Ludovic Lacay gewinnt die EPT San Remo 2012, große Enttäuschung für Ismael Bojang

Gestern fiel die Entscheidung beim Main Event der EPT San Remo 2012 und der Gewinner heißt Ludovic Lacay aus Frankreich. Der 27-Jährige ließ ein Feld von insgesamt 797 Spielern hinter sich und freut sich über den ersten EPT-Titel seiner Karriere plus 744.910 Euro.

Ludovic Lacay mit Trophäe Ludovic Lacay mit Trophäe

Das Main Event

Beim Main Event wurde um einen Preispool von insgesamt 3,86 Millionen Euro gekämpft, die Spieler kamen aus 52 Ländern. Lacay gesellt sich zu dem exklusiven Club der Sieger der Vorjahre, als da wären Jason Mercier, Constant Rijkenberg, Liv Boeree, Rupert Elder und Andrey Pateychuk.

Der Finaltisch und das erste Opfer

Der achtköpfige Finaltisch startete gestern mit Jason Lavalee als Chipleader mit fast 5,55 Millionen Chips. Einziger Deutscher am Finaltisch war bekanntlich Ismael Bojang, der mit 2,85 Millionen Chips auf Rang 4 eigentlich eine gute Ausgangsposition hatte.

Es dauerte wegen der hohen Stacks geschlagene dreieinhalb Stunden bis der erste Spieler die Segel streichen musste und es war ausgerechnet Ismael Bojang. Nach einer Erhöhung von Jason Lavallee auf 160.000 stellte Bojang seine letzten 1.500.000 Chips in die Mitte und Lavalee machte den Call. Showdown:

Lavalee: C10D10
Bojang: DaHk

Bojang konnte sich in dieser klassischen Coinflip-Situation leider nicht mehr verbessern, das Board lief völlig ereignislos aus. Pech für Bojang, der für den 8. Platz noch 65.450 Euro mit nach Hause nahm. Schade, da wäre für den deutschen Omaha-Spezialisten eigentlich mehr drin gewesen.

Lacays Sieg

Danach war aus deutscher Sicht natürlich die Spannung raus, nacheinander verabschiedeten sich Adrian Piasecki, Micah Raskin, Jason Tompkins, Angelo Recchia und Artem Litvinov. Zuletzt saßen Jason Lavalee und Ludovic Lacay im entscheidenden Heads-Up, das Duell startete mit einem 2 zu 1 Lead für den späteren Sieger Lacay.

Banner: Playing the Player

Die beiden Finalisten schlossen sofort einen Deal, der Lacay 644.910 Euro sicherte, Lavalle erhielt schon mal 538.089 Euro. Gespielt wurde dann noch um 100.000 Euro und den Titel.

Das ging dann auch recht schnell, in der letzten Hand ging das gesamte Geld von Lavalle auf einem Board mit DqC4C10Hj in die Mitte. Lacay callte mit CqH10, Lavalle hatte C8C6 auf der Hand. Der River D10 brachte Lavalle nicht das ersehnte Kreuz und das war dann die Entscheidung.

Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner Ludovic Lacay. Die nächste Station der EPT findet übrigens am 5. Dezember 2012 in Prag statt.

Endergebnis Main Event der EPT San Remo 2012

1st Ludovic Lacay France €744,910
2nd Jason Lavallee Canada €538,089
3rd Artem Litvinov Russia €283,000
4th Angelo Recchia Italy €225,000
5th Jason Tompkins Ireland €171,000
6th Micah Raskin United States €132,000
7th Adrian Piasecki Poland €96,000
8th Ismael Bojang Germany €65,450

Kommentare


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  • Justin
  • 12.10.12

wie kann man mit AK da all in pushen? ist doch klar, dass der call nur von einer besseren Hand kommt.Und um 160k+blinds zu gewinnen das fast 10-fache zu riskieren ist nicht gerade clever


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  • Sven
  • 12.10.12

@Justin

Ismael hat unter 20BB und repusht gegen einen 2BB open raise. Das ist absoluter Standard, und der Call kommt hier zu 100% nicht nur von besseren Händen. Die Range von Lavaleeliegt hier bestimmt bei so A10+ und 55+. Und es geht auch darum, dass er nicht unbedingt einen Call braucht, ein Fold ist auch ein akzeptables Ergebnis für Ismael. Oder andersrum gefragt: Hättest du in dem Spot AK gefoldet? Ok…


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  • Quotenflo
  • 12.10.12

Der call war voll stani, nix falsch gemacht…nur halt verflippt!

Schade…


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  • Jackbot
  • 12.10.12

Im Geld und nur noch zwanzig bb da fliegen mit nen a immer alle Chips rein wenn jemand vorm Flop Action macht. Wobei man auch nur hätte Call können.hängt von der gesamtSituation ab.



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