hört man Worte wie Suchtprävention und Schutz vor Kriminalität als Begründungen für die diese Vorgehensweise. Poker sei doch genauso ein Glücksspiel wie Sportwetten.
Scharfer Gegenwind bläst den Veranstaltern hier entgegen. Denn solange niemand ausdrücklich sagt, dass Pokerturniere erlaubt sind, wird es in Frankfurt/Main wohl kein Sachpreisturnier mehr geben. Die Gastronomen werden sich nicht mit dem Ordnungsamt anlegen und schon gar nicht mit dem Gewerbeamt.
Du-bist-Poker plant eine gemeinsame Initiative, um wieder eine Gesprächsbasis mit der Stadt Frankfurt/Main zu finden, denn Suchtprävention und Schutz vor Kriminalität sind Argumente, die nicht wirklich zu Sachpreisturnieren passen. Niemand weiß so recht, was der Auslöser für diese harte Vorgehensweise von Seiten der Stadt ist. Aber das letzte Wort sollte hier noch nicht gesprochen sein. Denn wenn das Schule in anderen Städten macht, ist es mit den Turnieren bald vorbei.
Die Stimme eines jeden einzelnen Pokerspielers ist gefragt, ebenso wie die eines jeden Veranstalters. Denn so plötzlich wie das Verbot in Frankfurt/Main kam, kann es in jeder anderen deutschen Stadt passieren.
Du-bist-Poker möchte eine Plattform einrichten, in der die Poker Community Deutschland die Möglichkeit hat, eine Pedition zu signieren und man in einem eigens dafür vorgesehenen Forum Meinungen und Anregungen für die Stadtverwaltung Frankfurt/Main sammeln kann. Du-bist-Poker hofft damit, wenn der Weg des Rechtsstreits bestritten werden muss, Rückendeckung zu erhalten. Sollte die Stadt Frankfurt/Main damit durchkommen, ist das das wahrscheinliche Aus für Poker, ob Freeroll oder Sachpreis mit Buy in in Hessen. Ab 29.09.2007 findet Ihr unter www.du-bist-poker.de/forum einen Ort um zu posten, sodass Du-bist-Poker mit den Spielern einen starken Auftritt hat und mit etwas Glück und gutem Rechtsbeistand Pokern auch in Hessen wieder erleben lassen darf.
Auch bei MyPokerOlymp habt Ihr natürlich die Möglichkeit, Eure Meinung zu posten.
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Kommentare














wir die pokerwelle haben sogar ein eilverfahren beim verwaltungsgericht in ffm eingeleitet.leider ohne erfolg. der richter scheint ganz ehrlich gewissermaßen befangen zu sein. das urteil ist ein witz. ähnliche verfahren haben wir bereits in mehreren städten ohne wenn und aber gewonnen.die richterin in ffm verwies zu erst einmal an eine andere kammer, sehr ungewöhnlich… in keinem punkt wurde juristisch entschieden sondern alles macht den eindruck nach einer politischen entscheidung.da wir ja von einem hervorragenden rechtsbeistand vertreten werden(absoluter spezialist im glückspielrecht) werden wir nun versuchen höhere instanzen anzugehen. es kann nicht mehr sein, dass in deutschland immer noch ein paar alte bürokraten sogar über unsere freizeit bestimmen und nicht einmal auf das rechtssystem eingehen. sorry aber ich finde es ein armutszeugnis, vor allem am selben we spielten wir in darmstadt (max20km entfernt) und dort war alles ok, eine lachnummer
Ein Trend der abolut zu erwarten war. In Nürnberg wurden die Gesetzeslagen bereits vor ein paar Monaten modifiziert.
Auch hier wird die Luft für die Veranstalter immer dünner – genau das ist es, was viele in “illegale” Cash-Runden treibt
Ok.. Ich finde Götz hat es in einem anderen Thread schon ganz gut angefangen. Schaun wir doch mal was als nächstes kommt.
