Lederer-Interview: "Ich habe der Poker-Community mein Schweigen geschuldet"

Im siebten Teil des Interviews mit Howard Lederer, das PokerNews.com geführt hat, geht es hauptsächlich um den Deal zwischen PokerStars, Full Tilt und dem US Department of Justice. Dazu wendet sich Lederer am Ende direkt an die Full-Tilt-Kunden und ihre missliche Lage.

Howard Lederer Howard Lederer

Der Deal

Das Übereinkommen zwischen PokerStars, Full Tilt und dem DoJ, welches Ende Juli 2012 geschlossen wurde, ist zentrales Thema des Interviews und den Interviewer interessiert vor allem die Frage, warum das Ganze so lange gedauert hat. Immerhin warten die Full-Tilt-Spieler seit weit über einem Jahr auf ihr Geld.

Lederer sagte, dass vor allem die bevorstehende Strafe, die Full Tilt bzw. PokerStars erwarte, in die Milliarden gehen könne. Das habe die ganze Zeit über den Verhandlungen geschwebt und die Verzögerung ausgelöst. Erst dieses Jahr sei das DoJ zu Verhandlungen bezüglich eines Vergleichs bereit gewesen. Laut Lederer gehen Deals mit dem DoJ eben nicht in einer Nacht über die Bühne.

Über seine Gefühle bezüglich des Deals spricht Lederer ebenfalls. Ein persönlicher Abschluss der Angelegenheit sei für ihn momentan noch nicht gegeben, die letzten 15 Monate seien wegen der emotionalen Höhen und Tiefen sehr schwer gewesen. Vor allem Erik Seidel und seine Familie habe ihm beigestanden.

Das lange Schweigen

Lederer ist es außerdem extrem wichtig, sein langes Schweigen zu rechtfertigen. Bevor ein Deal in trockenen Tüchern gewesen sei, habe er sich nicht in der Lage gefühlt, Updates zur Situation zu liefern. Zu 100 Prozent verstehe er den Ärger der Kunden, ihre Lage sei völlig unzumutbar.

Auf die Frage, ob er nochmal Teil der Poker-Community werden möchte, sagte er, dass das nicht von ihm abhänge. Er plane aber, wieder Poker zu spielen, wie er das schon seit 30 Jahren mache. Er habe die missliche Lage des Unternehmens nicht persönlich herbeigeführt und habe vielmehr aktiv zur Lösung des Problems beigetragen. Was auch immer in seiner Macht stand, er habe es getan.

Die letzten Worte an die Kunden

Auf die Frage, ob er noch letzte Worte an die geprellten Kunden zu richten habe, sagte Lederer, dass er als ein Eigentümer der Company die volle Verantwortung übernehme. Was passiert sei, habe viel Schmerz und Leiden bei über 3 Millionen Menschen verursacht und das tue ihm unendlich Leid.

Das Video ist auf PokerNews zu finden, oder hier eingebettet:

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Kommentare


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  • gnorts
  • 23.09.12

musste laut lachen… Huh


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  • BOZZ
  • 23.09.12

Unfassbar das er nicht auf die übermäßigen Auszahlungen seitens der FT bosse befragt wurde. Das muss garantiert vorher ausgemacht worden sein. Ohne diese Frage ist dieses Interview nicht ernst zu nehmen. Er hat dieses Interview nur dazu genutzt, andere Teilhaber und Spieler ins schlechte Licht zu rücken.


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  • lol
  • 23.09.12

ich schau mir den Müll schon seit dem dritten Teil nicht mehr an, auf die Lügengeschichten kann ich verzichten. Für mich gehört der 20 Jahre in den Bau und fertig.


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  • roman
  • 23.09.12

Kann es sein das ein Phil Ivey schulden hat oder sogar Pleite ist da er sich von dem Unternehmen Geld geliehen oder geborgt hat?


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  • eddy scharf
  • 24.09.12

Geld pumpen heißt ja nicht, dass jemand pleite ist. Es haben viele Leute auf Kredit gespielt. Das wußte doch jeder, oder so dachte ich jedenfalls.


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  • ROFL
  • 24.09.12

@LOL : Du gehörst in den Bau und dazu das DOJ-Viehzeug !



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