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WSOP Event # 39: Freddy Deeb ist der neue H.O.R.S.E. Champion

Freddy Deeb holt sich den wohlverdienten Sieg beim $50,000 H.O.R.S.E. Championship und löst damit Chip Reese als Meister aller Klassen ab. $2,276,832 und sein zweites Bracelet für den ersten Platz, aber was viel wichtiger für ihn ist – er hat den Titel gewonnen.

Seit den 70er Jahren lebt Kassem “Freddy” Deeb in den USA. Er flüchtete vor dem Bürgerkrieg in seiner libanesischen Heimat. Da er keine Arbeitserlaubnis in den USA hatte, verdiente er mit dem Spielen seinen Lebensunterhalt. 22 Mal war er bereits im Geld bei der WSOP. Sein erstes Bracelet hat er 1996 beim Deuce-to-Seven Lowball gewonnen. Deeb gilt eigentlich als Cash Game Spieler und er selbst gibt zu, dass das erste Bracelet keine wirkliche Bedeutung für ihn hatte. Aber das H.O.R.S.E. und den Weltmeistertitel darin zu gewinnen, das hat schon was. Da weiß selbst Freddy Deeb den Wert des Bracelets zu schätzen. Die besten Spieler der Welt im Turnier mit dem höchsten Buy-In der Welt. Bei diesem Turnier als Sieger nach Hause zu gehen, ist der Traum eines jeden Pokerspielers.

Deeb ist ein sehr beliebter Pokerspieler, immer witzig, immer unterhaltsam. Alleine seine bunten Hemden und T-Shirts sorgen oft schon für ein Lachen. Bei den diversen Fernsehshows ist er ein immer gerne gesehener Gast, denn der Unterhaltungswert von ihm ist grandios.

Ein bisschen Glück gehört zu einem Turniersieg dazu und das bisschen hatte er auch. Als sie nur mehr zu viert am Finaltisch waren, war er beim Omaha High-Low all-in. Er schnappte sich den Pot und es ging wieder aufwärts. Meiste Zeit war Deep sogar der Shortstack am Tisch. Unglaublich 14,5 Stunden hielt der Final Table. Es ist der viertlängste Finaltisch in der Geschichte der WSOP. Es wurde mit einem langen Finale gerechnet, aber als Thor Hansen sich gleich in der ersten Hand verabschiedete glaubten manche dann doch an ein schnelleres Ende.

Deeb hat schon eine eigene Einstellung zum Spiel. Sein Spielstil gilt als sehr loose. Er weiß, dass man ihn zahlt, wenn er anspielt. Aber er beherrscht das Spiel einfach zu gut. Im Interview meinte Deeb, “Es ist egal, welches Spiel gespielt wird. Ich setzte mich hin, spiele, von Level zu Level und irgendwann gewinne ich”.

Das H.O.R.S.E. nicht ganz so einfach ist, ist jedem klar. Hat ein Spieler nicht die nötige Erfahrung in allen fünf Varianten, so sollte er das Buy-In sparen. E

Thor Hansen musste sich mit nur 40,000 Chips wie gesagt gleich in der ersten Hand verabschieden. Die Limits waren bereits bei 50,000/100,000 und so hatte er praktisch keine Chance. Barry Greenstein hatte die zweitwenigsten Chips und ging gleich als nächster.

David Singer saß bereits im letzten Jahr am Final Table beim H.O.R.S.E. Auch dieses Jahr rechnete er sich gute Chancen aus. Die endeten aber mit Platz Sechs. $337,440 sind zwar viel Preisgeld, für Singer aber dennoch eine herbe Enttäuschung gewesen.

Kenny Tran ging als Fünfter. 10 % seines Preisgeldes von $444,000 spendet er für Hilfsprojekte in seiner Heimat Vietnam. Platz Vier war schließlich reserviert für den Chipleader der letzten beiden Tage. Amnon Filippi bekam einfach keine guten Karten und sein Stack schrumpfte von Runde zu Runde. Für ihn waren die $586,080 an Preisgeld sicherlich auch eine Enttäuschung.

Zu dritt spielten Deeb, Hansen und Fitoussi schließlich sechs Stunden. John Hansen war es schlussendlich, der sich mit Platz Drei zufrieden geben musste. $852,480 ist aber eine nette Entschädigung für den New Yorker High-Stake Cashgame Spieler.

Bruno Fitoussi scheiterte knapp vor seinem Ziel. Der Franzose, der in Europa auch für den Aviation Club de Paris bekannt ist, scheiterte im Heads-Up gegen Freddy Deeb. Viele kleine Partien konnte er gewinnen, aber die entscheidenden Pots gingen immer zu Deeb. Der zweite Platz brachte allerdings mehr Preisgeld, als bei vielen anderen das Preisgeld zusammen beträgt. $1,278,720 durfte Fitoussi mitnehmen.

Gabe Kaplan und Dewey Tomko scheiterten knapp vor dem Finaltisch. Tomko hatte sich als Shortstack durchs Turnier geschummelt. Allerdings weiß auch er sicherlich was er tut, schließlich war er bereits zweimal Zweiter beim Main Event und im letzten Jahr konnte er den siebenten Platz belegen. Diesmal sollte es nur der 10. werden. Der undankbare neunte Platz ging an Gabe Kaplan. —Gabe Kaplan, the actor and comedian (“Welcome Back Kotter) finished ninth. Kaplan has nine WSOP cashes on his poker resume. Auch er hatte sich sicherlich mehr erhofft, aber für das Finale fehlte doch das Quäntchen Glück.

Das Endergebnis:

1. Freddy Deeb Las Vegas, NV $2,276,832
2. Bruno Fitoussi Paris, France $1,278,720
3. John Hanson New York, NY $852,480
4. Amnon Filippi New York, NY $586,080
5. Kenny Tran Arcadia, CA $444,000
6. David Singer Las Vegas, NV $337,440
7. Barry Greenstein Rancho Palos Verdes, CA $259,296
8. Thor Hansen El Segundo, CA $188,256
9. Gabriel Kaplan Beverly Hills, CA $131,424
10. Dewey Tomko Winter Haven, FL $131,424
11. Mark Gregorich Las Vegas, NV $117,216
12. Stephan Wolff Irving, CA $117,216
13. Thien Phan Westminster, CA $103,008
14. Greg Raymer Raleigh, NC $103,008
15. Chris Reslock Atlantic City, NJ $88,800
16. Mike Matusow Las Vegas, NV $88,800

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