Ewige Bubble beim Mixed-Max der WSOP Europe
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- Arved Klöhn, Freitag. 28. September 2012
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Normalerweise dauert die Bubble-Phase eines Turniers ein paar Hände, dann ist der Bubble-Boy gefunden. Nicht so beim €10k Mixed-Max in Cannes. Hier dauerte es geschlagene drei Stunden, bis der eine Spieler ausschied.
Brandon Cantu
Überradender Chipleader
Bild: wsop.com
Doch der Reihe nach – 52 Spieler kamen nach Tag 1 zurück und wollten auf 16 Spieler hinabspielen. Dabei wurde am gestrigen zweiten Tag short-handed gespielt und Jennifer Tilly begann als komfortable Chipleaderin.
Während der ersten Stunden verabschiedeten sich unter anderem Phil Ivey, Antonio Esfandiari, Mike McDonald, Justin Bonomo, Michael Mizrachi, und John Juanda.
Brandon Cantu übernahm nach einer enormen Hand die Führung: Gleich gegen zwei Gegner war er preflop All-In. Gegner 1, Ognjen Sekularac, hielt Könige, Gegner 2, Andy Frankenberger, hielt Damen und Cantu selbst hatte beide mit Assen dominiert. Nach mehreren unbedeutenden Karten auf dem Board hatte Cantu seinen Stack mehr als verdoppelt und es sollte noch wesentlich mehr werden. Kurz vor den Bubble stapelte Cantu schon 550k Chips.
Schließlich nahm Cantu JC Alvarado in einem riesigen Flip (TT > AKo) aus dem Turnier, heimste weitere 220k Chips ein und hielt bei 17 Spielern fast 30% aller Chips.
Dann folgte die Bubble und alle Spieler stellten sich auf eine übersichtliche Veranstaltung ein. Mit Jason Mercier und Betrand Grospellier waren zwei Shortstacks dabei, mit Marvin Rettenmaier und Kristijonas Andrulis zwei enorm aggressive Spieler – da sollte doch was gehen.
Doch für die nächsten Hände ging erst mal gar nichts. Phil Hellmuth nahm Cantu ein paar Chips ab, Jennifer Tilly verteilte eine Menge ihrer Chips am gesamten Tisch und war ein Shortstack mal All-In gewann er seinen Flip. Als nach 70 Minuten immer noch kein Bust gefunden war, verordnete man den Spieler eine Dinner-Break, die auch fleißig eingehalten wurde. Danach dauerte es nochmals eine knappe halbe Stunde, bis es schließlich zum erlösenden All-In kam.
Mori Eskandiari brachte mit 
eine 3-Bet gegen Marvin Rettenmaier, der sich mit 
jedoch zu einem Call verpflichtet sah. Ein Bube auf dem Turn bedeutete den Sieg für dominierte Hand und das Ende der Bubble-Phase.
Im Anschluss tüteten die Spieler ihre Chips ein und dürfen heute zu zwei Heads-Up-Duellen antreten. Nach zwei weiteren Duellen am Samstag wird dann der Sieger feststehen.
So sind die aktuellen Counts:
| Brandon Cantu | US | 738.100 |
| Paul Tedeschi | FR | 278.600 |
| Faraz Jaka | US | 258.100 |
| Roger Hairabedian | FR | 225.600 |
| Jonathan Aguiar | US | 212.200 |
| Marvin Rettenmaier | DE | 191.100 |
| Konstantin Puchkov | RU | 183.700 |
| Martin Jacobson | SE | 164.900 |
| Jennifer Tilly | US | 163.300 |
| Kristijonas Andrulis | LT | 142.000 |
| Phil Hellmuth | US | 127.400 |
| Vladimir Troyanovskiy | RU | 66.300 |
| Mike Watson | CA | 50.700 |
| Joe Kuether | US | 37.100 |
| Bertrand Grospellier | FR | 18.000 |
| Jason Mercier | US | 16.800 |
Die ersten acht Paarungen wurden wie folgt ausgelost:
| Spieler A | Chips A | – | Chips B | Spieler B |
| Paul Tedeschi | 278.600 | – | 225.600 | Roger Hairabedian |
| Kristijonas Andrulis | 142.000 | – | 50.700 | Mike Watson |
| Martin Jacobson | 164.900 | – | 37.100 | Joe Keuther |
| Brandon Cantu | 738.100 | – | 127.400 | Phil Hellmuth |
| Faraz Jaka | 258.100 | – | 66.300 | Vladimir Troyanovskiy |
| Konstantin Puchkov | 183.700 | – | 18.000 | Bertrand Grospellier |
| Jennifer Tilly | 163.300 | – | 191.100 | Marvin Rettenmaier |
| Jason Mercier | 16.800 | – | 212.200 | Jonathan Aguiar |
Kommentare






















Netter Artikel
“Jennifer Tilly verteilte eine Menge ihrer Chips am gesamten Tisch und war ein Shortstack mal All-In gewann er seinen Flip”
“den Sieg für dominierte Hand”
wäre ja lustig wenn cantu gg elky/mercier im HU angetreten wäre^^
Meiner Meinung nach wäre das nicht nur lustig, sondern auch am fairsten gewesen.
So hat zum Beispiel Hellmuth, obwohl nur knapp unter dem Median des Counts, eine schlechtere Ausgangssituation als zum Beispiel Joe Kuether, der mit einem kleineren Chip-Nachteil ins erste Duell muss und so einen besseren Shot auf die nächste Preisgeldstufe hat, obwohl er deutlich weniger Chips als Hellmuth hat.
Verstehe die Konstelation halt mal null. Es muss bei 16 left dann doch immer so sein: 1-16, 2-15, 3-14, 4-13, .... is ja lachhaft!!