Ehepaare MÜSSEN mindestens 2 Kinder bekommen, sonst tragen sie nicht genug zur Zukunft des Staates bei. In dem Zuge werden Verhütungsmittel verboten.
Eltern haften für den Tod ihrer Kinder. Wenn ein Kind/Jugendlicher stirbt entstehen dem Staat schliesslich Steuerausfälle im 6stelligen Bereich auf die Jahre gesehen.
Alkohol wird verboten!
Rauchen wird verboten!
Der Werbeanteil im TV wird staatlich geregelt und dabei verdreifacht.
Der Personalausweis in Chipform kommt und wird bei der Geburt in den Schädel gesetzt.
Der Tag wird strikt eingeteilt: 6.00 Aufstehen 6.00-6.30 Bad besuchen, anziehen, Wohnung verlassen 6.30-7.00 Arbeitsweg 7.00-20.00 Anwesenheit auf Arbeitsstelle inkl. alle Mahlzeiten 20.00-22.00 TV schaun, ansonsten hersscht Ausgangssperre 22.00-22.10 Kinder produzieren 22.10-6.00 Schlafen, aber mit den Händen über der Bettdecke.
Ey sacht mal.. Wo leben wir denn hier???
anscheinend im tiefsten westen lach, nein nun mal im ernst im bereich sportwetten hat italien eine ohrfeige vom eugh bekommen, da wurde auch deutschland genannt. der neue staats und lotterievertrag wird so in brüssel nicht akzeptiert ab januar erhält deutschland dafür sogar ein vertragsverletzungsverfahren, mit dem sicheren ausgang dass deutschland verliert. meiner meinung nach sitzen im lotteriewesen in deutschland immer noch funktionäre, die nur an die eigenen taschen denken und dann mit dem thema spielsuchprävention kommen. ist es aber eine prävention wenn ich ständig von einer deutschen staatlichen spielbank einladungen bekomme? also ich denke hier dreht sich mal wd alles um interessen von einigen alten…naja warten wirs mal ab
Im prinzip kann ich meinen vorrednern nur recht geben, wir nähern uns immer mehr einem stasi überwachungsstaat…das ist das volk aber selber schuld…imer schoen cdu/spd wählen dann wird das schon… wie gesagt, im prinzip kann ich den vorrednern recht geben…aber! 1. sind die in deutschland gespielten sachpreisturniere doch zum großen teil weit davon entfernt etwas mit pokern zu tun zu haben. wenn ich “richtig” pokern spielen möchte fahre ich ins casino, da wird man nicht mit billigem ramsch abgespeisst und hat weiss das alles profesionell abläuft.
2. für alle die, die sich freuen würden, wenn poker als sport anerkannt wird: schon mal daran gedacht, was das für den ein oder anderen bedeuten würde? STEUERN ZAHLEN AUF DIE GEWINNE! in meinem “heimatforum” itp diskutieren wir auch gerade darüber und sind momentan soweit, das es wohl besser ist, dass alles bleibt wies ist. wir spielen halblegal online und keinen kümmerts und wer live spielen möchte ist im casino sowieso besser aufgehoben…und unsere gewinne bleiben durch den glücksspielstatus zu 100% unsere gewinne. oder ist hier wer scharf darauf direkt mal 50% der staatskasse abzudrücken?
ich wage sogar zu behaupten: sollte pokern als sport anerkannt werden, und somit die gewinne voll zu versteurn sein, wird das pokern in deutschland eher schaden…
bin auf euere meinungen gespannt..
Was für ne Frechheit! Die sollten sich in Frankfurt lieber mal um Ihr Drogenproblem kümmern! Und wir als Veranstalter sollten uns lieber zusammen raufen und mal das grösste Freeroll aller Zeiten in Frankfurt auf die Beine stellen! Mal sehen was Sie gegen ein Freeroll machen wollen! Gekämpft glaube ich haben wir lange genug gegeneinander, vielleicht sollten wir mal das Kriegsbeil begraben und miteinander gegen diese, entschuldigung, Schweinerei angehen! Jeder der daran Interesse hat kann mir eine Mail unter organisation@gppa.de schicken.
