WSOPC Caesars Indiana – Event # 9
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- PokerOlymp Redaktion, Mittwoch. 04. April 2007
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Absolut jeder musste Douglas “Rico” Carli als Favoriten für das H.O.R.S.E-Rennen, welches Event Neun bei der WSOP Circuit Tour im Caesars Indiana war, anerkennen. Unter seinen zahlreichen Rankings sind auch acht Finaltische bei früheren Cirucit Events, darunter auch drei fünfte Plätze bei Championship Events. 2005 rangierte er in der Card Player Listen auf Platz 23 im weltweiten Klassement und auf Platz 4 bei den Finaltischen. Und was noch hinzukommt ist, dass er sehr vertraut mit H.O.R.S.E. ist und letztes Jahr beim WSOP Circuit in Grand Tunica Dritter war.
Abgesehen von seinem umfangreichen Können, vor allem bei den Stud Varianten, hat er auch sehr viel Ausdauer, was ihm bei diesem 16 Stunden Event sehr entgegenkam. Somit war es nicht wirkliche eine Überraschung, dass er der Sieger dieses Events war ung $16,835 gewann.
Carli, 51, ist ein Poker-Pro aus Alliance, Ohio. Er hat einen Abschluss in Mathematik und lernte Poker bereits im Alter von sechs Jahren von seinem Vater und seinen Brüdern. Er ist verheiratet und seine Hobbies sind Golf und Bowling.
Das H.O.R.S.E. Event wurde als Versuch dem Turnierplan hinzugefügt. Da es nur 40 Teilnehmer hatte, wird es wahrscheinlich keines mehr geben. Zu viele Spieler fragten “Was ist H.O.R.S.E.?” oder “Was ist Razz?” Craig Carman, einer der Turnierleiter meinte dazu nur “Das nächste Mal spielen wir Triple-Draw oder Chinese Poker”. H.O.R.S.E. beinhaltet die fünf Spielvarianten Hold’em, Omaha High-Low, Razz, Stud und (Stud) Eight or better, wobei jede Variante 30 Minuten lang gespielt wird.
Der Finaltisch bestand aus acht Spielern, aber nur drei sollten Geld bekommen. Da alles Limit gespielt wird, dauerte es neun Stunden, um die Spieleranzahl von 40 auf neun zu reduzieren.
Der Finaltisch:
| SEAT 1 | Pat Cissell | 35,000 |
| SEAT 2 | Michael Mitchener | 47,000 |
| SEAT 3 | Douglas Carli | 35,175 |
| SEAT 4 | Michael Schneider | 31,000 |
| SEAT 5 | Michael Lutes | 35,000 |
| SEAT 6 | Kevin Rosner | 6,700 |
| SEAT 7 | Jim Weir | 10,500 |
| SEAT 8 | Sam Martin | 39,000 |
Das erste Spiel war Hold’em, mit Limits 300/600 und noch 24 Minuten auf der Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war Sam Martin mit 39,000 Chipleader. Vier andere Spieler hatten um die 30,000, währen drei shortstacked mit 10,000 oder weniger waren.
Der erste, der noch beim Hold’em ausschied, war Kevin Rosner. Er hatte K-10 und verlor gegen Martins Pocket Aces. Rosner, 35, ist aus Shelbyville, Indiana. Er spielt seit drei Jahren und das ist sein erster Versuch beim WSOP Circuit. Er hat einen College-Abschluss, mag Basketball ist verlobt und beschreibt die Heads-Up-Duelle mit seiner Verlobten als sein persönliches Pokerhighlight.
Als nächstes wurde Omaha High-Low gespielt. Die Limits waren 500/1,000 und zwei weitere Spieler schieden aus. Michael Mitchener ging, als er mit zwei Buben gegen Michael Schneiders Straße verlor. Mitchener ist aus Bonner Springs, Kansas. Er bekam $1,693 für den siebenten Platz beim $500 Pot Limit Omaha Event.
Der andere Spieler, der ausschied, war Jim Weir, der mit den wenigsten Chips gestartet war. Drei Spieler vor dem Flop. Carli floppte Könige und 7s und mit Runner-Runner Karo hatte er auch ein Flush. Weir schmiss seine Karten, ohne sie zu zeigen, und es waren nur mehr fünf Spieler. Weir, 47, aus Tampa Florida, ist verheiratet, hat zwei Kinder. Er ist Profispieler, hat jedoch einen College-Abschluss als Gemologe. Als solcher arbeitete er auch, bevor er sich dem Poker zuwandte. Er begann bereits mit acht Jahren zu spielen und nimmt seit 1994 an den World Series Events teil. Letztes Jahr schaffte er zwei Finaltische, einer beim World Poker Open und einer in Tunica.
Als nächstes kam Razz (7 Card Stud Low), an die Reihe. Gespielt wurde mit 200 Ante, 300 Highcard Bring-in und 1,000/2,000 die Limits. Alle überstanden diese Runde.
