Spanien präzisiert Steuergesetz: Verluste beim Poker werden berücksichtigt
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- Jan Meinert, Sonntag. 30. September 2012
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Auch wenn es den Spaniern momentan wirtschaftlich schlecht geht, in Sachen Steuerrecht haben sie eindeutig bessere Entscheidungsträger als wir in Deutschland. Dort wurde jetzt nämlich eine Gesetzesänderung im Steuerrecht vorgenommen, die eindeutig die Abzugsfähigkeit von Verlusten beim Poker vorsieht.
In Deutschland verschicken die Finanzämter momentan Steuerbescheide an Pokerspieler, die Gewerbesteuer zahlen sollen. Unabhängig von der Frage, ob das überhaupt zulässig ist, tun sich die Behörden bei der Geltendmachung von Verlusten mehr als schwer. Momentan führt Eddy Scharf einen Musterprozess, in dem es unter anderem auch um diese Verluste geht.
Meist werden von den Beamten einfach im Internet gefundene Gewinne – zum Beispiel in der Hendon Mob Database – als Einnahmen veranschlagt. Die Buy-ins, und auch die anderen Kosten, zum Beispiel Hotel- und Fahrtkosten, bleiben aber weitgehend unberücksichtigt.
Den Nachweis muss der Spieler führen und das gelingt oft nicht bzw. fehlt den Ämtern die ausreichende Kenntnis der Materie, um diese Kosten überhaupt in Verbindung mit Poker zu setzen. Sogar die in der Hendon Mob Database angezeigten Buy-ins werden von den Finanzämtern nicht ohne weiteres anerkannt, sie müssen nochmal gesondert nachgewiesen werden. Eine Farce erster Güte.
In Spanien wurde Online Poker im Juni 2012 legalisiert und lizensiert, die Spanier können also völlig legal im Internet pokern. Allerdings gab es Streitigkeiten um die Abzugsfähigkeit von Turnier-Buy-Ins und Verlusten beim Cashgame. Es gab in den Finanzämtern einige Beamten, die diese Verluste partout nicht anerkennen wollten.
Die absurde Folge war, dass sogar Losing-Player exorbitant hohe Steuerbescheide bekamen. Bei Spielern, die unter dem Strich Gewinn machten, überstiegen die festgesetzten Steuern nicht selten den Gewinn. Damit ist jetzt Schluss, im neuen Gesetz steht eindeutig, dass alle Verluste beim Poker abzugsfähig sind. Die Regelung wird ab 1. Januar 2013 wirksam und dürfte auch die bislang fehlgeleiteten Steuerbeamten zur Besinnung bringen.
Kommentare






















ich kann garnicht verstehen, wer seinen Lebensunterhalt gut mit Poker verdient, wer bitte so blöd ist in diesem drecks Deutschland zu bleiben.
DrecksDeutschland? Lach! Mein ganzes Dorf in Bulgarien will nach Deutschland. Wir haben oft kein Strom und Wasser und da ist es verdammt dreckig. Deutschland ist schön
es kann ja jeder auswandern. afganistan syrien algerien irak iran es gibt so schöne länder warum bleibst du dann in deutschland? weil du wahrscheinlich genau so ein sozialstaubsauger wie die meisten die sich beschweren bist.
‘Drecksdeutschland’ für die Leistungsträger, für die Loser bleibt D natürlich paradiesisch.
Ich bin da auch weg vor einigen Jahren…
Demnach warst du einer der Top-Leistungsträger ??
In welchem Land vollbringst du denn jetzt deine Top-Leistungen, wo es so viel besser ist ?? 
Leistungsträger eher weniger im Poker, obwohl auch dort recht brauchbar.
Ich hab immer ein wenig gependelt, in Tschechien war ich schon 1990 kurz nach der Wende, das waren Zeiten, eine DM 30 Kronen, eine Camel Kingsize 28 Kronen.
Bin jetzt wieder rüber, auch wieder einen guten Schnitt gemacht, der Kurs ist jetzt 12,5 Kronen für die “DM”. Ich bin natürlich schon lange in Kronen: die Krone ist jetzt bei 12,5 DM – http://www.finanzen.net/devisen/eu...-kurs
Als die Steuer- und Abgabenbelastung in D auf die 65% zuging, hab ich mich verpieselt, nicht ohne dieses Selbstständigengeld für 6 Monate und die 12 Monate Arbeitslosengeld mitzunehmen
Hab in D schön mitgenommen innerhalb von 9 Jahren, aber irgendwann muss mal wieder gut sein; D spart ja jetzt für Griechen und Portugiesen, grausig…
Da hast du leider recht. Irgendwann zahlen wir auch noch die Gebühren für die ganzen Demonstrationen und Krawalle und lassen und dafür in den Dreck ziehen..