WSOP Main Event – Merson, Sylvia und Balsiger kämpfen um die Krone
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- Rainer Vollmar, Dienstag. 30. Oktober 2012
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Die Vorentscheidung bei den October Nine ist gefallen, und eines ist nach dem achten Turniertag sicher: Der neue Pokerweltmeister wird ein US-Amerikaner sein. Mit dem Ausscheiden von Russell Thomas als Viertplatziertem stehen Greg Merson, Jesse Sylvia und Jacob Balsiger als Kandidaten fest, die Entscheidung fällt in der kommenden Nacht. Hier die wichtigsten Stationen auf dem Weg zu den „Final Three“:
Tommy Gee mutig, aber erfolglos
Neben Greg Merson war Tommy Gee der einzige Spieler am Finaltisch, der schon ein Bracelet vorzuweisen hatte. Zudem war er mit 57 Jahren der Senior der October Nine. In Hand 30 zeigte sich der Profi aus Kalifornien von seiner aggressivsten Seite, scheiterte aber damit.
Tommy Gee auf Platz 9
Aus erster Position raiste Gee und hinter ihm callten Greg Merson und Russell Thomas. Der Flop brachte 

, Gee setzte 1,6 Millionen, Merson foldete und Thomas callte. Nach dem
auf dem Turn setzte Gee weitere 3,25 Millionen, die Thomas erneut callte. Der River brachte die
und Gee ließ nicht locker. Mit 11,35 Millionen ging er All-In und stellte Thomas damit vor eine schwere Entscheidung.
Nach etwa fünf Minuten callte Thomas mit 
und lag damit richtig. Gee hatte 
und musste mit einem Preisgeld von 754.798 Dollar als Erster den Tisch verlassen.
Salaburu mit bösem Match-Up
Rob Salaburu war mit Sicherheit der Spieler der October Nine, der die internationalen Pokerfans am meisten polarisierte. Die einen schätzten seine lässig-überhebliche Art und blitzschnellen Aktionen, während andere ihn als arrogant wahrnahmen.
Rob Salaburu auf Platz 8
Der große Traum vom Bracelet zerstob jedenfalls recht schnell für den Mann aus Texas. Mit 
landete er gegen Jacob Balsiger gewohnt zügig im Preflop-All-In, doch sein Landsmann hielt mit 
eine der beiden verheerenden Hände.
Fünf Karten später war Salaburus Stack fast pulverisiert und nur ein Wunder konnte ihm noch helfen. Das blieb aus, denn bei seinem Aufdopplungsversuch mit 
hatte er dann erneut Pech. Chipleader Jesse Sylvia übernahm mit 
die Drecksarbeit und traf auf dem River tatsächlich die
, die Salaburu aus dem Turnier warf.
Michael Esposito kam, sah und schied aus
Michael Esposito auf Platz 7
Amateur Michael Esposito zeigte eine diskrete Leistung, nachdem es ihn in einer Hand gegen Greg Merson, der Runner-Runner-Flush produziert hatte, sehr früh ans Ende des Leaderboards gespült hatte. Den Befreiungsschlag versuchte er dann mit 
, die er gegen den Open-Raise von Merson pushte.
Mit 
callte Merson aber ohne Zucken und trat als 70-30-Favorit zum Showdown an. Das Board brachte 



und für Esposito war der Finaltisch gelaufen.
Andras Koroknai mit dem falschen Move im falschen Moment
Der einzige Europäer im Finale, Andras Koroknai, wird Hand 109 des Finaltischs vermutlich so schnell nicht vergessen. Vor ihr lag der Ungar mit 41,3 Millionen knapp hinter Greg Merson auf Platz 3 im Chipcount und Jesse Sylvia führte.
Andras Koroknai auf Platz 6
Dann kam es zum bisher größten Pot des Turniers. Greg Merson raiste vom Button, Jesse Sylvia reraiste im Small Blind, Koroknai erhöhte im Big Blind auf 5,3 Millionen und Merson setzte mit 9,2 Millionen noch einen drauf.
Sylvia foldete, doch Koroknai annoncierte All-In. Merson callte mit 
zügig und mit 
saß der Ungar richtig in der Patsche. Bis zum Turn brachte das Board 