Dann ging es weiter mit 7 Card Stud mit 200 Ante, 500 Low-Card Bring-In, Limits 1,500/3,000 und wieder schied keiner aus. Noch immer waren fünf übrig, als es mit den selben Limits mit 7 Card Stud Eight or better weiterging. Die Spieler kamen von der Pause zurück und setzten mit Hold’em, Limit 1,000/2,000 fort. Es war ein Uhr morgens. (Warum spielen die nicht mit No Limit weiter?) Aber kurz bevor die Runde zu Ende war, schied dann doch noch ein Spieler aus. Sam Martin verlor seine Chips sehr schnell und schließlich saß er mit 10-3 im Big Blind. Michael Schneider war am Button mit 
. Ein Open End Straight Draw mit J-8-2 am Flop und mit einer 7 am Flop war sie fertig.
Martin ist ein 35jähriger Softwareingenieur aus Morgantown, West Virginia. Er ist verheiratete und wird in einem Monat Vater. Er pokert seit fünf oder sechs Jahren und sein bestes Ergebnis war der zweite Platz beim Orleans Open.
Die verbliebenen Spieler waren schließlich im Geld in der nächsten Omaha Runde, als Pat Cissell ausschied. Er bekam J-4-3-2 und schied aus, als er das Low verpasste. Der Flop kam 9-7-6, aber eine Dame und ein König brachten ihm keine Hand, während Carli mit Q-Q-2-K mit dem Drilling gewann.
Cissell, aus Louisville, arbeitet für UPS, absolvierte die Universität von Louisville und begann mit Freunden und Familie vor acht Jahren Poker zu spielen. Es war das erste Circuit Event für den Bubble Boy, der bereits drei kleinere Turniere gewonnen hat.
Als die Rund um 2:00 Uhr schließlich zu Ende war, begannen die drei Finalisten über einen möglichen Deal zu diskutieren, oder ob man weiterspielen oder zu Bett gehen sollte. Michael Lutes wollte weiterspielen, Carli wollte aufhören, Schneider einen Deal. Schließlich machte Lutes den Vorschlag, noch eine Runde zu spielen und dann zu entscheiden.
Das nächste Spiel war Razz. 500 Ante, 1,000 Bring-in, 3,000/6,000 Limit. Zu diesem Zeitpunkt hatten Carli und Schneider rund 75,000 Chips, Lutes 44,000. “Versucht mich rauszuschmeißen”, stichelte Lutes. Nicht so einfach. Er war dreimal all-in und überlebte, einmal beim Razz und als er vorschlug, noch eine Runde zu spielen, zweimal beim Stud High. Schließlich um 3:15 Uhr gaben sie auf, und beschlossen am nächsten Tag um 16:00 Uhr weiterzuspielen. Carli hatte 106,000, Schneider 67,000 und Lutes gerade mal 27,000, als sie das Casino verließen.
Am nächsten Tag setzten sie mit Eight or Better, 1,000 Ante, 1,500 Bring-in und 4,000/8,000 Limit fort. Aber es sollte noch bis zur nächsten Hold’em Runde mit 4,000/8,000 Limit dauern, dass die letzten zwei Spieler ausschieden. Schneider blieben noch 2,000, nachdem er nach einem Bet von Carli am Board von 7-5-2-5-6 ausgestiegen war. Er hatte war im Big Blind in der nächsten Hand. Gerade mal 8-5 hatte er gegen 9-4 von Carli. Das Board von J-9-3-10-10 schickte ihn auf Platz Drei, der $6,730 wert war.
Schneider, 40, aus Covington, Georgia, hat eine Autowaschstraße. Sein Nickname deshalb natürlich “Car Wash”. Er spielt seit 10 Jahren und das ist das zweite Jahr, dass er die Circuit Events spielt. Er war schon im Ranking im Commerce Casino, bei den LA Poker Classics, als er 22, bei einem $1,000 No Limit Event wurde.
Heads-Up hatte Lutes einen leichten Chipnachteil mit 19,000 gegen 181,000 für Carli. “Ich habe schon kränkere Hunde gesehen, denen es wieder gut geht”, kommentierte er. Vielleicht, aber dieser Hund musste eingeschläfert werden. Er stieg bei der ersten Hand aus, in der zweiten war er all-in und überlebte, aber in der dritten war die Sache vorbei. Er raiste mit 
und Carli setzte ihn mit 
all-in. Das Board brachte K-7-6-A-4 und Carli überquerte die Ziellinie mit einem Riesenvorsprung.
Lutes, 46, ist aus Bloomington, Indiana. Er ist im Immobiliengeschäft und hat zwei Kinder. Vor 10 Jahren hat er sich Poker selber beigebracht. Seine vier Finaltische umfassen auch zwei vierte Plätze hier bei den Circuit Events, einer beim $500 Pot Limit Omaha und einer beim $500 No Limit. Sein Poker Highlight war der 37. Platz bei einem $1,500 No Limit Hold’em Event bei der World Series. Sein Gewinn für den zweiten Platz hier war $10,095.
Originaltext: Max Shapiro
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