Chris GPPA
Hallo Pokerwelle, GPPA, Pokerstar2007, Poker-Bundesliga, “500-Euro-Asch-Ticket-Veranstalter” und alle die sich bisher die Nase vergolden wollten und vielleicht schon vergoldet haben, wenn nicht alles wieder in Las Vegas oder sonst wo verpulvert wurde. Schon mal drüber nachgedacht, daß Eure Geldgier und verärgerte Spieler, die z.B. Ihre Preise nicht und oder auch wertlose (Asch-)Preise bekommen haben, ein Klima schaffen können, das die Gesetzeshüter zum Handeln animiert? Je unseriöser die Branche auftritt und je mehr sie sich selbst attackiert, je härter wird dieser Bumerang einschlagen und am Ende leider auch die wahren Pokersportler treffen. Grundsätzlich wäre die Legalisierung des Pokersports wünschenswert, aber was sollen die Vertreter der Staatsinteressen denken, wenn es sogar mit den “erlaubten” 15-Euro-Sachturnieren möglich ist, gleich 2000 gutgläubige Pokersportler zu betrügen. Wundert es da noch, daß Spieler sich im staatlichen Casino besser aufgehoben fühlen, weil sie dort wissen, was sie bekommen? Hier jammern die am Lautesten, die mit der Teillegalisierung nicht umgehen konnten.
Hallo P. Oker deine letzten Kommentare klingen alle sehr verdrossen. Sei doch mal sachlich und nüchtern ;-) Ich kann dich ja ein Stück weit verstehen. Klar wurden durch Ash sehr viele Spieler verärgert. Dafür können aber die von dir genannten Veranstalter nix. Nicht falsch verstehen wir haben mit keinem dieser Pokerveranstalter eine Kooperation, aber hier muss ich Sie dennoch in Schutz nehmen. Glaubst du den wirklich das auch nur ein Veranstalter Tickets für dieses Event ausgespielt hätte, wenn er zuvor gewusst hätte, das die Challenge nicht stattfinden wird?! Was sollen die Veranstalter nur deiner Ansicht nach machen? Der erste gute Ansatz war ja das die Veranstalter selbst Ersatzveranstaltungen gestellt haben. Jetzt hat auch 888 mit einem Ersatz reagiert. Schauen wir mal wie es wird. Letztendlich nervt die Schuldfrage mittlerweile extrem. Meiner Ansicht nach sind es immer mehr. Ausgenommen davon sind natürlich die Spieler.
Der Vormarsch der Ordnungsämter war zu erwarten. Ash war da ein gefundenes Fressen, aber bestimmt nicht der Auslöser! Dem Vaterstaat stinkt das der Großteil der Spieler “um die Ecke im Cafe” beim Sachpreisturnier Poker spielen geht und eben nicht ins Casino. Ein Beweis dafür ist ja die WestspielPokerTour bei dem die Casinos u.A. Aachen Sachpreise ausspielen?! Des weiteren gehen dem Fiskus natürlich Einnahmen in schicken Höhen flöten, wenn man nicht “staatlich zockt”. Deshalb wollen Sie dem ganzen einen Riegel vorschieben. Da Sie rechtlich keine wirkliche Grundlage haben, suchen Sie natürlich nach irgendeinem Stohhalm. Was Frankfurt da macht ist schon ein Witz und natürlich nicht begründbar, deshalb will sich da ja auch keiner äußern. Ich denke mal die EU in Brüssel wird sich da einschalten müssen sonst passiert da gr nix. Dies wird aber über kurz oder lang sicher passieren. Vorreiter ist die Schweiz. Mal schauen ob wir uns an dem “Zwergenstaat” ein Beispiel nehmen und Pokerturniere als Geschicklichkeitsspiel anerkennen. Das wäre die beste Lösung für den Pokersport und die Spieler in Deutschland.