, sodass Koroknai nur noch zwei Outs blieben.
Die
auf dem River besiegelte sein Schicksal und bescherte Greg Merson die Chiplead.
Jeremy Ausmus hält lange durch, doch dann kommt das Aus
Als Shortstack war Jeremy Ausmus zwangsläufig der Außenseiter der October Nine. Der Profi aus Las Vegas nutzte aber seine Erfahrung, um seinen Stack beträchtlich zu vergrößern und die Preisgeldleiter nach oben zu klettern. Schließlich erwischte es ihn aber doch.
Jeremy Ausmus auf Platz 5
Nach einem Button-Raise von ihm callte nur Jesse Sylvia im Big Blind und der Flop brachte 

. Beide Spieler checkten, wonach die
auf dem Turn aufgedeckt wurde. Sylvia checkte erneut, Ausmus spielte 1,5 Millionen an und der ehemalige Chipleader reraiste auf 3,6 Millionen. Ausmus zögerte, schob dann aber seinen Stack in die Mitte.
Mit 
callte Sylvia flott und Ausmus brauchte mit 
Hilfe. Der River brachte aber die
und Ausmus‘ Traum hatte sich in Luft aufgelöst.
Russell Thomas verliert die letzte Hand des Abends
Statt eines langen Hin und Her nach Jeremy Ausmus‘ Ausscheiden dauerte es nur einige Minuten, ehe die drei Finalisten des großen Showdown von morgen feststanden. Russell Thomas raiste im Small Blind und musste anschließend das All-In von Jacob Balsiger im Big Blind beurteilen.
Russell Thomas auf Platz 4
Nach einigem Zögern callte Thomas mit 
, doch einmal mehr an diesem Abend hatte der Gegner 
. Das Board brachte humorlose 



und Thomas verabschiedete sich als Achter.
Greg Merson führt vor dem großen Showdown
In der kommenden Nacht treten damit Greg Merson, Jesse Sylvia und Jacob Balsiger zum finalen Showdown der diesjährigen WSOP an. Als Chipleader ist Merson zwangsläufig Favorit, doch die Abstände sind so gering, dass rein gar nichts entschieden ist.
Chipleader Greg Merson
Besonders attraktiv verlief der erste Auftritt der October Nine nicht – ausgerechnet „Luckbox“ Andras Koroknai legte mit seinem missglückten Move, der böse nach hinten losging, den sehenswertesten Auftritt hin.
Stand vor dem morgigen Finale:
| 1. Greg Merson | USA | 88.350.000 Chips |
| 2. Jesse Sylvia | USA | 62.750.000 Chips |
| 3. Jacob Balsiger | USA | 46.875.000 Chips |
Die bisherigen Auszahlungen der October Nine:
| 1. - | USA | 8.531.853 Dollar |
| 2. - | USA | 5.295.149 Dollar |
| 3. - | USA | 3,799,073 Dollar |
| 4. Russell Thomas | USA | 2.851.537 Dollar |
| 5. Jeremy Ausmus | USA | 2.155.313 Dollar |
| 6. Andras Koroknai | Ungarn | 1.604.902 Dollar |
| 7. Michael Esposito | USA | 1.258.040 Dollar |
| 8. Robert Salaburu | USA | 971.360 Dollar |
| 9. Tommy Gee | USA | 754.798 Dollar |
Kommentare




















also bitte mal handbewerter vor…
Merson raist vom Button, Sylvia reraist im SB und der Ungar 4bettet nochma im BB, worauf Merson 5bettet und Sylvia folded
Nun 6bettet der Ungar allin für ungefähr den stack den Merson hatte (platz 2 und 3)
Nun weiss man nicht, ob der Move mit History ist, aber irgendwie find ich AKs absolut overplayed…im maximalfall kann er doch hier nur flippen und das bei dem turnierstand
also da habe ich AK schon für weniger Preflop entsorgt. Finde den Call bei noch 6 verbleibenden Spielern und den Chipcounts auch sehr fragwürdig, noch dazu hatte der Ungar (am FT kann ich es nicht beruteilen) immer sehr tight gespielt.
@ nicnac
Koroknai weiß hier, dass Merson ein 6-Max Spezialist ist und entsprechend viel Druck aufbauen will. Ich vermute einfach mal, dass er davon ausgegangen ist, das Merson hier auf ein All In noch viel wegschmeißen wird, da Koroknai ein sehr tightes Image hatte. Der Move selbst mit KQ bei den Stacksizes ist meines Erachtens nach Mist und Merson sucht hier vielleicht den Flip um sich fürs Headsup in eine gute Position zu bringen
Finde ich zwar nicht Standard, aber erklärbar.
Sylvia 3bettet im SB nach einem Buttoraise light, Koroknai weiß das und 4bettet. Merson weiß, dass Koroknai genau das denken kann und ist gut und sick genug auch mit schlechterem zu 5betten. KQ zu 6bet-shippen ist dann aber doch sehr gewagt.
Aber in den BvB-Situationen sieht man solches Gelevel doch oft. Ungewöhnlich ist es nur am ME-Final-Table.
finde den Move von Koroknai auf jeden Fall sehr gewagt, gefällt mir aber viel besser als der Call von Merson.
Koroknai hat einfach Falsch gespielt!
Sehe ich auch so ähnlich wie Wilhelm,koroknai hat nicht richtig gespielt bei diesem Blatt!
Heutzutage ist es doch Standard sein tightes Image für solche Moves auszunützen. Überraschend nur dass Merson so schnell callt, war sich offenbar sehr sicher und brauchte keinen Read mehr.
Der Ungar hat nach der Action seine KQ überspielt.
Haha Bad Boy Salabruru hat geweint wie ein Baby als er rausgeflogen ist.
Allgemein finde ich den FT gar nicht so übel, wie immer angenommen wurde. Die Action ist da und es wird gutes intensives Poker gespielt. Hàtte mir leider lieber Russel Thomas unter den letzten drei gewünscht, dieses buuubbiii-Gesicht von Balsinger geht mir soooo was auf den Sack!!
PS: FUCK YOU ESPN – habe mir für 3.-$ einen zugang gekauft, quali scheissse, ab und zu am buffern, und um 4 uhr ging nichts mehr!!!
danke an leto88 der diesen link gepostet hat:
http://atdhenet.tv/47958/watch-ws...table
zu der Hand vom Ungarn:
Denke mal das liegt an der History das er den Move macht. Der Stream läuft halt mit 15 delay, d.h. in den Pausen werden die Spieler sicher über die Karten der anderen von der Rail informiert. Es gab im Vorfeld eins zwei Hände die Merson ge4bettet hat. Mit QJ z.B. als Koroknai, ich glaub A4, dann foldet. Weiterhin hält Koroknai 2 Blocker in der Situation, er kann also ein paar AK, KK, AQ, QQ Kombis discounten, bleiben dann noch die paar Mal wo Merson AK und AA hat und er quasi das Geld tot reinbekommt
. Ich discount auch mal AQ, denke mal das Merson diese Hand gegen den Push sogar noch entsorgt. Gegen JJ bis 88 flippt der Ungar (alle anderen Hände entsorgt Merson, also 22-77, AJ, AT) was bei einem call dann halt meisst der Fall ist. Mit dem ganzen Death Money im Pot, den Infos von der Rail und der Fold eq ist der Spielzug denke ich +EV!!
Pech ist einfach nur das Merson AK hat und diese Hand halt nie in den Muck geht(gehen darf)!!! Finde es auch vollkommen in Ordnung das Merson an dieser Stelle recht zügig callt und nicht nen 5 min Slowroll ansetzt.
VG
ihr häätet auch live auf sport1.de gucken können. FÜR ALLE DIE, DIE LETZTEN DREI SEHEN WOLLEN HEUTE NACHT WIEDER AUF SPORT1.DE. ich kann leider nicht muss morgen früh arbeiten
@ soso
top erklärt nur passt dein letzter post nicht zu dem was du davor geschrieben hast (das dir der call von AK nich gefällt aber dann später schreibst, das er hier nicht folden kann (darf)
Aber im Endeffekt weiss ich schon was du sagen willst
Wäre Merson scared hätte er nie im leben gecallt
Sport eins Live ab 6
es sollte @soso heissen
Sry
Absolut überspielt von Koroknai. Er hat sich selbst die Chance genommen mehrere Millionen zu gewinnen. Er war in einer guten Position aber in dieser Hand hatte er nichts mehr verloren. Man kann es aus mehreren Gesichtspunkten sehn aber man endet immer bei einme Fold. Schlichtweg ganz schwach gespielt von Koroknai.
an ‘unechten soso’
stimme dir größtenteils zu. Trotzdem finde ich, dass der Call mit AK hier (unter den gegebnen Umständen) nicht gut ist. Meist wird er max einen CoinFlip bekommen. Warum soll ich mit meinen ganzen Stack in der Phase des Turniers (6 Spieler left) mit einem anderen Big Stack in einen Coin Flip gehen? Noch dazu, wo Merson wahrscheinlich der stärkste Spieler am Tisch ist! Evt hatte Merson einen Read auf Koroknoi. Aber wos was i, darum poste ich auch auf Poker Olymp und sitze nicht in Vegas am FT