Zu Chris möchte ich noch sagen das eine Organisation und Ballung auf jedenfall Sinn macht. Man hätte dies auch schon früher machen können/sollen. Die Gründe warum nicht sind allseits bekannt ;) Wenn wir wirklich alle für den Pokerturniersport eintreten und auch noch zukünftig veranstalten wollen, müssen wir uns verbünden! Ein Verband wie der VFDDP ist ein sehr guter Anfang. Dem haben wir nämlich zu verdanken das wir keine “Ash Geschädigten” sind. Macht also wirklich Sinn da dabei zu sein ;)
Gruß Heads-Up Poker Club Thomas Wirth
Hallo,
ich bin Turnierveranstalter der GPPA in Bayern!
Ich habe mich gestern mit dem Innenministerium in München unterhalten und diese teilten mir mit, dass in ca. 2 Wochen eine einheitliche Lösung für das gesamte Bundesgebiet (also ganz deutschland) auf den Markt kommen wird.
Verboten darf das Pokern nicht werden, jedoch wird es so sein, dass man sich nur noch einmal in ein Turnier einkaufen darf und zwar für einen Mindestbetrag von 15,00 EUR (nicht mehr, keine Ausnahme)
Also ruhig und locker bleiben. Und zu dir Thomas Wirth…. das Thema mit dem Geld verdienen usw. hatten wir doch schon vor Monaten. Wir Pokerveranstalter sind alle Millionäre und haben ja keine Kosten bei dem Turnier.
Schon mal daran gedacht, dass wir Tag und Nacht an diesen Projekten arbeiten und das man jede Menge Power investieren muss? Wenn man dann ein bißchen was verdient finde ich ist es nicht so schlimm!
Gruss Tom Bayern! Einer der ersten und der letzte!
Hi Thomas Zoissl. Ich glaube du verwechselt meinen Kommentar mit dem von P. Oker? Ich wüsste nicht das ich kritisiert habe, das wir alle unterm Strich Butter auf dem Brot haben wollen ;-) Ich habe lediglich gesagt das ein einheitlicher Pokerverband viel bringen würde. Am meisten natürlich als Vermittler zwischen uns als Veranstalter und dem Ordnungsamt etc. Also bleib locker und gelassen Gruß dein Namensvetter
Ja, hierzulande wird es einem langsam echt unerträglich gemacht. Sollte mal wieder was dagegen tun… Oder auswandern…
so, mal den entscheidung des gerichts zum eilantrag gelesen, der veranstalter wollte 40 euro! und daran ist es dann wohl gescheitert, jetzt sieht das ganze schon etwas anders aus:
Nach der Ankündigung des Turniers im Internet hätten die Preise einen erheblich höheren Wert als die entrichteten Startgelder. Die angekündigte Untersagung des geplanten Pokerturniers durch die Stadt Frankfurt am Main widerspreche auch nicht der Verwaltungspraxis im Regierungsbezirk Darmstadt. Das Regierungspräsidium Darmstadt habe den Bevollmächtigten der Antragstellerin lediglich mitgeteilt, dass man nur dann nicht gegen Pokerturniere einschreite, wenn von den Teilnehmern nur ein Eintrittsgeld von maximal 15,- EUR pro Person zur Deckung eines Teils der Kosten der Veranstaltung verlangt werde. Hier liege das Startgeld jedoch mit 40,- EUR bei einer Online-Anmeldung bzw. 45,- EUR bei einer Offline-Anmeldung deutlich über dieser Grenze.
Entscheidung des VG Frankfurt a. M.
Az.: 7 G 2700/07 (2)
http://www.isa-casinos.de/articles/17....html
Das Turnier von Pokerwelle mag vielleicht aus diesen Gründen abgesagt worden sein, aber die anderen Turniere, wie von Du-bist-Poker waren “ganz normale” 15 Euro Turniere.